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Test: Bricasti M7


Bricasti M7

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Abschließend lässt sich sagen, dass der Bricasti M7 auf jeden Fall in die Top-Liga TC Reverb 4000, Lexicon 960L und Quantec gehört. Dabei würde ich Ihn vom Charakter (wenn überhaupt) am ehesten neben dem 960L ansiedeln, da 480L, PCM91, TC und Quantec doch ganz anders klingen. Ich schreibe hier bewusst "anders", denn an Hall-Qualität mangelt es bei keinem der genannten Geräte. Da, wie wir wissen, der Haupthall bei einer Produktion je nach Mischtechnik das komplette Klangbild bestimmen kann, werden also auch keine der sich bereits auf dem Markt befindlichen Hallgeräte überflüssig. Wie immer sollte man sich bei der Auswahl eines solchen Gerätes selber ein Bild machen, welcher Klangcharakter zur produzierten Musikstilistik passt. Pauschale Aussagen wie: also den Bricasti würde ich auf Percussions einsetzen, wähend es für Vocals keinen besseren Hall als den Yardstick gibt, sind also nicht allgemeingültig und beziehen sich immer auf den persönlichen Geschmack! Wie oben erwähnt können die Erstreflektionen des Bricasti mich persönlich nicht voll überzeugen, auch wenn sie harmonisch in das Gesamtbild des Halls passen.

Faltung vs. Algorithmik

Bei diesem Thema scheiden sich die audiophilen Geister. Die landläufige Meinung spricht den Faltungshallen einen gewissen "sterilen" Charakter zu, freut sich aber dennoch über den Realismus bei der Nachahmung realer Räume. Algorithmisch erzeugte Reverbs klingen nach deren Absampeln in einem Impulshall zwar exakt wie das ursprüngliche Reverb, können aber nicht in dem Maße und feinfühlig verändert werden. Kein Faltungshall ist bis dato im Stande, Parameteränderungen von Spin, Wander, und Diffusion zu emulieren, so dass algorithmische Reverbs immer noch ihre volle Berechtigung haben. Dem hingegen ist derzeit kein algorithmischer Hall so realistisch wie ein gut produzierter Impuls. Während man heutzutage schon für unter 100 Euro einen Faltungshall mit erstklassiger Library aus allen High-End Reverbs kaufen kann, bezahlt man für Hardware immer noch einen stolzen Preis. Man kann also im neuen Smart zur Arbeit fahren oder im richtig schicken Z4, man kommt mit beiden Modellen an. Was mehr Freude und Glamour erzeugt ist klar!

 

Interview mit Brian Zolner von Bricasti

AMAZONA: Wie ist der Name Bricasti entstanden?

Zolner: Der Name wurde aus den Vornamen BRIan, CASey und TI konstruiert. TI steht für Technische Innovation.

 

AMAZONA: Wie kam es, dass Ihr bei Lexicon gekündigt und angefangen habt, das M7 zu entwickeln?

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Klangbeispiele

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    Moritz

    Seit langem mal wieder ein Test der kein Blatt vor den Mund nimmt. So wünsche ich mir das. Vor allem das Interview ist aufschlußreich und widerlegt die meisten Gerüchte, sehr gut!

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    Mirco Dalio

    Guter Testbericht. Haben Sie auch Klangbeispiele von dem Lexicon 960L und Quantec? Ich hätte den den M7 gerne im Vergleich gehört.

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    Holger Siedler

    Kommentar ist soweit OK. Bezüglich der frühen Reflexionen, die hier etwas kritisiert werden, bin ich anderer Ansicht. Genau diese Umsetzung der Klangverdichtung vor dem eigentlichen Hall ist hier nahezu genial gelungen und im Verbund der anderen Teilalgorythmen
    dichter und natürlicher als TC-6000 sowieo… als auch 960.

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    ralf

    also ich hab den m7
    und er ist mit abstand das beste hallgerät auf dem markt, wer was anderes sagt hat halt keine ahnung oder ein defektes gehör.
    verglichen mit den 1000 anderen reverb-boxen am markt, ich rede nicht von plugins, die haben eh keine chance gegen gute hardware
    ist der m7 ein traum !

