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Test: Carl Martin Andy Timmons Compressor, Effektpedal

Komprimierung auf höchstem Niveau

18. November 2025

Carl Martin Andy Timmons Compressor Aufmacher

Mit dem Carl Martin Andy Timmons Compressor bringt die dänische Effektmanufaktur einen Signature-Kompressor auf den Markt, der das Spielgefühl und den Ton von Andy Timmons’ Boutique-Amps authentisch einfängt. Entwickelt in enger Zusammenarbeit mit dem Ausnahmegitarristen, kombiniert das Pedal analoge Schaltungstechnik mit praxisnaher Flexibilität. Zwei speicherbare Kompressions-Presets, studioähnliche Dynamik und ein natürlicher Klangcharakter machen den Andy Timmons Compressor zu einem Werkzeug für alle Gitarristen, die Kontrolle, Sustain und Transparenz suchen – ohne das Spielgefühl zu opfern.

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Kurz & knapp
  • Was ist es? Signature-Kompressor von Carl Martin, entwickelt mit Gitarrist Andy Timmons.
  • Besonderheit: Zwei speicherbare Kompressions-Presets, abrufbar per Remote-Switch.
  • Regler: Comp (x2), Level (x2), Threshold, Response – plus Select & Bypass-Schalter.
  • Technik: Analoge Schaltung mit internem 12-V-Headroom, extrem rauscharm und musikalisch abgestimmt.
  • Praxis: Transparente, natürliche Kompression – ideal für Studio, Bühne und dynamische Spielweise.
  • Fazit: High-End-Kompressor mit Studioqualität und Bühnenpraxis – musikalisch, subtil und elegant.

Carl Martin Andy Timmons Compressor

Herausgekommen ist ein studioorientiertes Effektpedal im robusten Metallgehäuse, das auf der hauseigenen Carl Martin Pro Series-Technologie basiert. Mit klassischen Bedienelementen, einer aktiven Schaltung und interner 9–18-Volt-Spannung will der Andy Timmons Compressor nicht nur bloß das Sustain verlängern, sondern auch als musikalisches Werkzeug dienen – subtil, warm und mit der nötigen Transparenz für anspruchsvolle Spieler. Schauen wir uns im folgenden Review mal an, was die Kiste so draufhat.

Facts & Features

Der Carl Martin Andy Timmons Compressor präsentiert sich im typischen Design der Pro Series – solide gebaut, schwer in der Hand und mit der gewohnt makellosen Verarbeitung der dänischen Pedalschmiede. Das massive Metallgehäuse beherbergt sechs Regler: 2x Comp, Threshold, Response und 2x Level. Zweimal Comp und Level deshalb, da zwei Speicherplätze zur Verfügung stehen. Während die Comp-Potis den Grad der Kompression bestimmen, legt der Threshold-Regler fest, ab welchem Pegel das Signal komprimiert wird. Über Response lässt sich die Reaktionsgeschwindigkeit des Kompressors von sanft gleitend bis blitzschnell zupackend steuern. Die Level-Potis dienen als Lautstärkeregler, um den Pegelverlust auszugleichen oder die Signalstärke anzuheben.

Andy Timmons Compressor

Ergänzt wird das Bedienfeld durch zwei Schalter: Mit dem Select-Schalter werden die zwei Presets ausgewählt, die das Pedal zur Verfügung stellt, der Bypass-Schalter aktiviert den Effekt. Zwei blaue LEDs informieren über den aktuellen Zustand. Eine weitere blau leuchtende LED mit der Bezeichnung „Busy“ – platziert zwischen den vier Reglern – zeigt an, wann der Effekt arbeitet.

Im Inneren arbeitet eine vollanaloge Schaltung mit diskret aufgebautem Signalpfad und extrem niedrigem Grundrauschen – typisch für Carl Martins „Pro Series“. Die Spannungsversorgung erfolgt mit einem 9-Volt-Netzteil, intern arbeitet die Schaltung für höheren Headroom mit 12 Volt. Ein Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang, ein normaler 9-Volt-Adapter verrichtet hier aber zuverlässig seinen Job. Auch wenn einige Benutzer berichten, dass die Stromaufnahme sehr hoch sei und es deshalb zu Problemen kommen könnte: Bei meinem 50,- Euro Multinetzteil und drei weiteren angeschlossenen Effekten auf dem Pedalboard traten bei gleichzeitiger Nutzung keinerlei Probleme auf.

