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Test: Denon DN-MC 6000

(ID: 1558)

Routing und Zuweisungen

Die Anschlussvielfalt des MC6000 wird über diverse Schalter in die richtigen Bahnen geleitet. So legt man über vier Regler auf der Oberseite fest, ob man zum Beispiel den Traktor mit vier Decks laufen lassen will oder doch lieber nur zwei Decks und dafür noch zwei real existierende Turntables oder CD-Decks mit an Bord holen möchte – die Matrix erlaubt fast jede Kombination. Sehr praktisch übrigens, wenn man seinem Laptop nicht traut und sich eine Hardware-Sicherheitslösung schaffen will. Fällt der Rechner aus, schaltet man halt auf Deck 3 und 4 und legt von Hand weiter auf – sehr komfortabel. Dazu muss man dann natürlich auch noch die Signal-Eingangsquellen auf der Rückseite richtig wählen, ganz ohne Vorarbeit geht’s halt nicht.

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Denon DN-MC 6000

Denon DN-MC 6000

Auch wenn Fader und EQs gleich vierfach vorhanden sind, gibt’s vieles auch „nur“ doppelt. Daher erreicht man die Decks C und D in dem Fall über zwei Deck-Change-Buttons; für Deck A bzw. B leuchtet der blau, für Deck C und D dann jeweils rot. Dazu wechselt dann auch die Farbe des jeweiligen Jogwheels (bzw. dessen dazugehörige Beleuchtung) – so weiß man immer, an welchem Deck man gerade schraubt.

Die Vorhörfunktionen via Headphone lassen sich stufenlos zwischen Cue- und Mastersignal regeln, über Split-Cue lassen sich Cue- und Master auch sauber mono auf beide Ohren verteilen.

Auch der Booth-Out schließlich lässt sich per Auswahlschalter wahlweise mit den vier Kanälen oder dem Mastersignal bestücken; so kann man dann eventuell auch einen weiteren Raum – etwa denn zum Chillen – mit Extra-Musik beschallen. Einen Zweiband-EQ plus Levelmeter gibt es gratis dazu.

Praxis

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In der Praxis macht der MC6000 eine gute Figur – Cueing, Loop-Points setzen, Pitching oder das Synchronisieren von Decks funktioniert ohne Beanstandungen und übersichtlich, alle erforderlichen Bedienelemente liegen gut in Reichweite. Man muss kaum noch mal die Maus zu Hilfe nehmen, egal, ob es nun um das Scrollen durch die Effekte oder die Auswahl von Songs geht – die Hände bleiben am Controller. Komplizierter wird’s, wenn auch der Shift-Button benötigt wird, etwa zum Beladen von Deck C und D. Das nämlich lässt sich mit einer Hand nicht mehr regeln, da die Shift-Taste fernab von der Browser-Bedieneinheit liegt. Auch sonst sind hin und wieder „Klammergriffe“ gefragt, etwa zum Umschalten des Jogwheels zwischen Scratch und Pitch. Trotz eh schon massivem Bedienelementaufkommen ist so mancher Button und Knob auch noch mehrfach belegt, da muss man sich halt einarbeiten.

Besonders in der Mitte wirds eng

Besonders in der Mitte wirds eng

Schön wäre es auch gewesen, wenn nicht nur die Jogwheel-Beleuchtung, sondern auch die der Cue-Tasten, Effekte oder Loop-Points die Farbe ändern würde, so dass man sofort sieht, für welches Deck die gerade aktiv sind. Die nämlich bleiben bei der normalen Beleuchtung und wechseln nicht zwischen rot und blau. Aber gut, das ist Jammern auf hohem Niveau und ein Luxusproblem, es geht natürlich auch ganz gut ohne; man muss halt nur schauen, in welcher Farbe der Deckchange-Taster gerade strahlt.

