Ein Memorymoog zum Taschengeldpreis

Test: Cherry Audio Memorymode 2 Software-Synthesizer nach Moog Memorymoog (Bildhintergrund mit KI erstellt)
Cherry Audio Memorymode 2 ist eine komplett überarbeitete Neuauflage des Plug-ins von 2021 und bringt neben einer komplett überarbeiteten Emulation der Originalschaltkreise zahlreiche weitere Verbesserungen mit sich. Wir haben das Plug-in kurz vor dem Release erhalten und einem ausgiebigen Test unterzogen.
Was ist es? Cherry Audio Memorymode 2 ist eine stark überarbeitete Version des Software-Synthesizers, der einen Moog Memorymoog detailgetreu emuliert.
- Emulation: Das Plug-in bietet eine verbesserte Modellierung der analogen Schaltkreise für Oszillatoren und Hüllkurven, basierend auf einem Vintage-Original von Chick Corea.
- Architektur: Es handelt sich um einen Dual-Layer-Synthesizer mit zwei 16-stimmig spielbaren Layern, die Split- und Layer-Sounds ermöglichen, sowie Unison Stacking mit bis zu 48 Stimmen pro Layer.
- Erweiterungen: Moderne Funktionen wie Velocity, monophoner und polyphoner Aftertouch, MPE, ein Motion Panel mit Arpeggiator und 16×4 Polyphonic Step Sequencer sowie drei unabhängige Effektketten mit über 22 Effekten sind integriert.
- Kompatibilität: Das Plug-in unterstützt den Import von WAV-Abbildern originaler Memorymoog-Speicherkassetten und SysEx-Patches von Memorymoogs mit Lintronics LAMM-Erweiterung.
- Sound: Hervorragender und vielfältiger Klang, nicht nur für Fans von 80s Music.
- Schwächen: Die fotorealistische GUI erschwert etwas die Bedienung des Plug-ins.
- Systemanforderungen: Die Mindestanforderungen umfassen einen 64-Bit Prozessor (3,4 GHz Quad-Core CPU) und 8 GB RAM für Windows und macOS, mit nativem Apple Silicon Support.
Inhaltsverzeichnis
Cherry Audio Memorymode 2 Synthesizer
Moog Memorymoog
Was ist besser als ein Minimoog? Mehrere Minimoogs? Polyphone Minimoogs? Speicherbare Minimoogs?
Der Moog Memorymoog bietet all das: sechsstimmige Polyphonie, das berühmte Moog Ladder-Filter, Speichermöglichkeiten. Sein einziges Problem war der Erscheinungstermin im Jahr 1982. Die Welt war auf dem Weg in die Digitalisierung: Die Compact Disc wurde von Sony, Philips und Polygram vorgestellt, Heimcomputer begannen ihren Siegeszug und Synthesizer wurden digital – und das mit deutlich höherer Polyphonie als bei den analogen Kollegen.
Moog wollte mit dem Memorymoog einen Synthesizer für die Bühne schaffen, der dem gerade erschienenen Roland Jupiter-8 aus dem fernen Japan Konkurrenz machen sollte. Zwar hatte man mit dem Moog Polymoog einen polyphonen Synthesizer, der aber auf einer Frequenzteilerschaltung ähnlich einer Orgel basierte und keine echten Oszillatoren pro Stimme einsetzte, um die Polyphonie zu erzeugen. Mit dem Memorymoog wollte man das ändern.
Mit drei Oszillatoren pro Stimme kommt der Moog Memorymoog auf 18 Oszillatoren. Anders als die diskret aufgebauten Oszillatoren des Minimoog kamen hier jedoch Curtis CEM 3340 ICs zum Einsatz, die beliebig kombinierbare Schwingungsformen (Puls mit Pulsbreitenmodulation, Dreieck, Sägezahn) erzeugten. Außerdem stand Rauschen als weiterer Klangbestandteil zur Auswahl. Ein Lowpass-Filter mit 24 dB/Oktave Flankensteilheit formte anschließend den Klang. Mächtig auftrumpfen konnte der Synthesizer, wenn man ihn im Mono-Modus gespielt hat, in dem dann alle 18 Oszillatoren gleichzeitig klingen.
Doch fehlten dem Moog Memorymoog einige Features, die längst Einzug in die Synthesizer-Welt gehalten hatten: keine Anschlagdynamik, kein Aftertouch. Die Welt stand außerdem kurz vor dem Einzug der MIDI-Schnittstelle. Moog hat noch mit einem Plus-Modell mit MIDI versucht, das Ruder vor der drohenden Insolvenz herumzureißen, allerdings ohne Erfolg. Auch das Plus-Modell konnte Moog nicht mehr helfen. Zudem galt der Synthesizer ähnlich wie der Polymoog als nicht tourtauglich und reparaturanfällig – also genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen wollte, um dem Roland Jupiter-8, dem Sequential Circuits Prophet-5 und dem Oberheim OB-Xa etwas entgegenzusetzen.
Obwohl der Synthesizer mit Chick Corea, Tony Banks (Genesis), Geddy Lee (Rush), Stevie Wonder, Tangerine Dream, Jan Hammer, Jon Lord und Bon Jovi einige zu der Zeit sehr angesagte Künstler und Bands begeisterte, die diesen auf bekannten Produktionen einsetzten, war der Untergang von Moog längst besiegelt. 1985 wurde die Produktion des Moog Memorymoog bereits wieder eingestellt und zwei Jahre später folgte die Insolvenz.
