Test: Club Of The Knobs Modularsystem Teil 1

8. August 2009

Club Of The Knobs

Nun steht er vor mir, der schwarze Kasten mit den vielen Schaltern, Reglern und Buchsen! Schon immer im Internet aufmerksam studiert, dann auf der diesjährigen Frankfurter Musikmesse zum ersten Mal gesehen und gehört habe ich all meinen Mut zusammengefasst, mich am Ersparten vergriffen und mir ein Portable Case gefüllt nach Wunsch bestellt.

-- Im Kreißsaal von Lissabon --

— Im Kreißsaal von Lissabon —

Nach einigen (aber vorher exakt so besprochenen) Wochen des Wartens (schließlich musste das gute Stück noch gebaut und im Rahmen der Qualitätssicherung getestet werden) kam er pünktlich und gut verpackt hier an und wurde seitdem nicht nur bestaunt, sondern auch benutzt, was das Zeug hält. Durch seine Dimensionen von 460 x 630 x 210 mm wirkt er im Umfeld von Eurorackcases, Clavias und Minimoogs gar nicht so verloren wie man von einer „Basiseinheit“ denken kann. Es sind zwar „nur“ 15 zum Teil gleiche Module enthalten, aber trotzdem bietet sich ein vollwertiger Synthesizer zur Verwendung an, der sich von seinen Ausmaßen und seinem Design eindeutig an die alten portablen Moog  12 oder 15 Systeme anlehnt, aber dennoch durch ein eigenes Logo besticht – Club Of The Knobs, im folgenden Text kurz COTK genannt!

-- Ein letzter Blick vor dem endgültigen Verschluss --

— Ein letzter Blick vor dem endgültigen Verschluss —

Klangbeispiele
Forum
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    droner

    Oh je – da ist es wieder, mein Problem. Fing alles an auf der Musikmesse 2009. Da sah ich es – der grosse Moog – sorry! Der grosse COTK. Ich hab dort die Möglichkeit wahrgenommen, ein wenig damit rumzudaddeln. Mein Gott was für ein Brachialsound. Dann flammt kurz der Gedanke hoch, alle Rolands und wie sie sich nennen kurzerhand in die Tonne zu treten. Etwas in mir schrie: Kerl – hau ab und vergess das Teil.
    Ich hab keine Ahnung, wie oft ich auf meiner Runde über die Messe immer wieder an diesem Stand kam. Gierig den Sound aufnehmend.
    —– so Schluss jetzt
    Das Teil macht süchtig – Das ist eine Warnung an alle, die nur mal schauen wollen.
    Also Finger weg, bis Ihr nicht die Kohle für ein Basissystem zusammen habt.
    Fazit: Top Teil für einen fairen Preis

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    Bloderer  RED

    COTK = hochwertige Hardware, wie man sie heute praktisch sonst gar nicht mehr bekommt. Das Preis/Leistungsverhältnis ist sehr gut. Danke für die schönen Soundfiles …

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    Dr.Funk

    Sicherlich ein Traum für jeden MOOG-MODULAR-FREAK!!!
    Perfekt ist der COTK Modular aber leider auch nicht….
    ein wenig Kritik muss sein:
    Der LFO ist nicht spannungssteuerbar und die VCO’s können leider nicht mehr als LFO’s genutzt werden.
    Das wäre flexibler.
    Ebenso sind die Hüllkurven, wie früher auch, nicht spannungssteuerbar. Hier sollte COTK mit einem VC-ADSR nachlegen.
    Auch Abschwächer muss man extra patchen, was den Kabelwust begünstigt.

