ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Test: Boss RT-2 Rotary Ensemble Effektpedal, Leslie-Simulation

Effektpedal für Orgel, Gitarre & Synth

22. Oktober 2025
Boss RT-2 Rotary Ensemble Effektpedal Leslie-Effekt Aufmacher

Test: Boss RT-2 Rotary Ensemble Effektpedal, Leslie-Simulation

Der Klang rotierender Lautsprecher erfreut sich seit rund 85 Jahren großer Beliebtheit – nicht nur bei Organisten. Das Boss RT-2 Rotary Ensemble Effektpedal bildet den berühmten Rotary-Speaker-Effekt nach und richtet sich gleichermaßen an Gitarristen, Organisten und Keyboarder.

Boss RT-2 Rotary Ensemble

Boss ist kein Unbekannter in der Simulation des nach Don Leslie benannten Effekts. Mit dem Boss RT-2 Rotary Ensemble erweitert man nun das Portfolio der typischen Boss-Pedale mit ihrem markanten Äußeren um diesen Effekt. Ob auf dem Pedalboard oder zu Füßen eines Keyboarders oder Organisten – das Boss RT-2 Rotary Ensemble Pedal fühlt sich überall wohl.

ANZEIGE
Boss RT-2 Rotary Ensemble Effektpedal Draufsicht

Die wichtigsten Bedienelemente befinden sich auf der Oberseite des Pedals (Bildquelle: Boss)

Leslie-Effekt

Der Klang rotierender Lautsprecher, auch nach seinem Erfinder als Leslie-Effekt bezeichnet, beruht auf dem Prinzip des Doppler-Effekts. Bei einem Doppler-Effekt bewegt sich die Schallquelle auf den Hörer zu oder von ihm weg. Alternativ können sich auch Sender und Empfänger bewegen. Durch diese Bewegung scheint die Tonhöhe zu steigen oder zu fallen – je nach Bewegungsrichtung.

Diesen Effekt kennt man zum Beispiel vom Martinshorn: Bewegt sich ein Rettungswagen mit eingeschaltetem Martinshorn auf den Hörer zu oder entfernt sich von ihm, ändert sich die Tonhöhe. Einen Artikel mit Erklärungen unter anderem zum Doppler-Effekt findest du hier.

Don Leslie hat diesen Effekt durch einen rotierenden Lautsprecher verwirklicht. Durch die Rotation der Schallquelle entfernt sie sich beständig vom Hörer und nähert sich ihm sofort wieder. Je nach Geschwindigkeit der Rotation ergeben sich unterschiedliche Effekte – von einer sanften Schwebung bis zu einem schnellen, kontinuierlichen, Vibrato-ähnlichen Effekt. Splittet man das Signal auf zwei Wege, zum Beispiel einen für Bässe und Tiefmitten und einen weiteren für hohe Mitten und Höhen, können beide Lautsprecher sogar mit verschiedenen Geschwindigkeiten rotieren. Der Effekt gewinnt dadurch an Tiefe und wirkt eindrucksvoller.

Insbesondere in Kombination mit den Orgeln der Firma Hammond hat der Leslie-Effekt große Bekanntheit erlangt und wird fest mit dem Klang einer Hammond B3 oder anderer Tone-Wheel-Modelle verknüpft. Doch auch Keyboarder und Gitarristen nutzen diesen Effekt seit Jahrzehnten – etwa für Solo-Synth-Sounds aus einem Moog Minimoog, für Flächen-Sounds oder ausgefallene E-Gitarrenklänge. Unter den Gitarristen, die gerne den Leslie-Effekt einsetzten, wären zum Beispiel Jimi Hendrix, Peter Frampton und David Gilmour zu nennen.