Alle spannenden Infos zum Moog Memorymoog findet ihr auch in unserer großen Vintage-Story:
Emulationen
Dennoch hat der Moog Memorymoog nichts von seiner Faszination verloren und somit ist es nicht verwunderlich, dass neben seinem Urahn Minimoog auch der Memorymoog den Weg in die digitale Welt in Form von Plug-in-Emulationen gefunden hat. Die meines Wissens erste vollständige Emulation, die nicht auf Samples basierte, war der Cherry Audio Memorymode. IK Multimedia hatte mit dem Memory-V Samples und auch UVI PX-Memories nutzte Samples anstelle einer Emulation der analogen Schaltkreise.
Cherry Audio brachte schließlich 2021 mit dem Cherry Audio Memorymode endlich eine vollwertige Emulation heraus, für die das Vintage-Original aufwändig vermessen wurde. Und dieser Vintage-Memorymoog gehörte keinem Geringeren als Chick Corea, der Jazz-Legende mit den flinken Fingern. Erst in diesem Jahr, also 2026, erschien der Arturia Memory-V, den unser Autor Gereon Gwosdek für euch getestet und für „sehr gut“ befunden hat.
Zu diesem Zeitpunkt hatte man bei Cherry Audio längst entschieden, ältere Instrumente auf den neuesten Stand der Emulationstechnik zu bringen und die Wahl war auf den Memorymode gefallen. Vom Arturia Memory-V wusste man laut Aussage des Herstellers zu diesem Zeitpunkt nichts, denn Arturia hat das Geheimnis gut für sich behalten. So kommt es, dass wir nun in diesem Sommer mit dem Cherry Audio Memorymode 2 Software-Synthesizer gleich den zweiten virtuellen Memorymoog spendiert bekommen.
Was ist neu?
- verbessertes Modeling der analogen Schaltkreise für authentischeren Sound der Oszillatoren
- verbesserte und akkurate Hüllkurven
- CPU-Optimierungen
- Dual-Layer Synthesizer mit zwei 16-stimmig spielbaren Synthesizer-Layern für Split- und Layer-Sounds
- neue Filter-Emulation mit 2-Pol- (12 dB/Oktave) und 4-Pol-Varianten (24 dB/Oktave) sowie neuer „Modern“-Option für verbesserte Tiefen- und Höhenwiedergabe und Lautstärkekompensation
- Unison Stacking: Bis zu 48 Stimmen pro Layer
- Analog Drift für subtile bis extreme Variationen pro Ton bei den Parametern Tonhöhe, Panning, Filter und Hüllkurve
- Velocity, monophoner und polyphoner Aftertouch, MPE, neue Modulationsoptionen
- Chord Mode
- Motion Panel mit Arpeggiator, 16×4-Polyphonic-Step-Sequencer, Touch-Animator für automatisierte Modulationen mit über 50 möglichen Modulationszielen
- drei unabhängige Effektketten mit mehr als 22 Studioeffekten, die neu entwickelt wurden. Nun auch mit Effekten wie Wide Phaser und Rotary Speaker.
Wichtig für Memorymode 1-Kunden: Der Cherry Audio Memorymode 2 steht zu einem vergünstigten Preis zum Kauf und die Installation ersetzt nicht die Memorymode 1 Installation, sodass beide parallel genutzt werden können!
Systemanforderungen
Der Cherry Audio Memorymode 2 Software-Synthesizer kommt in den Formaten AU, VST, VST3 und AAX für Windows (ab Version 7) und macOS (ab Version 10.13, nativer Apple Silicon-Support). Unter Windows sind die Mindestanforderungen ein 64-Bit Prozessor mit 3,4 GHz Quad-Core CPU und 8 GB RAM. Das Plug-in belegt 166 MB auf der Festplatte oder SSD.
Unter macOS wird ein 64-Bit Intel oder Apple Silicon Prozessor benötigt. Im Fall einer Intel CPU sollte diese ebenfalls mindestens ein 3,4 GHz Quad-Core Prozessor sein. 8 GB RAM gehören hier ebenfalls zu den Mindestanforderungen. Auf der Festplatte oder SSD werden 186 MB freier Speicherplatz benötigt.
Alles in allem also Systemanforderungen, die jeder halbwegs moderne PC/Mac erfüllen sollte, um den Cherry Audio Memorymode 2 Software-Synthesizer betriebssicher zu spielen.
Unterstützung der Bob Moog Foundation
Cherry Audio ist für den Memorymode 2 eine Kooperation mit der Bob Moog Foundation eingegangen. Das Foundation-Preset-Pack for Memorymoog 2 ist exklusiv bei Cherry Audio für nur 9,99 $ erhältlich und die Erlöse aller Verkäufe aus der Startphase im August 2026 gehen an die Stiftung. 275 zusätzliche Presets sind in diesem Foundation-Preset-Pack enthalten.
Ansonsten hat Cherry Audio aber nichts mit Moog oder inMusic für diesen Synthesizer zu tun. Dennoch eine schöne Geste, denn die Stiftung verwaltet das komplette technische Erbe von Bob Moog und konserviert es für die Nachwelt.
Cherry Audio Memorymode 2 im Praxistest
Nach der Installation und dem Öffnen des Plug-ins in der DAW oder als Standalone-Funktion erwartet uns die bekannte fotorealistische Darstellung eines Memorymoog und der typische Aufbau von Cherry Audio Plug-ins. Wer schon ein Cherry Audio Plug-in besitzt, wird sich schnell zurechtfinden und aufgrund der großen Verbreitung der Produkte dieses Herstellers spare ich mir eine Aufzählung aller Features.
