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Test: DOCtron IMC MK2, Instant Mastering Chain

Kleine Kiste, großer Sound!

30. Juni 2025
DOCtron IMC MK2 test

DOCtron IMC MK2, Instant Mastering Chain

Bei dem DOCtron IMC MK2 handelt es sich um einen kompakten, analogen Stereo-Prozessor zur Summenbearbeitung im Live- und Studiobetrieb, der als Instant Mastering Chain bezeichnet wird.

Kurz & knapp

  • Klangqualität überzeugend: Weicher, transparenter Sound mit subtiler Dynamikbearbeitung, ideal für unkomprimiertes Material.
  • Kompaktes Design: Transportfreundlich und mobil einsetzbar – trotz fehlender Gummifüße.
  • Bedienung ausbaufähig: Enge Regleranordnung, schwer zugängliche Taster und schlechte Ablesbarkeit trüben das Nutzererlebnis.
  • Flexibler Einsatz: Dank EQ, Kompressor, Saturierung und Feedforward/Feedback-Umschaltung vielseitig einsetzbar – besonders live.
  • Preis-Leistung solide: Hochwertige Verarbeitung und Klangqualität rechtfertigen den Premiumpreis für Liebhaber und Profis.
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DOCtron IMC MK2
DOCtron IMC MK2
Kundenbewertung:
(2)

Bewertung

DOCtron IMC MK2

Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Bewertung des Autors
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Das Konzept des DOCtron IMC MK2

Es gibt Geräte im Musikbereich, bei denen man sich auf den ersten Blick unter Umständen fragt, wofür man das Gerät in der Praxis einsetzen könnte. Bei dem DOCtron IMC MK2 gebe ich unumwunden zu, dass ich kurz überlegen musste, wofür man das auf den ersten Blick bereits einen interessanten Eindruck machende Gerät nutzen kann.

Zunächst einmal fällt die Bezeichnung „Instant Mastering Chain“ ins Auge. Sicher eine wohlklingende Beschreibung, allerdings würde ich den IMC MK2 eher als einen Kompressor mit einem zusätzlichen 2-Band Shelving-Equalizer samt Saturierungmöglichkeit bezeichnen. Ob dies bereits eine Mastering Chain darstellt, kann jeder für sich selber definieren. Allerdings enthält der DOCtron IMC MK2 ein paar sehr interessante Details, die es für einige Einsatzbereiche optimiert.

DOCtron IMC MK2, Instant Mastering Chain

Aufgrund des transportablen Konzepts ist der DOCtron IMC Mk2 natürlich für den Live-Betrieb prädestiniert. Vor allem DJs und Künstler, die live ihre (elektronische) Musik präsentieren, werden hieran ihre Freude haben, denn mit Hilfe des DOCtron IMC Mk2 lässt sich der Live-Sound u.a. an die Laustärkeverhältnisse gemasterter Tracks anpassen.

Aber auch im Tonstudio lässt sich die Instant Mastering Chain einsetzen. Man nehme einen ungemasterten Track und schicke ihn nicht mittels einer DAW über die digitalen Plug-ins, sondern verwende die Schaltung des DOCtron IMC MK2, um dem Material einen zusätzlichen Punch zu verpassen. Ebenso ist es möglich, je nachdem auf welches Device man Zugriff hat, dem anliegenden Signal über diese kleine Kiste eine entsprechende klangliche Aufwertung zu verpassen.

Im folgenden Video zeigt euch Martin Stimming einige Anwendungsbeispiele für den DOCtron IMC Mk2:

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Mehr Informationen

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Laut Hersteller wurden im Vergleich zur MK1 Version folgende Punkte abgeändert:

  • neues VU-Metering mit optimierter Darstellung und besserer Ablesbarkeit
  • neue Potis mit hochwertigerem Drehverhalten und verbessertem haptischem Feedback
  • leichte Designanpassungen an der Frontplatte (u. a. Potis), die für eine professionellere Optik sorgen

Die Konstruktion des DOCtron IMC MK2

Mit den Abmessungen von 146 x 143 x 56 mm (B x T x H) und einem Gewicht von nur 990 g ist der DOCtron IMC MK2 in der Tat leicht zu transportieren. Das mitgelieferte externe Netzteil gilt es nicht zu verlieren, da es mit den Werten 24 V, DC bei 1 A nicht so einfach durch ein Allerweltsnetzteil zu ersetzen ist.

doctron imc mk2 test

Den DOCtron IMC MK2 gibt es in den zwei Ausführungen „Desktop“ und „IMC500„. Uns liegt die Desktop-Variante zum Test vor – wobei die Bezeichnung Desktop ein wenig mit einem Fragezeichen zu versehen ist, denn die kleine Kiste hat tatsächlich keinerlei Füße, mit der man es in irgendeiner Form auf dem Desktop fixieren könnte. Es gibt auch keine aufklebbaren Füße, die mitgeliefert werden. So gesehen ist das Ganze leider eine etwas rutschige Angelegenheit.

