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Test: Cherry Audio Mercury-6, Software Synthesizer nach Jupiter-6

Jupiter-6 Feeling für die DAW

24. Dezember 2025
Cherry Audio Mercury-6 Software Synthesizer nach Roland Jupiter-6 Test Aufmacher

Test: Cherry Audio Mercury-6, Software Synthesizer nach Roland Jupiter-6

Mit dem Cherry Audio Mercury-6 kommt der Sound des Roland Jupiter-6 aus den 1980er-Jahren in digitaler Form zurück, wobei das Plug-in nicht nur den Charakter des Originals abbildet, sondern ihn auch mit einer soliden Bedienung verbinden will. In diesem Test schauen wir uns an, wie gut das gelingt, wie nah der Cherry Audio Mercury-6 am Klang des echten Jupiter-6 ist und wie leicht sich damit ein eigener Sound von Grund auf erstellen lässt.

Kurz & knapp
Was ist es? Cherry Audio Mercury-6, Software-Synthesizer, Emulation des Roland Jupiter-6 mit modernen Erweiterungen
  • Authentischer Klang: Sehr nahe an der Klangcharakteristik des Roland Jupiter-6 mit umfangreichen Modulationsmöglichkeiten.
  • Moderne Extras: Bis zu 16 Stimmen pro Layer, Layer- und Split-Modi sowie eine vielseitige Effektsektion.
  • Flexible Bedienung: Intuitive Oberfläche, anpassbare Darstellung und zahlreiche Steueroptionen inklusive MIDI-Zuweisung.
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Trotz des professionellen Funktionsumfangs bleibt der Preis vergleichsweise niedrig.


Bewertung

Cherry Audio Mercury-6

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Cherry Audio Mercury-6

Vorwort der Redaktion

Der Cherry Audio Mercury-6 ist schon seit 2023 erhältlich. Beim Testbericht des kürzlich erschienenen Mercury-8 fiel auf, dass der Mercury-6 nie von AMAZONA getestet wurde, von vielen Anwendern aber für seinen Klang und das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis geschätzt wird. Da es bekanntlich nie zu spät für einen Test ist, haben wir diesen jetzt kurzerhand nachgeholt. Damit ist die Trilogie aus Mercury-4, Mercury-6 und Mercury-8 auch endlich auf AMAZONA komplett. Viel Spaß beim Lesen!

Im Detail

Bevor es an Klangbeispiele und Vergleiche geht, lohnt sich immer ein genauer Blick auf den Aufbau des Cherry Audio Mercury-6: Die Software orientiert sich sehr eng am Konzept des originalen Roland Jupiter-6 und übernimmt dessen Struktur mit zwei Oszillatoren, Multimode-Filter und einer flexiblen Modulation. Gleichzeitig hat Cherry Audio den Synthesizer um einige moderne Möglichkeiten erweitert, um den Funktionsumfang zu vergrößern und die Bedienung zu vereinfachen. Im Folgenden sehen wir uns die wichtigsten Bereiche des Instruments einmal im Detail an:

Der Cherry Audio Mercury-6 in der Ansicht.

Der Cherry Audio Mercury-6 in der Ansicht

VCOs und Mixer

Pro Stimme stehen zwei Oszillatoren zur Verfügung, jeweils mit den klassischen Schwingungsformen Dreieck, Sägezahn, Puls und Rechteck. Beim zweiten Oszillator kann zusätzlich ein Rauschgenerator zugeschaltet werden. Über Regler für Pulsbreite und Modulation lassen sich recht simpel breite Klänge erzeugen. Die Crossmodulation zwischen beiden Oszillatoren sorgt für eher dramatische oder experimentelle Sounds, während die Sync-Funktion sehr direkte und durchsetzungsfähige Klänge ermöglicht. Im Mixer werden beide Oszillatoren mit nur einem Poti in ihrer Lautstärke zueinander eingestellt und bilden so die Grundlage für den weiteren Signalweg.

 

Zwei Oszillatoren und der Mixer des Cherry Audio Mercury-6.

Zwei Oszillatoren und der Mixer des Cherry Audio Mercury-6

Filter und Verstärker

Der Cherry Audio Mercury-6 ist mit einem Multimode-Filter ausgestattet, der die Modi Highpass, Bandpass und Lowpass bietet. Durch Cutoff, Resonance und Modulation via Hüllkurven oder LFOs kann der Klang hier recht flexibel geformt werden und nach wenigen Handgriffen von sanft bis aggressiv alles abdecken. Im Verstärkerbereich steuert die zweite Hüllkurve den Lautstärkeverlauf, wahlweise ergänzt durch eine Modulation über LFO 1 – beispielsweise für einen Tremolo-Effekt.