Hervorzuheben ist, wie so oft bei Cherry Audio, dass man zunächst einmal eine Grundkompatibilität zum Hardware-Original hergestellt hat. Sprich: Im Falle des Cherry Audio Memorymode 2 können WAV-Abbilder originaler Memorymoog Speicherkassetten, die bis zu 100 Presets enthalten konnten, geladen werden. Außerdem gibt es einen direkten Import von SysEx-Patches von Memorymoogs, die mit der Lintronics Advanced Memorymoog Erweiterung ausgestattet waren und in diesem Format vorliegen.
Zunächst einmal höre ich mir eine Auswahl der mitgelieferten 800 Presets an, unter denen sich auch 100 Werks-Presets des Hardware-Originals befinden. Und eigentlich wie immer klingt alles fantastisch. Obwohl einige Leser der Meinung sind, dass Cherry Audio Plug-ins alle ähnlich klingen, kann ich diese Kritik nicht nachvollziehen. Natürlich gibt es gewisse Ähnlichkeiten, die aber vor allem dadurch entstehen, dass der Rahmen der Plug-ins, also das Set an modernen Erweiterungen wie Effekten und Modulationsmöglichkeiten, der die Emulation des Vintage-Originals umgibt, bei allen Plug-ins ähnlich oder identisch ist.
Es bietet sich deshalb an, einfach die Effekte mal auszuschalten und nur das Feature-Set zu benutzen, das auch das Original besaß. Oder man lädt gleich die Original-Presets des Memorymoog. Schon klingen die Plug-ins nicht mehr ähnlich, sondern unterscheiden sich deutlich. Doch will man das? Wurde nicht auch der Original-Synthesizer im Studio durch Preamps mit EQs und diverse Effekte geschickt, um schlussendlich den Sound zu erzeugen, den wir von alten Aufnahmen aus den frühen 80ern kennen?
Jan Hammer soll den Moog Memorymoog neben seinem Fairlight intensiv für seine Musik zur Fernsehserie Miami Vice genutzt haben und als großer Fan dieser Filmmusik kann ich mich nicht erinnern, hier je einen Memorymoog pur gehört zu haben. Doch lassen wir diese recht fruchtlose Diskussion bleiben und widmen uns wieder dem Plug-in.
Doch lassen wir diese recht fruchtlose Diskussion bleiben und widmen uns wieder dem Plug-in.
Der Cherry Audio Memorymode 2 Software-Synthesizer liefert von brachialen Bässen und Lead-Sounds über schöne Keyboard-Flächen bis hin zu metallisch klingenden FM-Sounds die komplette Bandbreite dessen, was Musiker von den 80ern bis heute begeistert. Natürlich gelingen auch Minimoog-ähnliche Leads und Synth-Bässe, denn die Verwandtschaft kann weder das Vintage-Original noch das danach modellierte Plug-in verleugnen.
An der Bedienung eines fotorealistischen GUI scheiden sich wie gewohnt die Geister. Einige Musiker benötigen das für das Vintage-Feeling, andere finden es überflüssig und wünschen sich zwar den Klang des Originals, aber eine zeitgemäße Oberfläche, die ein modernes GUI-Design berücksichtigt. Ich selbst bin hier unentschlossen und glaube immer noch, dass die Mehrheit der Nutzer ohnehin nur die Presets durchhört und dann ein passendes Preset dem eigenen Song anpasst. Das funktioniert unabhängig von der GUI-Gestaltung sehr gut.

Cherry Audio Memorymode 2 Focus-Modus mit Tooltips und vergrößerter Darstellung der Bedienoberfläche
Beim Sound-Schrauben hilft auch der Focus-Mode, der die Bedienelemente stark vergrößert. Das Panel lässt sich dann vertikal scrollen, sodass immer ein bis zwei Sektionen groß auf dem Bildschirm sichtbar sind. Sehr gut. Wie bei allen Cherry Audio Plug-ins lassen sich Effekte und On-Screen-Keyboard ausblenden. Werden beide Layer oder Splits genutzt, wird dies oberhalb der Tastatur angezeigt und über zwei Buttons kann man von einer Ebene zur anderen umschalten. Sehr komfortabel.
Wer mit der Klangsynthese gerade erst beginnt, sollte die Modulationsmöglichkeiten erst einmal außen vor lassen und sich stattdessen auf die Oszillatorsektion, Filtersektion sowie die ADSR-Hüllkurven für Filter und Verstärker fokussieren. Ausgehend von einem der Original-Presets des Memorymoog kommt man hier schnell zu ersten Ergebnissen und Aha-Erlebnissen. Insgesamt klingt das alles aber ziemlich nüchtern und so gar nicht nach dem, was man von den speziell für den Cherry Audio Memorymode 2 programmierten Patches zu hören bekommt.
Bringt man nun die Effekte ins Spiel und erinnert sich an meine vorangegangene Aussage, dass auch das Vintage-Original im Studio wie auf der Bühne garantiert nie ohne Effekte gespielt wurde, stellt sich schon eher das Aha-Erlebnis ein. Flächen werden durch einen leichten Chorus mit etwas Delay und langem Hall „larger than life“. Metallische Sounds freuen sich über einen Phaser, mit dem Flanger wird es schön spacig und Lead-Sounds trumpfen mit einem Delay mächtig auf.