Insgesamt zehn Regler, die sehr stark nach vorne aus dem Gehäuse herausstechen, sorgen für die Regelbarkeit der einzelnen Parameter. Oben links angefangen haben wir einen Phones-Regler, bei dem man den Kopfhöreranschluss, der sich über eine Mini-Klinke auf der Rückseite des Gehäuses befindet, in der Lautstärke regeln kann. Es folgen die beiden Shelving-Equalizer, die bei 60 Hz und 12 kHz ansetzen, gefolgt von einem Drive-Regler, der über die Saturierung entscheidet.

Oben rechts, als letztes Bedienelemente, haben wir den Output-Regler. Die gesamte untere Abteilung ist dem Kompressor zugeordnet, abgesehen von dem Input-Regler ganz links. Der Kompressor hat als Regelmöglichkeiten Threshold, Ratio zzgl. die Millisekundenanzahl von Attack und Release. Ratio, Attack und Release sind in ihrem Einsatzbereich gerastert, während die anderen Regler alle frei in ihrer Regelbarkeit sind. Die Reihenfolge der drei Signalprozessoren ist EQ > Kompressor > Drive.

Links außen befinden sich drei kleinere Taster. Zwei davon sind dafür gedacht, jeweils den Equalizer und den Kompressor ein- und ausschalten zu können. Alle drei Schalter sind mit einer roten LED hinterlegt, so dass man sehr gut erkennen kann, ob die Prozessoren aktiviert sind oder nicht.

Allerdings sind die Taster sehr tief ins Innere des Gehäuses verbaut, sprich man muss sehr fest gegen das Gehäuse mit seinem Finger drücken, um die Schalter zu aktivieren bzw. zu deaktivieren. Ich persönlich hätte sie gerne ein bisschen weiter außerhalb des Gehäuses gehabt.

DOCtron IMC MK2, Instant Mastering Chain

Eine Besonderheit stellt der obere Schalter dar, der zwischen den Einstellungen FF (Feedforward) und FB (Feedback) wählt. Dies sind wichtige Komponenten der Regelungstechnik, die sich grundlegend in ihrer Funktionsweise und ihrem Zweck unterscheiden. Hier der Unterschied im Audio-Kontext:

Feedforward (FF) – Vorwärtsregelung

  • Funktionsweise: Die Regelung erfolgt auf Basis des Eingangssignals, bevor es durch den Prozessor verändert wird.
  • Signalfluss: Das Eingangssignal → Analyse (z. B. Pegelmessung) → Regler berechnet Gain-Reduktion → Signal wird bearbeitet.
  • Vorteil: Reagiert schneller auf plötzliche Pegelspitzen. Klingt oft präziser, transparenter.

Feedback (FB) – Rückkopplung

  • Funktionsweise: Die Regelung basiert auf dem Ausgangssignal, nachdem es bereits bearbeitet wurde.
  • Signalfluss: Eingangssignal → Bearbeitung → Ausgangssignal → Analyse → Rückkopplung zur Regelung.
  • Vorteil: Klingt „musikalischer“, weicher, oft „natürlicher“. Wird vom Regelkreis „mitgeführt“, was eine Art Selbstanpassung bewirkt.

Ansonsten ist die Verarbeitung des IMC MK2 sehr gut. Die Regler laufen angenehm schwergängig und scheinen auf der Innenseite am Gehäuse gekontert zu sein. Zumindest lassen sie sich so gut wie überhaupt nicht in der Seitenachse bewegen. Die Optik ist in Carbon gehalten, was dem Gerät ein edles Outfit verpasst.

Anschlüsse des DOCtron IMC MK2

Die Audiobuchsen auf der Rückseite des Geräts sind konsequent in TRS gehalten. Zum einen hat man dadurch mehr Platz auf der Oberfläche, zum anderen sind aber auch die Anschlussmöglichkeiten für den mobilen Betrieb besser in TRS als in XLR gehalten, da hier in der Hauptsache doch noch viel mit Klinke gearbeitet wird.

