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Test: Clavia Nord Lead A1 & A1R, Synthesizer


Güteklasse A1, der neue Nord Lead

Nun ist der da, der neue „kleine“ Clavia Nord Lead A1. Man hat ihm eine Autobahnnummer verpasst, vielleicht weil er schnell eigene Sounds ermöglicht. Ob er sich dieses Prädikat auch wirklich verdient hat und wie der jüngste Rote aus Schweden klingt, lesen und hören Sie hier.

A1 Panel schräg

Bei Clavia ist die Frage nach der Gehäusefarbe keine, denn die ist beim A1 das von vielen Bühnen und Studios bekannt auffällige Rot. Auch die Art und Anordnung der Bedienelemente ist vertraut: Stark linkslastig ist das farblich vom Rest abgesetzte graue Panel, und dort befinden sich in ordentlicher Anzahl Drehregler und Drucktaster. Stets aufgeteilt in Sektionen wie Oscillators, Filter, Arpeggiator. Display für Soundnamen und Parametermenüs gibt’s keins, nur LEDs mit Nummern für Presets, Waveforms und deren Shaping. Dazu welche für simple On/Off-Darstellung und Reihenschaltungen, etwa bei der Wahl des Filtertyps. Rechts daneben ist die freie Fläche bedruckt mit der Aufschlüsselung wichtiger Kürzel, die von den LEDs lediglich alpha-numerisch angezeigt werden. Alles das wirkt schon auf den allerersten Blick nicht nur ziemlich reduziert auf das Wesentliche, sondern auch angenehm übersichtlich.

Die anschlagsdynamische 49er Tastatur (von Fatar) und ist auf Anhieb annehmbar zu bespielen und leistet eine richtig gute Ansprache. Der Tastenhub am vorderen Ende beträgt etwa 1 cm. Leider gibt es keinen Aftertouch! Den habe ich während der Testphase dann auch richtig vermisst, mehr dazu weiter unten. Per Octave Shift Taster kann der Tonumfang um jeweils bis zu zwei Oktaven nach oben und unten erweitert werden, die gerade gewählte Position lässt sich mit LEDs kontrollieren. Die Klangerzeugung gestattet übrigens einen Keyboard-Split, wählbar per Tastendruck.

Der hauseigenen Tradition ist man auch bei den Controllern treu geblieben: Der Pitch Bend Stick ist aus Holz, das Modulationsrad aus griffigem Kunststoff gefertigt.

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Klangbeispiele

Leser-Stories zu diesem Produkt

  1. Profilbild
    bobs world ••

    Ein Synth mit tollem Klang – keine Frage.

    Leider wird hier eine Unart vieler Hersteller fortgeführt indem keine Control VST Plugins mehr angeboten werden.
    Stattdessen wird „nur“ eine SW für Win/Mac angeboten. Andere Hersteller bieten nur fürs iPad an, was ebenfalls nicht besser ist und einen VST Plugin für total recall in einer DAW nicht ersetzt.
    Langsam kommen MIDI Dumps wieder schwer in Mode – back to the 80s. In 2014 kann man sich sowas eigentlich sparen.

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      TobyB RED

      Hallo Bob,

      es gibt Alternativen für dein Problem, kostet sogar nichts. http://www.ctrlr.org . ein Open Source Project zur Steuerung beliebiger Midi Hardware. Für Nordleads gibt es dort sogar schon fertige Templates aka Panels. Falls es für das A1 kein Panel gibt, ist es bei gut dokumentierten Midi Referenz kein Megathema hier ein Panel zu erstellen. Auf Wunsch hast du das ganze dann auch als VST in deiner DAW. Nicht nur die Nord Lead User haben mit dieser Thematik ein Problem, die Software Unterstützung älterer Racksynths ist auch nicht mehr gegeben und wenn man nicht an der Menüführung verzweifeln oder einen Hardware Programmer hat, ist das eine Alternative, wenn man kein Logic-User. Ich habe bewusst mit einem einfachen Racksynth wie der M3r begonnen, da Korg seine Parameter gut und fehlerfrei dokumentiert hat und der Schwierigkeitsgrad somit nicht so hoch ist. Was bei Roland und Yamaha etwas anders aussieht. Hier ist der Schwierigkeitsgrad etwas höher. Logic User können sich immer noch eine Enviroment programmieren, das ganze ist dank des Scripters und des Midi Monitors in Logic um einiges einfacher geworden als in den Vorgängerversionen. Wer das halt nicht hat nimmt halt ctrlr, das erstellen bewegt sich auf dem Schwierigkeitsgrad Webseite erstellen.

