Kompakt, clever, kreativ – der Doepfer A-155-2 begeistert im Eurorack
Bereit für eine Performance? Doepfers neues Eurorack Modul A-155-2 ist ein kompakter Miniatur Analog Sequencer mit acht Stufen. Setzt Dieter Doepfer auch diesmal einen innovativen Maßstab im Eurorack?
- Kompakt & vielseitig: Mit nur 12 TE Breite bietet der A-155-2 zahlreiche Funktionen und acht Speicherplätze.
- Performance-orientiert: Ideal für spontane Eingriffe, manuelles Spiel und Live-Improvisation im Modularsystem.
- Funktional: Umfangreiche Steuerung mit Ratcheting, Limit, Gate und acht Laufrichtungen für kreative Sequenzen.
- Innovativ: Nutzbar auch als grafischer Oszillator – Doepfer beweist einmal mehr Ideenreichtum im Modularbereich.
- Fazit: Ein inspirierender Mini-Sequencer mit hochwertiger Verarbeitung, logischer Struktur und großem Spaßfaktor.
Inhaltsverzeichnis
- DOEPFER A-155-2 Mini Analog Sequencer
- Überblick: A-155-2 Mini Analog Sequencer
- Einsatz des DOEPFER A-155-2
- Klangformung
- Eine Grundsequenz des Mini Analog Sequencers
- Programmierung des DOEPFER A-155-2
- Laufrichtungen
- A-155-2 Sequenzlänge (Limit)
- Ratcheting
- Programmierung, Preset Verwaltung, 8 Presets
- Grafischer Oszillator
- Technische Details des A-155-2 Mini Analog Sequencers
- Reset
DOEPFER A-155-2 Mini Analog Sequencer
Das neue Eurorack Modul von Dieter Doepfer, der DOEPFER A-155-2, drückt schon durch seinen Namen aus, was es ist: ein kleine Ausgabe eines analogen Sequencers – ich sage schon mal vorweg: „klein und oho”. Klassisch? Ja und auch modern, durchaus auch innovativ. Wie die Bezeichnung DOEPFER A-155-2 schon treffend sagt, gesellt es sich zum großen Analog Trigger-Sequencer A-155, der ab jetzt A-155-1 heißt. Es soll kein Ersatz sein, sondern eine kleine kompakte Variante davon.
Wenn man allerdings seine Ausstattung betrachtet, dann besitzt er sogar noch Eigenschaften des Sequencer Controllers A-154 und des Ratcheting Controllers A-160-5 und einiges mehr.
Diese drei Module A-155-1, A-154, A-160-5 umfassen zusammen schon beeindruckende 50+22+4 = 76 TE in ihrer Breite. Dagegen ist der A-155-2 mit gerade mal 12 TE und 50 mm Tiefe schon minimalistisch. Ja, minimalistisch, sehr kompakt, einfach in der Handhabung, aber mit einer geballten Ladung an Fähigkeiten ausgestattet!
Apropos kompakt: Obwohl enorm viele Eigenschaften in ihm direkt zugänglich sind, braucht man sich nicht die Finger zu verbiegen. Einfachheit in der Bedienung ist eine weitere Maxime. Deshalb ist im Gegensatz zum A-154 Sequencer Controller auch keine interne Clock im Modul verbaut, ein externer LFO genügt. Man kommt also mit 12+4 = 16 TE Breite aus.
Überblick: A-155-2 Mini Analog Sequencer
Die Frontseite des DOEPFER A-155-2 hat ein sehr komfortables und stark strukturiertes Outfit.
Drehregler und beleuchtete Mehrfachtaster, Ausgänge
Beherrscht wird der erste Eindruck von den acht Drehreglern, die für jede der acht Stufen einen CV-Wert am Ausgang CV festlegen. Der Range-Schalter unten links bestimmt dabei die Spannungsbereiche 0…1V, 0…2V und 0…4V, was einem Tonbereich von ein, zwei bzw. vier Oktaven entspricht.
Direkt daneben fallen die modernen beleuchteten Taster mit Mehrfachfunktionen auf. In der Normalanwendung dienen sie zur Gate-Aktivierung am Gate Ausgang (Pausen!). Auf die Programmierung mit Hilfe der Mehrfachtaster gehe ich später noch ein.