    Aber es ist schon unglaublich, wenn man an die Zeit vor dem A-100 von Doepfer denkt. Es gab wohl noch nie so gute Zeiten für modulare analoge Synthesizer.
    Von daher: Danke Dieter, ohne Dich hätten wir heut nur so Softies-Sünties und so tittitale fürzoell änälögä Dings-da-heizer :-)

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    Dr.Funk

    @Anna Lüse:

    Dann wäre ein Punkt ja schon mal geklärt.
    Dat war aber kein Gejammer, sondern konstruktive Kritik!
    Und wenn man schon neue Ideen einfließen lässt, dann sind z.B. VC-ADSR’s einfach Pficht, dat war immer eine traditionelle Moog-Modular Schwäche.
    Aber viel wichtiger ist natürlich, dass es die Teile überhaupt gibt!!!

    • Profilbild
      a.jungkunst  AHU

      Der Punkt war eigentlich schon im Kapitel über C921A und B geklärt, quasi am Anfang des Reviews. Mittendrin folgt dann ein entscheidender Satz bzgl. des Leistungsumfangs des C946 mit neuerlichem Verweis auf die Oszillatoren.
      Zum Thema spannungsgesteuerter Hüllkurvengenerator (muss ja nicht einmal ein ADSR sein!) kann ich nur auf die Möglichkeit verweisen, Gerd Peun selbst zu fragen. Er entwickelt und baut weitere Module und das, was in diesem Teil vorgestellt wurde, ist ein Teil des bestehenden und sicherlich noch wachsenden Angebots.

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    polyaural  AHU

    OK, keine Frage, Modularsynthesizer sind cool. Aber *soo* cool sind sie dann doch nicht.

    Ich hatte viel Spaß mit einem MS20 und einem Arm voller Patch-Kabel. Ist nur ein Reinschnuppern, jaja, aber immerhin. Also was macht euch an einem „Modularen“ so an? Die Freiheiten Module zu verbinden wie man will? Oder die Haptik an einem Wohnzimmerschrank mit Kabeln rumzumachen?

    Irgendwie funkt’s da bei mir nicht. Bin ich noch normal, Dr. Sommer …

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    polyaural  AHU

    Mit Verlaub, Madame, der erwähnte Artikel spricht über Synthesizer allgemein (das waren sicherlich damals nur Modulare Biester, aber darum geht es nicht), und ich gehe mit dem Autor vollständig da core. Er beantwortet aber meine Frage nicht, was das Besondere am Modul-Synthesizer im Gegensatz zu einem fest verdrahteten Synthesizer ist.

    Ich nutze Synthesizer seit 1979, und der MS20 (wie Sie schon richtig bemerkten) ist nur ein Hybrid-Synthesizer von zweifelhafter Qualität. Aber er ist immerhin mit Patch-Kabeln ähnlich wie ein Modularsynthesizer zu verwenden. Seit meinem MS20 habe ich nur fertig verdrahtete Synthesizer verwendet (Pro One, JX-8P, DW 6000, etc.) und habe nur dann und wann den Wunsch verspürt über die gegebenen Grenzen hinweg besondere Schaltungen auszuprobieren. Z. B. wünsche ich mir oft, ich könnte die Pulsweite einer Rechteckwelle mit der VCA-Hüllkurve modulieren. Das Ergebnis ist so dramatisch nett, dass ich mich immer wieder wundere, warum nur ganz ganz ausgewählte Geräte so was können.

    Anyway. Noch mal meine Frage: Warum lassen Menschen sich von Modularen Synthesizern in ihren Grundfesten erschüttern?

    PS: Ich befinde mich in keinem Krieg. Allerhöchstens in einer Meinungsverschiedenheit mit den Jüngern der VST-Instrumente, aber darum geht es ja auch gerade nicht, Olga …

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    Dr.Funk

    @ a.jungkunst

    Oops! Schande über mich…Da hab ich wohl etwas zu schnell gelesen…Wenn dann also noch die spannungsgesteuerten Hüllkurven nachgereicht werden, können wir wohl wirklich so langsam vom heiligen Gral sprechen!!! :-)

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    kazike

    hallo axel jungkunst.
    wollte mich noch herzlich für deinen artikel bedanken, habe ich mit freude gelesen.
    auch vielen dank für die konstruktiven postings. dieses jahr wird es noch einiges neues von COTK geben. nochmals vielen dank aus lissabon.
    kazike (gerd peun)

