Kompressor für Profis und Einsteiger
Cranborne Audio überrascht immer mal wieder mit innovativen Produkten. Heute haben wir genau so eines in unserer Lunchbox – oder genauer gesagt gleich zwei davon. Der Cranborne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressor ist zunächst einmal das, was der Name vermuten lässt: ein Kompressor, also ein Tool zur gezielten Dynamikbearbeitung von Audiosignalen. Nun ist Kompressor bekanntlich nicht gleich Kompressor und die Art und Weise, wie das Audiosignal seiner Dynamik „beraubt“ wird, von Modell zu Modell unterschiedlich: Wir kennen VCA-Kompressoren, optische Kompressoren, Röhrenkompressoren, aber PWM-Kompressoren?
- Vielseitigkeit: Sechs Kompressor-Modi decken von sanfter Kontrolle bis aggressivem Limiting alles ab.
- Bedienung: Klassische Regler und übersichtliche Anzeige machen den Einstieg einfach.
- Enigma-Modus: Profis erhalten mit dem Advanced Mode zahlreiche zusätzliche Einstellmöglichkeiten.
- Sound: Funktioniert für alle Signalarten – von Bass bis Mixbus.
- Fazit: Innovativer Kompressor, der Einsteiger wie Profis überzeugt und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Inhaltsverzeichnis
PWM-Kompressor
Funktionsweise
PWM steht für Pulse Width Modulation. Im Deutschen liest man dafür die synonym in der Fachliteratur verwendeten Begriffe Pulsbreitenmodulation, Pulsweitenmodulation, Pulsdauermodulation, Pulslängenmodulation. Einfach wäre wohl zu leicht. Welchen Begriff man auch immer bevorzugen mag, es geht hier um eine Rechteckschwingung, die zwischen zwei Zuständen schaltet. In der Computertechnik würde man diese als 0 und 1 bezeichnen: Strom an und Strom aus.
Ändert man bei konstanter Frequenz der Rechteckimpulse nun deren Breite (korrekter deren Dauer, denn wir betrachten auf der x-Achse die Zeit und kein Längenmaß), verkürzt man den Ein-Zustand und verlängert den Aus-Zustand, ohne aber die Frequenz verändert zu haben.
Welche Auswirkungen das hat, kann man am Beispiel einer LED-Lampe veranschaulichen: Modulieren wir die Dauer der Strom-an-Zustände (1), verändert sich die Helligkeit. Dass wir kein Flackern wahrnehmen, schließlich wird das Licht immer schnell ein- und ausgeschaltet, hat mit der extrem hohen Frequenz zu tun, mit der diese Zustände gewechselt werden. Das Auge kann sie schlicht nicht wahrnehmen.
Das Verhältnis zwischen der Dauer für „Strom an“ und für „Strom aus“ ergibt bei gleichbleibender Frequenz einen sich verändernden Durchschnittswert, der im Falle der LED-Lampe die Helligkeit bestimmt (Verhältnis der Dauer hell/dunkel).
Übertragen wir das auf ein Audiosignal, so bestimmt das Verhältnis der Dauer zwischen „Ton an“ und „Ton aus“ den Pegel des Audiosignals. Ein PWM-Kompressor taktet also das Audiosignal beziehungsweise besser gesagt: Er zerhackt es, wie ein hart eingestelltes Noise Gate. Allerdings geschieht auch das so extrem schnell, dass wir es nicht wahrnehmen können. Hier beträgt die Schaltfrequenz 250 kHz, liegt also sehr weit außerhalb des Hörbereichs.
Seltene Spezies
PWM-Kompressoren sind eine vergleichbar seltene Spezies unter den Kompressoren. Anders als die häufig anzutreffenden VCA-Schaltungen, optische Kompressoren und Röhrenkompressoren haben sie sich nicht durchgesetzt. Dennoch gab und gibt es einige PWM-Kompressoren am Markt. Da wäre der Urvater der PWM-Kompressoren, der Pye Pom-Pye 4060. Dieser lebt noch in Form einiger Plug-ins und Nachbauten weiter. Außerdem sei an das Great River PWM-501 Modul erinnert, das ebenfalls nach dem PWM-Prinzip komprimiert. Und nun eben der neue Cranborne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressor.
