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Test: Danelectro 59X Black, E-Gitarre

Sound der Danelectro 59X

Wie klingt denn nun das spezielle Material, das sich Masonite nennt? Wenn man weiß, dass hier kein massiver Korpus aus Esche, Erle oder Mahagoni vorliegt, ertappt man sich dabei, mit gewissen Vorurteilen beladen zu sein. Diese lassen dann erfreulicherweise nach, wenn man diese Gitarre erst einmal eine Weile bearbeitet. Was die Resonanz des Korpus, vor allem bei noch nicht eingeklinkter Gitarre betrifft, kann man feststellen, dass die Unterschiede zu einem massiven Holz nicht übermäßig ausgeprägt, aber dennoch eindeutig wahrnehmbar sind. Auch durch das relativ geringe Gewicht, das man auch als „fehlende Masse“ bezeichnen könnte, ist der trockene Sound etwas „dünner“. Das bedeutet aber keinesfalls schlechter, sondern in diesem Fall eher anders.

— Die „Wraparound“- Brücke der Danelectro 59X —

Wir hören zunächst den P90 am Hals (clean):

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Nun der Steg-Pickup im Humbucker-Betrieb. Hier wird schon ordentlich Druck erzeugt!

Und jetzt clean mit Coilsplit:

Jetzt ein bluesiges Riff mit dem P90 und crunchigem Ton:

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Schließlich hören wir den Steg-Pickup mit moderater Verzerrung meines Peavey Classic 20 Verstärkers. Hier wurden bewusst nicht zu heftige Verzerrungen eingesetzt, da ein potenzieller Kunde diese Gitarre vermutlich nur selten für Metal heranziehen wird:

Die Danelectro 59X zeigt sich alles in allem recht flexibel und erzeugt einen Ton, der eine gewisse Individualität besitzt. Der lebendige Ton mit dem ohnehin schon speziellen Design ist fast schon kultverdächtig. Die Gitarre besitzt aufgrund ihrer Konstruktion und ihres Korpusmaterials einen drahtigen, durchsetzungsfähigen und sehr lebendigen Ton. Auch als Slide-Gitarre ist sie sicherlich eine qualifizierte und dankbare Kandidatin.

Die Klangbeispiele wurden mit folgendem Equipment aufgenommen:

Danelectro 59X – Peavey Classic MH – MESA/Boogie 1 x 12″ Thiele Box mit Creamback Celestion Lautsprecher – Shure SM57 – Apogee Duett – Mac mit Logic (etwas Hall und Delay hinzugefügt).

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Fazit

Die Danelectro 59X ist ein gutes Arbeitsgerät mit individuellem Klang. Die Pickups harmonieren sehr angenehm mit der Gitarre und tragen ebenfalls zum guten Gesamteindruck des Instruments bei. Der mittige Grundklang sorgt für ein gutes Durchsetzungsvermögen. Besonders als Slide-Gitarre eingesetzt, wird die Danelectro 59X bestimmt Freunde finden, da auch ihre Optik gleichermaßen auffällig wie charmant ist.

Plus

  • Sound
  • Optik
  • Pickups
  • Gewicht

Minus

  • Oktavreinheit ab Werk

Preis

  • Ladenpreis: 495,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ah, da isser ja, der Test, auf den ich sehnsüchtig wartete. Bei dem ersten Hörbeispiel erwartete ich auch gleich die Stimme Johnny Cashs aus seinem Grab. ;-)
    Jo, clean und Crunch auf dem Lipstick P90 schommal fein, angezerrt auf dem Lipstick, wie erwartet, etwas nervöser Sound, ohne Eier.
    Gute Bespielbarkeit war zu erwarten, auch das geringe Gewicht, keine Kopflastigkeit. Für im Sitzen Spieler sehr gut. Yep, mit dem Sliden muss ich bei der Gitarre auch mal anfangen – auch wenn man es stilistisch nicht gut unterbringen kann. Vermutlich gekauft. Aber in blau dann.
    Super, danke, guter Test, schöne Klangbeispiele, die dem Instrument gerecht werden (also auch stilistisch).
    Eine Frage noch: Wurde da nix angetestet in P90 und Lipstick Kombi (Mittelstellung)? Wenn ja, warum?

    • Profilbild
      Stephan Güte  RED

      Der Test ist ganz speziell für dich, ich hab auch extra noch Blümchen in das Artikelbild reingesetzt. Just for u :D

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Hahahaha, ehrlich jetzt (also, auch das mit den Blümchen)? Da drücke ich mir doch nun ein zärtliche Träne der Erregung aus dem Knopfloch.
        Nee, wirklich, schöner Test, hat mir gefallen. Ging auch ziemlich zackig (wenn das sachtätlich auf den geäußerten Wunsch hin gemacht wurde), muss ich ja mal sagen. Dafür spendiere ich euch ’ne virtuelle Runde Whisky, im Masonitfass gereift.

  2. Profilbild
    kinsast  

    Masonite = Hartfaserplatte

    so wie’s verschiedene ‚Masonite‘ Platten gibt, gibts auch verschiedene Hartfaserplatten –
    im grossen und ganze jedoch identisch ;-)

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