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Test: Dean Guitars, Vendetta 4F Reloaded, E-Gitarre

13. September 2011

Dean Vendetta 4F

Wenn das mal keine Ansage ist: „Dean Guitars – the Worlds finest Guitars„. So steht es auf der Website des amerikanischen Herstellers Dean Guitars, der mit seinen zahlreichen Endorsern wie Vinnie Moore, Dave Mustaine (Megadeth), Michael Schenker, Speedpicking-Legende Michael Angelo Batio oder Iron Maiden-Dauergrinser Dave Murray einen der vordersten Plätze im „Bereich Heavy-Gitarre“ einnimmt. Trotz des Ausstiegs von Dean Zelinsky als Gründer des Unternehmens stehen die Bänder noch lange nicht still, ganz im Gegenteil: Nach wie vor werden Dean-Instrumente in großer Auflage produziert. Und das sowohl im Stammland USA, als auch in fernöstlichen Produktionsstätten. Eines dieser fernöstlichen Instrumente steht uns heute zum Test auf Amazona zur Verfügung, nämlich die Dean Vendetta 4F im Scary Cherry-Finish. Eine typische Superstrat mit Floyd Rose-Vibrato und ergonomisch gestyltem Body-Design, die mit ihrem aggressiv designtem Äußeren ganz klar die Heavy-Fraktion ansprechen soll. Mal schauen, ob das auch so Scary klingt wie es ausschaut!

-- Die Dean Vendetta 4 Reloaded in Scary Cherry --

— Die Dean Vendetta 4 Reloaded in Scary Cherry —

Aufbau/Verarbeitung

Die in den USA entwickelte und in Korea gefertigte Vendetta 4F wird leider ohne einen Gigbag oder gar ein Case ausgeliefert. Als Materialien wurde für den Body Mahagoni gewählt, auf den eine wild gemaserte und konturierte, einteilige Ahorn-Decke aufgeleimt wurde. Sie wurde an den Kanten nur mit Klarlack versehen, so dass die Struktur des Ahorns sichtbar bleibt. Sehr schön und meiner Meinung nach jedem Plastik-Binding vorzuziehen. Auf der Rückseite findet sich eine ebenso schöne Maserung wie vorne, allerdings wurde hier nur ein dünnes Furnier aufgeleimt. Großzügig gefräste Cutaways sorgen für eine optimale Bespielbarkeit des Ahorn-Halses, der in den Body eingeleimt wurde. Auf ihm angebracht wurde ein Griffbrett aus Palisander, als Positionspunkte dienen Inlays mit der Bezeichnung „Evil Eye“, obwohl man sicher schon bösere Inlays gesehen hat. Sie sind auf jeden Fall so groß ausgefallen, dass man auch in dunkler Umgebung nicht die Orientierung verliert.

-- Rückseite mit dem Ahorn-Furnier --

— Rückseite mit dem Ahorn-Furnier —

Die vierundzwanzig Jumbo-Bünde wurden sehr sorgfältig in das Griffbrett eingelassen und abgerichtet, es gibt keine scharfe Kanten oder gar ein Überstehen der Bünde. Die Sattelbreite des Halses beträgt 42 mm und stellt somit für viele Spieler sicherlich keine große Umgewöhnung dar, auch wenn der Sattel bzw. in diesem Fall die Locking-Nut nicht ganz mittig angebracht wurde. Diese Locking-Nut ist natürlich Teil des auf der Gitarre angebrachten Floyd Rose-Vibratosystems, welches ganz konventionell mittels zweier Bolzen im Body verankert wurde. Es ist wie die gesamte Hardware der Vendetta 4F in Schwarz gehalten und konnte während der Testdauer mit einer überzeugenden Stimmstabilität glänzen. Allerdings gibt es auch bei dem von Dean hier verwendeten (und schon oft in unseren Testberichten bemängelten) System den Nachteil des verschraubten Vibratohebels, welcher einem nur die Wahl zwischen einem lockeren Hebel mit einhergehenden Nebengeräuschen bei Benutzung oder einer zu festen Verschraubung, bei welcher der Hebel nach benutzen nicht aus dem Aktionsradius der rechten Hand weicht, einräumt.

Whammy-Freaks dürfte das System aber dennoch gefallen, denn neben der schon besprochenen absoluten Stimmstabilität besitzt der Vibratoblock eine Unterfräsung im Body für exzessive „Dive-Bomb-Attacken“ – eben ganz typisch für eine Gitarre der Kategorie „Superstrat“.

-- Stimmstabiles Floyd Rose-Vibrato in Schwarz, leider nur mit geschraubtem Hebel --

— Stimmstabiles Floyd Rose-Vibrato in Schwarz, leider nur mit geschraubtem Hebel —

Klangbeispiele
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