Hüllkurven und LFOs

Das Plug-in ist mit zwei klassischen ADSR-Hüllkurven ausgestattet, wobei die Polarität der ersten Hüllkurve per Knopfdruck umgeschaltet werden kann. Über den „Key Follow“-Regler lässt sich der Ausgangspegel der jeweiligen Hüllkurve durch die Anschlagsdynamik des Keyboards steuern – eine Neuerung gegenüber dem Hardware-Vorbild. Je nach gespielter Tonhöhe kann in dieser Sektion zudem die Tonlänge variieren, was dem Klang mehr Natürlichkeit verleiht. Außerdem stehen zwei LFOs für Modulationen bereit: LFO 1 bietet verschiedene Schwingungsformen und kann mit dem Songtempo synchronisiert werden, während LFO 2 für Performance-Modulationen zuständig ist und direkt über eine Taste oder einen Controller aktiviert werden kann.

Zwei Hüllkurven beim Cherry Audio Mercury-6.

Zwei Hüllkurven beim Cherry Audio Mercury-6

Glide, Arpeggiator und Stimmen

Im Glide-Bereich kann der gleitende Übergang zwischen Noten entweder als weiches Portamento oder als stufenweises Glissando eingestellt werden. Der Arpeggiator orientiert sich am Vorbild klassischer Hardware und bietet die Richtungen Auf, Ab, Auf-Ab und Zufall, wobei die Geschwindigkeit entweder frei eingestellt oder zum Tempo synchronisiert werden kann. Bis zu 16 stufenlos einstellbare Stimmen pro Layer sorgen für reichlich Polyphonie und im Unison-Modus lassen sich mehrere Stimmen zu einem besonders dichten Klang bündeln.

Der Cherry Audio Mercury-6 kommt mit einer Sektion für Glide, Arpeggio und Stimmen-Management.

Der Cherry Audio Mercury-6 kommt mit einer Sektion für Glide, Arpeggio und Stimmen-Management

Spielmodi und Layer

Es stehen drei Betriebsarten zur Auswahl, die das Spielverhalten bestimmen: „Whole“ für einen Sound über die gesamte Tastatur, „Layer“ zum Stapeln von zwei Klängen und „Split“ zur Aufteilung der Tastatur in zwei Bereiche, wobei jede Taste als Split-Punkt gesetzt werden kann. Im „Layer“-Modus verfügen beide Teile über jeweils eigene Parameter, wodurch beispielsweise auch leichte Verstimmungen – und damit ein authentischer analoger Klang – ganz einfach möglich sind.

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Im Split-Mode des Cherry Audio Mercury-6 kann die Tastatur an jedem beliebigen Punkt geteilt werden.

Im Split-Mode des Cherry Audio Mercury-6 kann die Tastatur an jedem beliebigen Punkt geteilt werden

Effekte

Die Effektsektion des Cherry Audio Mercury-6 ist – anders als bei anderen Plug-ins des Herstellers – direkt in die Benutzeroberfläche integriert. Sie umfasst Distortion, Phaser, Flanger/Chorus, Delay und Reverb, wobei sich jeder Effekt entweder pro Layer oder global einsetzen lässt. Dadurch können sowohl einfache Flächen als auch recht komplexe und räumliche Klänge erzeugt werden. Der Reverb bietet verschiedene Räume bis hin zu einer sehr großflächigen „Galactic“-Variante. Die Delay-Sektion umfasst einen digitalen, einen Band- und einen Ping-Pong-Modus, und auch bei Flanger/Chorus, Phaser und Distortion stehen jeweils mehrere Modi per Knopfdruck zur Auswahl.

Die internen Effekte des Cherry Audio Mercury-6 in der Übersicht.

Die internen Effekte des Cherry Audio Mercury-6 in der Übersicht

Bedienoberfläche

Die obere Menüleiste des Plug-ins dient zum Laden, Speichern und Organisieren von Presets. Zusätzlich lassen sich hier die Oversampling-Qualität in vier Stufen sowie MIDI-Zuweisungen einstellen. Eine flexibel anpassbare Darstellung des Plug-ins und ein Fokusmodus erleichtern zudem die Bedienung auf verschiedenen Bildschirmgrößen.

Praxis: Sounderstellung mit dem Cherry Audio Mercury-6

Für die Praxis versuchen wir, einen breiten und druckvollen 80er-Sound zu erstellen, der sich irgendwo zwischen Bass und Lead bewegt. Ausgangspunkt ist das Init-Preset, das beim Öffnen des Plug-ins automatisch geladen wird.

1. Oszillatoren mischen

Wir lassen beide Oszillatoren auf 16″ eingestellt, wobei VCO-1 als Puls und VCO-2 als Sägezahn klingt. Über den Mixer wird der erste Oszillator minimal lauter gemacht, wodurch der Sound sofort eine stabile Basis erhält.

2. Verstimmung

Im nächsten Schritt wird VCO-2 minimal nach oben verstimmt, was für mehr Breite sorgt, ohne dass der Klang zu schwammig wird. Für VCO-1 reduzieren wir die Pulsbreite etwas, um den Klang voller zu machen.