Clock und Reset
Rechts unten befinden sich, neben den beiden Ausgängen CV und Gate, noch zwei Eingänge für eine externe Clock und einen Reset, der die abgespielte Sequenz an ihren Anfang zurücksetzt. Für einen Reset von Hand gibt es auch noch daneben einen Minitaster.
Der DOEPFER A-155-2 besitzt also keine interne Clock, sondern muss über den Clock-Eingang extern gefüttert werden. Das ist kein Manko, wie wir später (grafischer Oszillator) noch sehen werden, sondern durchaus gewollt und auch sinnvoll, denn eine Clock muss ja auch nicht regelmäßig daherkommen. Eine positive Flanke des Clock-Signals löst die nächste Stufe aus. Die Pulsbreite des Clock-Signals wird für den Gate-Ausgang übernommen.
Trotz der Kleinheit des A-155-2 Mini Analog Sequencers sind alle Bedienelemente gut erreichbar und haben einen wohltuenden Abstand.
Manueller Start/Stop und Reset-Taster
Mit den Tastern Sta/Stp und Reset wird die Sequenz von Hand gestartet, gestoppt oder auf Anfang gesetzt. Einige Steckbrücken auf der Platinen Rückseite bieten Varianten, um einen Reset auszulösen (positive negative Flanke, auch Wartezustände). Man sollte sich unbedingt die sehr ausführliche Anleitung aus dem Netz laden (A-155-2 Anleitung.pdf).
Mal nebenbei bemerkt: Dieter Doepfers Handbuch umfasst mittlerweile weit über 700 Seiten!
Einsatz des DOEPFER A-155-2
Ich gehe mal davon aus, dass man beim Kauf eines Sequencers schon vorher ein fundamentales Rack besitzt: zwei Oszillatoren, ein zupackendes Filter, zwei bis drei einfache LFOs, zwei Hüllkurven und ein Mixer.
Neu hinzu kämen nun also der Sequencer, eventuell ein Quantizer (A-156-1), wenn man Tonskalen weiterverarbeiten möchte.
Einfach loslegen, ja das ist es, die Idee, die hinter diesem feinen Sequencer steckt – also was spricht gegen eine direkte Performance?
Ich wähle als Clock-Tempo ca. 2 – 3 Hz oder für Anhänger einer von der DAW gesteuerten Clock 150 bpm. Fürs Warmmachen sollten beide Hüllkurven kurz sein. Eine Hüllkurve wird für den VCA benutzt (Attack=0 %, Decay=25-50 %, Sustain=75-100 % und Release=30 %). Alle CV-Regler werden auf 0 gestellt und wir starten die Clock.
Klangformung
Für die Interessierten: Ich benutze mein absolutes Lieblingsfilter A-121s (siehe Testbericht hier).
Um den Klang interessanter zu machen, moduliere ich die Cutoff-Frequenzen der beiden Filter mit dem zweiten Hüllkurvengenerator (gelbes Kabel).
Wir spielen ein wenig mit dem zupackenden Filter A-121s. Cutoff-Frequenz, Resonanz-Q und deren Modulation bestimmen den Klangverlauf. Das Schmatzen rührt daher, dass die Hüllkurve nur in der Decay-Phase wirkt (A=0 %, D=40-50 %, S=0 %, R=0 %).
Entscheidend ist, dass das Filter auch zur Eigenresonanz (Pfeifen) fähig ist. Experimentieren hilft, bis man die gewünschte Einstellung findet: etwa Q=50 % (kleiner Drehregler QM/T1) und Hand-Modulation von Q mit ca. 30 %.
Eine Grundsequenz des Mini Analog Sequencers
Wir sind bereit, um eine erste Sequenz einzustellen. Falls man gerne quantisierte Töne hören möchte, ist ein erster Startpunkt eine Sequenz mit Oktaven und Quinten, hier rot dargestellt. Ich habe noch eine kleine Terz, Quarte und kleine Septime ergänzt. Für die Noten-Kundigen: C – Es – F – G – B – C – B- C oder als Akkord Cm7b.
