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Test: Dean Zelinsky Private Label Tagliare Ltd. Z-Glide 3TS, E-Gitarre

24. Dezember 2013

Strat mit Gleitflug!

Ich muss schon zugeben, auf diesen Test war ich besonders gespannt. Denn seit Anbeginn des E-Gitarrenbaus flammt immer wieder die Diskussion über die Beschaffenheit der Halsrückseite auf. Wie soll sie denn nun sein? Lackiert, wenn auch nur hauchdünn, oder besser offenporiges Holz für ein natürlicheres Spielgefühl? Geölt und gewachst oder doch nur leicht angeraut? Die Geschmäcker sind hier verschieden, manch einer bekommt kaum einen vernünftigen Lick mit einem lackierten Hals hin, der andere wiederum schwört auf die versiegelte Halsrückseite.

Bis zum heutigen Tage gab es so weit auch keine weiteren Optionen, bis der verloren geglaubte Dean Zelinsky, seiner Zeit Kopf von Dean Guitars, mit einem neuen, geradezu revolutionär wirkenden Feature am Markt erschien. „Z-Glide“ nennt sich dieses neue Patent, bei dem auf der Halsrückseite eine Art Wabengitter in das Holz eingefräst wird. Ziel dabei ist es, den Reibungswiderstand zwischen der Greifhand und der Oberfläche der Halsrückseite zu minimieren. Diese Neuerung ist auf Wunsch für alle Instrumente der Dean Zelinsky Private Label Serie erhältlich, mit denen Zelinsky einen Neuanfang nach seinem Ausscheiden bei Dean Guitars im Jahre 2008 vornahm.

Auch an unserem heutigen Testmodell, der Dean Zelinsky Private Label Tagliare Ltd. Z-Glide 3TS, wurde dieses Feature verbaut und nun wollen wir mal schauen, ob es tatsächlich besser flutscht!

Front

— Dean Zelinsky Private Label Tagliare Ltd. Z-Glide 3TS —

Facts & Features

Auf den ersten Blick könnte man fast meinen, man habe es mit einer weiteren X-beliebigen Fernost Stratkopie zu tun. Die Dean Zelinsky Private Label Tagliare Ltd. Z-Glide 3TS  wird tatsächlich in Indonesien gefertigt, besitzt aber schon auf den ersten Blick einige Unterschiede zum berühmten Original. So wurde der Dreiton-Sunburst-Decke eine Konturierung spendiert und auch die Kopfplatte entspringt mehr einem eigenen Designentwurf von Dean Zelinksky denn der Fender-Version. Doch zu erst zu den Fakten und somit zum Aufbau des Instruments.

Als Holz für den Body wurde Linde verwendet, genauer gesagt handelt es sich hier um eine zweiteilige Konstruktion. Auffällig ist bei unserem Testinstrument, dass die Schnittkante, respektive die Verleimung der zwei Korpusteile, nicht parallel zum Hals, sondern leicht schräg verläuft. Mir persönlich ist so etwas bisher nicht untergekommen, aber was sollte daran nicht in Ordnung sein? Ohnehin wird die Decke ja zu einem großen Teil vom weißen Pickguard bedeckt, welches bei der Dean Zelinsky Private Label Tagliare Ltd. Z-Glide 3TS ganz klassisch mit drei Singlecoil-Pickups ausgerüstet wurde. Die Tonabnehmer stammen aus eigener Fertigung und werden, wie bei Fenders Original, mit einem Fünfwege-Schalter angewählt, während ein Mastervolume- und zwei Tonepotis für die klangliche Abrundung sorgen. Die Potikappen bestehen aus verchromtem Metall und bieten einen gesunden Widerstand in ihrer Regelbewegung, ebenso hinterlässt auch der Fünfwegeschalter einen durchaus positiven Eindruck.

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