3. Bewegung durch Pulsbreitenmodulation

Über LFO 1 aktivieren wir eine dezente Pulsbreitenmodulation. Die Rate liegt bei einer Viertel-Triole, das Delay bei etwa 300 ms. Per Regler oder durch direkte Eingabe eines Prozentsatzes lässt sich diese Modulation einfach hinzufügen.

4. Filter einstellen

Der Filter bleibt im Tiefpass-Modus. Über den Cutoff schneide ich alle Frequenzen oberhalb von 250 Hz ab. Die Resonance stelle ich auf etwa 20 %, wodurch der Klang genügend Druck erhält, aber dennoch einige Obertöne bestehen bleiben.

5. Filterhüllkurve anpassen

Env-1 steuert das Filter mit einer Modulationstiefe von knapp 50 %. Die Attack-Zeit bleibt kurz, das Decay wird auf etwa 100 ms eingestellt, der Sustain liegt bei 60 % und die Release bei rund 120 ms. So öffnet sich das Filter beim Anschlag einer Note sehr markant und schließt danach sanft.

6. Lautstärkehüllkurve und Dynamik

Env-2 übernimmt die Steuerung des VCA. Auch hier bleibt die Attack-Zeit sehr kurz, das Decay bei etwa 100 ms und Sustain aufgedreht. Dadurch reagiert der Sound sehr schnell und direkt auf das Spiel – ideal für Leads und Basslinien.

7. Unison

Der Unison-Modus mit acht Stimmen und einem Detune von etwa 15 % sorgt für zusätzliche Breite und vor allem für klangliche Dichte.

8. Portamento

Ich aktiviere das Portamento mit einer Zeit von etwa 125 ms. Dadurch starten einige Töne mit einem dezenten Glide, was an manchen Stellen fließende Übergänge erzeugt.

9. Chorus und Delay

Was natürlich nicht fehlen darf: ein leichter Chorus für räumliche Breite sowie ein dezentes, gedämpftes Delay im Achteltempo mit wenig Feedback. Zum Schluss wird der „Drift“-Regler in der Layer-Zone auf fast 30 % angehoben, um dem Sound einen stärkeren analogen Charakter zu verleihen. Das Ergebnis ist ein satter und breiter Lead-Sound, der sich im Mix durchsetzt.

 

Vergleich: Roland Jupiter-6 und Cherry Audio Mercury-6

Obwohl ich keinen direkten Zugriff auf den originalen Roland Jupiter-6 hatte, lässt sich anhand der technischen Daten und des AMAZONA-Testberichts zum Jupiter-6 dennoch eine kleine Gegenüberstellung vornehmen: Der Roland Jupiter-6 erschien 1983 als 6-stimmiger Polysynth und war bekannt für seinen dynamischen Klang und seinen Split-Modus, der auch schon vom Roland Jupiter-8 bekannt war – ein Merkmal, das Cherry Audio in seiner Emulation vollständig übernommen hat.

Das Vorbild: Der Roland Jupiter-6.

Zusätzlich bietet die Software moderne Erweiterungen, wie beispielsweise bis zu sechzehn Stimmen Polyphonie pro Layer, einen Layer-Modus zum Stapeln von Klängen und eine Effektsektion mit großer Auswahl. Für Synth-Liebhaber, die den typischen Jupiter-6 Sound suchen, dürfte der Cherry Audio Mercury-6 also in jedem Fall überzeugen. Für einen klanglichen Direktvergleich kann ich folgendes Video empfehlen:

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Mehr Informationen

Preset-Sounds des Cherry Audio Mercury-6

Um einen groben Klangeindruck des Plug-ins zu bekommen, folgen hier einige Preset-Sounds:

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Klangbeispiele
Fazit

Der Cherry Audio Mercury-6 bringt den Charakter des legendären Roland Jupiter-6 sehr überzeugend zurück. Klanglich kommt er dem Original erstaunlich nahe und bietet mit einigen modernen Extras viel Raum zum Ausprobieren, wobei die Bedienung stets angenehm und übersichtlich bleibt – das Arbeiten mit dem Plug-in gestaltet sich dadurch sehr einfach. Besonders die Kombination aus authentischem Klang, soliden Presets und eingebauten Effekten sorgt für viel Spaß beim Ausprobieren. Für 59,- Euro erhält man hier eine rundum gelungene Emulation eines Klassikers der 80er-Jahre, die aufgrund des sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses insbesondere auch für jüngere Musiker attraktiv ist. So überdauert der Klang des Vintage-Klassikers Generationen.

Plus

  • authentischer Klang nah am Roland Jupiter-6
  • übersichtliche und intuitive Bedienung
  • Layer- und Split-Modus
  • solide interne Effekte
  • hohe Polyphonie mit bis zu 16 Stimmen
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Preis

  • 59,- Euro
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Über den Autor
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Gereon Gwosdek RED

Leidenschaft für Tasten und Technik, Musikschulinhaber und Bandleader im Bereich von christlicher Musik.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    chardt AHU

    Mene mene tekel u-parsin. (Sorry, konnte nicht widerstehen)

    Auf gut Deutsch: Das ist mir zu leicht, nicht genug „Gewicht“ im Sound. Ist das nur der heutigen Mode geschuldet, dass der Sound so dünn sein muss, oder ist das wirklich so schwer, aus der Software einen dickeren Sound rauszuholen?