Neben Stereo-Input und Stereo-Output verfügt die Instant Mastering Chain über einen zusätzlichen Sidechain, der über Mono-Send und -Return verfügt.

Ansonsten befindet sich auf der linken Seite der On-Off Schalter und die Eingangsbuchse für das Netzteil.

DOCtron verwendet bei seinem Gerät einen hochwertigen Ausgangsübertrager von Lundal, was explizit im Handbuch hervorgehoben wird.

DOCtron IMC MK2, Instant Mastering Chain

DerDOCtron IMC MK2 in der Praxis

OK, fangen wir mit dem Handling an. Obwohl die Regler schön fest am Gehäuse sitzen, gestaltet sich die Einstellung etwas „indirekt“. Die gerasterten Potentiometer laufen für meinen Geschmack etwas hakelig und auch die freilaufenden Regler sind aufgrund der Nähe zueinander alles andere als einfach zu bedienen.

Hinzu kommt, dass die Ablesbarkeit der mehr grau als weißen Schrift auf der Front auch nicht gerade zu einem entspannten Arbeiten beiträgt.

Und noch einen Kritikpunkt gibt es leider oben drauf: Das Gerät hat keine Status-LED, d. h. sofern man keinen der LED-Druckschalter aktiviert hat, kann man nicht erkennen, ob es eingeschaltet ist.

Fazit, der Bedienungskomfort ist alles andere als oberste Liga.

Aber dann erschallen die ersten Klänge des DOCtron IMC MK2, was unmittelbar ein breites Lächeln ins Gesicht des Testers zaubert. Die Instant Mastering Chain hat einen sehr guten, angenehm weichen und transparenten Grundklang. Insbesondere bei dynamischem Material, das noch nicht komprimiert wurde, kann der DOCtron IMC MK2 seine Stärken ausspielen, wobei mir nicht nur die einfache Handhabung des Kompressors gut gefällt, sondern insbesondere auch die harmonische Aufwertung des Drive-Reglers.

Selbst bei Maximalpegel bleibt das Ausgangsmaterial schön transparent und selbst bereits hoch verdichtetes Material wie z. B. das verwendete Jingle-Sample erfährt nochmals eine klangliche Aufwertung.

Beim EQ gefällt mir der Bassregler recht gut, zumal er vergleichsweise subtil zu Gange geht. Der Höhenregler ist mir persönlich vom Ansatz her etwas zu harsch und könnte etwas weicher klingen. Das ist aber, wie immer, Geschmacksache.

Insgesamt muss man dem DOCtron IMC MK2 diesen ganz speziellen Part attestieren, der einen Hauch von Sucht auslösen kann. Es ist eine kleine Kiste, an die man sich klanglich ganz schnell gewöhnt und sobald sie ausgeschaltet ist, fragt man sich umgehend, warum der Sound plötzlich so dünn geworden ist. Von daher gefällt mir das Gerät sehr gut und es wird bestimmt seine Abnehmer finden.

DOCtron IMC im Einsatz im Studio

DOCtron IMC im Einsatz

Der Ladenpreis ist natürlich ein Punkt, der einige potentielle Käufer abschrecken könnte, zumal viele Geräte heutzutage mit entsprechenden, kostenlosen Plug-in-Lösungen ausgestattet sind. Im Gegenzug bekommt man jedoch ein handgefertigtes, herausragend klingendes Gerät aus Deutschland, was gerade in der heutigen Zeit einem auch den einen oder anderen Euro mehr an Ausgaben wert sein sollte. Ich für meinen Teil halte den Preis für sehr sportlich, aber in Anbetracht der Leistung des Produktes für angemessen.

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Klangbeispiele
Fazit

Mit dem DOCtron IMC MK2 hat der deutsche Hersteller ein klanglich herausragendes Gerät in seinem Portfolio, das mit einfachsten Mitteln, insbesondere im mobilen Bereich, nahezu jedem Ausgangsmaterial eine klangliche Aufwertung ermöglicht.

Ein sehr spezielles Produkt, aber für seine Zielgruppe extrem wertvoll.

