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Test: DPA Necklace, Miniature Microphone

Andererseits ist die Kapsel eine Kugel, es dürfte auch so ganz gut funktionieren. Los geht’s also mit der Begrüßung.

 

Wie ich das von DPA kenne, ist das Klangbild sehr natürlich. Das Mikro spricht schnell an, jede Silbe ist sauber zu verstehen. Durch den weiteren Abstand zum Mund ist etwas mehr Raumanteil in der Aufnahme, als wenn das d:fine Headset benutzt wird. Andererseits ist die Gefahr, Atemgeräusche mit einzufangen, durch die indirektere Ansprache minimiert. Die von mir vorher geäußerten Bedenken hinsichtlich der Position fallen klanglich überhaupt nicht ins Gewicht. So bin ich auch mit diesem Punkt mehr als zufrieden.

Zum direkten Vergleich habe ich hier noch ein kleines Beispiel mit dem d:fine Headset, ebenfalls ein Mikrofon mit Kugelcharakteristik.

 

Wir haben probiert, das Necklace auch bei den Übungen einzusetzen, da sind durch das Auf- und Abhüpfen aber schon Geräusche wahrnehmbar. Für einen Live-Einsatz ist das noch vertretbar, für Tonaufnahmen aber nicht.

Spaßeshalber habe ich mir das Schmuckstück auch noch selbst umgehängt, die Crew war da schon nebenan beim Essen, daher die Hintergrundgeräusche.

Hier bitte ich auch den Aussprachefehler zu entschuldigen, das Ding heisst NecklaCe, das  wird „Neckleis“ gesprochen, bei mir ist es ein „Nackensee“.

Einsatzzwecke

Für welche Einsätze kann ich das Necklace empfehlen? Im Grunde für alle Anwendungen, die auch mit einem normalen Lavalier oder Headset abgedeckt werden können und nicht allzu viel Bewegung beinhalten. In unserem Fall würde ich mir ruhigere Programme, wie Yoga oder Pilates, mit dem Halsband-Mikrofon zutrauen. Alle Arten von Sprache, ob Vortrag oder Diskussionsrunden, geht sowieso bestens.

Ein Riesenvorteil ist die Handhabung, das Mikro ist blitzschnell positioniert, auch ein Laie kann da nichts falsch machen. Optisch ist das Ding das Dezenteste, was man sich vorstellen kann.

Ein kleiner Wermutstropfen ist der Preis, mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 589,- Euro ist das Mikrofon nicht gerade ein Schnäppchen. Hinzu kommt noch der Adapter zum Anschluss an die Funkanlage, in meinem Fall wären das nochmals ca. 87,- Euro.

Andererseits ist das auch genau der Preis, der bei einem d:fine Headset mit Zwei-Ohr-Bügel anfällt, qualitativ schenken sich die Beiden nichts.

Fazit

Das DPA Necklace wirkte anfangs wie ein Gimmick, entpuppt sich aber im Test als professionelle und bis ins Detail durchdachte Lösung zur Sprachabnahme. Ausnahmslos alle Beteiligten waren mehr als angetan von dem kleinen Wunderding.

Die Verarbeitung ist hervorragend, der Klang exzellent, die Optik perfekt. Mehr ist von einem Produkt nicht zu erwarten.

Plus

  • die Idee
  • guter, natürlicher Klang
  • einfache Handhabung
  • gute Verarbeitung
  • schlaue Detaillösungen

Minus

  • -

Preis

  • UVP: 589,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Klingt gut, hätte ich jetzt auch nicht unbedingt erwartet.

    Kleine Anmerkung am Rande: das spricht sich „nekless“, also nicht „leik“ wie in dem englischen Wort „lake“.

    „Necklace“ ist das englische Wort für Halskette.

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