Boss RT-2 Rotary Ensemble Effektpedal auf Gitarrenverstärker

Das Boss RT-2 Rotary Ensemble Effektpedal eignet sich für Gitarristen wie Keyboarder gleichermaßen (Bildquelle: Boss)

Doch nicht immer wurden echte rotierende Lautsprecher eingesetzt, sondern oft elektronische Simulationen. Diese waren nicht nur leichter zu transportieren, sondern auch praktischer im Setup (ein Leslie muss aufwändig mit drei Mikrofonen abgenommen werden). Allen voran ist hier das von Fumio Mieda (Entwickler vieler berühmter Korg-Synthesizer und Vater des Korg MS-20) entwickelte Uni-Vibe zu nennen, das später vielfach kopiert wurde. Auch das Boss RT-2 Rotary Ensemble Pedal bildet den akustischen Leslie-Effekt auf elektronischem Wege nach.

Aufbau

Das Pedal im typischen Boss-Design besitzt auf der rechten Seite zwei Klinkeneingänge (Mono/Stereo) und auf der linken Seite zwei Klinkenausgänge. An einen weiteren Eingang auf der rechten Seite kann ein Pedal oder Controller-Pedal zur Steuerung des Effekts angeschlossen werden (TRS-Klinke).

Wie bei Boss üblich, verbirgt sich im Innern des Pedals ein Batterieanschluss. Besser ist jedoch die Stromversorgung über den rückseitigen Anschluss für ein handelsübliches 9V-Netzteil (nicht beiliegend). Auf der Rückseite befinden sich außerdem zwei kleine Schalter, mit denen sich die Rise/Fall-Zeit sowie die Funktionalität des Drive-Reglers beeinflussen lassen.

Boss RT-2 Rotary Ensemble Effektpedal Rückseite

Auf der Rückseite finden sich neben dem Netzteilanschluss noch zwei Miniaturschalter (Bildquelle: Boss)

Auf der Oberseite entdecke ich zwei Doppelregler: links Drive/Level und rechts Slow/Fast. Ein Display in der Mitte symbolisiert und visualisiert den virtuellen Rotor, sodass man auf den ersten Blick erkennen kann, ob der Effekt ausgeschaltet ist oder der Rotor langsam bzw. schnell läuft. Der Mode-Schalter mit seinen drei Positionen dient zum Abruf dreier verschiedener Leslie-Simulationen.

ANZEIGE

Boss RT-2 Rotary Ensemble Effektpedal im Einsatz

Technik

Anders als bei frühen elektronischen Nachbildungen rotierender Lautsprecher wie dem Uni-Vibe arbeitet das Boss RT-2 Rotary Ensemble Pedal vollständig digital. Eingangsseitig wird mit 24 Bit und 48 kHz gesampelt. Außerdem kommt die hauseigene AF-Methode (Adaptive Focus) zum Einsatz, die den Signal-Rausch-Abstand der Wandler deutlich verbessern soll. Ausgangsseitig arbeitet der Wandler sogar mit 32 Bit.

Wie es sich für moderne Pedale gehört, besitzt das Boss RT-2 Rotary Ensemble Pedal einen „Buffered Bypass“. Noch ein Wort zum Stromverbrauch: Dieser ist im Vergleich zu anderen Pedalen sehr hoch. Ein 9V-Alkaline-Block hält maximal 2,5 Stunden durch. Satte 115 mA zieht das Pedal – daran dürfte das Display nicht ganz unschuldig sein. Im Test wurde die maximale Laufzeit nicht einmal erreicht, da der 9V-Block nach knapp über einer Stunde den Dienst quittierte. Die Investition in ein externes Netzteil ist daher schon aus Kostengründen und der Umwelt zuliebe ratsam.

Für Gitarristen, die bereits viele Pedale auf ihrem Pedalboard haben, nicht ganz uninteressant: Das Gewicht liegt bei 450 g. Das ist noch im Rahmen – ein ProCo Rat 2 wiegt fast 800 g. Allerdings ist es stets die Summe aller Teile, die am Ende am Rücken zerrt. Keyboarder hingegen werden angesichts des Gewichts nur müde lächeln, vor allem dann, wenn man das Gewicht eines Hammond Leslie 122H von 64 kg gegenüberstellt. Wer möchte sich da noch beschweren?