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    wolf gang

    Ich verstehe den Absatz über die Oszillatorsynchronisation nicht. Da steht:

    Die Oszillatorsynchronisation lässt sich zwischen weich, aus und hart umschalten, ein Eingang für das Referenzsignal des Masteroszillators (in der Regel sollte es ein Rectangularsignal sein) ist natürlich vorhanden. In diesem Fall wird über eine analoge PLL-Schaltung aus den beiden Master- und Slave-Frequenzen eine Differenzspannung ermittelt, die den Slave-Oszillator exakt nachführt.

    Auf welchen Fall bezieht sich die technische Erklärung?

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      a.jungkunst  AHU

      Die Frage ist gut und jeder Deutschlehrer hätte sie mir an den Rand geschrieben :-)
      Ich wollte den besonderen Fall dieser Art Synchronisation hervorheben, weil sie nichts mit dem „gemeinen“ Sync-Sound zu tun hat und das ist mir sprachlich völlig misslungen. Mea culpa!
      Neuer Versuch:
      Über eine analoge PLL-Schaltung wird aus den beiden Master- und Slave-Frequenzen eine Differenzspannung ermittelt, die den Slave-Oszillator exakt nachführt.
      Was sich nun genau im Inneren des Slave-Oszillators abspielt, entzieht sich meiner technischen Kenntnis, ich kann mich nur auf meine klanglichen Eindrücke verlassen. Ich will mich aber gern mit Kazike in Verbindung setzen, wenn mehr technische Einzeleinheiten in Erfahrung gebracht werden sollen!?

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      kazike

      dieser satz ist vielleicht etwas zu technisch. eigentlich soll es darum gehen, dass die synchronisation der oscillatoren untereinander schaltungstechnisch recht aufwaendig gestaltet ist. wenn zB ein oscillator durch einen anderen synchronisiert wird, ist der regler fuer die frequenz, am slave-oscillator, in weiten grenzen (+/- 5 halbtoene) wirkungslos. hier wird also nicht nur der ladekondensator zurueckgesetzt, sondern „richtig“ synchronisiert.

      nicht-technisch ausgedrueckt soll das heissen, dass man die oscillatoren phasengekoppelt (synchronisiert), auch in hohen fusslagen, spielen kann, auch wenn die oscillatoren in intervallen zueinander gestimmt sind.

      ich hoffe, dass ich mich verstaendlich ausgedrueckt habe.

      gruesse aus lissabon, gerd peun

      • Profilbild
        wolf gang

        Danke für beide Erklärungen. Unklar ist mir aber noch dies:
        (1) Ist diese Frequenznachführung nur im Soft-Sync aktiv oder sowohl beim Hard- als auch beim Soft-Sync?
        (2) Kann ich trotzdem den „gemeinen“ Sync-Sound erzielen?
        (3) Funktioniert die Synchronisation der klassischen 921B Oszillatoren genauso?

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          kazike

          also, im softsynch-betrieb betraegt die nachfuehrung ca +/- 2 halbtoene, im hardsynch-betrieb, wie oben beschrieben ca +/-5 halbtoene.
          den gemeinen synch-sound finden sie in abgewandelter form wieder, wenn sie anfangen mit der synchronisation zu spielen.
          beispiel: hardcore-synch (ext. reset) zerhackt das signal, unser sync verbiegt das signal.
          das ist klanglich ein unterschied und wesentlich eleganter.
          frohes wochenende euch allen aus lisboa
          gerd peun

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          kazike

          sorry, hatte ich vergessen.
          die synchronisation beim moog 921B ist sehr aehnlich aber nicht identisch, da moog vco*s intern revers angesteuert werden. soll heissen, intern mehr spannung, kleinere frequenz.

