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Test: Carvin BX500, Bassverstärker

Verpackt in einem grau lackierten Metallgehäuse macht der Amp optisch eher einen drögen, aber funktionalen Eindruck. Neben den elf schwarzen Potis, neun Schiebereglern, den drei Kippschaltern und dem 1/4″ Klinkeneingang samt Power-Schalter, bringen vier blaue und zwei rote Lämpchen wenigstens etwas Farbe in das triste Design. Aber genug Schwarzmalerei oder besser gesagt „Graumalerei“? Schließlich ist die Optik, von den zumeist in zweiter Reihe stehenden Bassverstärkern, weitaus weniger relevant als deren klanglichen Eigenschaften, auf die im zweiten Testabschnitt näher eingegangen werden.

-- Carvin BX500 Front --

— Carvin BX500 Front —

Hinsichtlich der Bedienung hält der BX500 auf seinem Frontpanel jede Menge Einstellmöglichkeiten bereit, um detailliert auf die persönliche Klanggestaltung eingreifen zu können. Den Anfang machen auf der linken Seite einerseits die blaue, juwelenartig geformte Statuslampe und der obligatorische 1/4″ Klinkeneingang für Instrumentenkabel. Hier können sowohl passive, wie auch aktive Bässe angeschlossen werden, was über den danebenliegenden ACTIVE-Kippschalter festgelegt werden kann. Der benachbarte MUTE-Schalter stellt den Verstärker verständlicherweise komplett stumm.

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Über das darüberliegenden DRIVE-Poti lässt sich in erster Instanz die Stärke des Eingangssignals zum Vorverstärker regulieren, mit dem CONTOUR-Drehregler leicht vorwürzen und sogar nach Belieben durch den integrierten Kompressor jagen, bevor das Signal durch die nachfolgende Klangregelung beeinflusst wird. Dabei steht neben den Potis BASS und TREBLE, zum Justieren der Tiefen und Höhen, ein parametrisches Vierergespann für LO und HI MIDs zur Verfügung, die die jeweilige Regulierung von Intensität und Frequenzwahl der Mitten möglich machen. Wem das noch nicht ausreicht und wer noch tiefer in die Klangformung eingreifen will, dem steht ein Neunband-EQ zur Verfügung, der sich wahlweise über den Kippschalter GRAPHIC EQ IN hinzuschalten lässt. Abschließend wird die Stärke des Ausgangssignals wie üblich mit dem MASTER-Regler festgelegt, und der Power-Schalter daneben ist praktischerweise ebenfalls gut erreichbar auf der Verstärkerfront untergebracht.

-- Carvin BX500 Back --

— Carvin BX500 Back —

Weiter geht es auf der Rückseite des Carvin BX500, die wie schon auf der Front einige Anschlüsse und Funktionen bereithält. Neben dem unverzichtbaren Eingang für den Netzstecker zeigen sich direkt daneben die Belüftungsschlitze des internen Lüfters. Mittig positioniert befinden sich die beiden Anschlussmöglichkeiten für Boxenkabel, die je nach vorliegender Boxenkonfiguration auf 2 bzw. 4 Ohm geschaltet werden können. Darüber hinaus lassen sich an diesen beiden hybriden Ausgängen die kontaktsicheren Speakon-, wie auch die universellen Klinkenstecker betreiben, sodass äußerst flexibel aktuelle oder auch ältere Boxenmodelle angeschlossen werden können.

Der Klinkenanschluss FOOT SWITCH bietet die Möglichkeit, den optional erhältlichen Fußschalter FS22 von Carvin anzuschließen, um die Funktionen MUTE und GRAPHIC EQ über einen einfachen Tritt mitten im Eifer des Gefechts beeinflussen zu können. Aber es sollte ebenso ohne Probleme möglich sein, auch handelsübliche Fußschalter mit zwei Tasten dafür einzusetzen. Für Aufnahmezwecke, aber auch zum Anschluss an Mixer für größere PA-Anlagen in Live-Situationen, zeigt sich weiter rechts der DIRECT OUTPUT zum Anschluss von XLR-Steckern. Die Signalstärke dieses Ausgangs lässt sich flexibel über das DI LEVEL-Poti auf der Front angeben oder auch komplett über den MUTE-Kippschalter deaktivieren. Gegen ein mögliches Brummen bietet standesgemäß der Groundlift-Schalter Abhilfe.

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Abgerundet wird das rückseitige Bedienfeld mit dem Klinkeneingang PHONES TUNER zum Anschluss von Kopfhörern oder einem Stimmgerät, dem zweiläufigen EFFECT LOOP mit SEND und RETURN und dem Druckknopf zur De- bzw. Aktivierung der integrierten Röhre des Vorverstärkers. Somit hat man flexibel und situationsabhängig die Möglichkeit, einen puren, cleanen Transistorsound einzusetzen oder bei Bedarf eben doch die Röhre, für einen warmen und charakteristischen Klang, hinzuzuschalten.

-- Carvin BX500 Rackmount Kit --

— Carvin BX500 Rackmount Kit —

Alle Anschlüsse, Knöpfe, Potis oder Schalter auf der Verstärkerfront wie auch auf der Rückseite arbeiten ohne Probleme und sind gut lesbar beschriftet. Darüber hinaus machen die verwendeten Materialien einen hochwertigen und langlebigen Eindruck. Lediglich die kleinen, dünnen Kippschalter verbreiten etwas Skepsis, ob sie auch etwas zu harsch zupackenden Wurstfingern standhalten können.

Da der Carvin BX500 Verstärker aufgrund seiner geringen Abmessungen zu klein für den Einbau in ein schützendes 19″ Case ist, lässt sich dieser über die sechs Schrauben auf der Front mithilfe einer optional erhältlichen Blende erweitern, sodass durch die zusätzlichen Flügel eine Breite von 19″ erreicht wird.

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