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @chardt Ein Erklärungsversuch: Der Grundklang ist heute meiner Ansicht nach nicht schwer zu emulieren. Woran es aber meiner Meinung nach noch hapert, sind Filter und ein (feines) Feintuning der Oszillatoren. Grund ist einfach die (gröbere) Rechenleistung anstatt echte Stromkreise. Da aber im Mix der Grundklang verwendet und dazu noch mit Effekten wie EQ etc. bearbeitet wird, hört es keiner raus. Bei Filterfahrten, Noise, Selbstoszillation und Tuning (jeweils unbearbeitet) bin ich aber davon überzeugt, dass es Unterschiede gibt. Finetuning der Oszillatoren macht ja erst einen Klang so richtig fett (ähnlich einem Chorus), oder ein analoges Delay klingt auch komplett anders als jedes Delay-Plugin. Durch die immer höhere Rechenleistung könnte sich das aber eines Tages ändern. Die Teile werden immer besser! Leider aktuell eher wieder schlechter weil Geld, Zeit und Mühe fehlt.

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        ErrJott

        @Filterpad Das zeigt sich selbst im HiFi-Bereich. Auch da bringt eine Uralt-Technics Verstärker-Einheit aus den !970ern mit analogem Aufbau (mit echten Steurspannungen wie bei den alten Synths) in jeder Hinsicht mehr „Profound Power“ als moderne, digitale Pendants.
        Mal abgesehen davon – auch die Haptik ist eine komplett andere. Psychoakustische „Phänomene“ ist hier ein weiteres Stichwort.
        Ich will VST´s und digitale Geschichten nicht verteufeln, aber wenn es um wirklich erlebbare Dinge geht, werde ich der analogen Welt stets den Vorzug geben.
        Dass die digitalen Welten sich so nachhaltig durchsetzten hat nur einen einzigen Grund: Digitales ist industriell VIEL BILLIGER herzustellen. Und die Industrie will ja MASSEN verkaufen… an das Heer von Bedroom-Producern.

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          Numitron AHU

          @ErrJott ich hab gebrauchte hifikomponenten.
          hab mir meinen Kindheitstraum von einem fetten Sony Hifi Turm ermöglicht.
          letztes Jahr sogar ein 200fach CD Wechsler.
          vieles bekommt Man fast hinterhergeschmissen,.weil kleine Bluetoothboxwn sind ja viel praktischer.😄

          kurz gesagt, die alten anlagen waren ja oft Schweineteuer.
          dafür Qualitativ oft deutlich besser.
          ich sammle alte Ghettoblaster (70s&80s)
          und es gibt ja einige Pseudoneuauflagen.
          die sind oft sehr leise und/oder schlecht verarbeitet.
          es gibt einige neue walkmanclones, aber die sind von der Größe und Funktionen wie in den 80s. würde empfehlen einen guten gebrauchten reparieren zu lassen.

        • Profilbild
          SynthNerd AHU

          @ErrJott Jochen Malmsheimer: „Früher war nichts besser. Früher war vieles früher, das ist richtig. Aber es gab Sachen, die waren früher gut, wie das Wurstbrot.“ 😀

          Ich teile die Sympathie für schöne alte HiFi Geräte. Dass deren Qualität etwas mit „echten Steurspannungen wie bei den alten Synths“ zu tun hat, denke ich eher nicht.

        • Profilbild
          Nvelope AHU

          @ErrJott Das Wort “Steuerspannungen (wie bei den alten Synthies)“ verstehe ich in diesem Zusammenhang wirklich nicht.
          In Synthesizern sind ‚Steuerspannungen‘ Gleichspannungen, die eine Funktion steuern – also die vom Keyboard kommende Steuerspannung den VCO (dabei die Tonhöhe / über eine weitere Funktion ‚Keyboard Tracking‘ vielleicht auch noch zuregelbar die Eckfreqeunz des VCF, siehe MiniMOOG) … die von einem LFO kommende Steuerspannung z.B. ebenfalls die VCO-Frequenz und ggf. auch die ‚Cutoff Frequency‘ des Filters und und und.
          In alten HiFi-Geräten gab es sowas in aller Regel NICHT – die Potentiometer waren direkt im Signalweg integriert (Volume / Balance), sie regelten KEINE Gleichspannung, die dann z.B. über VCAs in die beiden Verstärkerkanäle eingriffen und die Lautstärke regelten . . . und die Klangregler hatten in ihrer direkten Peripherie frequenzbestimmende Kondensatoren und Widerstände, die direkt zusammen mit dem ja variablen Widerstand des Klangreglers (alle diese Teile nennt man RC-Filter – R für resistor/Widerstand / C für capacitor/Kondensator) die Filterkurven bestimmten.
          Ich verstehe also nicht, wie du das Wort ‚Steuerspannungen‘ in diesen beiden Welten gleichsetzen kannst . . . in älteren Hifi-Geräten/Verstärkern kommen solche ‚Steuerspannungen‘ nicht vor.