Sound

Getestet habe ich das Pedal mit einem Nord Electro 5D sowie meiner Fender Telecaster. Anhand des Nord Electro 5D konnte ich den Boss RT-2 Rotary Ensemble Effekt direkt mit dem integrierten Leslie-Effekt des Nord-Keyboards vergleichen.

So viel vorweg: Der Sound enttäuscht nicht. Insbesondere der Distortion-Effekt geht bei Bedarf deutlich brutaler zur Sache als der integrierte Distortion-Effekt des Nord Electro 5D – Jon Lord lässt grüßen. Von sahnig-dezent über kratzig bis schreiend ist hier alles möglich.

Boss RT-2 Rotary Ensemble Effektpedal mit Nord Electro 5D

Drei Sounds stehen durch den Mode-Schalter auf der Oberseite zur Auswahl:

  • Modus I: Erzeugt einen schönen Vintage-Leslie-Klang. Eignet sich besonders für Orgeln, Keyboards und Gitarren.
  • Modus II: Hat einen erweiterten Frequenzbereich und ist für die Kombination mit Overdrive- und Distortion-Pedalen gedacht, um ein Maximum an Dynamik herauszuholen. Gitarristen, die das Pedal in ihr Pedalboard integrieren möchten, sollten sich Modus II näher ansehen.
  • Modus III: Bietet mehr Definition bei intensiven Modulations- und Drive-Einstellungen. Ideal für Soli.

Mit dem Drive/Balance-Schalter auf der Rückseite kann man festlegen, ob der Drive-Regler nur den Grad der Verzerrung bestimmt oder alternativ das Verhältnis zwischen dem Treble- und dem Bass-Rotor. Der jeweils zuletzt eingestellte Status wird gespeichert: Stellen wir zunächst den Verzerrungsgrad ein und schalten anschließend auf Balance, bleibt die Verzerrung erhalten und wir können nun das Verhältnis zwischen den beiden virtuellen rotierenden Lautsprechern einstellen. Das funktioniert selbstverständlich auch umgekehrt.

Richtig interessant wird es, wenn man entweder einen 2-fach-Fußschalter oder ein Expression-Pedal an das Boss RT-2 Rotary Ensemble Pedal anschließt:

Mit einem 2-fach-Fußschalter wie dem Boss Dual Foot Switch FS-6 lässt sich nicht nur die Geschwindigkeit umschalten, sondern auch die Brake-Funktion des Boss RT-2 steuern. Diese stoppt die Rotoren in ihrer aktuellen Position – ein sehr beliebter Effekt echter Leslie-Kabinette.

Mit einem Expression-Pedal am Boss RT-2 ist es möglich, die Parameter stufenlos zu steuern. Die so erzielbaren Effekte gehen weit über das hinaus, was andere Rotary-Effekte leisten, da hier nicht nur Geschwindigkeit und Drive-Effekt beeinflusst werden, sondern auch Lautstärke und Balance. Zusätzlich steht weiterhin der Schalter des RT-2 selbst zur Verfügung, über den sich Bypass-Funktion und Geschwindigkeit steuern lassen.

Klangbeispiele

Die ersten Klangbeispiele wurden mit einem Nord Electro 5D 73 bei ausgeschalteten Effekten und mit der Zugriegeleinstellung 88800000 aufgenommen. Im ersten Beispiel hört ihr zunächst den Nord bei ausgeschaltetem Boss RT-2, danach Modus I, Modus II und Modus III mit jeweils unterschiedlichen Einstellungen. Im letzten Beispiel spiele ich den Nord Electro 5D zunächst mit dem integrierten Leslie-Effekt, anschließend noch einmal mit dem Boss RT-2. Ihr hört je zweimal eine Akkordfolge mit leichter, dann stärkerer Verzerrung, sowie eine kurze Solo-Passage mit Verzerrung.

Die Klangbeispiele mit der Fender Telecaster wurden mit einem IK Multimedia ToneX-Pedal aufgenommen, das vor den Boss-RT-2-Effekt geschaltet wurde. Auch hier hört ihr wieder das Pedal mit verschiedenen Einstellungen. Angeschlossen war außerdem ein Expression-Pedal zur Modulation der Parameter.