      Grüße ToB

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        bobs world ••

        Guter Hinweis – Danke Dir.
        Trotzdem sehe ich die Hersteller in der Pflicht zu liefern. Nicht umsonst wandern immer mehr Produzenten zu den reinen VST Instrumenten ab.

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          TobyB RED

          Hallo Bob,

          ich denke mal eher das hat Seitens der Hersteller eher pragmatische, sprich Kostengründe hier zu sparen. Das Fehlen einer VST Software mag beim bequemen arbeiten in der DAW störend wirken aber das fãllt bei der A1 nicht ins Gewicht, ich hab sie auf der Musikmesse angefingert und fand sie intuitiv und fühlte mich zu Hause. In Logic ist ein Enviroment dank des MIDI Trace in ein paar Stunden gebaut. Okay ob es für andere DAWs und Windows sowas gibt weiss ich nicht.

          Prinzipiell gebe ich dir aber recht, das dies Aufgabe der Hersteller ist, denke aber das die Gründe zum Umstieg auf Software wo anders liegen. Ich persönlich benutze Hardware und der Rechner ist für mich eine komfortable Mehrspurbandmaschine mit MIDI Funktionen.

          Grüsse

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      Sebastian B.

      Midi-Dump? War das nicht diese vor-mittelalterliche Datenübertragung,
      die sogar noch bis in den Virus C Einzug hielt?

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    pmm AHU

    Hallo Klaus,

    Klasse Bericht mit sehr schönen Klangbeispielen! Vor allem kommt der gerade rechtzeitig, da ich die Anschaffung eines NL4s oder eben des A1s erwäge.

    Preislich ist der A1 für das Gebotene vielleicht nicht weit genug weg vom NL4, aber das mag jeder anders beurteilen. Der interne Hall ist nicht so meines und da gäbe es vielleicht noch den einen oder anderen kleinen Punkt. Aber unterm Strich hinterlässt er, wie auch schon auf der FMM, einen sehr guten Eindruck.

    Peter

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    Tyrell RED

    Ich hatte mal den Nord Wave. Ich empfand den Sound durchgehend als kalt und digital. Habe ihn dann auch schnell wieder verkauft. Ich dachte seinerzeit schon das sei der „klassische“ Nord Lead-Sound. Vor kurzem durfte ich aber dann bei pmm einen Nord Lead 2 anspielen und wurde eines besseren belehrt. Und auch der A1 reiht sich da ein. Gefällt mir sehr gut!!!

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      pmm AHU

      Von den Spezifikationen her war er ein interessanter Kandidat, allein klanglich konnte der wave meine Erwartungen so etwas von nicht einmal annähernd erfüllen…. Schön, dass sich die Schweden wieder ihrer – gar nicht so – alten Werte besinnen. Vielleicht habe ich ja bis zur nächsten Session eine Entscheidung getroffen. ;)

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      fiebius

      Hatte ich beim Nordwave1 auch so empfunden.
      Ich konnte vor kurzem den A1 und A4 per Kopfhörer anspielen/vergleichen. Der A1 klingt smooth angehaucht und/aber unglaublich frisch/klar. Moderner, frischlebendiger Klang
      der auch Richtung „analog style“ kann.
      Immer auf der eher angenehmen Seite. Der A4, zumindest für meine Ohren, kann auch härter/agressiver, ist dafür aber nicht mehr smooth angehaucht. Ich persönlich würde den A1 vorziehen, für härtere elektronische Clubmusik hat der A4 ggf. seine Vorzüge.
      Ober der Unterschied an der Klangerzeugung, an den Presets oder an den Wandlern liegt, keine Ahnung.