Die Effektqualität ist sehr gut. Der schöne Juno-like DCO Chorus wurde mitsamt dem typischen Rauschen des Originals emuliert, welches sich aber glücklicherweise über einen Regler einfach ausblenden lässt. Die Effektauswahl ist gelungen und ich habe nichts vermisst. In diesem Punkt war Cherry Audio schon immer super.
Klang
Klingt das Plug-in nun wie ein Moog Memorymoog? Sag du es mir, wenn du die Hardware zum Vergleich zur Hand hast. Auf Reverb.com werden die raren Vintage-Originale zu Preisen oberhalb von 22.000 Euro gehandelt.
Klickt man sich durch die vielen Presets, kommen viele Sounds sehr bekannt vor und sofort schieben sich bestimmte Songs ins Bewusstsein. Von Genesis bis Jan Hammer ist so ziemlich alles vertreten und man kann sich stundenlang in den Presets verlieren. Von dort ausgehend fällt die Erstellung eigener Sounds leicht und immer klingt alles schön analog.
Auch wenn das GUI und der Name des Plug-ins uns das modellierte Vorbild vor Augen halten, sollte man den Cherry Audio Memorymode 2 Software-Synthesizer als das sehen, was er ist: ein sehr gutes Musikinstrument, mit dem man alle nur erdenklichen Sounds der analogen Ära und darüber hinaus erstellen kann. Von druckvoll und warm, zwitschernd und blubbernd bis metallisch und harsch ist alles drin. Der gute Step-Sequencer und Arpeggiator sowie die vielfältigen Modulationsmöglichkeiten sorgen für Bewegung im Sound.
Wenn man noch keinen Cherry Audio Synthesizer besitzt, wäre der Cherry Audio Memorymode 2 vielleicht die erste Wahl, einfach weil er vielfältig ist und eine große Bandbreite an Sounds abdeckt.
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Alternativen
Eigentlich gibt es nur eine und die auch noch nicht sehr lange, den Arturia Memory-V. Ob man sich nun für Arturia oder Cherry Audio entscheidet, hängt sicherlich auch davon ab, ob man noch weitere Plug-ins der jeweiligen Hersteller nutzt. Bei Arturia ist der Memory-V noch nicht Teil der Arturia V Collection 11 Pro. Es ist aber zu erwarten, dass er mit der Version 12 auch dort Einzug halten wird. Preislich gesehen ist der Arturia Memory-V teurer als der Cherry Audio Memorymode 2.
Vorteile gegenüber dem Memorymode sind beim Memory-V das in der Größe veränderbare Benutzer-Interface und das generell etwas aufgeräumtere GUI. Cherry Audio Memorymode bietet hingegen mehr Stimmen (2 x 16 mit 48-stimmigem Mono-Mode beim Memorymode 2 gegenüber 12 Stimmen beim Memory-V) und durch das Split/Layer-System auch mehr Möglichkeiten. Statt 18 Effekten wie beim Arturia Memory-V stehen beim Cherry Audio Memorymode 22 zur Verfügung. Auf einen Step-Sequencer und die Touch-Modulations muss man beim Arturiy Memory-V auch verzichten.
Klanglich betrachtet sind beide Plug-ins erstklassige Synthesizer.


































Beachtlich, die Politik zum Upgrade ist n. m. E. Okay! Die Klangverbesserung wirklich spürbar und die Ansätze der Weiterentwicklung von Version 1 gefallen mir gut.👍
Wer schon Jahrzehnte mit GUIs am Computer herumschlägt wird auch hier KEINE PROBLEME haben.
Jedenfalls schätze ich es so ein.
Ein „Natural born beginner“ könnte durch eine übersichtlichere Gestaltung des GUIs schon eine flachere Lernkurve erhalten. 🫣
Insgesamt bin ich mit den kleinen roten Früchtchen sehr zufrieden! 😃
@CDRowell Wenn man fotorealistische Oberflächen grundsätzlich mag, ist das kein Problem. Der Focus-Modus hilft ebenfalls. Man merkt aber doch, dass Plug-ins wie z. B. Arturia Pigments deutlich leichter zu bedienen sind, weil man hier nicht eine analoge Oberfläche versucht digital auf einem Bildschirm abzubilden, sondern sich GUI-Designer viele Gedanken um die User Experience gemacht haben.
Der Sound ist super und die klangliche Vielfalt herausragend.
@Markus Galla Die Umsetzung zur fotorealen Oberfläche benötigt Vorwissen? 🤔
Wie beim alten Dosenöffner mit der 90 Grad Spitze und dem drüberliegenden Zahnrad und Schanier zum Griff? 🥫
Wer das Gerät nicht zumindest zuvor in Action gesehen hat, dem wird das Werkzeug beim Sattwerden nicht spontan helfen! 😨
Nachgefragt: Ist die Abstraktion der Oberfläche visuell schneller nachvollziehbar einzuordnen, da Funktionen (durch Farben, Formen, Positionen) kognitiv einer ergonomisch sinnvolleren Logik folgen? 🙄
Für mich gut nachvollziehbar, was den Minuspunkt der GUI-Bewertung begründet.🍀
Danke für Deine Rückmeldung.
@CDRowell Vorwissen würde ich nicht sagen. Aber wie du schon sagtest sind Zusammenhänge nicht immer sofort ersichtlich. Das kann man heutzutage auf dem Bildschirm schöner lösen als damals an der Hardware. Visualisierung ist das Stichwort.