          • Profilbild
            SynthNerd AHU

            @Nvelope Ja und nein 🙂
            Eine Notwendigkeit Tonhöhe, Lautstärke oder Klang mit Hüllkurven oder LFOs zu modulieren, gibt es beim HiFi Verstärker natürlich nicht.
            Mit dem Aufkommen der ICs in der analogen Elektronik wurde es aber dennoch üblich, Lautstärke und Klang mittels Steuerspannungen zu stellen. Dass dies der Klangqualität diente, darf man bezweifeln.

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              Nvelope AHU

              @SynthNerd Ja, diese ICs kamen auf und manche Hersteller benutzten diese auch.
              Aber all die großen und für ihre Qualität bekannten Marken stiegen nicht darauf ein – ich habe seit >40 Jahren diverse Generationen von YAMAHA-Receivern und -Verstärkern.
              Meiner (Reparatur-)Erinnerung nach waren Hersteller der Geräte mit diesen ICs eher solche von Großserienprodukten – und nicht die renommierten Hersteller, die ICH mit der besonderen Wiedergabequalität der ‚älteren‘ HiFi-Geräte meine.

              Eine ähnliche Diskussion ergab sich, als Verstärker-ICs aufkamen, die für wenige DM/€ einen kompletten HiFi-Verstärker beinhalteten; auch in diesem Punkt gibt es viele (wie auch mich), die sagen, dass ein “diskret“ (also unter Zusammenschaltung vieler individueller Bauteile und insbesondere Halbleiter wie Transistoren und Dioden) aufgebauter Verstärker (meistens) besser klingt als eben ein solcher Verstärker, der aus einem hochintegrierten IC (und nur einige wenige weitere Bauteile in dessen Peripherie) besteht.

              Und, wen wundert’s: auch in den letzten Jahren gibt es immer wieder die Diskussion, ob ein ‚konventionell aufgebautes‘ Netzteil (Eisenkern-Trafo, Gleichrichter, Siebkondensatoren hoher Kapazität) nicht besser ist als diese moderne Schaltnetzteil-Technik (SMPS), die auf recht kleinem Raum eine stets stabilisierte Versorgungsspannung für Endstufen liefert.

              Solche Diskussionen muss man tolerieren, Messwerte helfen dabei – aber Puristen bleiben bei ihrer Meinung!

                • Profilbild
                  Nvelope AHU

                  @SynthNerd Nein, so sehe ich mich absolut nicht; ich bin doch sehr kompromissbereit (und toleriere z.B. meine BEHRINGER-Synthies, obwohl sie vielleicht nur zu 90 oder 95 % den Originalen nahekommen … oder auch weniger – ja nachdem, wen man fragt). Ich brauche nicht mehr ‚das Beste‘ oder ‚Originale‘, sondern akzeptiere vieles auch unterhalb davon – vielleicht ja auch altersbedingt.
                  Ich war ja auch an Orten in dieser Welt vielfach ohne Strom, ohne Wasser und meistens auch ohne Sicherheit – wo die Musik über Monate eben nur von den Laptop-Speakerlein (anstatt einer Hifi-Anlage) kam, bestenfalls von einem mitgenommenen Kopfhörer … na ja, bis dann wieder für Stunden oder Tage der Strom weg war und weder Laptop noch Telefon noch der Wasserhahn ging …
                  Ich bin doch genügsamer geworden – anpassungsfähig war ich schon immer …

                  • Profilbild
                    Tai AHU

                    @Nvelope „Ich brauche nicht mehr ‚das Beste‘ oder ‚Originale‘, sondern akzeptiere vieles auch unterhalb davon“

                    Gesunde Einstellung. Eine 90% Kopie eines Uralt Synths ist auf jeden Fall ein Synth bzw. Instrument. Völlig egal, wie groß die Zahl vor dem Prozentzeichen ist.

          • Profilbild
            ErrJott

            @Nvelope danke für die Aufklärung. Meine Äußerung wollte ich NATÜRLICH NICHT WÖRTLICH und technisch korrekt verstanden wissen, sondern im Sinne von „ähnlich“ (im Resultat) Nicht immer alles auf die Goldwaage zu legen und mal versuchen „zwischen den Zeilen“ zu lesen und zu verstehen – hilft manchmal.

