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Test: Dean ´79 Series ML, E-Gitarre

Der Sound erinnert sehr an ein halboffenes WahWah, ist dementsprechend nicht so offen und transparent wie mancher erwarten würde, sondern büßt an Höhen und Spritzigkeit ein und tendiert zum Muffeln. Er klingt damit nicht zwangsläufig schlecht, ist aber in seinen Möglichkeiten recht einschränkend. Blueser dürften durchaus sehr angetan sein, während andere unter Umständen einen transparenteren Sound für Sweepings oder High-Speed-Läufe vermissen. Hier handelt es sich schlicht und ergreifend um eine Frage der Stilistik und der persönlichen Geschmacksnerven. Clean gespielt ergeben sich sehr warme, gut klingende Sounds, auch singende Leadlines kommen gut. Mit den Potis lässt sich der Zerrgrad sehr feinfühlig dosieren, darüberhinaus können sie mit einem sehr gleichmäßigen Regelweg punkten. Die Bauweise beschert der Dean ´79 Series ML sehr viel Sustain, die kurze Mensur erleichtert zudem nicht nur das Saitenziehen, sondern sorgt auch für eine schön direkte Ansprache.

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Dean ML Headstock

— Dean ML Headstock —

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Fazit

Dean Guitars macht mit der ML´79 nicht nur aufgrund auffälligen Designs oder Werbekampagnen mit leicht bekleideten jungen Damen auf sich aufmerksam, sondern vor allem mit Qualität und einem sehr hohen Fertigungsstandard. Nicht nur das extravagante Aussehen, sondern auch die klangliche Marschrichtung sorgte dafür, dass die Dean ´79 Series ML eher Anklang im Hard´n`Heavy Sektor findet, aber auch im Rock und Blues Bereich zu Hause ist. So spielten beispielsweise ZZ Top ihr komplettes Eliminator-Album nur mit einer 79`ML ein. Besonders wird jedoch der 2004 tragisch verstorbene Panteragitarrist Dimebag Darrell mit dem Modell in Zusammenhang gebracht und bescherte ihr mit einer riesigen Palette an Sondermodellen erneut große Popularität in der Metalszene. Glasklare Cleansounds oder enorme Vielseitigkeit sind demzufolge auch nicht unbedingt der Arbeitsbereich des Instruments.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist besonders hervorzuheben und bietet trotz dürftig verarbeitetem Sattel und kleineren Abstrichen bei den Pickups sehr viel Gitarre für sehr wenig Geld.

Plus

  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Bespielbarkeit
  • Sustain

Minus

  • Sattel

Preis

  • UVP: 555,- Euro
  • Strassenpreis: 385,- Euro
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Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Schöner Artikel.
    Und Du hast Recht. Kommt der Name "Dean" ins Spiel, denke ich an Dime.
    Seine Riffs sind unvergessen.

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Yo, der Dimebag hat immer gut abgekupfert- von K.King, Hanneman&Co..R.I.P

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      also dimes spielweise ist aber gaaanz anders als die von den slayerbuben

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