Test: Dreadbox Hades, Synthesizer

10. Februar 2016

Simpel, effektiv, klingt gut

Hades 3

Dreadbox hat sich zum fleißigen Bienchen am Synthesizermarkt entwickelt. Der griechische Hersteller ist nicht nur äußerst kreativ, sondern auch enorm produktiv. Einige seiner Produkte haben wir bereits in den letzten Monaten vorgestellt, darunter kürzlich auch die neuen Eurorack-Module Gamma und Lamda. Heute folgt nun der Dreadbox Hades Analogsynthesizer.

Der Name Hades flog mir witzigerweise einige Tage vor Testbeginn etliche Male um die Ohren, weil meine nun schon fast 20-jährige Tochter sich an einem „chilligen Wochenende“ ihre Kindheitserinnerungen auffrischte und sich auf DVD Walt Disneys Hercules reinzog.

Und genau da ist der Oberbösewicht ein gewisser Hades, der Chefgott der Unterwelt. Für Dreadbox, ein in Athen, Griechenland ansässiges Unternehmen, ist das jedenfalls ein gut gewählter Produktname, für das, speziell zur Erzeugung von tiefen Tönen konzipierte, Instrument. Das Testexemplar wurde mir freundlicherweise vom deutschen Vertrieb Sonic Sales GmbH bereitgestellt. Es handelt sich beim Hades um einen voll analog aufgebauten Synthesizer mit monophoner Klangerzeugung. Im einzelnen verfügt der Synthesizer über folgende Ausstattungsmerkmale: Ein VCO mit zwei Sub-Oktaven. Ein 3-Pol 18 dB/Okt. Low Pass Filter mit Resonanz. OTA basierte Verzerrer und VCA-Einheit. Zwei Hüllkurvengeneratoren, jeweils in abgespeckter Form und ein LFO mit Dreiecksschwingung.

Hades 1
Des weiteren hat Dreadbox dem Elektroarbeiter ein kleines Steckfeld spendiert. Über 9 Miniklinkenbuchsen (3,5 mm) kann der Hades mit der Außenwelt verbunden werden. Dabei stehen 4 Quellen mit ENV, MOD (mit Intensitätsregelung), LFO, 1 V/Okt. (Pitch) und 5 Ziele mit PW, VCF, VCA, CV, GATE bereit.

Hades 4

An Anschlüssen gibt es am Dreadbox Hades eine Monoklinke (6,3 mm) als Audioausgang, eine MIDI Input Buchse (5-Pol DIN) und den Anschluss für das mitgelieferte externe Netzteil (12 V AC 500 mA). Das mit etwas über einem Kilogramm schwere Leichtgewicht verfügt über die kompakten Maße von 225 x 160 x 73 mm.

Klangbeispiele
Forum
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    steme  

    Netter test. Aber ist denn nicht der Moog Miniatur der offensichtlichere Konkurrent in Bezug auf Konzept, Design und Marketing approach? (Stichwort : Bass synth)

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    daniel müller  

    Nur am Rande…als zufriedener Besitzer des Erebus wollte ich doch noch kurz erwähnen, dass der Erebus im Vergleich zum Hades MIDI-Trough besitzt,…weil von rudimentärer MIDI Ausstattung die Rede war, wobei sich das wohl eher auf die MIDI-Kanal Einstellungen bezieht.
    Auch wenn der Hades sicher ein schöner und günstiger Spielgefährte für den Erebus wäre…die Module von Dreadbox machen mich da schon mehr an…nun denn. Hellas.

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    Flying C  

    Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Test.

    Auch wenn dem Hades kein neues Konzept zu Grunde liegt, überzeugt das Gerät doch in erster Linie durch den klaren, druckvollen Sound und die Verarbeitung

    Klanglich liegt der Hades irgendwo zwischen SH-101 (Track 1&6) und MS 10 (Track 4&8), kommt allerdings nicht als platte Kopie daher. Diese Maschine bettelt geradezu darum, von einem Sequencer gespielt und manuell verleiert zu werden!
    Für nagelnde EBM-Bässe à la Pro One, subtile House-Bässe oder allerlei Techno ist der Hades geadezu pre-destiniert.

    Die Parallele zum Minitaur ist durchaus gerechtfertigt, dieser kostet jedoch ca. 150 € mehr.

    Das einzig echte Minus ist, m.m.n., die Notwendigkeit des Gehäuse-öffnen-müssens um den Midi-Kanal einzustellen.

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    Jan  

    Bei meinem Hades ist die Midi Dip Konfiguration vollkommen neben der Spur. Die Schalterkombinationen der Anleitung sind irgendwie vertauscht. Am Ende habe ich bei laufendem Synth hin und her geschaltet. Wen es interessiert, Kanal 4 ist (off on off) und Kanal 2 ist (off off on). Der Synth ist voll gut, aber die Midi-Config mit Aufschrauben und Experimentieren ist echt finster. Sei es drum nun läuft er und er klingt sehr fett. Geiles Teil.

    • Profilbild
      Jan  

      (Kann mir hier nicht editieren?)

      Wollte noch anmerken, es sind zwei kurze Patch-Käbelchen dabei!

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