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Test: DesignbyPaul PolySynth, Virtuellanalog, iOS-APP

25. April 2018

MS20 Filter und besonderes Oszillator-Design

DesignbyPaul Polysynth

DesignbyPaul Polysynth

von DesignByPaul
5,49 Euro, AppStore
IAA, Audiobus, CoreMIDI

DesignbyPaul Polysynth

DesignbyPaul Polysynth

Die englische App-Schmiede DesignbyPaul ist mit dem E-Theremin schon seit Ewigkeiten im App-Store vertreten und überrascht hin und wieder mit ausgefallenen Apps, die allerdings leider weniger Beachtung fanden. Diesen Herbst machte Paul aber mit der virtuell semi-modularen App „S-Modular“ auf sich aufmerksam, die für 5,49 Euro auch noch sehr preiswert, aber keine Konkurrenz zu Moog Model 15 ist.

Die neuste App, DesignbyPaul Polysynth ist ein klassischer, einfach gehaltener VCO, VCF, VCA Synthesizer in Moog-Optik, dessen Parameter alle auf eine Seite passen – mit einem MS20 Filter.
Die klassischen Filter von Moog, die bei Resonanz den Bass ausdünnen, konnte ich nie leiden. Ein Filter muss schreien können und das MS20 Filter kann. An die Oszillatoren von Moog kommt allerdings wenig ran. Das weckte die Erwartung, dass Polysynth quasi das Beste aus beiden Welten, bieten könnte.

Die Klangerzeugung des DesignbyPaul Polysynth bewerkstelligen zwei Oszillatoren mit beachtlichen sechs Schwingungsformen und einem Suboszillator mit zwei Schwingungsformen.
Der Waveform-Taster ist ehr ein Orientierungsmarker, denn das gesamte Feld dient als Taster.
Ein weiteres angenehmes Bedienelement ist, dass die Regler bei Doppeltippen wieder auf die Nullposition zurückfahren.
Leider sind die Regler und auch eigentlich die gesamte Oberfläche wieder mal Opfer des Skeuomorphismus, zu kleine Beschriftung, zu wenig hervorgehobene Reglerpositionen. Aber irgendwie ist bei allen Apps von Paul dieses „Schwarz auf Schwarz“-Grundthema.

Der DesignbyPaul Polysynth ist zwar dreistimmig polyphon, daher der Name, aber der Synth hat ein sehr eigentümliches Oszillator-Design, das besonders bei beim polyphonen Spielen zum Vorschein kommt. Bei einer Note klingt klingen die Oszillatoren noch einigermaßen sauber. Bei zwei und drei Noten klingen diese aber zunehmen kratzig und verstimmt . Gut und sauber klingende Akkorde sind nicht selbstverständlich.
Das ist nicht unbedingt schlecht. Es erinnert mich and wirklich alte Vintage-Synthesizer, die kurz davor sind den Geist aufzugeben oder zumindest lange nicht gewartet wurden. Das hat einen gewissen Charme, aber den muss man mögen.

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