Test: Cinematic Strings 2.0, Orchester-Library

Vergleich

Wie so oft an dieser Stelle bleibt die Frage: Was soll ich denn jetzt kaufen? Da die Antwort auf diese Frage größtenteils vom eigenen Library Bestand, dem Einsatzgebiet und den persönlichen Präferenzen abhängt, versuche ich das Ganze mal in Form von Szenarien zu beantworten.

Szenario 1: Anfänger mit leichten Kenntnissen. Wer ganz am Anfang steht und bisher keine Orchester Sounds sein Eigen nennt, kann mit CS 2.0 zwar sehr gut klingende Streicher-Kompositionen erstellen, aber der restliche Orchester Apparat mit Holz- und Blechbläsern sowie Percussion fehlt weiterhin. Hier gibt es von anderen Herstellern günstige und ebenfalls sehr gut klingende Pakete, die alle Instrumente beinhalten.

Szenario 2: Fortgeschrittener mit Basis-Ausstattung. Wer die ersten Kompositionen hinter sich gebracht hat und sein Klangrepertoire erweitern möchte, bekommt mit CS 2.0 ein mächtiges Werkzeug an die Hand, was einerseits als Hauptklangquelle für Streicher oder aber als Erweiterung bzw. Variation von bestehenden Sounds dienen kann. Die einfache Bedienung von CS 2.0 fördert schnelles Einarbeiten.

Szenario 3: Profi mit großer Ausstattung. Hier kommt es sicherlich darauf an, welche Art und Stilistik man vorwiegend bedienen möchte. Hat man schon einen großen Fundus an Streicher-Sounds, sollte man die CS 2.0 auf alle Fälle antesten und schauen, in wie fern man die CS 2.0 einbauen kann. Wer die erste Version der Cinematic Strings bereits besitzt, kann kostengünstig auf die neue Version updaten. Aber auch für alle anderen lohnt sich ein genauer Blick, denn auch hier fördert die einfache Bedienung ein schnelles Einarbeiten und die Rückkehr zum eigentlichen Komponieren. Der spezielle CS 2.0 Sound bietet eine große Bandbreite von emotionalen, dramatischen bis hin zu schnellen Action-Cues auf Basis der typischen Spielweisen Wer allerdings ganz spezielle Artikulationen sucht wie Con Sordino, Spiccato oder spezielle Effekt-Sounds, der sollte sich lieber gezielt die Konkurrenten von CS 2.0 anhören.

Fazit

Die Cinematic Strings 2.0 sind eine extrem gut klingende Streicher-Library, die aufgrund der einfachen Handhabung und Programmierung einen sehr effizienten Workflow ermöglicht. Von emotionalen und dramatischen bis hin zu schnelleren Cues ist alles möglich mit CS 2.0. Die Library bietet eine gute Ausstattung von Artikulationen, allerdings werden fortgeschrittene Nutzer die Con Sordino Klänge vermissen. Der Klang und Aufbau der CS 2.0 ist ideal zum Erstellen von Mock Ups geeignet, so dass man sehr schnell zu gut klingenden Resultaten kommt. Hervorzuheben sind auch die Tipps und Tricks von Entwickler Alex Wallbank sowie der extrem schnelle und gute Support.

Plus

  • extrem guter Klang
  • vielseitige Einsatzmöglichkeiten
  • einfache Handhabung
  • schneller Support

Minus

  • keine Con Sordino
  • Sustain Patches weisen kleinere Programmierfehler auf

Preis

  • 450,- Euro (Download)
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    BurtaN

    Hallo,

    wie sieht es mit der Live-tauglichkeit von cinematic strings 2.0 aus? DVZ Strings beansprucht in dieser Hinsicht ja sehr gut zu sein.

    • Profilbild
      Felix Thoma  RED

      Hallo BurtaN,
      rein vom Sound sind die CS 2.0 natürlich auch live gut einsetzbar aber hinsichtlich der Bedienung im Live Betrieb sind die DVZ Strings meiner Meinung nach unschlagbar. Die DVZ Strings brauchen zwar einiges an Rechenleistung aber durch die extrem flexiblen Parameter Zuweisungen und Überblendungen zwischen Artikulationen sind die DVZ Strings im Prinzip genau auf das Live Segment zugeschnitten.

      Schau mal bei youtube, da findest Du einige sehr gute Demos.

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