Nicht alles, was an Hardware gut funktioniert, tut das auch als Software. GUI Design ist nicht umsonst ein (sehr gut bezahlter) Beruf. Vermutlich würden aber einige Leute laut aufschreien, wenn es bei einem Vintage-Klon-Plug-in dann eine Oberfläche gäbe, die mit dem Hardware-Original nichts zu tun hätte.
Sehr gut gelöst ist das beim kürzlich getesteten Jun Murakami Synth-80. Hier wurde zwar der Hardware-Synth-Controller abgebildet, aber auf eine Weise, die sich am Computer sehr gut bedienen lässt. Kannst du ja mal hier direkt im Browser kostenlos ausprobieren: https://jun-murakami.web.app/synth-80
@Markus Galla Es würde sich ja eigentlich auch anbieten, BEIDES zur Verfügung zu stellen- umschaltbar.
Da denke ich an PlugIns wie das OhmBoyz, wo man gefragt wurde, ob man die normale, oder die Funky-Gui haben will…
Sehr hörenswerte Klangbeispiele.
Da werden die DL-Server von CherryAudio gefordert,
danke Markus Galla.
@masterBlasterFX Ein sehr gutes Plug-in zu einem sehr günstigen Preis. Es gibt aktuell wohl auch eine Aktion bei Cherry Audio. Da auch der ESQ-1 super ist und die beiden Mercury-Versionen ebenfalls, könnte sich diese „Pick 3“-Aktion tatsächlich zusammen mit dem Memorymode 2 lohnen. Wenn ich sie nicht alle schon hätte, wäre das für mich jetzt jedenfalls ein Grund zuzuschlagen.
@Markus Galla Wow, bist du schnell 👍
Die „Pick 3“-Aktion holt mich wirklich ab, habe noch nicht alle und brauche auch nicht alle, ….
Der ESQ-1 ist ein guter Tipp, danke.
Mercury habe ich schon was.
Die Auswahl ist riesig, da finde ich sicher noch was.
Sehe gerade es gibt auch Pick 6 für 149.-, hmm….
Die „Aktion“ scheint zeitlich unbeschränkt zu sein.
Sehr interessant. Überall wo der Memorymode2 heute im Netz präsentiert wird, wird auch auf das „Build your own Bundle“-Angebot hingewiesen. Vielleicht sollte man das auch CherryAudio selbst mal mitteilen. Denn dort ist das nirgendwo auf der Website zu sehen, außer von der letzten Aktion dieses Namens im April 26. Wie heißt noch der fiese Satz übers Marketing aus den Neunzigern: „Hohe Absätze, kurze Hauptsätze“.
@witzard Vielleicht ist die Aktion noch nicht gestartet. In der Pressemitteilung, die wir vorab von Cherry Audio bekommen haben, ist die Bundle-Aktion jedenfalls angekündigt. Eventuell auch mal bei Thomann nachfragen, die machen solche Aktionen in der Regel mit und sind oft sehr gut informiert.
@Markus Galla Siehe Kommentar unten
@witzard Doch ist es, unter Store – Bundles – Discover, bei Cherry Audio.
Gut Versteckt, kann man aber schon sagen.
@masterBlasterFX Ah ok, besten Dank für den Hinweis.
@witzard 👍
Vielen Dank für den schönen Test. Ich habe gerade einmal meinen Cherry-Audio-Memorymoog mit der neuen Version 2 verglichen. Hoppala, da hat sich im Sound aber richtig was nach vorne bewegt (und ich fand, der klang schon vorher nicht schlecht), wirklich beachtlich!
@baselzwei Finde ich auch. Das ist wahrscheinlich der größte Vorteil von Plug-ins. Da sich Computer in einer Geschwindigkeit entwickeln, die einzigartig ist (siehe Apple News heute), können Plug-in Entwickler immer herausragendere und detailreichere Emulationen programmieren, die noch vor zwei bis drei Jahren undenkbar waren.
Zu spät. Ich hab schon € 49,- bei Arturia eingeworfen …
@fitzgeraldo Bestimmt auch keine schlechte Investition.
Hatte mir die Version 1 seinerzeit gekauft, um einen Memorymoog unter den Fingern zu haben.
In der Realität habe ich ihn dann kaum eingesetzt, da der Sound doch enttäuschend war.
Die Beispiele hier klingen dagegen sehr gut – dann muss ich wohl upgraden.
@Spectral Tune Wenn man mal auf das Erscheinungsdatum der Version 1 schaut, hat sich vermutlich in der ganzen Zeit doch was getan. Die letzten Cherry Audio Plug-ins haben mich ausnahmslos begeistert.
Was man auch mal lobend erwähnen muss: Ich habe zwar eine Online-Aktivierung des Plug-ins, bin aber nicht für die Installation und Aktivierung an eine App gebunden, die ich extra installieren muss. Man installiert das Plug-in, gibt seine Account-Daten ein und die restlichen Plug-in Daten werden heruntergeladen. Das finde ich wirklich gut. Nervig ist, wenn man für alle Hersteller eine eigene App auf dem Rechner haben muss, nur um die Plug-ins zu aktivieren, zu updaten und so weiter. Dann hat man nur dafür Apps von Arturia, Steinberg, Korg, Roland, iLok, Akai (InMusic Software Center), IK Multimedia, Avid usw. auf dem Rechner, die viel Speicherplatz verschlingen.