  10. Profilbild
    wolf gang

    Dankeschön für die raschen Antworten.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, klingt die Oszillator-Synchronisation beim COTK-921B also anders als beim Vorbild Moog-921B.

    Damit wäre die erhoffte einhundertprozentige Klangtreue theoretisch dahin. Um beurteilen zu können, wie wahrnehmbar dieser Unterschied aber tatsächlich ist, wäre es hilfreich, wenn der Autor ein Klangbeispiel posten könnte, in dem ein schlichter Sync-Sweep-Klang einmal von einem COTK- und einmal von einem Moog-921B erzeugt wird. Idealerweise ohne Nennung dessen, was gerade zu hören ist, damit man nicht nur die Differenz zwischen Original und Nachbau beurteilen kann, sondern unbelastet vom Nimbus des Vorbilds entscheiden kann, was besser gefällt.

    Vorschlag für einen Testklang: Zu hören ist das ungefilterte Rechtecksignal des hartsynchronisierten Oszillators, dessen Tonhöhe anfangs rund drei Oktaven über der des synchronisieren Oszillator liegt und binnen mehrerer Sekunden auf diese absinkt.

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      a.jungkunst  AHU

      Hallo wolf gang,
      wie im Test mehrfach angedeutet wurde der Vergleich mit Minimoog- und Voyager-Oszillatoren durchgeführt, allerdings nicht auf einem messtechnischen, sondern einem klanglichen Niveau, der in Bezug auf das Erreichen des grundsätzlichen Klangcharakters von meiner Seite zum Ergebnis führte, dass der Klang denen der vergleichbaren Schwingungsformen des Minimoog sehr ähnlich ist. In Ermangelung eines originalen Moog 921B Oszillators kann ich Ihrem Wunsch vorerst nicht gerecht werden, verspreche aber bei einer sich ergebenden Gelegenheit einen solchen Vergleichsablauf klanglich darzustellen, es interessiert mich ja auch selbst. Himmel und Hölle werde ich deshalb aber nicht in Bewegung setzen und auch keinen Big Moog kaufen, da ich mit meinem 1P weit mehr als zufrieden bin :-) Also haben Sie bitte etwas Geduld oder leihen Sie mir Ihren Moog, falls Sie einen haben. Danke übrigens für Ihr Engagement hinsichtlich des Artikels. Ich nehme solche sachlichen Dinge gerne auf!

    • Profilbild
      kazike

      das klangliche ergebnis ist identisch in jedem aspekt, weil die ausgangswerte der synchronisation lediglich invertiert werden. wie bereits erwähnt, arbeitet die addiersektion bei moog invers. aber vielleicht ist herr jungkunst ja bereit, ihrem vorschlag zu folgen.
      gerd peun

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        wolf gang

        Jetzt bin ich vollständig verwirrt, denn gestern schrieben Sie in Ihrem Kommentar „das ist klanglich ein unterschied…“. Allein darauf basierte meine Annahme, dass der Oszillator-Sync beim COTK anders klänge als beim Moog. Jetzt schreiben Sie, dass das klangliche Ergebnis „identisch in jedem Aspekt“ sei.

        Handelt es sich hier vielleicht um ein Missverständnis?

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          a.jungkunst  AHU

          Hallo wolf gang,
          die freundlicherweise von Kazike erstellten Klangbeispiele stehen zum Hören bereit. Sie finden diese in den Klangbeispielen, es sind die beiden letzten. Ich bedanke mich auf diesem Weg für die Arbeit, ich hatte es mir für heute vorgenommen. Es klingt aber hier genauso wie in Lissabon. Wir wollen, wann immer es möglich ist, niemanden im Regen stehen lassen.

