… und Action
Ausstattungstechnisch kann das Denon DN-412X überzeugen, aber wie lässt sich damit arbeiten? Nach dem Einschalten muss ich leider wieder einen halben der anfangs vergebenen Pluspunkte abziehen. Der Grund: mutwilliges Verbauen einer blauen, blendend-hellen Betriebs-LED. Ich dachte, die Hochzeit dieser nervenden Lichtwerfer wäre vorüber, aber anscheinend müssen weltweit noch Überproduktionen abgearbeitet werden.
Mein erster Hörtest erfolgt mit einem dynamischen Gesangsmikrofon. Hier lässt sich immer schön beurteilen, wie gut die Vorverstärkung funktioniert. Der DN-412X bietet eine Maximalverstärkung von 50 dB, das sollte in den allermeisten Fällen dick ausreichen. So auch in meinem Fall, der Gain-Regler pendelt sich bei 13.30 Uhr ein. Die Aussteuerung gelingt mit den Signal- und der Peak-LED zügig. Klanglich arbeitet das Pult recht neutral und siedelt sich im oberen Bereich der Preisklasse an. Hervorzuheben ist die Rauscharmut der Vorstufen, die auch voll aufgerissen noch erträglich ist.
Sehr gut arbeitet die Klangregelung, die mit 12 kHz, 2,5 kHz und 80 Hz bewährte Frequenzen bearbeitet und mit +/-15 dB einen großen Wertebereich abdeckt. Etwas steilflankiger könnte das LowCut-Filter bei 75 Hz eingreifen, Rumpeln gegen den Mikroständer lässt sich hier aber schon ganz ordentlich unterdrücken.
Kommen wir zum Kompressor, der mit einem Knopf geregelt wird. Eine gelbe LED zeigt an, ab wann eingegriffen wird. Dies geschieht erfreulich unkompliziert, bei gemäßigter Einstellung werden nahezu unhörbar die Spitzen gekappt, bei Extremeinstellung wird die Dynamik wirkungsvoll unterbunden, ohne das Klangbild zu zerstören.




























Danke für den sehr ausführlichen Test.
In Einer Sache möchte ich „wiedersprechen“: Denon hat niemand kopiert, sie haben aber auch nichts al Ihren Namen an dieses Produkt gegeben. Die beiden Mixer sin 100% baugleich mit Geräten der Firma Alto, die je von der gleichen In-Music Gruppe vertrieben werden (Alesi, Akai, Numark…) Den kleinerern hat amazona vor einigen Tagen erst im Vergleichstest beschrieben.
Einziger echter Unterschied: der Preis, der ist dafür aber deutlich.
Ich persönlich finde es furchtbar das heute noch Effektgeräte verbaut werden , welche kein Tap-Tempo haben , das ist wie ein Auto ohne Klimaanlage und gehört in die technologische Steinzeit. One -Knob Kompressoren sind doch auch möglich …
Diese gemeinschaftliche Ausschlachtung von sogenannten Markennamen für Produkte sollte mal mehr in den Fokus gerückt werden.
Hier findet zur Zeit eine Konsumenten.Verarsche statt. Hatten wir vor kurzem ja auch bereits bei Alesis festgestellt.
Evtl würde auch eine Liste hilfreich oder zumindest interessant sein, auf welcher das „Originalprodukt“ und deren identische „Marken-Doppelgänger“ gegenübergestellt werden. Oder gibt es das bereits?
Jenand der gerne ein bisschen mehr für einen besseren „Namen“ zahlt jedoch für das exakt gleiche produkt…. das ist… mir fällt jetzt nichts intelligentes ein :-)