Test: Digitech Element XP, Effektgerät für Gitarre

1. Juli 2014

Element: Rock

Die US-Firma DigiTech gehört sicher zu den ganz Großen in der Effektbranche. Als Teil der Harman Company fertigt man schon seit Dekaden Effektgeräte aller Kategorien und in so ziemlich jeder Form. Seien es nun die klassischen „Tretminen“, Multieffektgeräte für den Fußboden und das Rack oder röhrenbetriebene Vorstufen mit praller Effektabteilung – DigiTech konnte (und kann nach wie vor) bisher so ziemlich jeden Soundwunsch für uns Saitenzupfer befriedigen. Und das in den unterschiedlichsten Preislagen, besonders für Einsteiger befinden sich einige interessante Geräte im Sortiment, die nicht nur der Brieftasche gut tun, sondern auch mit einer breiten Palette an Sounds aufwarten.

Ganz neu ist dabei das DigiTech Element XP, das neben der kompletten Soundgestaltung sogar eine Drumbegleitung an Bord hat. Und das zu einem Preis deutlich unter der 100-Euro-Grenze – das müssen wir uns natürlich mal genauer anschauen!

Front

— DigiTech Element XP —

Facts & Features

Groß ist es nicht wirklich, das DigiTech Element XP. Mit den Maßen von gerade einmal 16 x 20 x 6 cm und einem Gewicht von schlanken 600 Gramm lässt sich das Gerät in seinem Kunststoffgehäuse auch problemlos mal im Gigbag transportieren. Schon auf den ersten Blick wird aber klar, dass man dieses zierliche Pedal nicht über die Maße mit Tritten strapazieren sollte. Zu fragil wirkt das Gehäuse samt dem ebenso aus Plastik bestehenden Realtime-Pedal, zudem ragt auch das Data-Wheel in der Mitte des Displays ein gutes Stück hervor und könnte bei einem beherzten und ungenauen Fußtritt auf einen der beiden Metallschalter früher oder später in die Brüche gehen. Auch diese sollte man besser nicht zu hart ran nehmen, obwohl sie vom Gesamteindruck der Hardware den besten Eindruck abgeben. Neben ihrer eigentlichen Funktion, dem Umschalten zwischen den Speicherplätzen, dienen sie darüber hinaus auch bei gleichzeitigem Drücken zur Aktivierung des Stimmgeräts.

Dass man mit dem DigiTech Element XP besser üben sollte als es mit auf die Bühne zu nehmen, unterstreicht auch die Anwesenheit einer Drumbegleitung. Über einen Taster lässt sich diese aktivieren, zur Auswahl stehen 45 verschiedene Drumpatterns, die sich in der Geschwindigkeit und Lautstärke anpassen lassen. Der Lambada ist jetzt zwar nicht dabei, aber ansonsten finden sich in der Drum Library fast alle Stilistiken. Na ja, zumindest die gängigsten. Und wer es lieber puristisch mag, der kann auch einfach nur einen schnöden Metronomsound wählen.

Drumpatterns

— Die integrierten Drumpatterns des DigiTech Element XP —

Bevor wir uns das Angebot an Effekten betrachten, noch kurz ein Blick auf die Anschlüsse des Digitech Element XP. Diese finden sich, wie üblich bei dieser Kategorie Effekt, auf der Stirnseite des Gerätes und bieten mehr als man zunächst annehmen dürfte. Denn physikalisch vorhanden ist zwar nur eine Output-Buchse zur Abnahme des Signals, diese ist aber als Stereo-Klinke ausgeführt und erlaubt somit auch einen zweikanaligen Betrieb des Pedals. Hierfür ist lediglich der Einsatz eines Y-Kabels erforderlich, danach steht dem Betrieb an einem Mixer (oder ähnlichen Stereo-Verstärkersystemen) nichts mehr im Wege.