            • Profilbild
              Nvelope AHU

              @ErrJott Danke für das Feedback; in meinen genetischen Wurzeln (örtliche & ‚kulturelle‘ Herkunft / Elternhaus) ist eine ‚Goldwaage‘ schon das Geschenk zur eigenen Geburt – und in den beruflichen Bereichen und Umfeldern, in denen ich arbeitete (und auch bis heute arbeite, trotz Rentenalter), ging es eigentlich nie OHNE eine Goldwaage, alles andere hätte im wahrsten Sinn des Wortes Leben gekostet (und wirklich nicht nur eines …).
              Altersbedingt ist somit wohl nicht mehr sehr viel zu ändern . . .

              Aber danke dennoch für die kritischen Zeilen – ich werde versuchen, meine Lesebrille (2+) auch für die ‚Räume zwischen den Zeilen‘ einzustellen.
              Schöne Weihnachten an allen!

              • Profilbild
                Mac Abre AHU

                @Nvelope „in meinen genetischen Wurzeln (örtliche & ‚kulturelle‘ Herkunft / Elternhaus) ist eine ‚Goldwaage‘ schon das Geschenk zur eigenen Geburt“
                Bruder im Geiste. Willkommen im Klub.

              • Profilbild
                ErrJott

                @Nvelope HoHo – bin auch schon in Rente. Willkommen im Club. Was die Goldwaage angeht – zur geistigen Erbauung noch eine kleine Episode aus Mitte der Siebziger.
                Damals waren mein Kumpel (der 1975 den ersten MiniMoog im Raum Ludwigsburg hatte) und ich bei einem Synth – „Workshop“ im CVJM in LB. Abgehalten wurde das von keinem Geringeren als dem im Stuttgarter Raum sehr angesehenen und hochgeschätzten TOP-Jazzpianisten und Komponisten Wolfgang Dauner. Er hatte seinen Synthie AKS und einige Oberheim SEM-Module dabei…

                Auf die unvermeidliche Frage eines Teilnehmers – ob denn nicht zuvorderst technisch profunde Kenntnisse nötig seien sowas zu „bedienen“ war Dauner´s Antwort (nahezu – im Wortlaut wiedergegeben, das hat sich damals unauslöschlich eingebrannt !) EINDEUTIG:

                Um kreativ damit umzugehen ist „Spieltrieb“ und „Abenteuerlust“ entscheidender. Es bringe nichts, jedes technische Detail auf die GOLDWAAGE zu legen. Damit komme man musikalisch nicht unbedingt auf den entscheidenden Punkt…

                • Profilbild
                  Nvelope AHU

                  @ErrJott Meine Wurzeln (i.S. von einstiger Heimat) liegen noch mehr als 100 km südlich von LB … und mein Namensvetter Wolfgang (D.) war ja auch von unserem Stamm . . .
                  Ja, er hatte ja auch völlig recht: ein gebildeter Musiker wie er – der weißen & schwarzen Tasten mächtig – geht richtigerweise vom musikalischen Standpunkt aus.
                  Ob da nun gerade ein 12- oder 24-dB-Filter werkelt … oder die Modulationsgeschwindigkeit 2 oder 3,74 Hz hat – das alles ist völlig egal. Wichtig ist, es klingt gut (und dies ist ja auch von Musikstück, situativer Stimmung und Ideenreichtum abhängig). Grundverständnis ist sicher wichtig – anderes ‚regelt‘ dann die Kreativität; und darin war Wolfgang D. wirklich ein Leuchtturm in der damaligen Musikwelt.

                  Als Techniker sind für mich die Details allerdings schon sehr wichtig … und in gleich diversen Arbeitsfeldern meiner beruflichen Arbeit ging es nicht ohne ‚highest attention to detail‘; zu viel stand auf dem Spiel, weswegen auf meinen weltweiten Touren – neben Multimeter, Taschenlampe & Notration Cola – eine (im übertragenen Sinn) ‚Goldwaage‘ ein fester Begleiter war, obwohl die meisten dieser Arbeitsplätze reichlich wenig ‚goldig‘ waren . . .

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        ErrJott

        @Filterpad Hat wohl auch was mit Miniaturisierung von Bauteilen zu tun. Ein Kollege merkte neulich zurecht an, dass auch im Hardware-Bereich ein originales (mit GROSSEN Komponenten und mit Oldskool-Verdrahtung aufgebautes) Solina String-Ensemble sich total anders anhört, als z.B. die Behringer Hardware-Nachbauten (mit Miniaturplatinen) oder entsprechende VSTs… Da entstehen bei den Oldschool-Teilen u.a. völlig andere Stromdurchflüsse.
        Und das dürfte der entscheidende Grund sein, warum auch heute noch ein Original MiniMoog oder die alten, analogen SIMMONS-Drums einen völlig anderen Bums erzeugen, als die digital gesteuerten Klone. Digital wird nur gerechnet, gekitzelt, analoge Bauteile bringen aber die „ECHTE“
        Power. Ein Laptop mit Audio-Interface ist dagegen ein Zwerg, egal wieviel „Watt“ da reingepumpt werden…
        Und: Überfrachtung mit Digital-FX gleicht da auch nix vernünftig aus. Das ist Kleister und Kitt zum Kaschieren der „Bruchstellen“…