Modale Vielfalt
Der zweite Begriff, der beim Cranborne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressor ins Auge springt, ist das Wort „Modal“. Was soll das nun wieder?
Modal bezieht sich in diesem Fall auf verschiedene Modes, die anhand vieler verschiedener Parameter bestimmen, wie sich der Cranborne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressor nun verhält. Genauer gesagt „tut“ das Brick Lane 500 Modul so, als wäre es ein anderer Kompressor. Hier die einzelnen Modi und ihre offizielle Beschreibung auf der Website des deutschen Vertriebs:
- VELVET – Musikalität im Vintage-Vari-Mu-Stil mit röhren-inspirierter harmonischer Kompression. Dieser Kompressionsstil bietet eine sanfte, organische Dynamikkontrolle mit Vintage-Charakter.
- FLOAT – Transparente Opto-inspirierte Dynamik mit moderater Transparenz und sanfter, wellenförmiger Kompressionsballistik.
- SMASH – FET-Style Transienten-Dominanz mit aggressiver Dynamikreduzierung und explosivem Punch.
- TAME – Präzisions-Transientenmanagement mit ultraschneller, transparenter Kontrolle und chirurgischer Dynamikpräzision.
- GLUE – „Klebe“ alle Elemente deines Mixes mit dieser Funktion auf deinem Master-Bus zusammen, um eine sanfte Bus-Kompression zu erzielen.
- POLISH – Ultimatives Limiting im Mastering-Stil mit dem saubersten und schnellsten analogen Limiter mit unserer „Analogue-Lookahead“-Technologie.
Möchte man also etwas UREI 1176 Flair, wählt man den Smash-Modus. Möchte man die Signale auf einem Mix-Bus verdichten, ist Glue im Stile eines SSL-Buskompressors die richtige Wahl. Für sanfte Kompression und Signale ohne schnelle Attacks wählen wir Float im Stile eines Teletronix LA2A. Wer mehr auf Vari-Mu-Vintage steht, ist mit Velvet gut bedient. Der berühmteste Vari-Mu-Kompressor dürfte der Fairchild 670 sein, der nebenbei das Studio heizt.
Bedienelemente
Zunächst einmal die gute Nachricht für alle Kompressor-Einsteiger: Der Cranborne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressor ist trotz dieser vielfältigen Möglichkeiten für Neulinge sehr gut zu bedienen, denn er verfügt zunächst einmal über die klassischen Regler eines Kompressors:
- Input: regelt den Pegel des Eingangssignals, eine Anhebung um bis zu +24 dBu ist möglich.
- Threshold: regelt die Kompressionsschwelle. Wird diese überschritten, beginnt die Pegelreduktion.
- Attack: bestimmt, wie schnell der Kompressor nach dem Überschreiten des Threshold den Pegel reduziert. Die minimale Attack-Zeit beträgt 6 ns.
- Release: bestimmt, wie schnell der Pegel nach dem Unterschreiten des Thresholds wieder angehoben wird.
- Output: regelt den Pegel des Ausgangssignals und dient damit auch als Aufholstufe, um den verlorenen Pegel wieder hinzuzufügen. Man bedenke: Die Dynamik wird eingeengt, indem Signal unterhalb des Thresholds lauter und oberhalb des Thresholds leiser gemacht werden. Genau das geschieht mit dem Output-Regler. Die maximale Anhebung beträgt +26,5 dBu.
Den Pegel und die Dynamikreduktion kontrollieren wir über zwei LED-Ketten. Über einen kleinen Schalter wechseln wir zwischen den oben genannten sechs Modi. Außerdem können wir ein Highpass-Filter mit den Eckfrequenzen 60 Hz, 100 Hz und 200 Hz im Sidechain aktivieren.
