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Test: Danelectro 59, Dano Keen Green, E-Gitarre

Danelectro 59 Dano

9. September 2008

Ja, wer hätte das erwartet. Als Anfang der Neunziger Jahre Danelectro wieder auf der Bildfläche erschien, hätte man nicht für möglich gehalten, dass „The Godfather Of Surf“ noch mal dermaßen stark aus den Startlöchern kommen würde. Bis dato hatte man den „Papp-Gitarren“ nicht all zu viel Aufmerksamkeit geschenkt, jedoch wurde aufgrund der klugen und regelmäßigen Produktpflege der Name von Jahr zu Jahr neu initiiert, um schließlich auch den letzten Ignoranten mit seiner Existenz zu konfrontieren.

Zudem verfügt die Firma über mindestens zwei Trademarks, die weltweit als einzigartig zu bezeichnen sind, ein Punkt, nach dem sich selbst die Protagonisten der „Übersee-Hochpreis-Fraktion“ die Finger lecken würden. Verschraubt, verleimt und „verklebt“ wird die grüne Dame wie nahezu immer in diesem Preissegment in China.

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Die 1947 gegründete Firma hat übrigens eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Zunächst als Verstärker-Hersteller von Sears und Mongomery Ward etabliert, begann die Firma erstmals ab 1954 selber Instrumente zu bauen. Trotz der damaligen Hochphase des E-Gitarrenbaus konnte sich die Firma aber nicht auf dem Markt halten und wurde 1969 wieder geschlossen. 1990 wurde das Label wieder entdeckt und reaktiviert.

Front

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Konstruktion

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Als ich das Instrument aus seiner Verpackung (Pappkarton mit Schaumstofffolie) pellte, setzte bei mir zunächst deutliches Stirnrunzeln ein. Irgendwie schien eine chemische Reaktion während des Transportes mehrere Kunststoffteile in Mitleidenschaft gezogen zu haben.

Eine ungleichmäßige Verfärbung des Pickguards und eine schlierenhafte „Verunreinigung“ der Seitenteile ließen mich Schlimmes vermuten und entsetzt den Vertrieb kontaktieren, um mich dann mit den beruhigenden Worten „lehne er sich entspannt zurück, das ist so gewollt. Danelectro nennt dies Vintage“ des Sales Managers konfrontiert zu sehen. Alles Geschmackssache, aber in meinen Augen eher kontraproduktiv, zumal der Rest des Instrumentes mit den üblichen Danelectro Features überzeugt.

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Wie immer bei Danelectro ist auch dieser Body hohl und wird aus einem Pappel-Holzrahmen zusammengesetzt, welcher mit Masonite laminiert ist. Masonite ist eine Holzfaserverbindung, aus der auch seiner Zeit Boote hergestellt wurden. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass sich das Gewicht bei den Instrumenten sehr in Grenzen hält, kein Instrument überschreitet die 3 Kilogramm-Grenze. Natürlich schränkt diese Bauweise auf der anderen Seite das Sustain des Instrumentes deutlich ein, mit einer Erwartungshaltung bezüglich singenden und stehenden Tönen ist man bei dieser Konstruktion völlig an der falschen Adresse. Wer jedoch knackige Lines und perkussive Chords mit hoher Durchsetzungskraft sucht, wird einen guten Partner in dieser Bauweise finden.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    harrymudd AHU

    „Masonite ist eine Kunststoffart“
    auch wenn Meister Ritt es immer wieder wiederholt, wird es nicht wahr – Masonite ist kein Kunststoff.
    Also lieber Ritt-Meister zurück zur Wikipedia-Schule zum Nachsitzen:-)
    http://de......ki/Masonit

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich finde dass die Danelectros im allgemeinen sehr lustig aussehen. Als ich die dass erste mal gesehen hatte, habe ich gemeint, das die Dinger aus Pappmasche oder so, sind. Die sehen aus als wären die Bodys aus einer dicken Lage Pappe ausgeschnitten…..Gibt es überhaupt jemanden der sich mit so was auf eine Bühne traut?

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