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    TobyB RED

    Hallo Klaus,

    bis auf die Tatsache das ich jetzt immer Turnshuhe mit Nordlead verbinde, Well Done!!!

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      k.rausch RED

      Text Clavia Website: „With 26-voice polyphony and four simultaneous synthesizer parts, the Lead A1 is a true synthesizer powerhouse that goes far beyond the current trend for limited capability analog reissues.“

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    medion4you

    Konnte den A1 auf der Musikmesse mal antesten. Klanglich ist er wirklich über jeden Zweifel erhaben. ABER: Leider – wie auch beim Lead 4 – werden die Parameterwerte beim Drehen der Potis nicht abgeholt. D.h., das kann beim Soundwechsel mit anschließender Werteänderungen unweigerlich zu erheblichen Parametersprüngen führen, da immer die aktuelle Reglerstellung greift, Das macht meiner Meinung nach das „Feature“ Multitimbralität zum „Bug“, da jedesmal wenn man zwischen den einzelnen Soundslots hin und her wechselt um Anpassungen vorzunehmen, die Werte „verrutschen“. Auch im Livebetrieb ist das ein absoluter Killer. Das Problem wird schon seit einiger Zeit im Nordleadforum vehement diskutiert und Abhilfe gefordert. Leider hat sich bisher nichts getan. Schade. Sonst ein wirklich geiler VA.

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      k.rausch RED

      Aufgefallen ist mir das auch. Da aber Grundsatzthema und viele Instrumente betreffend habe ich das nicht angekreidet. Heute kam OS 1.30 raus folgenden Neuerungen: „OS v1.30 adds additional functionality and also fixes some bugs. The Chorus effect has been improved, extending the range for even thicker Chorus effects. Another new feature is the new Morph Mutator! By holding a Morph Button and pressing Mutate, random morph parameters can be assigned to the Wheel or Velocity – excellent for adding some additional expressivity to your sounds! Last, the FX section has an adjusted range, where the zero position is now the same as turning the effect OFF enabling you to do wheelmorphs from no effect to full fledged effect-o-mania!“ (Text von clavia.se Website)

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      TobyB RED

      Hallo Medion4you,

      Kann man dieses Verhalten nicht mit einem Workaround über die DAW Midi umgehen? Weil so wie du das schilderst, Soundwechsel mit Parameteränderung von Potis, welche aber grade eine andere Position und somit einen einen anderen Wert haben, könnte ich das über Midi Logic/Enviroment/Scripter/Midi Fx oder Ctrlr abfangen. Nicht schön aber machbar. Ist natürlich die Frage ob man das will.

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    Marius Seifferth AHU

    Sehr guter und ausführlicher Testbericht! Soweit ich das sehe, kann der Nord Lead 4 das Gleiche (und noch ein bisschen mehr) als der A1, ist das soweit korrekt? Oder kann der A1 etwas, was der NL4 nicht kann?

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      k.rausch RED

      Die beiden unterscheiden sich in einigen Punkten, mal hat der A1 was drauf, wo der NL4 den Kürzeren zieht, mal ist es umgekehrt. Tipp: Schau mal die Oscillators Sektion an. Auf Seite 11 des Tests habe ich die wesentlichen Aspekte heraus- und gegenübergestellt. Eine Vergleichsliste hat Clavia selbst im Angebot, die findest du hier: http://www.....ison-chart

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        Marius Seifferth AHU

        Danke für die Info :) hab mir die Clavia Seite mal genauer angeguckt und… da stimmt irgendwas vorne und hinten nicht :D z.B. schreiben die beim NL4 am Anfang 128 Wavetables und später in den Specs nur 87. Genau so finde ich es seltsam, dass der A1 in der Tabelle mehr zusätzliche Wellenformen hat, aber nur auf 47 insgesamt landet. Sind die Wavesets bei beiden Geräten grundverschieden? Und ja, beim A1 steht in der Übersicht 26 Stimmen, aber bei den Specs stehen dann doch nur 24….

