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Test: Crate Profiler Series Model 5

(ID: 2914)

Die Vorstufensektion besteht lediglich aus den Potis GAIN (welches nur bei einem Grundsound mit Overdrive aktiviert ist) und einem TONE-Regler. Der letzte Regler im Septett ist der MASTERVOLUME, der, wen wunderts, die Gesamtlautstärke des Amps regelt. Sehr gut funktioniert das von Crate genannte Profile-Tracking. Die Funktion erlaubt ein Speichern der eingestellten Sounds inklusive aller Effekt-Settings, selbst wenn man den Grundsound des Verstärkers ändert. Alles in allem macht der Amp neben der üppigen Ausstattung an Sounds auch in der Verarbeitung eine gute Figur. Insbesondere die Potis wirken sehr robust und suchen in dieser Preisklasse ihresgleichen.

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Test: Crate Profiler Series Model 5

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Sound

Sicherlich sollte man bei einem Gitarrenverstärker mit einer Lautsprechergröße von lediglich 2x 4“ keine „hosenbeinflatternden Druckwellen“ erwarten, denn das kann der Amp tatsächlich nicht liefern. Was er aber kann sind gut klingende Clean-Sounds, die nicht zuletzt aufgrund der Stereo-Endstufe und z.B. eines beigemischten Chorus-Effektes so richtig schön breit und warm klingen. Wie bereits weiter oben erwähnt, profitieren auch viele andere Effekte von dieser Stereo-Signalführung. Der Flanger surrt durch den Raum, der Phaser jagt von links nach rechts, Delay-Effekte werden im Panorama links und rechts verteilt, usw.
Die mittleren Verzerrungsstufen wirken etwas „muffig“ (dafür Vintage Charakter), Pluspunkte gibt´s dann wieder bei den High-Gain-Sounds, die wirklich höchstgradige, kaum mehr spielbare Distortionsounds liefern! Was dem kleinen Crate aber leider in jedem Grundsound fehlt, sind Höhen. Ich habe den Amp mit einer PRS Classic Electric, einer USA-Strat und einer Parker „Fly“ (aktive Pickups) getestet und konnte dem Sound leider keinerlei knackige Höhen, geschweige denn Präsenzen, entlocken. In einigen Grundsounds scheint der Tonepoti gar wirkungslos zu sein. Ganz anders wirkt die Situation beim Anschließen des Crate via USB an den Computer. Hier sind massig Höhen vorhanden, allerdings besteht hier leider das Problem, dass deutliche Artefakte im Klangbild wahrzunehmen sind. Die eingebauten Wandler scheinen von minderer Qualität und somit wird der gesamte Sound „körnig“.

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In den Klangbeispielen dieses Testberichtes kann man das gut hören – in einem Song-Arrangement vielleicht schon weniger. Hier gilt es auszuprobieren, ob nicht vielleicht die Mikrofonabnahme oder wie bereits weiter oben erwähnt die Abnahme des Audiosignals über die Kopfhörerbuchse sinnvoller erscheint. Dennoch funktionierte die Installation der beigefügten Software „Tracktion“ reibungslos und der Crate-Amp meldete sich auch prompt als Aufnahmequelle in Mackies Sequenzersoftware zur Stelle. Die Bedienung dieser Software erfordert sicher etwas Einarbeitung, aber User, die schon einmal mit Cubase oder Logic gearbeitet haben, werden sich schnell zurechtfinden. Etwas irritierend aber dann doch recht hilfreich erweist sich die in der Grundeinstellung des Programms aktivierte Hilfe in Form von aufspringenden Fenstern. Sie führen bei genauer Beachtung allerdings meist schnell zur Lösung bzw. zum Ziel

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Klangbeispiele
Fazit

Der Crate Profiler 5 hinterläßt einen zwiespältigen Eindruck, der sich aber auf Grund des aktuellen Verkaufspreises von 59,- Euro relativiert.

Die Grundidee, einen Übungsverstärker mit einer Menge Grundsounds sowie einem direkten Anschluss an einen Computer zu entwerfen, ist eine tolle Sache. Doch leider ist die Ausführung an einigen Punkten noch nicht 100% ausgereift. So leidet der komplette Amp, egal in welchem Soundmodus, unter Höhenarmut. Selbst mit aktiven Pickups sind dem Crate kaum ein paar Höhen oder Präsenzen zu entlocken.

Als reinen Übungsverstärker im Low-Budget Bereich kann man den Profiler 5 aber trotzdem empfehlen- wo sonst bekommt man soviel Sound für so wenig Geld? Besonders der tolle Chorus– und Reverb-Sound, der durch die komplette Signalführung in Stereo so richtig „aufatmet“ sowie die Möglichkeit, den Verstärker mit Batterien zu betreiben, ist in dieser Preisklasse ein Novum. Auch die Spezial-Effekte sind auf die Bedürfnisse eines Gitarristen abgestimmt und bieten eine Auswahl von „nützlich“ bis „verboten“.

Wer den Amp allerdings dazu nutzen möchte um direkt damit Aufnahmen im PC zu erstellen wird enttäuscht werden durch die Qualität der Wandler. Diese sind leider so minderwertig (siehe Klangbeispiele), dass man besser den konventionellen Weg über ein Mikrofon wählen sollte, wenn man den Sound des kleinen Brüllwürfels in den Computer bekommen möchte.

Plus

  • Chorus&Reverb-Sound
  • Batteriebetrieb
  • High-Gain-Sounds

Minus

  • Minderwertige Wandler
  • fehlende Höhen in allen Sounds

Preis

  • UVP.: 184.-Euro, Straßenpreis ca. 59,- Euro
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Über den Autor
Profilbild

Stephan Güte RED

Seit den frühen 80ern an den Drähten, die die Welt bedeuten. Musikalisches Mädchen für alles, sei es nun das Produzieren im Studio oder für Engagements als Bühnenmusiker. Seit 2004 im Team von Amazona.

Klangbeispiele
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