Carl Martin Andy Timmons Compressor

Ein besonderes Merkmal beim Carl Martin Andy Timmons Compressor ist die Remote-Switch-Buchse an der linken Gehäuseseite: Sie ermöglicht die Umschaltung zwischen den zwei individuell speicherbaren Presets, die sich über die Frontregler definieren lassen. Gemacht, um zwischen subtiler Kompression und stärkerem Sustain zu wechseln. Es ist dafür kein besonderer Fußschalter erforderlich – ein handelsüblicher mit Monoklinke erfüllt hier vollkommen seinen Zweck. Abgerundet wird das Ganze durch True-Bypass, hochwertige Klinkenbuchsen und einer Gummimatte auf der Unterseite, falls man das Pedal nicht auf dem Board fixieren möchte.

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In der Praxis

In der Praxis zeigt sich sofort, dass der Carl Martin Andy Timmons Compressor kein Effekt im klassischen Sinn ist, sondern vielmehr ein feinfühliges Werkzeug zur Klangformung. Das Pedal reagiert ausgesprochen musikalisch, ohne die Anschlagsdynamik zu verschlucken oder das Signal zu verfärben. Der natürliche Charakter der Gitarre bleibt vollständig erhalten, während sich Sustain und Artikulation spürbar verbessern. Der Regelbereich der Parameter ist weit gesteckt und reicht von subtiler Glättung des Signals bis hin zu markanter Verdichtung, die Lead-Sounds tragfähiger und Rhythmusparts kompakter macht.

Sehr praktisch ist die Möglichkeit, zwei Presets zu speichern und per Remote-Switch abzurufen. So lässt sich beispielsweise eine sanft komprimierte Einstellung für cleane Parts und eine stärker reagierende für singende Lead-Sounds vorbereiten. Beide Presets behalten dabei die gleiche Grundtransparenz, unterscheiden sich aber deutlich im Ansprechverhalten und der Dynamikreserve. Bei Aufnahmen sorgt der hohe Headroom für Rauschfreiheit und ein sehr lineares Signal, während sich live vor allem der gleichmäßige Pegel positiv bemerkbar macht. Kurzum: Der Andy Timmons Compressor arbeitet unauffällig im besten Sinne – man spürt ihn schon, bevor man ihn überhaupt hört.

Der Grundcharakter des Amps bleibt ebenfalls erhalten – der Ton wirkt einfach kontrollierter und professioneller ausbalanciert. In Kombination mit leichtem Overdrive erinnert mich das Spielgefühl an ein gut eingestelltes Röhren-Rack aus den 90ern – sehr geschmeidig und dennoch druckvoll.

Auch im High-Gain-Bereich arbeitet der Andy Timmons Compressor äußerst subtil. Er glättet Pegelspitzen, ohne die Obertöne zu beschneiden und stabilisiert den Signalfluss, was sich vor allem bei Lead-Sounds mit langem Sustain bemerkbar macht. Selbst bei hohen Gain-Reserven bleibt das Grundrauschen niedrig und der Ton stets transparent – ein Zeichen für die hochwertige analoge Schaltung und die durchdachte Abstimmung der verbauten Komponenten.

Andy Timmons Compressor Action

Klangbeispiele

Für die folgenden Klangbeispiele habe ich den Carl Martin Andy Timmons Compressor vor den Eingang meines Orange Micro Dark Tops geschaltet. Am Amp angeschlossen war eine 1× 12″ Celestion Vintage 30 Box, abgenommen wurde das Signal mit einem AKG C3000 Mikrofon. Als Gitarre kam eine Music Man Silhouette Special zum Einsatz. Zunächst hört man die Sounds ohne aktivierten Kompressor, im zweiten Teil dann mit aktiviertem Effekt. Gut zu hören durch das Knacken des Schalters – es sind leider keine Softklicktypen verbaut.

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Mehr Informationen

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Fazit

Der Carl Martin Andy Timmons Compressor ist ein exzellentes Werkzeug für Gitarristen, die in die Dynamik formend eingreifen wollen, ohne ihren Ton zu verfälschen. Seine analoge Schaltung liefert ein offenes, rauscharmes Klangbild mit beeindruckendem Headroom, während die beiden Presets im Alltag echten Mehrwert bieten. Ob subtiler Clean-Glanz oder singendes Sustain für Leads – das Pedal bleibt stets musikalisch und transparent. Ein durch und durch professioneller Kompressor mit Studio-Attitüde, auf dem Board wie im Rack gleichermaßen zu Hause.

Plus

  • Kompression von subtil bis drastisch
  • zwei Presets
  • geringes Rauschspektrum
  • hochwertig verarbeitet

Minus

  • -

Preis

  • 238,- Euro
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