Test: Denon MC4000, DJ-Controller

Angeschlossen

Auch bei diesem Gerät aus dem Hause Denon ist der Blick auf die Rückseite alles andere als enttäuschend. Schließlich bietet einem der MC4000 wieder zahlreiche Möglichkeiten, die Signale zu verarbeiten. Zum einen haben wir einen symmetrischen XLR- sowie einen unsymmetrischen Cinch-Master-Ausgang. Hierbei steht der Controller seinem großen Bruder, dem MC6000, also in nichts nach. Ebenso vorhanden ist der 6,3 mm Klinken-Ausgang für den Booth-Kanal. Lediglich bei externen Signalen gibt es einen kleinen Wermutstropfen, da sich nur ein Aux-Signal per Cinch anschließen lässt. Dafür lassen sich jedoch wieder zwei Mikrofone anschließen, eins über einen XLR-Klinken-Kombianschluss und das zweite per 6,3 mm Klinke. Und um es gleich vorweg zu nehmen, beiden Mikrofonen wurde jeweils ein 2-Band-EQ spendiert. Dieses Feature ist meist nur wesentlich teureren Geräten vorenthalten. Daumen nach oben.

Die Anschlussmöglichkeiten sind wie immer zahlreich

Die Anschlussmöglichkeiten sind wie immer zahlreich

An der Front lässt sich lediglich noch der Kopfhörer anschließen, wobei einem auch hier die Wahl gelassen wird, ob man sie per 3,5 mm oder 6,3 mm Klinke anschließen möchte. Besonders interessant für DJ-Duos oder Wechsel. Weitere Zuspieler wie bspw. Plattenspieler lassen sich nicht anschließen.

Features und Praxis

Der Denon MC4000 wird mit Serato DJ Intro ausgeliefert und ist auch für diese Software konzipiert worden. Das heißt, das Layout ist an das Interface der Serato Software angepasst, doch natürlich kann der Controller auch mit jeder anderen DJ-Software betrieben werden, die MIDI-Signale verarbeiten kann.

Nett ist schon einmal, dass man Serato DJ Intro auf die Vollversion upgraden kann und hierfür beim Kauf des Denon einen 50% Preisnachlass bekommt. D.h. für das volle Serato DJ Paket bezahlt ihr nur rund 50 Euro und bekommt dafür eine voll ausgereifte DJ-Software. Das finden wir super. Der Controller ist für Serato DJ ausgelegt, d.h. jeder Knopf, Poti und Fader hat seine zugewiesene Funktion, plus häufig auch eine alternative Belegung, die per Shift erreicht werden kann. Kaum ist der Controller angeschlossen, kann man dank Plug’n’Play auch schon loslegen und den vollen Funktionsumfang des MC4000 genießen. Lästiges Zuweisen der Funktionen ist nicht mehr nötig. Beim erstmaligen Auflegen mit dem Gerät ist mir vor allem die überarbeitete Pad/Hot Cue-Sektion aufgefallen. Die Pads fallen nun größer aus, wodurch ein wesentlich komfortableres Gefühl entsteht als bspw. noch beim MC6000 MKII. Die Pads lassen sich insgesamt in drei verschiedenen Modi benutzen, die über den „Pad-Mode“-Button ausgewählt werden. Der erste Modus beinhaltet die bekannten Hot Cues, von denen insgesamt acht Stück gesetzt werden können. Dank des neuen „Quantize“-Modus in Serato DJ und den größeren Pads geht das nun auch wesentlich schneller von der Hand. Der zweite Modus ist dem ersten recht ähnlich, denn auch hier werden Hot Cues gesetzt, jedoch werden diese direkt mit einem Loop versehen. Ein tolles Feature, durch das man mit ein wenig Vorbereitung sehr kreative Übergänge schaffen kann. Den dritten und letzten Modus nennen wir einfach mal „Loop-Roll“-Modus. Durch Drücken eines Pads wird ein Loop in entsprechender Länge gesetzt, der solange intakt bleibt, bis die Taste wieder losgelassen wird. Das funktioniert auf Anhieb hervorragend und ist gerade bei elektronischer Musik ein sehr cooler Effekt. Im Zusammenspiel mit dem separaten Filter, das jeder der beiden Kanäle besitzt, kann man noch mal mehr aus diesem Feature rausholen.

Die großen Jogwheels und die überarbeiteten Pads überzeugen im Test

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