Plus

  • Klang
  • Abmessungen
  • Made in Germany

Minus

  • etwas "hakelig" in der Bedienung
  • keine Statusanzeige

Preis

  • 2.499,- Euro
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Über den Autor
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Axel Ritt RED

Axel Ritt studierte Musik + Architektur und arbeitet(e) seit nunmehr 40 Jahren als professioneller Musiker und Tonmeister für die Bands JÄST, GRAVE DIGGER, HELLRYDER, DOMAIN und MONSTERGROOVE.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Nicole

    fast 2000euro zu teuer. sollte vielleicht max 800 kosten.

    um 800 gibts nen ssl clone bus comp mit spezialfeatures aus uk.

    die tolle verarbeitung? die farbe der reglerbeschr. verschmiert auf der frontplatte.

    die buchsen hinten keine metallausführung.
    da ist jemand auf kohle aus.. und versucht das made in germany zu verwerten.

    kommt uns nicht auf die bühne und nicht ins studio. sry

    • Profilbild
      ollo AHU

      @Nicole Das Teil ist dafür ausgelegt, auch das allerletzte Quäntchen Lautheit aus Livematerial rauszuholen, damit der Live-Act gegenüber einem DJ mit perfekt gemasterten Tracks nicht zu sehr in Sachen Lautheit abfällt.

      Ist wohl schon ein sehr spezielles Produkt.

  2. Profilbild
    ollo AHU

    Bei dem Drums Beispiel ist das bearbeitete Signal irgendwie eingeengt, das Stereobild ist kommtplett anders. Liegt das daran, dass die Bassdrum druckvoller und lauter wird und mehr auf dem linken Kanal ist, und das dann den anderen Höreindruck erzeugt? Der Druck gefällt mir aber der Stereoeindruck klingt dadurch in dem Beispiel falsch.

    • Profilbild
      Axel Ritt RED

      @ollo Viele Dank für den Hinweis.

      Ich weiß nicht warum, aber bei der erneuten Überprüfung des Recording Setups ist mir leider aufgefallen, dass nur bei diesem Soundfile kein hartes L/R Panning eingestellt war, sondern ein Kanal im Center steht, daher das verschobene Stereobild.

      Sorry, das war ein Aufnahmefehler 😓.

  3. Profilbild
    Llisa

    Komisches Produkt… Bei dem Preis könnte man sich zum Beispiel ein ADT Toolmod Rack mit EQ und Kompressor zusammenstellen daß nicht nur sehr viel mehr Kontrolle erlaubt aber sicher auch besser klingt.

  4. Profilbild
    Koala

    Bei den Kommentaren hier, habe ich den Eindruck, dass dieses Produkt nicht richtig verstanden wird. Martin Stimming, von dem wohl die Idee stammt, hatte das Bedürfnis nach einer möglichst gut klingenden Live-Mastering Chain für Elektronik-Gigs und das in einem möglichst kleinen, leichten Gehäuse, damit sowas z.B. auch mit dem Handgepäck bei Flügen mitgenommen werden kann.

    Bei dem Gehäuse handelt es sich nicht um Carbon-Optik, sondern das Gehäuse ist aus Carbon angefertigt, was anscheinend den Preis deutlich nach oben drückt. Siehe alles auch im Test von Jörg Hoffmann des Vorgängergeräts: https://www.amazona.de/test-doctron-imc-5-martin-stimming-instant-mastering-chain/

    Wer kein Carbon-Gehäuse benötigt und nur im Studio hängt, kann es ja auch mal mit der 500er-Variante versuchen, die nur 1499€ kostet. Natürlich gibt es auch genug Mitbewerber-Produkte, aber eben nicht in einem so kleinen Format und mit dieser Funktionalität.

    Im Test hätte ich zumindest noch gut gefunden, wenn man im Bild mal die VU-Meter leuchtend gesehen hätte. Ich habe die nämlich auch erst mal suchen müssen.

    P.S: Ich habe absolut nichts mit dem Hersteller zu tun, wundere mich hier nur über die reflexartigen, negativen Kommentare.

    • Profilbild
      Koala

      @Koala Im Studio vielleicht. Wenn man sich M.Stimmings Live-Setup so anschaut, kann man schon nachvollziehen, dass es darum geht mögliche viel seines Sounds mit minimalem Platzbedarf umzusetzen. Und ein Alesis 3630 passt da so gar nicht. Daft Punk ≠ Stimming 😉

      Ich tippe mal daher ist das Gerät für einen Großteil der User (mich inbegriffen) eher weniger interessant oder maximal in der 500er-Variante.