“Auf Reverb.com werden die raren Vintage-Originale zu Preisen oberhalb von 22.000 Euro gehandelt.” – Das ist schlichtweg falsch und ziemlich uebertrieben, hier sollte der Autor noch mal mehr Angebote recherchieren und die Transaktionhistorie von Reverb studieren … wir wissen alle, dass Vintage-Geräte dieses Schlages teuer sind, aber manchmal werden hier bei Amazona aufgrund von Unkenntnis des Marktes Mondpreise genannt, die nun wirklich nicht realistisch sind.
@Lewis Na ja, offenbar scheinen sie sich aber gut zu verkaufen, das 22.000 Euro-Modell ist nämlich weg. Natürlich findest du auch günstigere Modelle: die stehen dann in Australien, Japan oder sonst wo, kosten 16.000 Euro plus 2900 Euro Versandkosten plus Zoll, Einfuhrumsatzsteuer (Mehrwertsteuer 19%) usw.
Es gab auf Reverb.com zwei Modelle in Deutschland, die laut Besitzer generalüberholt waren und optisch in einem guten Zustand waren. Beide lagen deutlich über 20.000. Bei Ebay waren zwei oder drei nicht funktionsfähige Modelle um die 8000-10000 Euro inseriert und die sonstigen Modelle stammten ausnahmslos aus dem Nicht-EU-Ausland mit den oben genannten Problematiken. Man würde auch vermutlich ein so wertvolles Instrument nicht ungesehen kaufen.
Es geht nicht darum, den günstigsten Preis anzugeben, sondern den zum Testzeitpunkt aktuellen Preis für ein sehr gut erhaltenes und vor allem nicht-verbasteltes Instrument mit Standort Deutschland, das nicht erst noch einmal für mehrere tausend Euro überholt werden muss.
Die Preise zum Testzeitpunkt lagen jedenfalls fast gleichauf mit denen eines sehr gut erhaltenen Jupiter-8. Die Modelle in Deutschland liegen hier auf Ebay gerade bei über 22.000 und über 25.000 Euro – und ich bin mir sicher, dass die gekauft werden, wenn der Verkäufer einen langen Atem hat. Irgendein Sammler mit Geld schlägt immer zu.
@Markus Galla kann man bei Reverb nicht einfach nach „verkauften Artikeln“ wie bei eBay sortieren?
leider ist reverb zum großen Teil schuld für Abzocke und total überzogene Preisvorstellungen.
Du hast zwar mehrfach darauf hingewiesen (einmal zweimal hintereinander 🤣), dass die Diskussion über zusätzliche Effekte fruchtlos ist, das spornt mich doch an, da mal was zu sagen. Bei einer meiner SuperBooth Besuche bin ich in einer Booth gelandet, die die Oberheims und Sequentials zusammen vorführte. Die hatten alle keine Effekte und der Klang…. Nee, obwohl ich das ganz genau kannte, die hätte ich nicht gekauft. Da war ein Montage ein paar Stände weiter etwas ganz anderes. Den hätte ich mir sofort schenken lassen.
@Tai Ohne Effekte klingen die Dinger einfach…langweilig.
Objektiv betrachtet haut ohnehin jeder Montage oder Fantom die analogen Teile klanglich weg, wenn man sie richtig benutzt. Ich kann bei meinem Fantom Sounds layern bis der Arzt kommt, habe ein analoges Filter, richtig gute digitale Filter und Effekte bis zum Umfallen. Wer da immer noch behauptet, dass sein alter Oberheim oder Moog fetter klingt, lebt einfach in einer alternativen Realität.
Leute vergleichen immer gerne den Klang eines einzelnen Oszillators. Natürlich hat so ein Minimoog-Oszillator für sich allein genommen einen druckvollen Klang und mit dem Ladder-Filter zusammen kann man es drücken oder schmatzen lassen. Aber jede moderne Workstation hat eben nicht nur drei Oszillatoren und nur ein Filter. Ich habe damals bei der MJ Tribute Band mit nur einem Roland Fantom das gemacht, wofür Anfang der 80er Minimoog, Synclavier, CS-80, Jupiter-8 und modulare Synths gestackt und noch eine ganze Armada an sündhaft teuren Studioeffektgeräten eingesetzt werden mussten.
Aber wie das nun mal so ist: Musiker betrachten so etwas nicht objektiv. Es geht hier auch um Leidenschaft und Inspiration. Man jagt letzterer immer hinterher, weshalb so ein DX-7, D-50 und eine M1 mal eben die analogen Schlachtschiffe in den 80ern auf das Abstellgleis oder den Sperrmüll verfrachtet haben. Jetzt sind es wieder deren Nachbauten und Nachkommen, die inspirieren. Mal so, mal so.
@Markus Galla […hier geht es um Leidenschaft und Inspiration…] Danke, das kann ich voll und ganz unterschreiben!