Ich benutze den Dual Quantizer A-156. In den nächsten Monaten ist eine zusätzliche interessante Variante geplant, das A-190-9 Micro Midi-to-CV/Gate Interface. Es gibt eine interne Verbindung (Arduino-Kabel) zwischen den Platinen des A-155-2 und A-190-9, mit der die MIDI-Informationen über ein Zweifachmultiple an A-190-9 übergeben und dort als quantisierte CV-Werte erscheinen – sehr sinnvoll und konsequent der Idee von Robert Moog folgend.
Das A-190-9 kann so auch für andere Module universell verwendet werden, z .B. A-198-2 (Ribbon Controller).
Programmierung des DOEPFER A-155-2
Zentral für die Programmierung sind die beiden roten Taster Ratcheting und Function. Je nach Stellung des zentralen Dreifach-Schalters Program kann man mit den Mehrfachtastern unterschiedliche Eigenschaften einer Sequenz verändern.
Was kann alles gespeichert werden?
- Gate zum Ein- und Ausschalten einer Stufe
- Anfangs- und Endpunkt einer Sequenz (Limit)
- Ratcheting, das sind Aufteilungen (Halbierung, Drittelung und Viertelung einer Stufe, also verkürzte Wiederholungen
Nicht abspeichern kann man die CV-, also Tonhöhenwerte der einzelnen Stufen und die Position des Oktavschalters. Zwar gibt es intern eine Umrechnung der CV-Werte in MIDI-Informationen, doch nicht umgekehrt. Wenn man diese speichern wollte, dann müsste dafür auch ein MIDI-zu-CV-Konverter eingebaut sein. Das würde das Modul in eine gänzlich andere (digitale) Richtung und preislich wesentlich nach oben bringen und – das ist das Wichtigste – der Idee als Performance-Modul widersprechen. Wer möchte schon „Hunderte” selbstgemachte Presets bei einer Perfomance durchforsten – das wäre die absolute Spaßbremse.
Ein Abspeichern der Laufrichtung widerspricht ebenfalls einer spontanen Performance, beim Aufruf eines Presets wird daher immer die erste Laufrichtung gesetzt.
In einem Preset werden also alle Gate-Aktivierungen, Ratcheting und Limits gespeichert.
Der Mini Analog-Sequencer A-155-2 ist ein Performance-Modul, also Selbst-Hand-Anlegen ist beim Auftritt oder bei einer Aufnahme mit einer DAW gefragt!
Die Drums im Hintergrund der folgenden Beispiele (VPME Quad Drum) füllen das Ganze.
Laufrichtungen
Nachdem wir die Grundsequenz erstellt haben, wollen wir sie natürlich auch live bearbeiten. Acht verschiedene Laufrichtungen stehen zur Verfügung:
- vorwärts
- rückwärts
- 2-fach vorwärts
- 2-fach rückwärts
- Pendel Typ 1 (Start- und End-Stufe doppelt)
- 2-fach Pendel Typ 1 (Start- und End-Stufe vierfach)
- Pendel Typ 2 (Start- und End-Stufe einfach)
- Zufall
Wir stellen den Schalter Program auf Dirct (direction), halten den Taster Function gedrückt und nun kann man mit den Mehrfachtastern auf der rechten Seite verschiedene Laufrichtungen wählen.
Wir lassen mal die Grundsequenz „vorwärts” mit Spielerei am A-121s und dann die anderen sieben Klangbeispiele an uns vorüber rauschen. Jedes Beispiel beginnt und endet mit der Grundsequenz, damit sie zum Ohrwurm wird für die abschließende Performance:
A-155-2 Sequenzlänge (Limit)
Wir stellen den Program-Schalter in Position Limit, halten den Function-Taster gedrückt (zeigt in diesem Fall den Sequenzbereich 1…8) und tippen nacheinander oder gleichzeitig die Mehrfachtaster, hier die neuen Sequenzgrenzen 3 und 6.
Während der Vorführung verändere ich mehrfach die Sequenzgrenzen.
Ratcheting
Die Einstellung des Ratcheting am Analog Mini Sequencer funktioniert genauso einfach: Man wählt mit dem Dreifachschalter eine der drei Ratcheting-Stufen 2-fach, 3-fach oder 4-fach (Rx2, Rx3, Rx4), drückt und hält nun den Ratcheting-Taster und bekommt durch die Mehrfachtaster diejenigen Stufen angezeigt, bei denen das entsprechende Ratcheting erfolgen oder wieder gelöscht werden soll.