      • Profilbild
        Koala

        @Numitron Es ist nun mal eher ein Gerät was in Kleinserien gebaut wird. Nur mal als Vergleich – ein Tegeler Creme (ohne Motorisierung), der zumindest Busskompressor und EQ bietet, kostet auch normalerweise 1700€, hat dann keine Lundahl-Übertrager, keine Sättigungsfunktion, Sidechain etc. eingebaut und ist natürlich auch als 2HE 19″ Gerät größer und unhandlicher. Sowas wird man nicht mitschleppen, wenn man ein Einmann-Act ist, ohne Roadies, Techniker etc.

        Ich will jetzt keine Lanze für den Doctron brechen, den ich ja nicht mal selbst getestet habe, nur werden hier Äpfel mit Birnen verglichen. Das Doctron-Teil will kein Tegeler Creme, kein Fusion, kein Neve Masterbuss Compressor sein, sondern wohl eher ein Live-Buss-Prozessor, der Busskompression, etwas Klangregelung und Sättigung in hochwertiger Qualität bietet, das im leichten transportablen Format für den handlungsreisenden Elektronikmusiker 😁.

        Und niemand wird gezwungen sowas zu kaufen.

        Ich für meinen Teil, spiele selten live und werden für meinen nächsten Gig es mal mit dem OTO Boum versuchen, da ich den ich bereits habe.

      • Profilbild
        dilux AHU

        @Numitron „Carbon ist nur Kunststoff“

        bevor man so einen unsinn verzapft, sollte man sich vorher vielleicht einfach mal informieren oder den mund halten….

        allein der fertigungsprozess ist um so vieles aufwändiger als bei kunststoff, das zumeist in granulatform erhitzt und dann in form gepresst wird

        bei carbon ist nur das epoxydharz ein kunststoff, der hauptbestandteil – die kohlefasermatten – bestehen aus kohlenstoff, einem natürlichen element.

      • Profilbild
        m-ex AHU

        @Numitron Es ist ein immer wieder zu beobachtendes Problemchen, wenn man (aus Bequemlichkeits- oder Zeitgründen) einen „Kurznamen“ erfindet und dann über die Jahre die eigentliche Bedeutung vergisst.

        Ist ein Gehäuse aus „Carbon“, dann besteht es aus einem kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff.

        Meist wird für die Erzeugung dieses Verbundwerkstoffes Epoxidharz verwendet, es kommen aber auch andere Duro- oder Thermoplaste zum Einsatz.

        Was am Ende der Hauptbestandteil dieses Gemisches ist, hängt – welch Wunder – von der Mischung ab.

        Also ja, ein Kunststoff.

        Aber nein, nicht irgendein beliebiger Kunststoff und aufgrund der Kohlenstofffasermatten (Herstellung, Verarbeitung, …) nicht gerade kostengünstig.

        Ob es bei der getesteten „Instant Mastering Chain“ unbedingt ein Carbongehäuse hätte sein müssen, wäre dann wiederum eine Frage, die alleinig durch den Hersteller zu beantworten ist. Ich persönlich würde dem Herrn Stimming unterstellen, dass er sich bei der Auswahl des Gehäuses etwas gedacht hat.

        • Profilbild
          dilux AHU

          @m-ex carbon ist ein verbundwerkstoff, kein kunststoff. oder würdest du einen diamanten als kunststoff bezeichnen?

          • Profilbild
            m-ex AHU

            @dilux Zum einen habe ich geschrieben, dass es sich um einen Verbundwerkstoff handelt.

            Zum anderen: Was wäre denn bei einem Diamanten bitteschön das Matrixmaterial?
            Fazit: Eher ein schlechter Vergleich.

            Und aufgrund des Matrixmaterials (meist Epoxidharz) ist dieser Verbundwerkstoff „Carbon“ in Summe durchaus ein Kunsstoff.

            Aber wie auch immer: Es ist nicht vergleichbar mit jedem dahergelaufenen Kunststsoff und daher durchaus preisintensiv (was meine Kernaussage sein sollte, auch wenn dies vielleicht nicht so angekommen ist) 🍻

    • Profilbild
      kometh

      @Koala Kam hier, um genau das zu sagen.

      Diese Kiste ist fuer Leute, die DAWless live gehen, viel fliegen (Handgepaeck!), und soundmaessig mit den gemasterten Tracks mithalten wollen, die DJs mitbringen. So gesehen ist das Geraet sehr konsequent gemacht.

      Eine Version im Alugehaeuse mit gleichem form factor fuer nen Tausi weniger wuerde ich mir glatt ueberlegen.

