Die Vorstufensektion besteht lediglich aus den Potis GAIN (welches nur bei einem Grundsound mit Overdrive aktiviert ist) und einem TONE-Regler. Der letzte Regler im Septett ist der MASTERVOLUME, der, wen wunderts, die Gesamtlautstärke des Amps regelt. Sehr gut funktioniert das von Crate genannte Profile-Tracking. Die Funktion erlaubt ein Speichern der eingestellten Sounds inklusive aller Effekt-Settings, selbst wenn man den Grundsound des Verstärkers ändert. Alles in allem macht der Amp neben der üppigen Ausstattung an Sounds auch in der Verarbeitung eine gute Figur. Insbesondere die Potis wirken sehr robust und suchen in dieser Preisklasse ihresgleichen.
Sound
Sicherlich sollte man bei einem Gitarrenverstärker mit einer Lautsprechergröße von lediglich 2x 4“ keine „hosenbeinflatternden Druckwellen“ erwarten, denn das kann der Amp tatsächlich nicht liefern. Was er aber kann sind gut klingende Clean-Sounds, die nicht zuletzt aufgrund der Stereo-Endstufe und z.B. eines beigemischten Chorus-Effektes so richtig schön breit und warm klingen. Wie bereits weiter oben erwähnt, profitieren auch viele andere Effekte von dieser Stereo-Signalführung. Der Flanger surrt durch den Raum, der Phaser jagt von links nach rechts, Delay-Effekte werden im Panorama links und rechts verteilt, usw.
Die mittleren Verzerrungsstufen wirken etwas „muffig“ (dafür Vintage Charakter), Pluspunkte gibt´s dann wieder bei den High-Gain-Sounds, die wirklich höchstgradige, kaum mehr spielbare Distortionsounds liefern! Was dem kleinen Crate aber leider in jedem Grundsound fehlt, sind Höhen. Ich habe den Amp mit einer PRS Classic Electric, einer USA-Strat und einer Parker „Fly“ (aktive Pickups) getestet und konnte dem Sound leider keinerlei knackige Höhen, geschweige denn Präsenzen, entlocken. In einigen Grundsounds scheint der Tonepoti gar wirkungslos zu sein. Ganz anders wirkt die Situation beim Anschließen des Crate via USB an den Computer. Hier sind massig Höhen vorhanden, allerdings besteht hier leider das Problem, dass deutliche Artefakte im Klangbild wahrzunehmen sind. Die eingebauten Wandler scheinen von minderer Qualität und somit wird der gesamte Sound „körnig“.
In den Klangbeispielen dieses Testberichtes kann man das gut hören – in einem Song-Arrangement vielleicht schon weniger. Hier gilt es auszuprobieren, ob nicht vielleicht die Mikrofonabnahme oder wie bereits weiter oben erwähnt die Abnahme des Audiosignals über die Kopfhörerbuchse sinnvoller erscheint. Dennoch funktionierte die Installation der beigefügten Software „Tracktion“ reibungslos und der Crate-Amp meldete sich auch prompt als Aufnahmequelle in Mackies Sequenzersoftware zur Stelle. Die Bedienung dieser Software erfordert sicher etwas Einarbeitung, aber User, die schon einmal mit Cubase oder Logic gearbeitet haben, werden sich schnell zurechtfinden. Etwas irritierend aber dann doch recht hilfreich erweist sich die in der Grundeinstellung des Programms aktivierte Hilfe in Form von aufspringenden Fenstern. Sie führen bei genauer Beachtung allerdings meist schnell zur Lösung bzw. zum Ziel



