Bei der Tele, die ohnehin schon einen recht höhenlastigen Sound hat, fällt sofort auf, dass der Klang durch das Boss RT-2 Rotary Ensemble noch einmal einen deutlichen Höhenschub erhält. Hier muss man gegebenenfalls mit dem Balance-Regler zwischen Hochton- und Bass-Rotor gegensteuern oder einen EQ einsetzen.

Neben einigen Akkorden habe ich auch einen kurzen Solo-Part eingespielt – in Anlehnung an ein Solo einer bekannten US-Rockballade, das im Original mit einem Uni-Vibe aufgenommen worden sein soll.

Zum Abschluss habe ich mit der cleanen Tele und dem Boss RT-2 noch einen kurzen Track erstellt. Durch die schöne Schwebung, die die Gitarre durch den langsamen Leslie-Effekt erhält, fügt sie sich mit etwas Delay sehr gut in den Mix ein.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Alternativen

Natürlich ist das Boss RT-2 Rotary Ensemble nicht allein am Markt. Alternativen gibt es in allen Preisklassen, und insbesondere Gitarristen können aus einem breit gefächerten Angebot wählen.

TC Electronic Vibraclone Rotary

Ein sehr günstiger Effekt kommt von TC Electronic. Das Pedal richtet sich in erster Linie an Gitarristen. Ein- und Ausgang sind monophon ausgeführt – in meinen Augen die größte Schwachstelle des Pedals, da ein beeindruckender Leslie-Effekt in der Regel nur stereophon richtig zur Geltung kommt. Für das Pedal spricht der geringe Preis.

Keeley Rotary – Chorus

Deutlich teurer als das Boss RT-2 ist das Keeley Rotary-Chorus Pedal. True-Stereo gehört hier genauso zu den Ausstattungsmerkmalen wie das robuste Design. Drei verschiedene EQ-Kurven, True- und Buffered-Bypass (schaltbar) sowie ein schaltbarer Mid-Boost zeichnen das Pedal aus.

Strymon Lex V2

Noch einmal teurer, dafür mit einem ähnlichen Funktionsumfang wie das Boss RT-2 ausgestattet, ist das Strymon Lex V2 Pedal. Vorteil: Es gibt Regler für alle Funktionen. Die Wandler arbeiten mit 24 Bit und 96 kHz, True Bypass, Expression/MIDI-Anschluss sowie USB-C für MIDI dürften vor allem Keyboarder ansprechen.

Neo Instruments Ventilator II

Schon fast ein Klassiker für Keyboarder ist der Neo Instruments Ventilator II. Manche Musiker behaupten, dass es keinen besseren Leslie-Effekt am Markt gibt. Emuliert wird ein Leslie Model 122 Rotorlautsprecher.

Eventide Rotary Mod

Es muss nicht immer Hardware sein: Eventide Rotary Mod ist eine Software-Emulation eines Leslie-Speakers und bietet alles, was das Herz begehrt – und noch mehr. Keyboarder, die mit Software-Instrumenten auf der Bühne arbeiten, freuen sich über die komplette Integration des Effekts in ein MIDI-Controller-Setup.

Und wenn es doch Hardware sein soll, greift man einfach zum Eventide H9 oder H90, denn der Effekt gehört zur H9-Native-Serie, deren Algorithmen aus den beiden bekannten Hardware-Pedalen stammen. Steuern lassen sich die Parameter über MIDI, ein iPad oder die an den Geräten vorhandenen Bedienelemente – insbesondere beim Eventide H90. Der Vorteil: Es stehen zahlreiche weitere Effekte in Studioqualität zur Verfügung.