Die Drehregler sind gummiert und groß und eigentlich auch gut zu greifen und zu bedienen, würden die nicht teilweise so eng zusammenstehen. Für Leute mit schmalen Fingern kein Problem, andere müssen halt mit den Fingerspitzen ans Werk gehen. Die Pegelanzeige setzt – besonders beim Master – etwas spät ein, da muss man schon aufdrehen, um Licht auf die Tanne zu bekommen.

Fünf Fader für ein Halleluja

Fünf Fader für ein Halleluja

Dass der MC6000 gleichermaßen für Traktor und den Virtual DJ präpariert ist (bei uns wird er mit Traktor Pro LE ausgeliefert, in den Staaten mit dem Virtual DJ), ist einerseits löblich, andererseits muss man dann auch hin und wieder umdenken, da es dann auch hier Doppelbelegungen gibt. Wer aber eh nur mit einer Software arbeitet, dürfte sich schnell daran gewöhnen. Andere DJ-Software lässt sich anpassen, der MC6000 arbeitet – wie schon erwähnt – auch als Standalone-Mixer.

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Fazit

Der MC6000 ist das, was man gerne als „Tausendsassa“ bezeichnet, hat er doch alles drauf, was sich das DJ-Herz wünscht. Vier-Deck-Unterstützung – auch in gemischter Software/Hardware-Besetzung, analoger Zweikanal-Standalone-Mixer und MIDI-Controller, interne Soundkarte, native Unterstützung von zwei populären DJ-Programmen, dazu die wohl größte Zahl an Ein- und Ausgängen, die ein DJ-Controller bisher angeboten hat – viel mehr kann man sich da gar nicht wünschen. Hier und da fehlt es ein wenig am Bedienkomfort, aber das ist eher den vielen Möglichkeiten geschuldet als der Nachlässigkeit der Entwickler.

Allerdings muss man sich auch ein wenig mit dem Gerät beschäftigen; aufgrund der vielen Möglichkeiten dauert es etwas, bis man die Bedienung intus hat. Leider ist das Handbuch da mehr als lückenhaft, mehr als die Basics werden nicht geboten. Völlige Anfänger werden deshalb mit dem DN-MC6000 nicht glücklich werden, da bleibt zu viel unerklärt.

Für die aber ist der DN-MC6000 wohl auch kaum gedacht; zum einen bewegt er sich in einer Preisregion außerhalb des Amateur-Taschengeld-Niveaus, zum anderen ist er – auch dank seiner massiven Bauweise samt den Rackwinkeln – ohnehin wohl für die Profiliga konzipiert, die sich das Teil gleich fest ins Flightcase schraubt. Eine Alternative ist da dann letztendlich nur der S4 von Native Instruments selber, der sowohl preislich als auch technisch recht ähnlich ist. Da hilft am Ende dann nur, beide mal anzutesten und nach dem persönlichen Vorlieben zu wählen; der Denon gehört da aber klar mit in die erste Wahl.

Plus

  • vier Deck-Controller
  • auch als analoger Stand-Alone-Mixer einsetzbar
  • interne Soundkarte
  • optimiert für Traktor und Virtual DJ
  • gute hochauflösende, berührungsempfindliche Jogwheels
  • frei zuweisbare Eingangsquellen
  • regelbarer Booth-Out mit zuweisbarem Signal
  • kaum noch Mauseinsatz notwendig
  • Crossfader Belegungsmatrix plus einstellbarer Curve
  • gute EQs, auch für Booth Out und beide Mikrokanäle getrennt
  • gute Phono- und Mikro-PreAmps
  • Traktor Pro LE mit dabei
  • stabiles Gehäuse inkl. Rackwinkel

Minus

  • Fader mit leichtem Seitenspiel
  • Shift-Taste schlecht platziert
  • Knobs stehen manchmal arg eng
  • unzureichendes Manual

Preis

  • UVP: 799,- Euro
  • Straßenpreis: 749,- Euro
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Forum

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