Zwei Klons, aber ohne Platzprobleme
Der Cornerstone Centurio Dual Overdrive nimmt sich die legendäre Klon-Schaltung als Ausgangspunkt, denkt das Konzept aber sinnvoll weiter. Statt eines einzelnen Sounds bietet das Pedal gleich zwei unterschiedlich abgestimmte Overdrive-Stufen und macht damit sowohl Rhythmus- als auch Lead-Gitarristen glücklich.
Was ist es? Cornerstone Centurio Overdrive, Dual-Overdrive-Pedal, moderne Interpretation des legendären Klon-Konzepts mit zwei separat nutzbaren Gain-Stufen.
- Zwei Kanäle: Klassischer Klon-Sound und zusätzlicher Hot-Modus für Soli und mehr Gain.
- Flexibler Charakter: Clip-Regler und Bright-Switch erweitern die Klangmöglichkeiten sinnvoll.
- Hohe Dynamik: Der Grundcharakter von Gitarre und Verstärker bleibt erhalten.
- Praxisgerecht: Ideal für den schnellen Wechsel zwischen Rhythmus- und Lead-Sounds.
- Starke Gesamtleistung: Hochwertig verarbeitet und musikalisch abgestimmt.
Inhaltsverzeichnis
Cornerstone Centurio Dual Overdrive Pedal
Der Klon Centaur ist mittlerweile ungefähr das, was der heilige Gral für Indiana Jones war. Jeder kennt ihn, kaum jemand besitzt einen und gefühlt gibt es mittlerweile mehr Klon-Nachbauten als Gitarristen auf der Welt.
Cornerstone geht mit dem neuen Centurio aber einen etwas anderen Weg. Anstatt einfach nur den nächsten Klon-Klon auf den Markt zu werfen, packen die Italiener direkt zwei Welten in ein Gehäuse. Ein klassischer Klon-Sound für den Alltag und ein zweiter, deutlich heißerer Kanal für Soli und alles, was nach etwas mehr Alarm verlangt. Sozusagen ein Doppelklon-Klon.
Das klingt zunächst nach einer simplen Idee. Man fragt sich allerdings sofort, warum da nicht schon früher jemand drauf gekommen ist.
Frisch aus dem Karton ins bestehende Setup eingebaut, klingt der Cornerstone Centurio so:
Facts & Features
Der Cornerstone Centurio ist ein Dual-Overdrive, der auf dem Grundgedanken des legendären Klon Centaur aufbaut. Das Pedal wird in Italien gefertigt und macht bereits beim ersten Kontakt einen sehr hochwertigen Eindruck. Hier klappert nichts, hier wackelt nichts und die Regler laufen angenehm satt.
Das Konzept ist schnell erklärt: Es gibt einen Normal-Modus und einen Hot-Modus. Beide verfügen über eigene Gain- und Volume-Regler und lassen sich bequem per Fußschalter anwählen.
Die Besonderheit ist der Hot-Modus. Der liefert nicht einfach nur mehr Lautstärke, sondern fügt dem Grundsound eine zweite Gain-Stufe hinzu. Dadurch entstehen deutlich mehr Sättigung, etwas mehr Kompression und ein angenehm singendes Spielgefühl.
Interessant ist außerdem der Clip-Regler. Hier lässt sich der Charakter der Verzerrung verändern. Ganz links klingt das Pedal offener und luftiger, ganz rechts etwas straffer und komprimierter. Das sind keine Welten, aber genau diese kleinen Nuancen machen das Spielgefühl solcher Pedale nachher aus.
Der Bright-Switch arbeitet ausschließlich auf dem Hot-Kanal und entscheidet darüber, ob das Ganze etwas bissiger oder etwas kompakter zur Sache geht.
Facts
- Dual-Overdrive auf Klon-Basis
- Zwei unabhängige Gain- und Volume-Sektionen
- Separater Hot-Modus
- Bright-Switch für den Hot-Kanal
- Clip-Regler zur Anpassung des Clipping-Verhaltens (Germanium bei Minimum, Mosfet bei Maximum)
- Anschluss für externen Fußschalter
- True Bypass
- Stromversorgung über 9 V DC
- Made in Italy
In der Praxis
Wer einen klassischen Klon mag, wird sich innerhalb von zehn Sekunden zu Hause fühlen. Das Pedal macht genau das, was gute Klon-Schaltungen seit Jahrzehnten auszeichnet: Es drängt sich nicht in den Vordergrund.
Stattdessen bleibt der Charakter von Gitarre und Verstärker erstaunlich gut erhalten. Der Amp klingt einfach nach etwas mehr Amp. Genau das ist schließlich dreiviertel der Magie.
Besonders viel Spaß macht der Centurio mit bereits leicht angezerrten Verstärkern. Hier entwickelt sich dieses wunderbar elastische Spielgefühl, bei dem man automatisch anfängt, etwas dynamischer zu spielen.
