Test: Doepfer, Dark Energy II, Analogsynthesizer

Oszillator

Basierte der Oszillator im alten Dark Energy auf einer Dreieckschwingung, ist es jetzt aufgrund der neuen Schaltung ein Sägezahn. Man kann zwischen einer klassischen und einer invertierten Variante wählen, die zusätzlich noch geclippt ist und damit etwas voller klingt. Parallel dazu liegt stets eine modulierbare Pulsschwingung an. Diese lässt sich auch allein betreiben oder mit dem PWM-Regler bis ins akustische Aus treiben. Dann hat man den Sägezahn allein oder man nutzt, wenn dieser nicht ausgewählt ist, den Audioeingang für externe Signalquellen. Speziell die Kombination Puls und invertierter Sägezahn klingt kräftig und etwas „dreckig“.

Der Oszillator kann um eine Oktave auf- oder abwärts transponiert und feingestimmt werden. FM und PWM sind wahlweise mittels Hüllkurve oder LFO möglich, oder man verwendet externe Modulationsquellen über die dazugehörenden CV-Eingänge.

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Filter

Die Filtersektion macht den größten Unterschied des Dark Energy II zum Vorgänger aus. Anstelle des 24 dB Tiefpasses gibt es jetzt ein 12 dB Multimodefilter mit Tiefpass, Notch, Hochpass und Bandpass. Zwischen diesen vier Filtertypen kann mit einem Regler stufenlos übergeblendet werden. Die Abstände sind hier nicht gleich verteilt, zwischen Bandpass und Hochpass ist ein längerer Regelweg.

Tiefpass und Hochpass packen recht ordentlich zu, wenngleich der Tiefpass des 1er natürlich noch kräftiger war. Die Resonanz agiert auf gut drei Viertel des Regelweges gutmütig und wirkt nicht aufgesetzt. Zur Eigenschwingung kommt es erst auf dem letzten Stückchen des Reglers, dann aber heftig. Bandpass und vor allem Notch sind weniger ausgeprägt und fallen auch im Pegel etwas ab.

Mit dem Mode-Regler für die Filtertypen fällt die LM-Funktion 1er-Modells weg. Dafür ist die Cutoff-Modulation XFM nun bipolar ausgeführt, so dass auch negative Modulationsauslenkungen möglich sind, was sich besonders bei Hüllkurvenmodulation anbietet.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Goofy

    Dark Energy die 2te – die Erfolgsgeschichte wird wohl weitergehen, obwohl ich das nicht verstehe.
    Sicher der Dark Energy klingt nicht schlecht – aber nur ein Oszillator schränk wirklich ein. Für nur wenig Euronen mehr habe ich mich damals für den mfb Kraftzwerg und gegen den Dark Energy entschieden. Vom Sound ähnlich aber durch die drei Oszillatoren doch viel flexibler. Wenn ich zum Dark Energy einen weitern Oszillator möchte brauche ich entweder ein Rack oder einen weiteren Dark Energy.
    Mit dem Megazwerg als Erweiterung zum Kraftzwerg habe ich dann schon 4 Oszillatoren und zusätzlich zum 24dB Tiefpass auch noch ein Multimodefilter.
    Bei den mfb-Teilen habe ich nicht die schicken Holzteile wie beim Dark Energy und auch nicht die schickeren Potiknöpfe das stimmt. Dafür aber etwas mehr Platz zwischen den Potis und somit sinkt die Gefahr mit dem ‚dicken Daumen‘ gleich zwei oder mehr Potis ungewollt mit zu verstellen.
    Na ja, vielleicht hole ich mir doch noch mal einen oder beide Dark Energys – mal sehen was das Sparschwein hergibt……

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