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          Tai AHU

          @ErrJott „Und das dürfte der entscheidende Grund sein, warum auch heute noch ein Original MiniMoog oder die alten, analogen SIMMONS-Drums einen völlig anderen Bums erzeugen“

          Da glaube ich allerdings nicht dran. 😇

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          Kazimoto AHU

          @ErrJott „mit GROSSEN Komponenten und mit Oldskool-Verdrahtung“ klingt nicht alles gleich besser.
          Deswegen gab es riesige Racks mit allem möglichen Zeugs drin. Wie sagte Steve Porcaro, Synths saugen Effekte förmlich auf und erzählte wie er den Prophet-5 an gleich zwei Tapechos angeschlossen hat, weil einer nicht genug Taps und Stereobreite liefern konnte.
          Wer sowas nicht hatte klang genauso blutarm wie Behringers New School Synths mit SMD und digitaler Steuerung.
          Es ist heute Luxus nicht jede Spur aufnehmen zu müssen, weil ich das monströse FX-Rack schon wieder für den nächsten Sound benötigt wird. Porcaro sagte ebenfalls, daß es schon ein großer Fortschritt war Effekte und Spuren separat aufzunehmen, das war nicht selbstverständlich. Marinelli & Porcaro auf Youtube halten einen gut vor Augen was für eine Materialschlacht das damals war. Nix mit Total Recall, ein guter Sound war am nächsten Tag oft weg. Mir reicht schon der Anblick der Kabel, DI-Boxen, Erdung, Patchbays, Netzteile etc. um mich gleich wieder in die DAW zu verlieben. Was die damals geleistet haben war unglaublich. Goldene Momente aber nichts für mich. Der Solina ist glaube ich einer der Bestseller von Behringer, die werden schon was richtig gemacht haben, wenn man das nötige Outboard hat um amtlich zu klingen. Die Tröte allein macht noch keinen Traum.

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            Filterpad AHU

            @Kazimoto Ja, so ein Matriarch hat vermutlich auch nur Platinen drin (sieht man in dem Zwischenspalt bei den Druckknöpfen zum Gehäuse) und dieser klingt wirklich sehr organisch. Ich denke es ist halt ne Mischung aus allen Elementen bei einer alten Orgel oder Synthesizer. Daher klingt auch ein Softwaresynthesizer (noch) nicht wie seine urigen asbach Artgenossen. Aber eben fast so! xD

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            ErrJott

            @Kazimoto Da beschreibst Du mit den Porcaro-Zitaten ein Extrem. Wer so wie Toto eine Materialschlacht inszeniert hat, war auch nicht unbedingt gut beraten. Ich brauch sowas nicht, ich bespiel ja keine Stadien oder verbringe 1 Jahr im Studio um 2 Titel aufzunehmen. Dazu hat sie damals schon keiner gezwungen.

            Maßstab – obwohl ich die Band hasse wie die Pest – das Black Sabbath-Debut-Album, eingespielt in 3 Tagen ohne den in den Folgejahren aufgepappten, degenerierten Schnickschnack aus den überlangen Studio-Aufenthalten.

            Ich gehe hier von meinem ureigenen Hör-Empfinden aus. Und meine alten Simmons Teile – vom SDS 7 über SDS 9 oder MTX-9 bis zum SDS 1000 – klingen über die gleiche PA (mit gleicher, neutraler Mixereinstellung ohne EQ, FX oder Compressoren-Mist usw…) BEDEUTEND druckvoller und knackiger als die Simmons-Kopien in meinem Roland TD-50X oder die VST´s von Aly James oder irgendwelche halbgaren Samples.

            Sorry, aber das ist im Direktvergleich echter Dünnschiss.

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      SynthNerd AHU

      @chardt Als zu dünn empfinde ich den Sound der Klangbeispiele subjektiv nicht. Aber leider habe ich kein Original, um zu vergleichen.

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      ToOoT

      @chardt hm, ganz ehrlich: das hört man im Mix doch eh nicht mehr ^^ .. so aus Producersicht reicht mir das völlig ;)

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        chardt AHU

        @ToOoT 3. Ich höre es beim Spielen, und wenn ich mich beim Spielen nicht wohlfühle, dann macht das für mich einen Unterschied.
        2. Natürlich kann ich mir den Klang „schönsaufen“, aber wozu wenn es besseren Klang für einen für mich akzeptablen Aufpreis gibt?
        1. Der Hauptpunkt ist mein Eindruck, dass dieser „schlanke“ Klang so gewollt weil derzeit angesagt ist. Warum eigentlich? Ich bevorzuge den vollen Klang der alten Geräte, und das Argument „kleistert den Mix zu“ überzeugt mich einfach nicht. Der „alte“ Sound klingt für mich lebendiger, und mir kommt es so vor, als ob genau das das Problem ist: Heute muss es klinisch rein und so tot wie möglich sein.🙁