Stress
Unter Stress ist nicht der körperlich-geistige Zustand zu verstehen, in dem wir uns viel zu oft befinden, sondern eine Multiband-Sättigungsstufe, die im Signalweg nach der Kompression liegt. Der Stress-Regler arbeitet dabei wie ein klassischer Wet/Dry-Regler und bestimmt, wie das Verhältnis zwischen dem komprimierten Signal vor der Sättigungsstufe und dem gesättigten Signal ist.
Eine Ausnahme bildet der Polish-Modus, doch dazu später mehr.
Stress arbeitet für jeden der sechs Kompressor-Modi etwas anders und ist auch vom Eingangspegel und der Stärke der Kompression abhängig. Stress ist ein mächtiges Tool und kann somit dem Signal zusätzlich mehr Charakter verleihen.
Im Polish-Modus arbeitet Stress ähnlich wie der Threshold-Regler und legt den Schwellenwert für das Clipping fest. Zu erkennen ist das auch an einem Farbwechsel im Gain-Reduction-Meter, das dann auf Rot wechselt, sobald die Clipping-Schaltung aktiv ist.
Da der Polish-Modus als Limiter die Aufgabe hat, einen vom Anwender festgelegten Pegel nicht zu überschreiten, ist laut Handbuch das Einstellen dieses Schwellenwertes in Verbindung mit einem nachfolgenden Audiointerface oder anderen Geräten enorm wichtig. Nur bei korrekter Einstellung des Cranborne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressor und des Eingangs des nachfolgenden Geräts in der Audiokette überschreitet das Signal den gewünschten Schwellenwert nicht.
Ein weiterer Hinweis aus der Bedienungsanleitung: Bei niedrigem Clipping-Threshold (Stress-Regler weit aufgedreht) tritt laut Hersteller ein zunehmender Tiefpass-Filtereffekt auf. Gut zu wissen.
Optosync
Einen deutlichen Mehrwert bietet Optosync. Besitzt man zwei oder mehr Module des Cranbourne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressors, lassen sich diese automatisch per Optosync verbinden. Diese optische und damit kabellose Verbindung zwischen den Modulen ermöglicht mehrkanalige Setups. Dass eine solche Verbindung anders als eine Kabelverbindung nicht ganz verzögerungsfrei arbeitet, dürfte sich von selbst verstehen. Ich empfinde das aber als eine deutliche Bereicherung.
Enigma Advanced Mode
Wer tiefer in die „Untiefen“ des Cranborne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressors eintauchen möchte, dem sei Enigma empfohlen. Hinter Enigma verbirgt sich ein Advanced Mode, der Zugriff auf viele weitere Parameter ermöglicht. Um den Enigma Modus zu aktivieren, bedient man sich eines Dip-Switches auf der Modulplatine.
Nun kann man über den Momentary-Switch auf der Frontseite des Moduls durch die einzelnen zusätzlichen Enigma Parameter schalten. Das ist nicht ganz unkompliziert und ich empfehle hier das Studium des Handbuchs, um mehr über Enigma zu erfahren. Die beiden LED-Ketten zeigen in verschiedenen Farben den aktuellen Parameter an und arbeiten auch als Menü. Hier eine kurze Übersicht über die Enigma Modes:
Enigma – Linke Parameter:
- Stress Type / Dioden-Clipping – Rot
- Dioden-Härte – Gelb
- Stress-Crossover und Phase – Blau
- Sidechain-HF-Anhebung / -Absenkung – Magenta
- Detektor – Cyan
- Crest-Factor-Formung – Grün
- Stereo-/Mono-Sidechain-Verknüpfung – Weiß
Enigma – Rechte Parameter:
- Ratio (Kompressionsverhältnis) – Blau
- Knee (Kennlinienübergang) – Cyan
- Attack-Gewichtung – Rot
- Release-Gewichtung – Weiß
- Hold – Grün
- Lookahead – Gelb
- LED-Helligkeit – Magenta
Mit Enigma wird der Cranborne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressor richtig komplex und man hat hinsichtlich der Parametrisierung schon fast das Gefühl von Software anstelle von Hardware.