Stirn

— Stirnseite mit den Anschlussbuchsen und dem erstaunlich freigängigen Realtime-Pedal —

Natürlich findet sich hier an der Stirnseite auch die Input-Buchse für die Gitarre, ebenso wie auch die Output-Buchse im 6,3 mm Klinkenformat. In kleinerer Ausgabe (3,5 mm) liegen die Buchsen für AUX IN und den Kopfhörer vor, den Abschluss bildet der Anschluss für das Netzteil, das sich erfreulicherweise mit im Lieferumfang befindet. Ein Batteriebetrieb ist für das DigiTech Element XP nicht vorgesehen, deshalb gibt es auf der Unterseite, abgesehen von den Kunststofffüßen, auch nichts weiter zu entdecken.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Die Drumbegleitung, gab es auch schon bei der RP Serie.
    Ich benutze selbst das RP350. Und war von dem 355 etwas entschäuscht, da der einzige Unterschied zu den beiden Geräten (355 zu 350) im Design bestand. Die Effekt, Speicher- und Einstellmöglichkeiten waren identisch…..Warum also sollte jemand der ein funktionierendes RP350 hat zu einem 355 wechseln. Deshalb beschleicht mich der Gedanke, das der Unterschied vom Element XP zum 350 bzw. 355 wiederum nur im design besteht……

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      Stephan Güte  RED

      Hai Uwe50,

      ich besitze leider keines der von dir genannten DigiTech-Geräte. Könnte aber durchaus sein, dass das Element XP hauptsächlich ein optischer Upgrade ist. Auf jeden Fall ist es für diesen Preis wirklich sehr gut!

      Viele Grüße,

      Stephan

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        AMAZONA Archiv

        Hi Stephan,
        man sollte eventuell mal in der Bedienungsanleitung nachsehen, da stehen die Effekte usw. drin. Wenn die wieder identisch sind ist es nur ein optischer Upgrade. Nur finde ich, das so was unnötig ist. Oder gibt es Leute die zum Beispiel ein funktionierendes RP 350 / 355 weg geben und sich nur wegen der Optik ein XP kaufen? Ich jedenfalls würde das nur aus Gründen der Optik nicht machen. Wenn das XP total neue Features hätte, dann könnte man es sich überlegen….
        lg
        Uwe

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      Nobdi55

      Unterschied zw. 350 und 355 ist nicht nur im Design.
      RP355 hat nen zusätzlichen 20sec Looper eingebaut und als Umschaltvariante den „Stomp“-Mode (also quasi ein „virtueller“ Stompbox Mode).
      Ob einem das das Upgrade von 350 auf 355 wert ist, ist natürlich geschmackssache.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    hab noch was vergessen.
    Das Element XP hat im Gegensatz zum RP355 KEINEN USB-Anschluss.
    Es ist als NICHT über X-Edit (PC) editierbar….. Eigentlich Schade. Das lässt dann den Preis für das XP leider auch nicht mehr so günstig erscheinen….

  3. Profilbild
    Nobdi55

    Die Anzahl der Speicherplätze, Ampsimulationen, Boxen und Effekt zeigt, dass das xp wohl nicht exakt gleich dem rp355 oder rp255 ist. – Die ist nämlich beim xp durchgehend niedriger (!).

    Samplingrate, Bittiefe und Typ des Chipc (DNA2) sind wiederum gleich, was nicht unbedingt auf eine Verbeserung des Geräts schliessen lässt, sondern eher auf ein optisches „relaunch“.

    Wie mein Vorredner schon gesagt hat hat das rp355 (und auch das RP255 um mal beim selben Preis zu bleiben) zusätzlich noch ein 2×2 Audio Interface eingebaut, was den Preis vom XP gaaaanz schlecht aussehen lässt (die reine Audioqualität war nämlich schon in der RP Serie ganz ok – habe selber das RP155)

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Die RP – Serie hat noch ein ganz anderes Highlight, nämlich den USB – Anschluss. So kann man zusätzlich zum eigentlichen Effektgerät noch ein iPad anschließen und die Wandler klingen gut.
    Dazu noch ein Ganzmetallgehäuse.

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