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Test: DEATH BY AUDIO Space Bender, Effektgerät

Out of Space? Spaß beim Experimentieren!

25. Oktober 2022

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Die Effektlandschaft ist so weit wie das Ohr reicht und noch weiter… bis weit hinter’n Horizont! Bei allem, was es da gibt an Varianten von alten Klassikern und Multieffekten, die alles können und einem das Leben erleichtern bei everyday – needed Momenten. All das ist super wichtig und hat seinen Sinn und Zweck. Persönlich finde ich, dass es immer dann spannend wird, wenn Pedale anders funktionieren oder klingen als das, was man so gewohnt ist. Effekte, die ungewöhnlich zu bedienen sind und spezielle, sehr eigene Sounds kreieren, stiften einen zum Ausprobieren und Forschen an. Das beflügelt die Kreativität und so kann unter anderem Neues entstehen. Demnach sind die Individualisten unter den Effektpedalen nicht zu verachten und sollten einen wichtigen Teil der heimischen Sammlung ausmachen, wenn man sich inspirieren lassen will. Man stelle sich vor, wie U2 klingen würde, hätte „The Edge“ damals nicht ein Delay in die Hände bekommen (Tipp an dieser Stelle: Wer noch nicht „It Might Get Loud“ gesehen hat, sollte sich diesen Film anschauen).

Nun genug der Worte: Wir checken heute den DEATH BY AUDIO Space Bender. Let’s unbox this unit …

UNBOXING – DEATH BY AUDIO Space Bender, Effektgerät

Minimalismus ist hier die Ansage! Das Pedal kommt mit einer beiliegenden Bedienungsanleitung verpackt, fertig! Kein Schnickschnack oder sonstiges.

SPECS & FACTS – DEATH BY AUDIO Space Bender, Effektgerät

Das 127 x 66,8 x 62,2 mm große, rund 260 g leichte und in New York City, USA handgefertigte Pedal im Metallgehäuse bietet Chorus-, Flanger- und Modulator-Effekte. Die eher ungewöhnlichen Potis in Form von drei 2-Wege-Kippschaltern plus zwei Drehpotis und Fußschalter samt Status-LED machen optischer erst eionmal was her. Die drei Kippschalter lassen einen jeweils zwischen zwei Modi wählen:

  • Der „Delay Time“ mit den Auswahlen „Very Short (x1)“ oder „Medium-Long (x10)“
  • Der „Modulator“ DIP-Switch wählt die Modulationsquelle mit den beiden Optionen „ENV“ (Envelope) oder „LFO“ (Low Frequency Oscillator), sprich ein Sinusoszillator
  • Die „Intensity“ lässt sich auf „Lo“ oder „Hi“ stellen.

Intern gibt es noch einen Gain-Regler für mehr Flexibilität im Output des Pedals.

Mit den beiden Drehpotis lassen sich „Speed“ und „Depth“ stufenlos einstellen, um von sanften Chorus- und Flanger-Sounds bis zu komplett abgedrehten Effekten zu kommen und klar, der Fußschalter aktiviert bzw. deaktiviert den True-Bypass-Mode des Effekts (die zugehörige Status-LED zeigt den jeweiligen Zustand an).

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Externe Geräte lassen sich durch zwei an der Kopfseite des Pedals montierten 6,3 mm Standard-Mono-Klinkenbuchsen für Input/Output sowie den ebenfalls dort zu findenden 9 V, DC (65 mA) Netzadapteranschluss in Form einer Hohlsteckerbuchse (5,5 x 2,1 mm, Minuspol innen) verbinden. 

Praxistest 1: Handling – DEATH BY AUDIO Space Bender, Effektgerät

Das Pedal ist denkbar einfach zu verstehen. Die Ein- und Ausgänge sind super intuitiv und man verkabelt wie gewohnt. Angenehm ist hier, dass der 9 V, DC Anschluss leicht versetzt zu den Klinkenbuchsen gesetzt wurde, somit lässt sich hier komfortabler ein- und ausstecken.

Die Kippschalter und Potis sind selbsterklärend und so gut beschriftet, dass man direkt weiß, um was es sich dabei handelt. Klarer Vorteil: Einfach loslegen und Sounds bauen ohne nerviges „Einarbeiten“ oder gar Handbuch lesen. Vertrautheit durch Bekanntsein der Oberfläche trotz des Umstandes, dass Kippschalter dieser Art doch eher selten an Pedalen zu finden sind.