Praxis
Für den Test standen uns zwei Cranborne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressor Module zur Verfügung, sodass ich auch Optosync ausprobieren konnte.
Wie eingangs erwähnt, ist der Kompressor kinderleicht zu bedienen und unterscheidet sich erst einmal nicht der Handhabung eines üblichen VCA-Kompressors wie zum Beispiel eines DBX 266, der aufgrund des günstigen Preises und seiner langen Verfügbarkeit von vielen Einsteigern genutzt wird. Auch die meisten Software-Kompressoren besitzen dieselben Bedienelemente und somit fällt der Einstieg in die Welt des Cranborne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressors sehr leicht.
Um sich mit dem Modul vertraut zu machen, sollte man einfach mal die verschiedenen Modes durchschalten und mit den einzelnen Parametern und insbesondere dem Stress-Regler spielen. Schnell zeigt sich, was gefällt und bei welchem Signal gut funktioniert.
Es gibt eigentlich kein Signal, bei dem der Cranborne Audio Brick Lane 500 nicht funktioniert. Gewöhnen musste ich mich etwas an die Regler für Attack und Release, bei denen Slow auf Linksanschlag und Fast auf Rechtsanschlag zu finden ist.
Durch die Möglichkeit, zwei Module per Optosync zu koppeln, ist stets nur das Einstellen an einem Modul notwendig, das zweite Modul folgt mit einer leichten zeitlichen Verzögerung. Zu bemerken ist das vor allem am kurzzeitigen Zusammenbrechen des Stereobildes.
Während des Tests konnte ich eigentlich jedem Modus etwas abgewinnen. Jeder Modus hat seinen eigenen Sweet-Spot und funktioniert bei anderen Signalen gut. Die Angaben, welcher Modus welchem berühmten Kompressor nachempfunden ist, würde ich schnell wieder vergessen, denn das wird dem Cranborne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressor nicht gerecht. Das Experimentieren mit den einzelnen Modi macht jedenfalls Spaß.
Etwas vorsichtig muss man mit dem Output-Regler sein. Dieser sollte stets in Verbindung mit der erzielten Gain-Reduction (rechtes Meter) agieren. Gibt man hier zu viel Pegel, ist das komprimierte Signal nicht zwingend besser, sondern einfach nur lauter. Das gilt aber grundsätzlich für jeden Kompressor. Hier ist etwas Feinarbeit angesagt.
Am schwierigsten ist für meine Begriffe die korrekte Einstellung im Polish Mode, denn hier möchte man wie für einen Limiter üblich einen voreingestellten Pegel nicht überschreiten. Es ist etwas Fingerspitzengefühl beim Einstellen des Output-Reglers angesagt, damit auch am Ende tatsächlich der Pegel am Ende der Signalkette ankommt, den man beabsichtigt hat.
Bei den Klangbeispielen hört ihr immer zunächst das unbearbeitete Signal, dann das komprimierte Signal. Besonders gut haben mir die Modi Blue, Velvet und Smash gefallen. Es wurde sorgfältig darauf geachtet, möglichst nicht den Ausgangspegel künstlich zu erhöhen. Dadurch ist der Effekt wesentlich subtiler als bei vielen Hörbeispielen im Internet, die immer auch die Lautstärke deutlich anheben. Hört am besten mit Kopfhörern und achtet auf Transienten, den Ausklang der Snare, die Becken. Bei den Drums steht das Sidechain-Filter auf 100 Hz, um einen möglichst geringen Einfluss der Bass Drum zu haben:
Weitere Klangbeispiele findet ihr im folgenden Video des Herstellers:
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Wofür ist der PWM-Kompressor geeignet?
Die Antwort ist schnell gegeben: Aufgrund der sechs Modes für alles! Anders als viele berühmte Spezialisten, die sich als perfekt für ein bestimmtes Instrument herausgestellt haben, kann der Cranborne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressor alles: Bass, Drums, Vocals, Keys, Mixbus, Limiting – you name it!
