Test: Boss, Micro BR BR-80, Digital Recorder

eBand & Drumcomputer

Der Dritte unter den drei Modi des BR-80 nennt sich eBand und ist die ideale Übungshilfe. Er eignet sich vor allem zum Jammen zu Lieblingstracks oder bereits aufgenommenem anderem Material, etwas aus dem Bandkeller. Er lässt aber auch das Anhören der eigenen per USB importierten Lieblingslieder zu und ersetzt damit auch einen MP3-Spieler. Damit ist er in Essenz eine Jukebox, ideal zum Üben. Zwei nützliche Details: Phrasen jeder Art (betrifft auch Rhythmen des Drumcomputers) lassen sich verlangsamen, und die meist in der Stereomitte angesiedelten Vocals lassen sich nach Karaoke-Art ausblenden. Hier wurde von Roland mitgedacht – zum singen Üben ist das Gerät dann eben auch ideal. Zum eBand-Modus gehört eigentlich auch der Drumcomputer, den die meisten Musiker wohl nur zusätzlich einsetzen werden, trotz richtig gutem Klang. Denn erstens ist er nur in stereo verfügbar und lässt sich daher nicht wirklich gut nachbearbeiten. Ein richtig guter Mix ist somit schwer, da man z.B. die Snare nicht extra mit dem Sendeffekt belegen kann. Zweitens ist seine Bedienung nicht ganz so geglückt, trotz aller nötigen Funktionen. Einige Funktionen sind nicht ganz so zentral erreichbar – damit ist seine Anwendung für die Praxis etwas zu kompliziert.  An sich kann er aber alles: Es lässt sich nämlich ein kompletter Song aus diversen Versatzstücken wie Intro, Strophe, Fill usw. basteln, mehrere Drumkits lassen eine Anpassung der Rhythmen an eigene Soundvorstellungen zu, SMF-Import ermöglicht zumindest den Import eigener (MIDI-)Rhythmen, und der Klang macht für so ein kleines Ding richtig Druck. Hier ist eben auch ein im Sounddesign erfahrener Hersteller am Werk – die  jahrelange Erfahrung der Japaner ist auch im Micro BR-BR 80 spürbar.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    maciste

    Ich habe das Br-80 nach zwei Wochen wieder zurückgegeben, wegen der Umsetzung der Punch-In / Punch-Out Funktion. Man kann die Punch In/Out-Punkte nicht während des Anhörens direkt setzen, sondern muss sie sich merken und sie umständlich in Untermenüs einstellen. Leider ist das die Funktion die ich mit Multitrackern am meissten benutze. Das ist so als hätte man ein super Rennauto entwickelt, aber die Auslieferung erfolgt ohne Lenker, und man muss in Untermenüs dem Auto mitteilen ob man nach links oder rechts fahren will: völlig inpraktikabel. Umso ärgerlicher, da das Micro BR-80 ansonsten ein tolles Gerät ist.

    • Profilbild
      mein-song

      musst Dir die Zeit nicht merken: einfach [Enter] drücken um die aktuelle Songposition in Feldern wie [IN] und [OUT] zu übernehmen

      Beispiel
      Laß den Song laufen, wenn die Stelle zum PunchIn kommt
      1. drück [Stop],
      2. drück [Menu]
      3. wähle [A.Punch] falls das nicht eh schon ausgewählt ist weil Du fröhlich am Punchen bist
      4. auf dem Feld [IN] drück [Enter] um die aktuelle Songposition als PunchIn zu übernehmen
      5. [exit]
      6. drück [Play] um den Song weiter bis zum Ende des Verspielers laufen zu lassen
      7. drück [Stop],
      8. drück [Menu]
      9. [A.Punch] ist nun eh schon ausgewählt also einfach [Enter] drücken
      10. geh eins runter auf [OUT] und drück [Enter] um die aktuelle Songposition als PunchOut zu übernehmen
      11. [exit]

      Tipp: wegen der vielen 8×8 Tracks, kannst auch ganz komfortabel in eine Nebenspur aufnehmen, hörst dann in Original und Korrektur rein,
      und kopierst Dir den Bereich von der virtuellen „Korrekturspur“ auf die fehlerhafte Spur, markierst dazu wieder Start- und Stop-Punkt mit dem „[Enter]-Trick“.

      HINT
      iPADs sind für Songwriter KEINE ALTERNATIVE zu solchen Wunderwaffen, weil sie keinerlei Schutz Deiner Ideen bieten. Der App-Hersteller hat VOLLSTÄNDIGEN Zugriff auf Deine Kompositionen und einem Konzern der von iTunes lebt, ist es egal, ob Du selbst Deine Musik verkaufst oder jemand anderes über eine Auftragsproduktion,

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