Im folgenden Beispiel spiele ich mit Ratcheting und Gate. Von einer sturen Sequenz Berliner Art ist nichts mehr zu spüren. Es wird live verändert, ja gespielt!
Wichtig: Abspeichern nicht vergessen!
Programmierung, Preset Verwaltung, 8 Presets
Hier glänzt der DOEPFER A-155-2 Mini Analog Sequencer. Gate, Limit und Ratcheting ergeben ein Preset, das sich speichern und abrufen lässt. Acht Speicherplätze machen die Live-Anwendung zu einem Erlebnis.
Ein Preset speichert, wie oben erwähnt, nicht die aktuellen Werte der CV-Regler und des Range-Schalters links unten und auch nicht die Laufrichtung. Beim Aufruf wird die oberste Laufrichtung als Standard gesetzt. Da liegt eindeutig der Schwerpunkt auf Live-Performance.
Die Preset-Verwaltung geht völlig einfach: Steht der Program-Schalter auf Preset und hält man den Function-Taster gedrückt, dann genügt ein kurzes Antippen, um auf der rechten Seite ein Preset aufzurufen. Das Abspeichern eines Presets geht genauso einfach, nur muss man den Taster kurz zweimal drücken.
Grafischer Oszillator
Dieter Doepfer wäre nicht Dieter Doepfer, wenn er nicht noch ein Schmankerl in der Hinterhand hätte für den Mini Analog Sequencer. Auch nach mehr als dreißig Jahren spürt man seinen Enthusiasmus für sein System A-100.
Ein ausführliches Interview zum 30-jährigen Jubiläum seines Systems A-100 findet man hier.
Was wäre denn, wenn man die Clock-Frequenz immer weiter erhöht, bis man in den hörbaren Bereich kommt und zwar nicht nur mal eben bis vielleicht 100 Hz, das wäre mehr oder weniger nur ein Knattern, sondern deutlich darüber z. B. 16.000 Hz? Ok, 16.000 Hz ist für die älteren Semester von uns schon über dem hörbaren Bereich. Aber gewünscht ist ja nicht die direkte Ausgabe, sondern eine Clock für acht Stufen!
Eine kurze einfache Rechnung ergibt den Sinn einer so hohen Clock Frequenz. Nach acht Clock-Signalen ist eine Sequenz durchlaufen. Das wiederholt sich nun, d. h. wenn man eine Clock-Frequenz von 16.000 Hz einstellt, dann erhält man 16.000 : 8 = 2.000 Durchläufe. Da unsere Ohren die einzelnen Schritte der Sequenz nicht unterscheiden können, erkennen wir aber einen Ton mit 2.000 Hz!
Was bringt das? Nun, die CV-Werte der Regler ergeben eine neue stufenweise Schwingung. Wir können damit quasi neue Schwingungsformen erzeugen, indem wir sie mit den acht Drehreglern gestalten.
Ja, aber woher bekommt man denn eine so schnelle Clock her? Die typische Denkweise eines gewieften Modular-Experten ist es nun: Da könnte man doch – …GENAU!… – auch einen Rechteckoszillator nehmen, etwa den A-111-2 oder gar den A-188-9 (High Speed VCO)!
… gedacht, getan,
… und wenn dieser dann noch bei diesen hohen Frequenzen oktavrein ist … – ist er.
… und was ist, wenn die Tonfrequenz des VCOs nun wiederum von einem CV-Keyboard eingespielt wird, … – na klar …
… und jetzt kann man noch weiterspinnen: Wenn man jetzt noch mit Hilfe eines Frequenzteilers nach sagen wir dreizehn Clocks einen Reset über den Reset Eingang zuführt? …
… und, und, und … die modularen Ideen sprudeln nur so heraus, das modulare Herz schlägt aufgeregt und die modulare Fantasie geht mit mir durch … – Inspirationen pur durch den unscheinbar erscheinenden kleinen A-155-2 Mini Analog Sequencer!