  5. Profilbild
    mofateam

    Wenn man – wie Martin Stimming – ein Gerät in Kleinserie konzipiert und herausbringt, das bis ins kleinste Detail genau die o.g. audiophilen und praktischen Anforderung eines tourenden electronic-music – Liveacts erfüllt, hat so ein Gerät den Preis, den High-End-Geräte nunmal haben.

    Kein geistig einigermaßen gesunder Mensch heult sinnvollerweise in irgendwelchen Kommentarspalten herum, daß ihm z.B. die 4,500 Euro für einen Neve Master Bus Transformer aus persönlicher Expertise (die irgendwo im Amateurbereich liegen dürfte), unangemessen erscheinen, oder meckert an der Verarbeitungsquaität eines Gerätes herum, das er nur vom Foto kennt.

    „da ist jemand auf kohle aus.. und versucht das made in germany zu verwerten.“

    Ganz üble Nachrede. DANN KAUF HALT EINFACH WAS ANDERES, z.B. die von dir angeführten Birnen, die du hier mit Äpfeln vergleichst, aber hate nicht so unqualifiziert rum. Und nimm bitte, wie ein anderer Kommentator, nicht dafür noch DaftPunk in Geiselhaft, von wegen früher und bilig und heute alles edel edel.

    Ich habe übrigens auch persönlich nix mit dem Produktentwickler zu tun, liebe aber seine Musik.

      • Profilbild
        mofateam

        @Numitron ich versteh das Neve-Argument nicht.
        Was meinst du mit „Infos“ und „wäre eh gut“ ?

        • Profilbild
          Numitron AHU

          @mofateam ich meine neve sollte man nicht mit einem kleinen unbekannten Hersteller Vergleichen.
          never sieht auch hochwertiger aus.
          deine Infos sollten im Test stehen, weil das nicht jeder wissen kann..
          sorry, alles wird teurer und vieles ist eh schon extrem überteuert..
          bin da halt allergisch.

    • Profilbild
      Koala

      @maga Sorry, Fusion ist aber was anderes und integriert auch keinen Busskompressor. Und ich glaube den Fusion willst (kannst) Du auch nicht im Handgepäck mitnehmen.

      • Profilbild
        network southwest

        @Koala Da hast Du wohl recht. Für den genannten Anwendungsbereich ist das Gerät wohl weit vorne, hatte beim ersten Mal nicht aufmerksam genug gelesen. Beachtlich vor allem, wie klein das Teil ist.

  6. Profilbild
    Basicnoise AHU

    „Whaat das kostet ja Geld. Da bewerte ich mit eins Stern!11“
    Internet in a nutshell.

    Da hier zwischen den Rants die Frage nach Alternativen kurz aufkam, da wären zB:
    Elektron – Analog Heat
    OTO – Boum
    EHX – Plattform
    Oder natürlich einach ein DBX oder Alesis Kompressor.

    Natürlich hat keine der genannte Varianten alle Funktionen der IMC und wird auch nicht so klingen, aber es bringt einen schonmal ein Stück weiter nach vorne. Es kommt ja immer auf den eigenen Anspruch und auch auf Rentabilität an ;)

    • Profilbild
      mofateam

      @Basicnoise Mir fällt hierzu auch noch – neben der beliebigen Kombination diverser 500er Module – die Elysia qube-Serie ein.

      • Profilbild
        Basicnoise AHU

        @mofateam Stimmt, wobei man mit der Kombi aus EQ und Kompressor nicht günstiger weg kommt und zwei Geräte hat. Aber wer zB nur die Kompression will bekommt da was hochwertiges.
        Der Really Nice Compressor fällt mir da auch noch ein.

          • Profilbild
            Basicnoise AHU

            @martin stimming Die hatte ich dahingehend jetzt auch nicht auf dem Schirm. Schlussendlich gibt es bestimmt viele Möglichkeiten und es kommt eben auf die eigenen Preferenzen an. Aber bei so einer All-In-One Geschichte, da wird es ganz schnell sehr dünn mit der Auswahl.

            • Profilbild
              martin stimming AHU

              @Basicnoise naja, das ding ist schon dass es eben nicht so viele möglichkeiten gibt, zumindest nicht mit einem vertretbaren (platz-/gewichts-) aufwand.