Alternativen
Ich mache es kurz: Es gibt sie nicht. Natürlich könnte man auf das Great River PWM-501 Modul oder Plug-ins setzen. Doch so vielfältig wie der Cranborne Audio Brick Lane 500 Modal PWM-Kompressor ist kein anderer PWM-Kompressor und ehrlich gesagt auch überhaupt kein anderer Kompressor am Markt.





































Wenn der Optosync nicht ganz verzögerungsfrei ist, hätte man doch Wackler im Stereobild, oder? Das wäre nicht gut,.
@bluebell Beim zweiten Durchlesen verstehe ich das so, dass die Verzögerung nur beim Angleichen der Werte erfolgt. Aber laufen sie dann unabhängig voneinander, oder wird das Sidechain-Signal auf schnelle Weise synchronisiert? Denn ohne gleiches Sidechain-Signal würde das Stereobild auch bei gleichen Einstellungen wackeln.
@bluebell Das Stereobild ändert sich nur kurz im Moment der Synchronisation. Es gibt wohl aber auch die Möglichkeit der Kabelverbindung. Mich hat es nicht gestört, dass es eine Sekunde dauert, bis das zweite Modul synchronisiert ist.
@Markus Galla So sind die Gescmäcker. 1s Unterschied in der Stereobildanpassung bei Paremeterbewegung wäre für mich ein Design-Fail. Das würde mich irre machen beim Produzieren / Mastern. :)
@Markus Schroeder In der Regel schraubt man an den Parametern nicht wie am Filter Cutoff 😉
Man kann sich einfach behelfen: Du stellst den Kompressor mit einer Seite ein (zweite Seite stummgeschaltet) und aktivierst dann erst die zweite Seite.
Ich sehe es als Goodie an. Man muss das Feature nicht nutzen.
Das PWM Prinzip hier ist doch das selbe wie bei Class D Verstärkern (und Lautsprechern), oder?
@Markus Schroeder , ich würde meinen ja, allerdings Craneborne schweigt sich da auch aus in blumigen Metaphern. Also im Class D hab ich am Eingang ein Audiosignal, und einen Dreiecksgenerator. beides geht in einen Komparator. Um ein mit 44,1 kHz gesampeltes 20-kHz-Audiosignal korrekt abzubilden, muss die Schaltfrequenz (oder Arbeitsfrequenz) des Class-D-Verstärkers mindestens 100 kHz betragen, da so wenigstens fünf Schaltzyklen die 20-kHz-Welle beschreiben können. Raus kommt ein Rechteck mit Low und High. Je nachdem aus welcher Ecke ich komme mache ich Delta-Sigma-Modulation oder Sliding-Mode-Regelung. Delta Sigma wäre tatsächlich digital. Am Ende der PWM Steuerung kommt dann wieder die „Wandlung“ Ein Tiefpass bügelt das Signal dann wieder rund. Im Prinzip ist die Kiste ein nichtlinearer „Verstärker“ mit netter, färbender THD ;-)
@TobyB Ist in dem Fall nicht einfach nur das Detector Signal PWM-generiert? Oder wirklich die Ausgangsstufe? Ich dachte das Prinzip wäre in etwa das einer Tegeler Schwerkraftmaschine.
@j.keys , dazu müsste ich die Schaltung sezieren, oder zumindest die PCB Bestückung kennen, wie oben geschrieben, es gibt hier zwei grundlegende Schaltungen. Delta Sigma und Sliding Mode Regelung(Gleitregimeregelung). Aus den Texten von Cranborne kann man nicht viel ableiten. Ich denke auch bei Craneborn wird ein DSP werkeln, wie in der Tegler Schwerkraft. Wobei in letzter der DSP nur steuert. Ich würde vernuten, hier ist das auch so, aber wie gesagt PWM.