Praxis
Kommen wir zunächst zur Tastatur des X-Key. Wie bereits erwähnt, ist die Grundkonstruktion komplett anders als bei herkömmlichen Keyboards. Denn beim Spielen des X-Key geht die komplette Taste von vorne bis hinten um ca. 2-3 mm nach unten und eben nicht nur der vordere Teil, auf denen man seine Finger liegen hat. Das ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber dennoch bin ich erstaunt, wie gut sich die Tastatur spielen lässt. Etwas Fingerspitzengefühl braucht man jedoch schon, da sich unterhalb der Tasten ein Sensor befindet, der auf Druck reagiert. Es gibt also keinen wirklichen On/Off-Punkt, sondern die Tastatur reagiert einzig und allein auf den jeweiligen Druck, mit dem man die Taste herunterdrückt. Mit etwas Übung kann damit aber wirklich gute Sachen bewerkstelligen und Sounds entsprechend dynamisch spielen. Ungewöhnlich ist, dass die schwarzen Tasten entgegen anderer Tastaturen auf der gleichen Ebene liegen wie die weißen. Das bereitet mir persönlich etwas Schwierigkeiten und ist einfach ein ungewohntes Gefühl. Aber auch das kann man sich mit etwas Übung aneignen. Insgesamt ist mir die Tastatur aber etwas zu laut. Mit gut wahrnehmbaren Klackgeräuschen beim Herunterdrücken muss man beim X-Key leider leben.
Die Taster links unten funktionieren übrigens genauso wie die Tastatur, so dass man auch hier per schwächerem oder stärkerem Druck darüber entscheidet, wie sehr man beispielsweise die Modulation oder die Pitchbend-Funktion beeinflusst. Der Bereich zwischen „es passiert gar nichts“ und „volle Lotte“ ist sehr klein, so dass man auch hier wirklich sehr mit Vorsicht herangehen sollte.
Kommen wir zum polyphonen Aftertouch. Bekanntester Vertreter dieser Technologie war bzw. ist der Yamaha CS80. Die letzten Jahre hat sich aber fast kein Hersteller mehr an das Thema herangetraut und auch nur relativ wenige Software-Instrumente beherrschen diese Technologie. Grundsätzlich geht es darum, per Aftertouch nicht alle gedrückten Töne eines MIDI-Kanals gleichzeitig zu beeinflussen, sondern jede Taste verfügt über eine eigene Aftertouch-Funktion, so dass man bei mehreren gleichzeitig gedrückten Tönen auch beispielsweise nur einen oder zwei davon per Aftertouch steuern kann.





























zu erwähnen wäre noch eine kostenlose App des Herstellers, die das XKey konfiguriert: Es ist möglich, den Aftertouch von polyfon auf monofon bzw aus zu stellen. Ferner können diverse Timings verändert werden so z. B. Startzeitpunkt des Aftertouch, verschiedene Velocity-Kurven usw. Insgesamt sind sehr vielseitige Änderungen mögllich.
Es gibt jetzt die versprochene PC/Mac Version der Konfigurationssoftware, mit der das XKey sehr vielseitig angepasst werden kann.