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    Kazimoto AHU

    Der Sound ist besser als hier rüberkommt. Nicht vom „Test“ irritieren lassen. Mit der Mercury-Serie von CA macht keiner was falsch, vor allem weil die halbwegs ordentliche Audiorate-Modulationen ermöglichen. Ich nehme gerne den Mercury-4 mit fast-LFO, den kannst du mit gehaltener ctrl-Taste richtig fein einstellen wie sonst nur an Hardware. Gleiches gilt für alle anderen Synths von CA, besonders der CA2600 ist m.M.n. einer der besten Softsynths überhaupt. Wenn ein Hersteller support verdient, dann CA, die mit Mark Barton auch einen im Team haben, der weiß was er hören muss.

    https://www.youtube.com/watch?v=8t-sdFNK2ak

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      Markus Galla RED

      @Kazimoto Ich finde den auch gut. Davon abgesehen ist jede Abhörsituation anders. Klangbeispiele sind deshalb immer mit Vorsicht zu genießen. Darüber hinaus sind fast alle Klangbeispiele auf Youtube „geschönt“. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich selber bei Tests mal vergleiche, wie viel EQ, Kompressor und weitere Effekte bei vielen Youtube Videos von Influencern drauf gepackt werden, damit alles schön druckvoll klingt. Das ist später im Einsatz natürlich normal, sorgt aber auch dafür, dass mancher Käufer beim erstem Ausprobieren erst einmal enttäuscht ist. Das ist auch bei den Behringer Mini Synths so, die aus dem Karton heraus eher dünn klingen, in Videos aber immer breit und fett. Wir versuchen meistens, die Sounds möglichst nur mit Bordmitteln zu bearbeiten, damit man sich einen guten Eindruck machen kann.

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      Nvelope AHU

      @Kazimoto Der ‚Sound‘ hängt doch auch zu einem sehr hohen Teil auch von der benutzten Wiedergabekette ab. Wenn Leute die ‚Sounds‘ eines Originals mit denen einer Software vergleichen – machen sie das auch immer über die gleiche ‚Wiedergabe-Kette‘ (also Abhöranlage)?

      Sprich: wenn jemand einen Hardware-Synthie abhört – macht er das (ohne einen zwischengeschalteten MIxer mit ggf. leicht verändernder Einstellung an dessen Kanal-EQs) auch über die Monitor-Lautsprecher?

      ‚1:1′-Vergleiche erfordern ja strikt dieselbe Wiedergabekette … und ich bin mir nicht sicher, ob alle Bewerter von Vergleichen zwischen Hardware-Geräten und Software-Klangquellen da wirklich akkurat und konsequent sind . . .

      Gleichwohl gibt es sicherlich – und wohl auch oft – unterschiedliche Klangcharakteristiken; analog und digital sind immer noch zwei verschiedene Welten – wenngleich sie in vielen Fällen (nahezu) deckungsgleiche Resultate bringen können.
      Unterschiede mögen dann nur und vielleicht nur für ’sehr geübte Ohren‘ heraushörbar sein – aber solche ‚Ohren‘ gibt es ja wirklich und deren Besitzer dürfen auch zu Recht kritisieren.

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        Kazimoto AHU

        @Nvelope Ich wollte keine Diskussion über Wiedergabeketten. Ich habe selten ohne Nachbearbeitung etwas angehört. Für mich muss ein Synth den Kern treffen und alle Sounds des Originals liefern, das geht z.B. mit dem Korg 2600 oder Arturia nicht, auch nicht mit allen anderen 2600-VSTs, sondern nur mit dem CA2600. Das sagt m.M.n. alles.

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    Mick AHU

    Die CA Mercurys sind alle super, vom Sound und Resourcenverbrauch!
    …habe den 4er & 6er, den 8er habe ich von Arturia, der ist in der neuesten Version ebenfalls 1A, den von TAL mag ich optisch nicht.

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    Round Robin AHU

    Ich ziehe hier einen Vergleich zwischen dem Roland Jupiter-6 und dem Roland Jupiter-8. Der „kleine Bruder“ des Jupiter-8 wird bis heute oft nicht als wirklich herausragender Synthesizer wahrgenommen – was ich für äußerst schade halte. Denn klanglich ist der Jupiter-6 ein hervorragendes Instrument mit eigenem Charakter.

    Ein guter Freund von mir hat den Jupiter-6 seit vielen Jahren fest im Studio stehen und erzeugt damit extrem hochwertige Sounds, die sich problemlos in modernen Produktionen behaupten.

    Vergleicht man das Hardware-Original mit dem Mercury-6 Plugin, kommt man zu einem erstaunlichen Ergebnis. Das Plugin klingt dem Original sehr nahe und transportiert dessen Charakter überzeugend. Für alle, die keine Lust mehr auf die überhypten „großen Klassiker“ haben, ist der Mercury-6 eine echte Empfehlung.

    Unbedingt die Demo des Mercury-6 laden und selbst hören – gerade wenn man den Jupiter-6 bisher unterschätzt hat.

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