 

 

Durch die Standardgröße des Pedals lässt es sich problemlos auf dem Pedalboard platzieren, ohne zum Platzproblem zu werden oder nicht in die freigewordene Lücke zu passen. Auch die an der Kopfseite (und nicht an den Seiten) angebrachten Anschlüsse sind sehr angenehm, da man so meist mehr Pedale auf weniger Platz unterbekommt und es sieht hübscher aus, wenn sich Pedal an Pedal schmiegt ohne Kabelsalat zwischen den Effekten.

Praxistest 2: Sounds – DEATH BY AUDIO Space Bender, Effektgerät

Zack zack, Gitarre raus, Amp an und losgedaddelt. Geil, das Teil macht Spaß!

Im Delay-Time x10-, LFO- und Intensity-Lo-Modus erklingen von 80s Style-Chorus-Sounds bis abgedreht modulierende Space-Sounds alles mögliche, die Regelweite ist enorm und ergibt eine tolle Bandbreite an Sounds.

Durch die Delay-Einheit, die das Pedal nicht nur Modulationsmaschine, sondern erzeugt auch wunderbar einzigartige „Räumlichkeiten“, kombiniert mit Modulation. Mega geil!

In allen nachfolgenden Klangbeispielen gibt’s immer zu erst eine bypassed Sequence und dann wird das Pedal aktiviert. So kann man genau hören, was alles aus dem SPACE BENDER kommt und was nicht.

Sounds – Modes: Delay Time x10, LFO, Intensity Lo

Wir schalten mal auf den DelayTime x1-Modus (also sehr kurze Delays), bleiben aber beim LFO und LO-Intensity-Modus.

Die kurze Delaytime klingt bisschen wie ein kurzer Spring-Reverb oder eben Slapback-Delay, aber eben doch anders und dabei sehr einzigartig.

Die flangerartigen Sounds im 06er Beispiel findet man so auch kaum in anderen Geräten. Nicht jedermanns Sache bestimmt, aber richtig eingesetzt, eine feine Sache.

Sounds – Modes: Delay Time x1, LFO, Intensity Lo

Jetzt aber mal den ENVELOPE-Modus angeworfen. Nun generiert das Pedal eine ganz andere Soundpalette. Diese nimmt immer Bezug auf die Lautstärke des Eingangssignals.

Sounds – Modes: Delay Time x10 / x1, ENV, Intensity Lo / Hi

 

Zum Schluss probieren wir noch wilde Sounds aus: Spannend wird es nämlich auch, wenn man während des Spielens (oder Ausklingens von Akkorden) an den Potis dreht. So lassen sich abgefahrene Sounds erstellen. Auch sieht man so die große Regelweite der Potis. Hier wäre es natürlich schön gewesen, wenn zum RealTime-Access dieser Parameter jeweils ein TRS-Expressionpedal-Anschluss zur Verfügung stünde, den man alternativ zum Poti nutzen kann.

Death by Audio Space Bender Chorus/Module.

Death by Audio Space Bender Chorus/Module.

Durch die Verschiebung der Time lassen sich Sounds in ihrer Tonhöhe verändern und so Divebomb- oder Riser-artige Effekte generieren. WOW, da geht vieles. Man bedenke die Möglichkeiten, kombiniert man diese Effekte beispielsweise mit anderen Effekten. Jagt vielleicht das mit dem Space-Bender bearbeitete Signal durch ein Fuzz oder legt vor unser getestetes Pedal noch andere. Bitte alle ihre Plätze einnehmen, anschnallen und festhalten: Die Reise kann beginnen! Let’s get into  Space!

Sounds: Turning Knobs with playing

Alle Klangbeispiele wurden in folgender Signalkette erstellt:

Fender Perf Strat MN – > DEATH BY AUDIO Space Bender -> Universal Audio Apollo Twin X Interface -> NeuralDSP Archetype: Cory Wong (Clean Amp Setup) -> Cubase 12 PRO

Es fand keine nachträgliche Klangbearbeitung durch EQs, Kompressoren oder andere Plug-ins statt.

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Fazit

Man bekommt mit dem SPACE BENDER von DEATH BY AUDIO auf jeden Fall ein ungewöhnliches und spannendes Pedal, das einen zum Experimentieren und Forschen anregt, ohne dabei zu nischig zu sein. Die Übersichtlichkeit macht es jedem Benutzer einfach, Klänge dem Pedal zu entlocken und kreativ damit umzugehen. Insgesamt ist es etwas teuer für den dann doch relativ geringen Funktionsumfang. Ausprobieren und eigene Meinung bilden, kostet im Musikgeschäft eures Vertrauens aber nichts … ausprobieren!

Plus

  • Übersichtlichkeit
  • Individualist
  • regt zum Forschen und Experimentieren an

Minus

  • etwas teuer für doch relativ wenig unterschiedliche Sounds, Boutique halt

Preis

  • 359,- Euro
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