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    psv-ddv ••••

    Super bericht, ich schliesse mich der Bewertung des Autors voll an. das gilt auch für die mittlerweile erhältliche „V2“ Firmware.
    Ich hatte den M7 bereits zwei mal für einige Wochen als Demo im Studio, da ich ihn mir anschaffen wollte. Beide Male habe ich ihn zurückgeschickt, da er mir zu weichgespült klingt. Wie ein Lexicon mit Zuckerguss drüber. Das führe ich auf die im Bericht erwähnte Gestaltung der ERs zurück. Realistisch klingen die nicht wirklich. Für meine Anwendung überhaupt nicht schlimm, das Bricasti M7 klingt ohne Zweifel sehr gut, entspricht aber letztendlich einfach nicht meinem Geschmack. Als Vergleichsreferenzen waren bei mir PCM96,92,82, 480L,224xl,224,QRS, Yardstick2496, RMX16, AKG ADR, Altiverb am Start.
    @Ralf: 1000 „reverb-boxen“ hatte ich leider nicht zur Verfügung. Aber gut, daß ich jetzt weis, dass mein Gehör „defekt“ ist. :)))

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      pmm AHU

      > Als Vergleichsreferenzen waren bei mir PCM96,92,82, 480L,224xl,224,QRS, Yardstick2496, RMX16, AKG ADR, Altiverb am Start.

      Das nenne ich einmal einen Vergleich. Da fehlt nicht viel. Beim AKG bin ich mir jetzt nicht sicher, welches ich letztens bei swissdoc hören durfte. Dessen Klang war ein Traum. Bestimmt nicht für jede Anwendung geeignet, aber solo einfach wunderschön. Den M7 fand ich so lala, müsste ich aber im Mix hören. Da finde ich z.B. das Roland R-880 unterbewertet.

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        psv-ddv ••••

        Ja, Hallvergleiche finde ich super spannend. Gerade algorithmische Hallgeräte klingen ja eher hyperrealistich als realistisch und sind für mich auch voll im Bereich Klangkunst anzusiedeln. Daher ist die alte, raue Digitaltechnik dem Hallklang auch oft eher förderlich als der heutige blitzsaubere 24/96 delta-sigma Klang.
        Das AKG das Du bei Swissdoc gehört hast wird ein ADR68k gewesen sein. Weitere Hallgeräte hat AKG meines Wissens nach nicht gebaut. Das Teil klingt in der Tat wunderschön. Luftig und offen. Definitiv ein Geheimtipp. Mit dem R-880 bin ich nie warm geworden, vielleicht bin ich Rolandmässig vorbelastet. Das SRV330 war mein erstes richtiges Hallgerät, hat mich aber enttäuscht. Es konnte dem internen Hall meines ASR10 Samplers nie das Wasser reichen. Das R-880 muss ich mir bei Gelegenheit nochmal in Ruhe anhören.
        Das M7 funktioniert im Mix schon sehr gut, auch wenn es nicht den grossartigen Mix-Verschmelzungs-Effekt liefert wie das 480L. Das M7 ist mittlerweile auf so gut wie allen Hollywood Produktionen zu hören. Aber genau wie früher beim 480L will man seine Produktion ja vielleicht nicht unbedingt mit dem o8-15 Hallstandard glattbügeln, auch wenn er gut funktioniert.

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        swissdoc RED

        Peter hat bei mir in der Tat ein AKG ADR68K gehört. Und zwar den Hall-Algoritmus, der gemäss Internet Wissen stark auf dem Lexicon Hall-Algoritmus aufbaut. AKG hat noch einiges an Hallgeräten produziert, allerdings analoge Feder-, Platten- oder Folien-Geräte. Auch wurde zumindest ein Halltank im OEM Bereich vertrieben (Swissecho 2000 mit AKG BX-15 Tank). Das ADR68K sollte man aber eher Ursa Major zurechnen, es handelt sich vermutlich um eine verbesserte Version des 8×32.

        In Sachen Bricasti hat Peter ein Plate-Preset gehört und da ich das Gerät erst kurz mein Eigen nennen darf, bin ich noch nicht so vertraut mit der Kiste. Allerdings haben ihm die paar Presets vom PCM-92 dann doch besser gefallen.

        Kennt jemand die Midi-Specs vom M7? Es gibt ja ein VST zum Fernsteuern und wie es scheint, hat Bricasti die Commandos nicht dokumentiert und versucht so offenbar dieses VST zu promoten, oder die Kunden zur Remote zu treiben, die witzigerweise die Menubedienung einfach nur kopiert und keine Regler bietet, wie das die meisten anderen Remotes so tun.

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    psv-ddv ••••

    Korrekturen, ich war wohl heute morgen noch etwas neben der Tasse. Wollte sagen: „Weitere Digitalhallgeräte hat AKG meines Wissens nach nicht gebaut.“ Analog gibt es da natürlich Einiges.
    Verleichsreferenzen waren PCM96, PCM91 und PCM81, etc.pp. Ein PCM82 gibt es nicht. sorry.

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Test: Bricasti M7

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