In diesem Sinne behaupte ich mal ganz vorsichtig, mein alter aber immer noch funktionsfähiger Matrix 12 kann da sehr gut mithalten. Die Voices sind im Pan stereo eingestellt und dann noch einen Cathedral-Reverb dazu, wow! Ich habe in meiner aktiven Zeit live den Matrix 12 noch mit dem DX7, Prophet VS und einem EMU Proteus gestackt. Ich kann Dir sagen, da kam schon beim Soundcheck der Notarzt. Mit der Armada hast Du natürlich Recht, aber ich stehe einfach drauf und würde mit diesem Setup immer wieder auf die Bühne gehen. Mit diesen „modernen“ Workstations kann ich einfach nichts anfangen. Leidenschaft halt…😉
@MadMac Und das ist auch vollkommen ok. Man sollte eben nur nicht behaupten, dass das Vintage-Zeug nicht von modernen Workstation Keyboards ersetzt werden könne. Die spielen am Ende doch den alten Kram an die Wand, ob es nun gefällt oder nicht. Und Leute wie Tony Banks haben das für sich akzeptiert und ihr komplettes Equipment von Tour zu Tour entsprechend umgestellt. Am Ende war alles nur noch digital und unter der Bühne stand ein Rechner mit MainStage, auf der Bühne ein Korg Oasys und einige andere Workstation Keyboards. Ich habe Genesis live bei der ersten Abschiedstournee (als Phil Collins noch fit war, trommeln, singen und stehen konnte) gesehen und es hörte sich alles an wie immer (eben wie auf den CDs). Der Rest ist Leidenschaft und Nostalgie und wer das heutzutage ausleben möchte, findet genügend Möglichkeiten dazu. Alle anderen nutzen eben Plug-ins und modernes Zeug. Gelebte Vielfalt :-)
@Markus Galla klar die Workstations sind viel vielseitiger und ein einem Keyboard stecken quasi mehrere geräte. aber es geht wohl hauptsächlich um Kosten und Zeit Reduktion. Hans Zimmer liebt noch immer Hardwaresynths. leider muss er wegen Zeit und Kostengründen alles in the Box machen. Metallica verwenden schon ewig live die Axe FX. im Studio wahrscheinlich nicht….
@Markus Galla Diese Entwicklung konnte man z.B. bei Saga auch beobachten. Keine Rockband setzt Synthesizer so exzessiv ein. Anfangs standen da jede Menge Moogs herum, dann kam noch ein PPG Wave dazu. Auch einen CS-80 haben die auf den Tourneen mitgeschleppt. Irgendwann hatte auch Saga das Gear modernisieren müssen und komplett auf Korg umgestellt. Und das klang live Anfangs echt zum davonlaufen. Es wurde mit jeder Tournee besser und heute kann man echt nicht mehr meckern. Ich habe mir gestern noch Tickets für die wahrscheinlich letzte Tour von Saga in 2027 gesichert. Immerhin hat mich diese Band ein Leben lang begleitet und auch als Keyboarder beeinflusst. Ich mußte mit der Musik aber nie mein Geld verdienen. Sonst hätte ich mein Live-Equipment später auch ganz anders zusammen gestellt. Ich gehe eh bald in den Ruhestand und kann dann hemmungslos der Nostalgie frönen. Hat auch was.😎
@MadMac schade…
@Numitron Schade wegen Saga oder das ich in den Ruhestand gehe? Keine Angst, ich bin ja weiterhin aktiv!🤘
@MadMac dass alle auf fade Workstations umsteigen 😎
@Numitron Nicht alle. Ich habe gerade einen Yamaha CS-15 erstanden. Was sagt uns das?😉
Den »MemoryMoog« kenne ich aus einem Interview mit Klaus Schulze, für den das Gerät wohl eines seiner Lieblings-Geräte war. Und auch eine Art Notanker im Live-Einsatz, wenn mal irgend etwas mit den Sequencern auf der Bühne schief ging. Aus meiner Erinnerung hat er dann »Programm xyx« eingeschaltet und live improvisiert. Ich glaube, das war das legendäre mehrteilige Interview aus der Keyboards.
Ob der »Memorymode« nun original so klingt wie das Original … ist mir wurscht. Die werden bei Cherry Audio schon nicht komplett daneben liegen; da vertraue ich denen (ich kann’s eh nicht vergleichen, schöne Klangbeispiele übrigens). Zugkräftiger sind für mich die Synthese-Features und der Klang an sich. Von daher müsste ich eigentlich mal bei der Emulation zugreifen (die Arturia-Variante ist in meiner Version der V-Collection noch nicht enthalten). Auch beim »Polymood« von Cherry Audio (der Emulation des »PolyMoog«) zuckt immer mal der Finger zum »Buy«-Button.
@Flowwater Der Poly ist auch super, aber mein Favorit bleibt klanglich und funktional der Memorymode.
@Markus Galla Ich bin echt dabei nach langer laaaaanger Zeit mal wieder Klangerzeuger zu kaufen. Dieses »Build Your Own Bundle« von Cherry Audio ist einfach zu verlockend. 😀
@Flowwater Und so schnell sind alle guten Vorsätze vergessen ;-)
@Markus Galla LOL Noch halte ich allerdings an meinen Gelübde fest. 😀
@Flowwater Klaus Schulze hat den MemoryMoog in einigen Alben der 80er und frühen 90er eingesetzt. Er hatte sogar 2 gleichzeitig. Man sieht sie auf einigen Bühnenfotos.
Alben:
Ich fange mit meinem Lieblingstrack der MemoryMoogtracks an.
* „Synthasy“ (vom Album * „dig it“ – Ein langes, sphärisches Bonustück aus den Studioarbeiten der mittleren 80er-Jahre, bei dem die polyphonen Modulationsfähigkeiten des Memorymoog voll ausgespielt werden.
* Angst (1984) – Der Track „Memory“ ist dem Moog direkt gewidmet.
* Inter * Face (1985) – Nach seiner rein digitalen Phase zu Beginn der 80er (Dig It) kehrte Schulze hier zu fetten analogen Klängen zurück, die maßgeblich vom Memorymoog geprägt wurden.
* „Angry Young Moog“ – Ein aggressives, kürzeres Stück, das während der Sessions zu dem Film-Soundtrack Living On Borrowed Time (1993/1994) entstand und auf der Jubilee Edition veröffentlicht wurde.