  11. Profilbild
    kazike

    mein lieber wolf gang.
    der klangliche unterschied bezieht sich, wenn sie bitte den absatz nochmals lesen möchten, auf die art der synchronisation.
    die herkömmliche synchronisation ist ein simpler reset des ladevorgangs. das erzeugt zusätzlichen kontent, weil das signal zerhackt wird und nicht nachgeführt. die beiden arten dieser synchronisation sind nicht zu vergleichen, weil völlig anders hergeleitet. ich habe mir heute die mühe gemacht, dem autoren dieses artikels, 2 soundbeispiele, eimal für den hardsync und einmal für den softsync unserer C921B geschickt, nach ihrem vorschlag hergestellt. dann werden sie verstehen wovon ich rede.
    gerd peun

  12. Profilbild
    wolf gang

    Recht herzlichen Dank für die zusätzlichen Klangbeispiele: Klänge sagen mehr als Worte.

    Einen Moog besitze ich übrigens nicht, im Gegenteil hoffe ich ja gerade, mir mit einem COTK den Jugendtraum eines Model 15 erfüllen zu können, ohne mich für Modusonics-Nachbauten oder gar ein Original verschulden zu müssen.

    Wo kann man das Instrument denn einmal persönlich kennen lernen?

    • Profilbild
      kazike

      ich glaube axel jungkunst würde das tun, nach vorheriger absprache, oder aber dirk brauner, von brauner microphones, der hat ein 55er studio-system mit 2tem aufsatz und polyclavier.
      wo sind sie denn ansässig?
      grüsse, gerd peun

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      a.jungkunst  AHU

      Ja, ich würde es tun, Sie scheinen doch ernsthaftes Interesse an den Tag zu legen und daher bin ich gern bereit, Ihnen das System zu zeigen. Ich bin direkt erreichbar unter a.jungkunst_ät_amazona.de

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    phon-ethic

    Ich plane den Bau eines grossen Modulsystems mit 4 VCFs, 4 EGs, 4 VCAs, 10 VCOs,3LFOs, 2 Sequenzern und viele control und Effekt module. Da das System soll nicht an einem Hersteller gebunden sein, sondern an 4. So ergänzt man sich gegenseitig die Module und man hat auch klangliche Unterschiede. Den Löwenanteil bildet COTK aber auch Module von Synthesizers.com aus der USA. Weiterhin Module von MOS-LAB.com aus Frankreich und Moon Modular Module. Auf bridechamber.com gibt es auch vereinzelte Module im Moog Format, ganz interessant: Ian Fritzs Threeler VCF und ein Optical CV Modul von Bridechamber. Suitandtieguy.com hat ebenfalls schöne Module (ganz heiss: das Mankato Filter-Modul) und das Zeroscillator Modul mit FM-Sounds gibts für viel Kohle von Cynthia.com. Modcan.com aus Kanada liefern hochinteressante (aber teure ) Module (Serie B) im passendem Format aber leider in WEISS!!! Wer optisch nichts zu befürchten hat kann sein System um ein paar tolle und interessante Module ergänzen. Die curetronics Module sind qualitativ klasse, klingen gut und erweitern auch mit vielen interessanten Modulen das System. Die Drehknöpfe und Buchsen passen optisch nicht so ganz mit COTK (Moog fetishisten könnten die Knöppe und Buchsen im Moog style wechseln!). So genug. Wer die Wal hat, hat die Qual. Es ist verrückt aber ich habe über 30 Modular Konstruktionen hinter mir mit Modulen nahezu aller Anbieter und zu keiner endgültigen Lösung gekommen…

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      a.jungkunst  AHU

      Einfach noch einmal meine Einleitung lesen und klein anfangen, der Rest ergibt sich dann. Es haben sich schon Leute zu Tode geplant. Ich habe nach wie vor viel Freude an meinem 1P (zwischenzeitlich schon um ein 904-Filterset erweitert, Bericht kommt im nächsten Teil), der mir mittlerweile schon sehr viele Klänge geliefert hat, die ich so noch nie bzw. nicht in dieser Qualität gehört habe. Es macht Lust auf mehr, aber man steigt auch langsam in sein Gerät ein und lässt es individuell nach Bedarf und Geldbeutel wachsen. Zu jedem Ziel gehört letztendlich ein erster Schritt.