ANZEIGE
Fazit

Das Boss RT-2 Rotary Ensemble Pedal kann nur Leslie-Effekte – diese aber richtig gut. Es lohnt sich in erster Linie für Gitarristen und Keyboarder, deren Setup nicht über einen brauchbaren Leslie-Effekt verfügt oder die gerne z. B. einen analogen Mono-Synthesizer durch Pedale schicken möchten. Für Nord-Spieler ist der Effekt weniger interessant, da sich der integrierte Leslie-Effekt der Nord-Instrumente weitreichend konfigurieren lässt und sehr gut klingt. Das Boss RT-2 Rotary Ensemble Pedal ist mindestens gleichwertig. Allerdings lassen sich durch ein angeschlossenes Expression-Pedal Effekte erzeugen, die mit einem Nord Electro oder Nord Stage so nicht möglich sind. Ob das jedoch ausreicht, um Organisten von einem echten Leslie oder einem Neo Instruments Ventilator II abzubringen, darf bezweifelt werden.

Gitarristen hingegen sollten das Boss RT-2 Rotary Ensemble Pedal unbedingt in die engere Auswahl nehmen und mit anderen Lösungen vergleichen. Die klanglichen Möglichkeiten sind immens und der Preis ist moderat. Viel Kritik gibt es nicht – nur die beiden Miniaturschalter auf der Rückseite sowie die geringe Batterielaufzeit stören etwas. Letzteres ist allerdings kaum ein Minuspunkt, da Batterien ohnehin die schlechteste Wahl der Energieversorgung darstellen.

Plus

  • Klang
  • Steuerungsmöglichkeiten
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Minus

  • Miniaturschalter auf der Rückseite

Preis

  • 269,- Euro
ANZEIGE
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Andreas

    Würde mich mal über eine Übersicht von Sinnvollen Effektgeräten für Synthesizern oder Keyboards freuen.

    Ich hatte z.B. mal in Rezensionen des Juno-06 Chorus Effektpedals gelesen, dass dieser gar nicht für Tasteninstrumenten „geeignet“ ist, das er das Signal anders verarbeitet. Das würde mich dann schon ärgern.
    Ich frage mich bei so einem Rotary-Effektpedal überhaupt, ob man (bzw. ich) da einen Unterschied zwischen den eingebautem Effekt und dem Pedal hört.
    Wie viele von solchen Pedalen kann man eigentlich hintereinander schalten? Kommt es da zu Qualitätsverlusten?

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @Andreas Hi,
      viele Pedale lassen sich gleichermaßen für Line- wie HiZ Signale nutzen. Die technischen Daten des Pedals helfen hier weiter. Bei Line-Signalen ist eine Weiterleitung an andere Effekte meistens unkritisch, solange nicht billige Kabel verwendet werden. Anders sieht das bei HiZ Signalen aus, wie sie z.B. von passiven Pickups kommen. Doch auch damit haben moderne Pedale selten Probleme und wirken technisch elnem Höhenabfall entgegen.

    • Profilbild
      mort76 AHU

      @Andreas Da kann man dann auch gleich einen Multieffekt nehmen, und hat weniger Ärger…ich nehme beispielsweise gerne den HX Stomp.
      Stereo, und man kann ihn mit dem PC bedienen…

      • Profilbild
        Andreas

        @mort76 Hatte die auch schon mal im Auge, konnte mich aber bisher noch nicht durchringen. Hatte mir dann mal ein Zoom MS70CDR+ geholt, finde aber, dass es den Sound recht dumpf klingen lässt. Zudem habe ich das Gefühl, dass es – trotz Stereo-Ein und Ausgänge – den Grund-Sound beim „abschalten“ in Mono ausgibt. Seitdem bin ich etwas „vorsichtig“ was Effektgeräte angeht.

        • Profilbild
          mort76 AHU

          @Andreas Beim HX gibt’s da nix zu meckern…aber ich habe gesehen, daß die jetzt das doppelte von dem Preis kosten, den ICH bezahlt habe.
          Horror…

          Aber ne ganz andere Liga als Zoom.

  2. Profilbild
    plumperquatsch AHU

    Jimi Hendrix, Peter Frampton und David Gilmour, John Lord 😆

    oh weh
    mit den Reverenzen kann ich gar nix anfangen. da gruselt es mich eher.