              • Profilbild
                Basicnoise AHU

                @martin stimming Aber immerhin sind ja hier schon ein paar Möglichkeiten (wenn auch mit weniger Funktionsumfang) genannt :)

          • Profilbild
            subscillator

            @martin stimming Auch ganz wirkungsvoll ist das Noise Engineering – Polydactyl Versio, allerdings nur im Eurorack-Kontext wirklich platzsparend machbar. 3-Band-Kompressor mit einigen Möglichkeiten. EQ fehlt dann aber trotzdem.

        • Profilbild
          mofateam

          @Basicnoise Eben, das meinte ich mit Äpfeln und Birnen…
          das IMC hat Alleinstellungsmerkmal, eben weil der USP die Handgepäcktauglichkeit bei audiophiler Klangqualität ist. Ich finde es eher verwunderlich, daß sich noch kein großer Hersteller vom Konzept des Gerätes hat „inspirieren“ lassen.
          Für international tourende Berufsmusiker hat sich die Anschaffung eines solchen Gerätes jedenfalls relativ bald amortisiert.

          • Profilbild
            Basicnoise AHU

            @mofateam „Für international tourende Berufsmusiker hat sich die Anschaffung eines solchen Gerätes jedenfalls relativ bald amortisiert.“
            Genau das glaube ich auch. Jedes Gerät weniger bedeutet auch eine Fehlerquelle weniger. Wenn man tourt kann auch das ein wichtiger Faktor sein.

        • Profilbild
          mofateam

          @Basicnoise Ich habe beim Stöbern gerade noch dieses Pedal gefunden:

          Polyend Press für 400€, seltsam, das ist ja völlig unterm Radar bislang.

          -Stereo Kompressor
          -vollanaloger Signalweg
          -Tilt EQ

        • Profilbild
          kometh

          @Basicnoise Ich benutze den RNC live mit nem Bass EQ in der Sidechain Loop, das funktioniert ganz gut. Wollte schon laenger mal zwo Bogner Harlows ausprobieren, aber die Dinger sind in meiner Gegend schwer zu kriegen.

  7. Profilbild
    Rhein Ruhr Electric

    Hier mal paar Hardfacts : Infos von der Herstellerseite :
    Here are the mandatory technical data of the device.
    Frequency response:+0.13 dB, -0.18 dB
    Noise level: -108 dB (A)
    Dynamic range: 108 dB (A)
    THD:0,0099 %
    Stereo cross-talk- 101,3 dB (A)
    IMD at 10 kHz 0,0186 %
    primary voltage: 90 – 264 V ~
    el. power: 12 Watt (max)
    Input Voltage Range 27,5 dBu
    Input Impedance 47 kΩ
    PSRR 90 dB
    Max. Output Level +24 dBu@20Hz (load 600Ω)
    Weight: IMC ~ 1000g
    Cable length:
    For operation within the CE / FCC certification,
    the audio cables used must be shielded and must
    not exceed a maximum length of three meter

    • Profilbild
      Numitron AHU

      @Rhein Ruhr Electric glaub den 08/15 leuten bei den Auftritten ist das egal.
      die hören eh keinen Unterschied.

      • Profilbild
        kometh

        @Numitron Wenn der Live Act deutlich leiser ist, als die DJs, hoeren die Leute das sehr wohl. Nur verstehen werden sie es wohl nicht.

        • Profilbild
          Numitron AHU

          @kometh OK, aber ob die Komponenten 2.000€ oder mehr kosten wird den Konsumenten egal sein.
          dann lasst euch halt von der Industrie verarschen!
          viel Spaß 😎

          • Profilbild
            kometh

            @Numitron „Von der Industrie“, bei einem Kleinsthersteller wie Doctron, der alles von Hand baut … 😂

            Auf den Rest gehe ich gar nicht mehr ein, hier alle layer der wrongness zu durchdringen, ist mir echt zu viel Arbeit. You do you.

          • Profilbild
            m-ex AHU

            @Numitron Natürlich wird das den (Musik-)KONSUMENTEN egal sein.
            Das getestete Produkt ist aber nicht für die Konsumenten bestimmt.

            Falls ich mal kurz aus dem Test zitieren dürfte:
            „Vor allem DJs und Künstler, die live ihre (elektronische) Musik präsentieren, werden hieran ihre Freude haben, denn mit Hilfe des DOCtron IMC Mk2 lässt sich der Live-Sound u.a. an die Laustärkeverhältnisse gemasterter Tracks anpassen.“

            Nun gehöre ich („leider“) nicht zu der angesprochenen Zielgruppe und kann daher auch nicht beurteilen, was es an vergleichbaren kostengünstigen Alternativen so alles gibt.

