Test: Career, St.Pauli Guitar, E-Gitarre

14. September 2010

Career St.Pauli Tele

König Fußball regiert die Welt. Na ja, zumindest wenn es nach den Fans des FC St.Pauli geht. Der berühmt-berüchtigte Reeperbahn-Club besitzt eine eingeschworene Fangemeinde, auch weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus. Und nun präsentiert der Instrumentenhersteller Career der Fangemeinschaft auch noch die passende Gitarre dazu, die Career St.Pauli Guitar.

Die Instrumente von Career werden im Auftrag des badischen Musikgroßhandels Gerd Knauer in Fernost, genauer gesagt in China und Korea hergestellt, ähnlich der „Hausmarken“ führender deutscher Musikalienhändler wie beispielsweise Thomann („Harley Benton“) oder dem Kölner Music Store („Jack&Danny“), was natürlich über die gebotene Qualität erstmal nichts aussagt. Allzu oft überraschen solche Instrumente im untersten Preissegment mit einer guten Verarbeitung und, was noch wichtiger ist, mit einem guten Sound für das hart Ersparte. Diverse Tests hier auf Amazona.de haben dies schon des öfteren bewiesen.

Ob die Career St.Pauli Guitar mehr als ein Gag bzw. ein Fanartikel darstellt und ob man mit der St.Pauli-Telecaster auch wirklich richtige Musik machen kann, sollte der genaue Test auf Amazona.de zeigen.

-- Die Career St.Pauli-Telecaster --

— Die Career St.Pauli-Telecaster —

Aufbau/Verarbeitung

Unser heutiger Testkandidat aus der Career Stage Series erscheint in einem schwarzen Hochglanz-Finish, auf welches das St.Pauli-Logo auflackiert wurde. Das Vereinswappen des Reeperbahn-Clubs (der Totenschädel mit gekreuzten Knochen) ziert in dreifacher Ausführung die gesamte Decke des Instrumentes. Unter der schwarzen Lackschicht verbirgt sich ein Korpus aus Erle. Aus wie vielen Teilen er besteht, lässt sich leider nicht sagen, da die Lackierung wirklich satt und sauber aufgetragen wurde. In dieser Preisklasse dürfte man aber von einem zwei- bis dreiteiligen Body ausgehen.

Der schwarz lackierte Steg ist als „String-through-Body“-Konstruktion ausgeführt, was bedeutet, dass die Saiten durch den Korpus den Weg zu den Mechaniken (Closed Type Mini) finden. Diese sind ebenfalls schwarz lackiert und ein No-Name-Produkt, konnten aber während der gesamtem Testdauer die Gitarre ohne erkennbare Probleme in Stimmung halten. Im Gegensatz zur Original Fender Telecaster besitzt die Career St.Pauli nur einen Pickup, genauer gesagt einen Humbucker, der auch nicht wie beim Fender Vorbild direkt am Steg, sondern fast mittig auf der Decke eingelassen wurde. Dies macht durchaus Sinn, da sich die Positionierung des Pickups direkt am Steg oft für sehr harte, „schneidende“ Sounds verantwortlich zeigt. Bei der Original-Tele ist das mit ihren zwei Pickups sicherlich kein Problem, unsere Testgitarre (und natürlich die angepeilte Zielgruppe) kann davon aber nur profitieren.

Klangbeispiele
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