    Gehts nicht etwas moderner?
    Ich denk bei Leslie an „AIR“ moonsafari „sexy boooooy“ …

    • Profilbild
      Nvelope AHU

      @plumperquatsch Wow – du kennst diese Jungs nicht … somit auch nicht deren musikalisches Schaffen ?!?

      Wie nur konntest du groß werden … Musik machen … hier schreiben . . . ohne die Wurzeln all dessen kennengelernt zu haben !

      Aber: du kannst es ja sicher noch nachholen, wenn du so jung bist. Und dabei wünsche ich dir jede Menge Erkenntnisse und gaaaaanz viel Spaß !

      • Profilbild
        plumperquatsch AHU

        @Nvelope Wie alt bist du wenn dir Jimi Hendrix, Peter Frampton, David Gilmour und John Lord als erste klangliche Referenz einfällt, wenn ich höflich fragen darf? 😁

        ich dachte ich wär alt ^^

        • Profilbild
          Nvelope AHU

          @plumperquatsch Darfst du selbstverständlich; ich bin älter als du, ganz klar – schon ‚oberhalb‘ des Rentenalters (aber immer noch – und auch gerne – arbeitend).
          Ich war noch auf dem Gymnasium, als ich in meiner süddeutschen Kreisstadt in einem Musikladen ein bis dato unbekanntes Instrument erblickte … mit ganz vielen Knöpfen zum Schalten und Drehen.
          Der Eigentümer des Ladens sagte, dass er da selbst auch nicht durchblicke, das sei etwas völlig Neues.
          Fürwahr – nun auch für mich … und genau deswegen hochgradig interessant !

          In den etwa 4…5 Folgewochen fuhr ich an den Nachmittagen nun in die Kreisstadt, um in diesem Laden dieses Gerät buchstäblich zu erforschen.
          Resultat war nach dieser Zeit: ein akkurates Blockschaltbild dieses Knopfmonsters, welches ich mir selbst erarbeitet hatte und jede Verbindung in diesem Gerät aufzeigte, die Funktion jedes Schalters und Reglers erklärte und dabei auch farblich zwischen Audio- und Steuer-Signalen unterschied.

          Fertig war’s – und mein Interesse an Synthesizers war geweckt !!
          Bis Anfang der 90er hatte ich eine Sammlung von 76 dieser Geräte – bis ich mal wieder nach Afrika (zum Arbeiten) gegangen bin und das ganze Zeugs verkauft hatte.
          Hätte ich das NICHT, dann hätte ich heute eine der größten Sammlungen in Deutschland . . .

          PS: das damals sehr technisch-monströs wirkende Dingens war einer der ersten Minimoogs, die in Deutschland in die Läden kamen . . .

          • Profilbild
            Nvelope AHU

            @Nvelope Ach ja – unter den 4 genannten Personen bin ich v.a. Fan von David Gilmour, der bis heute (einige Jahre älter als ich) exzellente Musik macht. Music von Pink Floyd – sowie anderen Bands, Genesis … – begleitete mich in all den Jahren auch ins Ausland und rettete meinen Verstand, wenn ich nach der Arbeit in Krankenhäusern, Katastrophenregionen oder Flüchtlingslagern abends entspannen musste, um für die nächsten Aufgaben am Folgetag wieder fit & mental stark zu sein.
            Das allermeiste der heutigen Musik ist – in meinen Augen und v.a. meinen Ohren – dagegen blass und farb- sowie meistens auch noch leblos. Die Stücke mit 15 … 20 oder mehr Minuten Länge geben etwas her, was ein drei-Minuten-(akustisches)-Fast-Food nie und nimmer erreichen kann …
            Sorry – aber da habe ich eine glasklare Position !