Technische Details des A-155-2 Mini Analog Sequencers
Für diejenigen, die den Sequencer in ihr Skiff-Gehäuse einbauen wollen, sind die folgenden technische Daten von Bedeutung:
- Breite: 12 TE
- Tiefe (gemessen ab Platinen Rückseite): 50 mm
- Strombedarf: +50 mA (+12 V) / -20 mA (-12 V)
Reset
Ein kleiner letzter unscheinbarer Tipp von mir zum Abschluss: Benutzt den Reset-Eingang!
Nimmt man z. B. am Clock-Divider A-.160-2 die Einstellung prime 13, dann wird eine vermeintlich einfache Sequenz zu einem komplexen groovenden Erlebnis (man höre das folgende Solo in der Performance).
Der Mini Analog Sequencer hat mich voll geflasht, was man hoffentlich im folgenden Stückchen heraushört:
Der Mini Analog Sequencer als Ideengeber, treibende Kraft und Inspiration, ein Soloinstrument, das den Keyboarder (OSMOSE) immer wieder antreibt und flasht:














































Zunächst: Guter Artikel!
Ich hatte den A155-2 schon auf der Superbooth ins Auge gefaßt. Ist auch eine gute Ergänzung zu meinen Haupt-Sequencer um auch immer schneller ins Jamming zu gehen ohne auf eine Start-Basis zu verzichten. Auch die Modulgröße ist ein gutes Argument.
@DasIch&DerEr Dem schließe ich mich ergänzend an. Hr. Doepfers Leidenschaft findet sich wieder in hoher Qualität und guter Ergonomie an seinen Modulen. Da ist Preis/Leistung sind für mich gut und dank des adäquaten Artikels ist es auch für mich schon bestellt!😃👍
Vielen Dank für den detailierten Testbericht! In der Anleitung steht, dass der CV-Ausgang nicht quantisiert ist. Stimmt das? Beim Dark Time ist die Auflösung z.B. 10 bit (1024 Schritte).
@mhagen1 Der CV-Ausgang ist nicht quantisiert. Dafür gibt es, wie ich im Test erwähne, den Dual-Quantizer A-156 und demnächst A-190-9. Das ist auch gut so; ein „externer” Dual Quantizer ist viel flexibler, daher auch die Erinnerung an Robert Moog, der es allerdings mit der Vielseitigkeit durch Einzelfunktion etwas übertieben hat.
Wenn man mal Quantizer von anderen Herstellern sucht, dann findet man sie in der Regel in teuren Sequenzern eingebaut. Dagegen ist die Kombination A-155-2 und A-156 auch preislich sehr empfehlenswert.
Hier ist die Auslagerung eines Quantizers sinnvoll, denn für einen Einsatz zur Modulation eines Filters zum Beispiel ist Quantisierung eher übertrieben.
Ich habe in Testversuchen aber auch manchmal keinen Quantizer benutzt. Wenn man den CV-Bereich 1V benutzt, geht die Einstellung auch gut nach Gehör.
Beim Jammen macht es ohnehin keinen großen Unterschied.
Außerdem bietet der A-156 nicht nur pure Quantisierung sondern auch verschiedene Skalen an.
@mhagen1 Die „Nicht-Quantisierung” beim Dark Time mit 10Bit Auflösung, also letztlich doch durch Digitalisierung, wird in der Anleitung des A-155-2 nicht erwähnt.
Ich höre jedenfalls auch bei 4V-Einstellung keine Stufen.
Eventuell bezieht sich diese Aussage beim Dark Time nur
auf die Ausgabe an der Midibuchse des Dark Time?
@mhagen1 Holger (CEO bei Doepfer) hat mir geschrieben, dass der CV-Ausgang im Prinzip direkt an den Potentiometern hängt, ohne Umweg über den Prozessor.
@herw Vielen Dank für die ausführliche Antwort und deine Bemühungen zur Klärung der Frage! Das Modul ist gekauft!
@mhagen1 viel Spaß damit 🎹
Vielen Dank für den sehr ausführlichen und informativen Testbericht! Kommt auf meine Wunschliste.
Klasse und ausführlicher Test, kommt auf die Wunschliste.
