Test: dBX DriveRack PA2, Digitales Lautsprecher Management System

Weichenstellung

Das Pre-Delay fügt eine Verzögerungszeit des gesamten Systems hinzu. Das ist vor allem dann sinnstiftend, wenn in größeren Setups mehrere PA2 und gestaffelt angeordnete Lautsprecher verwendet werden. Die Verzögerung wird in ms, ft und m angezeigt. Die Frequenzweiche wird durch den Wizard eingestellt und kann ebenfalls im Menü optimiert werden. Schön ist, dass an dieser Stelle die Phase des ausgehenden Signals gedreht werden kann, denn viele kleine Mischpulte haben diese Möglichkeit nicht.

weiche

Alle drei Ausgänge der Frequenzweiche haben zusätzlich zu den eingangsseitigen EQs, die auf das Gesamtsignal wirken, ihren eigenen parametrischen Equalizer, Limiter und ein weiteres Delay. Mit der MIC-Funktion steht ein Rauschgenerator zur Verfügung, um Messungen manuell auszuwerten und entsprechende Einstellungen selber vorzunehmen. Und zu guter Letzt kann man alle Einstellungen abspeichern und von dem Gerät auf den PC kopieren oder auf das Gerät transferieren.

Fazit

Alles in allem hat mir das neue dBX DriveRack PA2 sehr gut gefallen. Vor allem der Setup-Wizard macht das Gerät zu einem kompakten Rundumsorglospaket. Wer die hier integrierten Einzelgeräte von dBX kennt, erlebt hier keine Überraschungen. Alles klingt schön warm und rund. Der Kompressor/Limiter klingt wie unser 166 XL, sehr schön, nicht Premium, aber den Ansprüchen genügend. Die Trennschärfe der Frequenzweiche ist sehr gut und mit den Presets sehr schnell, richtig einzustellen und später im Menü editierbar. Die EQs klingen, wie digitale EQs klingen sollten: Mit hoher Steilheit kann man hier sauber die wichtigsten Frequenzen herausarbeiten. Der Feedbackkiller ermöglicht es, gefahrlos höhere Pegel zu fahren. Es soll sogar Menschen geben, die mit diesem Gerät ihre Studiomonitore entzerren. Die vielen und guten EQs scheinen das realisieren zu können. Sollte man grundsätzliche Schwierigkeiten mit der Einrichtung des PA2 haben, gibt es sogar Video Tutorials auf der Herstellerseite. Generell sollten man vom PA 2 keine Revolution erwarten, wie es der Hersteller vollmundig verkündet. Hier wurde einfach der konsequente Schritt zur Miniturisierung und Integration beschritten. Es tut, was es soll und das sehr brav, wie es von einer Maschine mit 24 Bit Wandlern und einer Dynamik von 110 dB zu erwarten ist. Ich habe sehr gerne mit dem Subharmonic Synthesizer experimentiert, dieser genügt auch nach all den Jahren seiner Existenz, schlappen MP3s Leben einzuhauchen.

Plus

  • Bedienbarkeit
  • Kompaktheit
  • Feedbackunterdrückung
  • Preis/Leistung

Preis

  • UVP: 529,- Euro
  • Straßenpreis: 498,- Euro
Forum

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