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @plumperquatsch Air Sind toll! Moon Safari aber mehr noch die Premiere Symptoms EP liebe ich. einmal hab ich die beiden live gesehen (2010 sowas) die hatten einen eigenen Techniker, der die Sounds im ms20 umstellt.
      finde ich heute noch super! 🤠

  3. Profilbild
    plumperquatsch AHU

    das expression-pedal ist für keyboard sounds Pflicht.
    damit lässt sich selbst dem „langweiligsten Orgelsound der Welt“ leben einhauchen …

    neben den eher klassischen dingen kann man damit auch prima atmos, pad-sounds und ähnliches verwursten und sich um die Ohren fliegen lassen. ;)

  4. Profilbild
    Nvelope AHU

    Danke für den Test – und dabei ganz besonders für deine Anmerkungen zur Stromversorgung via 9-V-Blockbatterie; zu genau diesem Punkt liege ich im Test des JHS Chorus hier reichlich quer zu Axel Ritt, der aus dem mittelhohen Strombedarf (70 mA) jenes Pedals dem Gerät mit dem Kommentar ‚Batteriebetrieb wird nicht unterstützt‘ einen Minuspunkt gemacht hatte.
    Ich vertrete den Standpunkt, dass schaltungsbedingter ‚höherer‘ Strombedarf keinen Kritikpunkt darstellen kann, weil als traditionelle und bis heute fast alleinige Energiequelle für netzteillosen Betrieb solcher Kleingeräte die (vor gefühlt 100 Jahren entwickelte) ins Gerät integrierte 9-V-Blockbatterie ist. Diese hat aber ganz klare Grenzen, die bei solchen Geräten – wie auch bei diesem BOSS-Bodentreter – mit deutlich höherem Stromverbrauch ganz rapide einknickt und kaum eine Konzertlänge sicher durchhalten wird.
    Da hat dann JHS bei dem getesteten Chorus gleich ganz auf einen Batterieraum im Inneren verzichtet – und zwingt somit den Nutzer zu alternativer Stromversorgung, sei’s aus einem Netzteil oder aus einem Powerpack.
    Dein Test mit einer vielleicht nicht gerade ‚Marken-‚Batterie zeigt, dass eine solche Entscheidung zu recht getroffen werden kann: nach 1 Stunde Batteriewechsel – wow!

    Dieser Umstand kann aber dem Hersteller eines Gerätes NIE angekreidet werden, weswegen ich Axels Kritik so nicht stehen lassen kann.
    Es ist Sache des Nutzers, sich dieser Realität anzupassen.

    • Profilbild
      Nvelope AHU

      @Nvelope Zu deinem Verdacht, dass die LEDs maßgeblich an dem höheren Stromverbrauch schuld sein könnten: LEDs verbrauchen i.A. nur etwa 1…3 mA, besondere LEDs vielleicht mehr.
      In einem Rauchmelder über mir werkelt eine No-name (vom Discounter) 9-V-Blockbatterie mehr als ein Jahr verlässlich (sicherheitsrelevantes Alarmgerät mit Zulassung!) – so etwa jede Minute blinkt eine LED und zeigt, dass das Gerät mit einer ausreichenden Batteriereserve seinen Dienst tut – wie es sein soll.
      Ich sehe dabei, dass die LED kaum am Stromverbrauch des Gerätes teilnimmt.

      Auch diverse LED-Blinkschaltungen, die ich in vielen Jahrzehnten erwärmender Arbeit am Lötkolben zusammengebaut hatte, zeigen den erstaunlich niedrigen Stromverbrauch von LEDs – genauso wie die intensive Nutzung von teils sehr leistungsfähigen Taschenlampen mit LEDs, deren Batterien mindesten 5…8 mal so lange halten wie die in früheren Taschenlampen mit Glühbirnchen (welche dann auch noch dramatisch weniger Licht produzierten …).
      Ich machte über 5 Jahrzehnte am Lötkolben das ganze Aufkommen von LEDs als Ersatz für andere Lichtquellen von den ersten Anfängen an mit – und sehe heute, dass die damals in Aussicht gestellte Revolution der Beleuchtungen in jedwedem Bereich nicht nur eingetreten ist, sondern noch erheblich übertroffen wurde.