@tomDog
Inter * Face
Ich weiß noch, als ich mir die Platte gekauft hatte und diese bei einem Freund hörte. Seine Eltern waren nicht da, so dass wir deren Anlage verwendet haben. Gleich der erste Track: »On The Edge« … als dann der Sequencer-Bass einsetzt dachten wir, das Haus stürzt ein. Bis heute einer meiner Lieblings-Tracks.
dig it: Synthasy
Das Stück erinnert mich daran, dass KS für mich immer dann am besten war, wenn er seine teilweise auch etwas wirren Klangkaskaden mit einer Percussion/Schlagzeugrhythmus geerdet hat (im Track ab ca. 10:20 min).
Angst
An den Track und das ganze Album kann ich mich gut erinnern. Das Album habe ich so lange in meinem Zimmer gespielt, immer und immer wieder, bis meine Mutter Alarm geschlagen hat (das hat sie allerdings auch bei »Spliff: Herzlichen Glückwunsch«). Den Film habe aber komischerweise nie gesehen. Vermutlich, weil er eher lauwarme Kritiken bekommen hat. Muss ich vielleicht mal nachholen.
PS: Der Mann fehlt mir immer noch sehr. 😢😦😢
@Flowwater Mir fehlt er sehr.
ich nütze zwar derzeit keine Software Synths am PC.
aber es wirkt schon sehr angestaubt.
Apple und viele andere sind ja auch irgendwann weggegangen von dem pseudo realistischen („skeumorphismus“ glaub ich ) leider ist extrem minimalistisch auch fad.. haha
gibt’s den goldenen Mittelweg noch?😄
Hallo Herr Galla,
Vielen Dank fuer den gut gemachten test und die Soundbeispiele.
Ein paar kleine Hinweise:
– Die erste Emulation des Memorymoog als VST Plug-In, war der schon 2006 erschienene Memorymoon von Gunnar Ekornås. (er hat auch sehr gute Prophet 5 und CS-80 Klone im Angebot). Die Synths werden nach wie vor gut geplegt und sind nun auch als VST 3 erhaeltlich.
– Eine weitere Alternative ist der Fabric Vintage Memorymoog von Air Music. (Sample based)
– Das Lintronics LAMM update kam erst 1992 auf den Markt. Da war MOOG music schon seit Jahren pleite.
– Asia und SAGA nutzten den Memorymoog auch recht viel.
Beste Gruesse,
@steme Hallo,
den frühen Memorymoon habe ich nicht berücksichtigt, weil er programmiertechnisch nicht mit einer Emulation auf Bauteilebene wie sie von Arturia, Roland, Cherry Audio und anderen zu vergleichen ist. Meines Wissens basieren zumindest die ersten Versionen von Memorymoon auf SynthEdit, das vorgefertigte Bausteine zum Entwickeln von Software Synthesizer bietet. Zwar können Entwickler hier eigene Module einbinden, aber es ist nicht zu vergleichen mit z. B. TAE oder ähnlichen Technologien, sondern eher mit Tools wie Max oder NI Reaktor. Es kann natürlich sein, dass sich das beim Plug-in mittlerweile geändert hat.
Plug-ins, die auf Samples basieren, gibt es mehrere, auch die wurden rausgelassen (keine Emulation).
Das mit Lintronics LAMM stimmt, das kam erst Anfang der 90er auf den Markt. Danke für den Hinweis. Es muss natürlich heißen „Auch das Plus-Modell konnte Moog nicht mehr helfen“.
Als „Oldschooler“ muss es unbedingt die Fotorealistische Darstellung sein die mir wenigsten ein bisschen das Gefühl gibt ein „richtiges“ (zwar virtuelles) Instrument zu haben das ich auf meinem 27″ IIyama 10 Point Touchscreen sozusagen unter die Finger bekommen kann.
Diese anderes GUIs sind für mich leblos und wenig inspirierend – alles natürlich nur meine eigene Auffassung die jeder gerne anders sehen, erleben und fühlen darf!
Cherry Audio leistet schon richtig gute Arbeit und ich habe neben etlichen Hardwaresynths auch Spaß mit dem Voltage Modular und der Erweiterung mit VM900 und VM2500.
Der Support dort ist vorbildlich und die Preispolitik aus meiner Sicht sowieso.
Hab eigentlich schon genug „Zeugs“ in Hard,- oder Softwareform hier aber der Memorymode interessiert mich jetzt doch schon aufgrund des guten Tests!
@TimeActor Ich persönlich gehöre eher zur anderen Fraktion, nämlich derer die eher eine nüchterne Oberfläche bevorzugen. Ich habe das Gefühl, dass ich damit einfach »schneller« zurande komme. Aaaaaaber: Als ich mir den »PS-3300« von Cherry Audio – damals unter Umgehung des Gehirns in einem Spontankauf – gekauft habe … als der in seiner Pracht auf dem Bildschirm erschien … joa, da hatte ich auch ein klein wenig dieses ehrfürchtige Gefühl. 🙂
@Flowwater Der macht sich aber auch wirklich gut, ein Meisterwerk. Sonst bin ich U-HE Zebra 3 Mensch. Also praktisch übersichtlich.
@Flowwater Klaro jedem wie er/sie möchte!
Ich brauche die „Logik“ des Designs der ehemaligen Entwickler um kreativ meine eigenen Sounds zu erstellen. Liegt womöglich daran, das ich eher Hardware orientiert bin und diese „Monster“ von der klassischen Optik einfach mag.