Aber noch besser haben mir die Soundbeispiele gefallen, besonders „flash“…!!
Das klingt nach viel Spass und erinnert mich ein wenig an die besten Zeiten von Tangerine Dream (1976-77).
Super gemacht.
Vielen Dank!
flash war das Ziel, der Testbericht zeigt den Weg dahin.
Tangerine Dream ist eigentlich nicht mein Vorbild, das ist mir zu weich und nur motorisch.
In dem A-155-2-Solo zwischen 0:30min und 2:10min kann man viele Komponenten wie Ratchting, Pausen, Resets, Limitsänderunegn und natürlich auch Filtermodulationen erkennen.
Ganz wichtig ist der Reset durch den Divider A-160-2 mit der Einstellung prime 13. D.h es findet ein Wechsel zwischen einer 8-stufigen und 5-stufigen Sequenz statt. Das wird man glaube ich nicht bei TD finden.
Wichtig für die Abstimmung mit dem Keyboard-Solo ist das Zwischenschalten des Prezisionsaddierers A-185-2. Man führt den CV-Ausgang des Sequenzers über diesen und schaltet ihn am Anfang und zum Ende des Solos auf OFF -dadurch erhält man nur den Grundton, aber der Rhythmus durch Ratcheting, Reset und Pausen bleibt-, bevor er den Ohrurm für das Keyboardsolo wieder antreibt.
Das hat mich zu dem Solo mit OSMOSE angeregt, was dann zu einem flash ausartete.
Beim ersten Durchlauf wurden aus den geplanten 30 Minuten sage und schreibe 3 Stunden.
Es war sowas von g**l. Die beiden Akkorde im Hintergrund war ein sehr einfacher Loop vom Waldorf Iridium.
Ich denke das werde ich noch weiter ausarbeiten.
Insbesondere interessiert mich die Benutzung als grafischer Oszillator, was ich im Artikel nur rudimentär erwähnt habe.
Ich hatte gehofft, dass ich die Spielfreude mit dem Sequenzer herüberbringen konnte.
@herw Das ist Dir auf jeden Fall gelungen. Mich begeistern Deine Tests immer wieder. 👍
@silence supporter 😀
@herw Danke für dein ausführliches Feedback. Das mit der Spielfreude ist Dir definitiv gelungen.
Mal eine Fage „out of the box“…
Ich bin noch nicht so tief in die Modularwelt eingetaucht, deswegen die Frage: Gibt es auch die Möglichkeit, die Sequenzen zu transponieren?
Vielen Dank vorab
Gruss
Thomas
@THo65 ja natürlich, das geschieht ganz leicht mit dem Precision CV Adder A-185-2. Dort kann man ein externes (auch einfaches) Keyboard mit CV-Ausgang direkt einspeisen.
Alternativ zu einem externen Keyboard gibt es noch die Modulkombination A-173-1/2 Micro Keyboard / Manual Gate Modules.
… oder auch beides kombiniert …
Solcherart Fragen sind wichtig, wenn man vorhat, mit einem Sequenzer zu arbeiten.
Man kann die Transponierungen auch automatisieren z.B. mit A-149-4 Quad Random Voltage Source …
Der modularen Phantasie ist alles erlaubt. Aber es muss ja auch nicht jede Anschaffung gleichzeitig passieren.
Entscheidend ist die Möglichkeit der Ausweitung.
Ich habe das flexibel einsetzbare Modul praktisch seit seinem Erscheinungstermin in meinem Case und unterschreibe diesen großartigen Test zu 100%. Vielen Dank lieber Herw für diese wunderbare Lektüre, immer wieder ein Vergnügen einen Artikel von Dir zu lesen. 😎
@Dirk E. aka Xsample Als ich den Sequenzer Anfang Oktober zugeschickt bekam, habe ich zwar gedacht: Was ist das für ein modernes Design und welche Möglichkeiten sind in der Programmierung versteckt?
Trotzdem war ich skeptisch, ob es nicht zu einer einfachen gleichförmig klingenden Presetscheuder wird.
Doch habe ich den Rat des Softwareexperten Chris von Doepfer beherzigt: Spiel mit dem A-155-2!
Und da hat es bei mir click gemacht ;) …