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          k.rausch RED

          Auf der A1 Produktseite und unter Spezifikationen steht 26 Stimmen, nur die Comparison Tabelle listet 24. Die haben zwar den Update 1.30, der die 2 zusätzlichen Stimmen bringt, schön auf den Produktseiten verwurstet, nur die Tabelle stammt noch von der vorherigen Version. Ts ts, das haben die verschlafen auf neuen Stand zu bringen. Das mit den Wellenformen scheint unglücklich formuliert zu sein. Man sollte denen Tiernamen geben – wegen der besseren Merkfähigkeit :)

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      Onkel Sigi RED

      Mich stört es bei den Nords nicht einmal, da die ganze Schrauberei so angenehm direkt auf dem Panel stattfindet. Bei jedem anderen Synth würde ich da auch meckern, aber beim Nord ist diese Minimalanzeige durchaus ausreichend, finde ich.

      Musikalische Grüße

      „Onkel Sigi“

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    bobs world ••

    Neulich konnte ich den A1 testen, es ist ein wirklich sehr guter Synth, super verarbeitet, und besitzt ein über einen typischen VA Synth hinausgehendes Soundspektrum.
    Etwas mehr Speicherplätze hätten dem Gerät noch besser gestanden.

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    Atomicosix

    Nachdem ich vom Nord Lead 4 etwas entäuscht war und ich dann doch lieber den Nord Rack 2x weiter verwendet habe, bin ich durch die vielen „Lobeshymnen“ in diversen Zeitschriften und im Netz auf den Nord Lead A1 gestoßen.

    Zuerst war ich sehr skeptisch wegen den eingeschränkten Hüllkurven und der eigenartigen Oszillatorsektion. Auf der anderen Seite standen die neue und wesentlich bessere Effektesektion. Endlich kann man Delay und Reverb getrennt benutzen und bearbeiten. Sehr gut ist auch der Ensemble Effekt, auf sowas habe ich schon lange gewartet. Bei den Filtern fehlt im Vergleich zum Nord Lead 4 nur der 48db Filter. Die neuen Filtertypen M (oog) und TB (303) sind die wahren Highlights, sie werten den Synthesizer unwahrscheinlich auf.

    Den Sound vom Nord Lead A1R ist wirklich gut. Zwar fehlt der Druck und die Obertöne eines guten Analogen, aber er klingt viel wärmer als seine Vorgänger. Die Presets sind auch dieses mal sehr gut, man kann im handumdrehen sich selber neue Sounds bauen. Vorallem sind auch gute TB Simulationen dabei, vielen Dank. Ansonsten gibt ja kostenlose neue Sounds auf der Clavia Nord Website.

    Im Großen und Ganzen kann ich den den Nord Lead A1 empfehlen. Er ist besser als seine Vorgänger, er hat gute Effekte an Board und er klingt wärmer als diese. Die Bedienung ist auch sehr einfach. Die neuen Filter sind auch dabei, was will man mehr.

    • Profilbild
      arnimhandschlag

      hab ihn mir nun auch mal angeschaut. klingt echt schön – keine frage. die oszi sektion geht für mich allerdings gar nicht. ein separater block mit bedienelementen gehört für oszi 2 dazu. außerdem will ich mich nicht entscheiden müssen ob ich einen sub-oszi, einen detunten oder noise will. soetwas nervt gewaltig…. auch bei envelopes und lfo kontrollen erschließt sich mir nicht ganz, warum das ding mit „spezielles hands-on layout“ bewirbt. schade. an sich hätte ich mir lieber keine formanten, bells und sonstige digitalen wellenformen aber dafür echtes analogmodelling gewünscht….

  11. Profilbild
    elektrock ••••

    Hallo Leute.

    Der Nord Lead A1 klingt wirklich gut
    und sieht nebenbei auch noch ziemlich s… aus.
    Ja die Oszillatorsektion ist etwas gewöhnungsbedürftig
    aber mit den vier Part’s ist das für mich kein Problem
    und mit meinen Analogen habe ich ein 1A Setup! :D

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Clavia Nord Lead A1

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