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        phon-ethic

        ist mir schon klar, aber letzten endes könnte man auch mit nem Minimoog viel (auch experimentelles) machen. Die Vorzüge eines Modularsystem ist aber die Atmosphäre eines riesigen Klanglabors, wo man nie genau weiss was durchs patching herauskommt. Die endlosen Modulationsmöglichkeiten und die Lust zu experimentieren ist mit keinem anderen Instrument zu vergleichen. Es hat etwas von der Magie eines kleines kleinen Kinders das vor einem riesigen Legobaukasten steht und kreativ eine eigene Welt aufbaut. Sicherlich ist es auch eine kostenfrage, aber wenn man bedenkt dass für die grösse so eines Modularsystems früher das 10fache bezahlt hat, denk ich schon dass man für so ein State of the Art Instrument heute kein einzigen cent rausschmeisst. Für mich soll es das Modulsystem fürs Leben sein, insofern bedarf es eine gute Bauplanung um später nicht in Zweifel zu kommen, hätte ich aber doch…und sicherlich bleibt alles nicht stehen, ich denke dass Cotk oder auch andere Hersteller hin und wieder neue Module entwickeln. Es kann zu einem nie endendem Fieber ausarten, muss aber nicht sein. Naja eine Vorstellung habe ich vom System, und dein Testbericht hat mir schon viel geholfen.

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          a.jungkunst  AHU

          Das freut mich, etwas zur möglichen Entscheidungsfindung beigetragen zu haben. Aber den Tritt in den Hintern muss sich jeder potentielle Anwender schon selbst geben :-)

  14. Profilbild
    waveline09

    Da ich ebenso mit dem Gedanken spiele mir ein COTN-System zusammenzustellen, habe ich eine für mich wichtige Frage.
    Liegt dem gelieferten System eine Art Schnellstartanleitung bei und ist die Bedienungsanleitung auch ín Deutsch verfasst.

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      a.jungkunst  AHU

      Ist-Zustand derzeit: keine Dokumention, weder in Papierform noch in elektronisch aufbereiteten Dateien.
      Es ist aber angedacht, in diesem Jahr noch mit der Veröffentlichung von Bedienungsanleitungen zu beginnen und diese natürlich mittelfristig für alle veröffentlichten Module anzubieten.
      Eine Schnellstartanleitung macht allerdings in meinen Augen bei einem Modularsystem wenig Sinn, da diese für jede Konfiguration individuell geschrieben werden müsste.
      Es ist aber ebenso die Idee aufgekommen, eine Website mit Klangbeispielen in grafischer und klanglicher Form aufzubauen, um relativ simple bis hin zu besonders trickreichen Verkabelungen und Schaltungen darzustellen. Auf jeden Fall soll etwas getan werden.
      Aber seien Sie beruhigt, ein System wie in diesem Artikel ist auch so schnell durchschaut, wenn Sie schon einmal intensiv mit einem Synthesizer gearbeitet haben. Keine Angst vor diesem großen Tier.

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        waveline09

        Vielen Dank für die Infos.
        Eine Website besonders in grafischer Form wäre eine super Sache analog zu Synthesizers.com/Sounds, dort werden die Patches in grafischer und klanglicher Form gezeigt.

  15. Profilbild
    Paul

    Liege ich mit der Annahme richtig, dass es beim Synthesizer Model 15 keine Glide-Möglichkeit gibt?

    • Profilbild
      a.jungkunst  AHU

      Die Annahme ist nicht falsch, es hätte nur mehr Sinn gemacht, diese Frage am Model 15-Test zu platzieren, das nun einmal über eine feststehende Konfiguration verfügt. Dort hatte ich ja bereits erwähnt, dass man durch spätere Erweiterung z.B. mittels eines Upper Cabinets durchaus Funktionsgruppen hinzufügen kann, also auch ein C 915 Glissando.

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