    • Profilbild
      mort76 AHU

      @Nvelope In diesen Fällen übernimmt das ja schon der Hersteller.
      Wieviele Batterien kann man für den Preis einer externen Stromquelle kaufen? Sieben?
      Wenn man dann noch an die Umwelt denkt…

      • Profilbild
        Nvelope AHU

        @mort76 Nun, ja ich stimme deiner ‚Kalkulation‘ voll zu … – erinnere aber an Axels Idee der “sterbenden Batterien“ – sowas erfordert ein Netzteil mit regelbarer oder in Stufen einstellbarer Ausgangsspannung . . .

        • Profilbild
          mort76 AHU

          @Nvelope Das gibt’s ja längst speziell für Pedalboards…verschiedene Voltzahlen, Amperestärken, und genügend Anschlüsse…

          Das ist aber auch nicht meine Welt. Ich nehme entweder ein Pod XT, oder ein HX Stomp. Da stellt sich die Frage garnicht…

    • Profilbild
      plumperquatsch AHU

      @Nvelope die boss dinger saugen strom sobald ein audioKabel im Eingang steckt alleine schon um den bypassbuffer zu befeuern.
      da wird man überhaupt wenig Freude mit Batterien haben
      wer zieht denn die Audiokabel ab??? niemand 😂🤯
      am nächsten tag is alles tot weil die Batterie leer ist … für nix und wieder nix 🤭

      • Profilbild
        Nvelope AHU

        @plumperquatsch Die allermeisten Bodentreter haben ja KEINEN Ein-/Ausschalter … sie sind ‚in Betrieb‘ sobald die Audiokabel (sei’s nun am Eingang oder eher am Ausgang) eingesteckt werden.
        Technisch ist hier eine Klinkenbuchse am ‚Schalten‘, die einen 3. und 4. Kontakt haben kann – über welche(n) nun die Batterie an die Schaltung durchgeschleift wird, sobald ein Stecker mechanisch die Verbindung zwischen diesen Kontakten herstellt.
        In der Tat sehe ich darin auch ein erhebliches Problem – dem der Batterieverschwendung, weil eben (wie du schreibst) die Stecker nicht wieder herausgezogen werden.
        Ein kleiner Schiebe- oder Kippschalter kostete auch früher ’nicht die Welt‘ und wäre ideal gewesen, weil man auf der Geräteoberfläche schalten kann und die Verkabelung so lassen kann wie zuvor benutzt.
        Leider hat die Industrie da nie mitgedacht – und ich verstehe nicht, warum sich dieses Problem bis heute durchzieht!

        Das ist also nicht nur bei den BOSS-Geräten so … wirklich nicht!

  5. Profilbild
    plumperquatsch AHU

    Das neue panning Modul in Ableton macht etwas sehr sehr ähnliches.
    steht nur nicht Lessie oder rotary drauf
    hust Ich hab nix gesagt. ;)

  6. Profilbild
    steme

    Erwaehnen koennte man noch, dass es sich hierbei um die geschrumpfte Version des BOSS RT-20 von 2005 handelt. Also nach 20 Jahren nochmal in kleiner aufgelegt. Und nun waere es ja wirklich interessant zu wissen, ob die Algorithmen nun verbessert wurden. Wuerde man ja eigentlich erwarten. Ich hatte das RT-20 fuer einige Jahre an Korg und Hammond Orgel im Betrieb und es war gut. Sicherlich besser als der H+K Rotosphere. Aber schlussendlich bin ich dann doch beim Ventilator gelandet und bin damit rundum happy.

  7. Mehr anzeigen
Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum, um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung. Wir behalten uns die Löschung von Inhalten vor. Dies gilt insbesondere für Inhalte, die nach unserer Einschätzung gesetzliche Vorschriften oder Rechte Dritter verletzen oder Diffamierungen, Diskriminierungen, Beleidigungen, Hass, Bedrohungen, politische Inhalte oder Werbung enthalten.

Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
X
ANZEIGE X
ANZEIGE X