Der eigentliche Star ist aber der Hot-Modus. Endlich muss man nicht mehr mit zwei separaten Overdrives herumhantieren, nur um zwischen Rhythmus und Lead umzuschalten. Ein Tritt auf den zweiten Schalter und schon wird aus dem freundlichen Blues-Gitarristen plötzlich der Mensch, der deutlich länger Solo spielen möchte, als die Band ursprünglich geplant hatte.
Dabei bleibt der Sound aber trotz Gain-Stagings immer erstaunlich transparent. Nichts matscht, nichts bricht auseinander und auch Akkorde behalten ihr Geschlecht. Toll. Der Clip-Regler entpuppt sich ebenfalls nicht als Marketing-Gimmick. Gerade mit unterschiedlichen Gitarren lassen sich damit sehr schnell passende Einstellungen finden.
Der Cornerstone Centurio ist ein extrem erwachsenes Pedal. Kein Effekt, der mit zehn Spezialfunktionen beeindrucken will, sondern einer, der jeden Tag zuverlässig seinen Job erledigt. Und genau solche Geräte bleiben meistens am längsten auf dem Board.
Klangbeispiele
Für die Klangbeispiele habe ich den Cornerstone Centurio im Loop des Line6 Helix Stadium vor dem Capture eines Hiwatt-Amps platziert und anschließend direkt per USB in der DAW aufgezeichnet. Die Gitarre ist meine MusicMan Luke II, etwas Reverb kommt aus dem Helix. Zunächst hört ihr den cleanen Referenzsound, danach die beiden Modi in der 12-Uhr-Stellung.
Der Clip-Regler erfordert unsere Aufmerksamkeit. Die Wirkung ist nicht spektakulär, aber in Bereich des „Fühlens“ stark präsent. Je weiter ich den Regler nach links drehe, desto weniger komprimiert wirkt der Sound. Jeweils zwei Durchgänge des herrlich vergeigten Riffs eines meiner Helden muss der Cornerstone Centurio je Reglerstellung ertragen. Ob das Konzept „rechts Mosfet, links Germanium“ aufgeht, überlasse ich euren Ohren.
Der Bright-Schalter, der nur auf den Hot-Mode wirkt, ist ebenso dezent wie wirkungsvoll. Auch hier ist das Spielgefühl wieder entscheidend, mit eingeschaltetem Bright ist der Sound präsenter, irgendwie lebhafter.
Den Hot-Mode gilt es nochmal etwas zu würdigen, denn hier stecken ordentlich Gain-Reserven drin. In 3-Uhr-Stellung des Gainreglers habe ich einen Sweetspot für mich gefunden, der richtig Spaß macht.
Meine favorisierte Einstellung nach drei Tagen des Rumprobierens sieht wie folgt aus:
Normal Modus:
- Tone 3 Uhr
- Clip 2 Uhr
- Gain 3 Uhr
- Volume 12 Uhr
Hot-Mode:
- Volume 2 Uhr
- Gain 2 Uhr
- Bright on
Zusammen klingt das dann so:

































Ich bin eigentlich kein großer Sammler von Klon-Klonen 😄, aber dieses Pedal verfolgt einen Ansatz, den ich wirklich sinnvoll finde.
Zwei unterschiedliche Gain-Stufen, hohe Dynamik und der Charakter von Gitarre und Amp bleibt erhalten. Genau solche Werkzeuge helfen beim Musizieren mehr als hundert Spezialfunktionen, die man am Ende nie nutzt.
Für mich klingt das nach einem Pedal, das nicht beeindrucken will, sondern einfach jeden Tag zuverlässig seinen Job macht. Und genau solche Geräte bleiben meistens am längsten auf dem Board.
@Linus Da bin ich absolut bei dir. Ich neige im Moment dazu, das Pedal nicht wieder herzugeben. Mal schauen, was meine Frau sagt, wenn ich ihr die freudige Nachricht überbringe … 😅
@Jan Steiger oh. nach der Hochzeit ist es schlimm.
viele Männer mussten schon wertvolles und seltenes Equipment verkaufen wegen der Frauen. 😁
@Numitron ich setze auch schmuck um..fair😀
hm … so ihr schätzt frauen ein? können so auch sehr verständvoll sein🙂
@Viertelnote bei dir hoffentlich nicht! 😉
du liebst ja auch Synths 🤘👍
@Numitron ravioli dose aber ich dir nicht zumuten würde.wohl hat vorang.
aber synth ja ich bin dabei 👍
@Numitron verstehe nicht ganz was du meinst 😜
geht es um essen kochen oder essen Kochkünste oder nicht künste?
Thomann hat übrigens ein fuzz in echten Thunfischdose!😉
Schmuck solltest du nicht für einen Mann verkaufen 😉
@Numitron numi ich meine ravioli essen aus der dose nur für keys😉
kochen leibwohl geht vor.
für eine person die wichig ist klar verkaufe ich was … hinterkopf okay nutzen im eigenes😁
@Viertelnote ahh
hab’s mir gedacht
Dam lieber zum guten Italiener.
mein Roland Midi Keyboard sind made in italy 😀
@Numitron italiener ja klingt gut
aber nicht speisen mein opera6 okay?😁 leider akku acid😤