            Wenn ich es richtig verstanden habe, dann steckt hinter diesem Produkt so ziemlich genau eine One-Man-Show.
            Ansonsten finde ich „DIE Industrie“ in etwa so spannend wie „DIE Politik“, „DIE Anderen“, „DIE Deutschen“, … 😉

          • Profilbild
            mofateam

            @Numitron Du schraubst dich grad mit jedem weiteren Kommentar tiefer runter auf der Troll-Skala saudummer Kommentare. Halt doch irgendwann einfach mal die Klappe, keine Sau hier interessiert, ob du das Produkt überteuert findest.

      • Profilbild
        Sangeet

        @Numitron Ich hab mal alle deine Kommentare hier im thread von dir gelesen. Mit „die hören eh keinen Unterschied“ hast du mir klar gemacht, das ich keine weiteren von dir lesen werde.

        • Profilbild
          Sven Blau AHU

          @Sangeet 👍
          Wie oben jemand so treffend schrieb: „Internet in a nutshell“..

          Viel labern aber keine Ahnung haben

          • Profilbild
            Gereon Gwosdek RED

            @Sven Blau Ich möchte nochmal daran erinnern, dass wir in der Community freundlich und sachlich miteinander umgehen wollen. Dankeschön!

            • Profilbild
              Sven Blau AHU

              @Gereon Gwosdek Ja, aber meine Meinung darf ich schon noch mitteilen oder? Die Wahrheit tut halt manchmal weh. Man kann sich aber auch gerne gegenseitig den Bauch pinseln…

              Zur Wahrheit hier und im Netz allgemein gehört nämlich, dass man vorm Verfassen eines Kommentars mal tief in sich gehen und Gedanken machen sollte, ob man a) wirklich was zum Thema zu sagen hat und wenn ja b) von dem jeweiligen Thema wirklich Ahnung hat.

              Beides trifft auf Kollege Numitron oft leider nicht zu.

              Ist aber ein grundsätzliches Internetphänomen, deswegen auch der Spruch „Internet in a nutshell“.

              Manchmal wünsch ich mir hier echt den Iggy zurück..

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    martin stimming AHU

    vllcht noch als kurze info: ich hab mein neues „Friedrich“-Album damit selbst gemastered – natürlich noch nen Pro-L2 dahinter, und als „echte“ mastering box ganz sanft eingestellt. Aber alle tracks haben nicht nur auf den drum-bussen den IMC als Haupt-zusammenschweisser (und eigentlich auch nur ihn), auch auf der Summe ganz zu Schluss ist er auf jedem track zu hören.

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      martin stimming AHU

      @martin stimming ach kuck, danke für das feedback. naja, ich wollte es extra etwas lauter als die vorigen Alben machen (da macht das limiter gain den größeren Unterschied). das Vinyl hab ich zurückhaltender gemacht und es gefällt mir mittlerweile auch besser.
      aber ja, im echten mastering-sinne färbt die Kiste schon ganz ordentlich. ich vermute, der IMC ist für mastering profis wahrscheinlich eher ne Farbe, die sie gezielt einsetzen würden.

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      Numitron AHU

      @network southwest wo ist der eigentlich?
      mach Grad Urlaub wahrscheinlich 😃
      habt ihr das mitbekommen?
      Behringer hat ja den Klon centaur Overdrive (Gitarrenpedal) geklont. war sehr nahe am Original von der Optik und sie wurden wieder verklagt.
      dann wurde die Optik geändert. verrückte verkaufen jetzt den ersten um extrem teure Preise. Kranke welt.

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      Basicnoise AHU

      @network southwest Ich finds klasse. Ein echter Popcornthread ohne B-Produkt. Gibt es nicht oft.
      Aber es kamen ja auch noch ein paar nützliche Infos hier:
      die Specs / was ist Carbon / was kosten gute Bauteile / auch im Studio nutzbar / mögliche Alternativen…

      Hab was gelernt und bin gut unterhalten. AMAZONA 🧡

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      Filterpad AHU

      @network southwest Wenn ich auf Hardware aus wäre, würde man es eventuell kaufen. Aber den Zug um Rackggeräte werde ich aus platz,- und kostengründen nicht mehr anfangen ohne daran zu zweifeln, dass es gute Geräte gibt. Dazu gehört aus meiner Überzeugung auch dieses hier. Aber vor lauter Softwarekompressoren (allein eine Handvoll Stock-Plugins in Cubase an Komp.) sehe ich die DAW nicht mehr.

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