Test: Dreadbox Modular G-System, Eurorack-Synthesizer

GAMMA

Gamma ist als Modul eine Herausforderung und die Krönung des System G. Warum? Es ist nicht einfach nur irgendein sechsfacher Sägezahn-VCO mit einem selbstoszillierenden, durchstimmbaren 2 Pol, 12 db Filter und einem Dual VCA. Es ist die rechte Herzkammer des System G und liefert alles von fetten Bass- und Lead-Sounds bis zu Space Noise Sounds. Über den TUNE-Regler und die HARMONICS-Schalter werden die Stimmung und die Anzahl der Sägezähne gesteuert. Als Standard sind 3 Sägezähne eingeschaltet, über die Schalter HARMONICS können, die Sägezähne 4, 5, 6 zugeschaltet werden. Unser Signalfluss geht intern über das Filter in den VCA. Somit können wir gezielt ein Signal herausfiltern und verstärken. Aber Achtung: Gamma verhält sich mit seinem selbstoszillierenden Filter chaotisch. Zwischen Wohlklang und Noise liegt hier nur ein kleiner Dreh. Das macht es spannend.

Gamma

Gamma

http://www.dreadbox-fx.com/wp-content/uploads/2015/12/gamma_module.pdf

Was fangen wir damit an?

Einzelmodule sind nett, aber ein komplettes Modulsystem ist besser. Das Dreadbox Modular G-System ist nur eines von vier Systemen aus der Dreadbox Modular Reihe. Die Idee dahinter ist einfach und simpel. Man gebe dem Musiker ein komplettes System an die Hand, das von Haus aus grob die Richtung vorgibt. Die Basis ist immer das Case und die Module, ALPHA, OMIKRON, DELTA und THETA.

http://www.dreadbox-fx.com/modular-systems/

 

System G - Total

System G – Total

Somit empfiehlt sich unser Dreadbox Modular G-System als Lieferant für Bass, Lead, Arp, chordale Hits und begrenzt als Flächenleger. Sicherlich kann man ein externes Audiosignal einpatchen und entsprechend modulieren. Das ist aber nicht die Aufgabe des System G. Setzen wir es entsprechend ein, kommt hinten der fette, rohe Sound heraus. Dieser ist so gut, dass wir im Mix damit arbeiten können. Das wiegt die Nachteile wie keinen Eingang für einen externen LFO auf. Zumal es hier ja auch andere Wege gibt, dies zu lösen. Dennoch ist System G kein starres System, hier überzeugen Features wie Audiomixer, CV Splitter und Mixer, Verstärker. Schwierigstes Modul ist GAMMA. Hier war es nicht immer möglich, sinnvolle Supersägezähne herauszubekommen und dementsprechend durchzupatchen. Aber eigenes Unvermögen ist hier keine Kritik. Was am Gesamtsystem heraussticht ist, dass alle Module sehr gut aufeinander abgestimmt sind. Und CV-Spannungen und GATE-Impulse sehr gut von verschiedenen Sequencern verarbeiten, ein Korg SQ-1 ist sicherlich nur ein Einstieg, hier wird es ab Arturia Beatstep Pro oder Oberkorn 2 / 3 interessant. Oder via externes Audiointerface und Reaktor Blocks.

Der Wermutstropfen: Der Anschaffungswiderstand für das System G ist recht hoch. Der Preis ist aber gerechtfertigt. Die Verarbeitung ist sauber, fehlerfrei. Die Abstimmung der Module exzellent. Die Drehregler sitzen fest und gehen exakt der Bewegung mit. Die Patchbuchsen haben genau das richtige Spiel. Positiv auch der Kundenservice von Dreadbox. Während des Tests stieg das ALPHA Modul aus, innerhalb von 48 Stunden war ein Neues da.

Hard Working System G

Hard Working System G

Klangbeispiele
Forum
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    XCenter  

    Danke für den technisch umfangreichen Bericht.
    „Technisch“ ist das Stichwort: wir haben es hier doch mit einem in sich geschlossenen Synthesizersystem zu tun, ähnlich einem Pittsburgh Foundation, MakeNoise Shared, Roland 500 Complete, WMD Monolith usw.usf.
    Warum geht eigentlich niemand ausführlicher auf den Klangcharakter des Synthesizers ein? Sinn eines solchen Systems ist doch in erster Linie es im Ganzen als Klanglieferant zu nutzen und nicht auseinander zu reißen und in ein großes Modularsystem zu integrieren. Alleine hier werden die System/Hersteller tatsächlich klanglich vergleichbar und kein mir bekannter Tester nutzt diese Chance bisher. Jeder dieser Tests ergeht sich in ausführlichster Featuritis, was für den Modularinteressierten ja generell von Wert ist. Aber gerade hier es auch wichtig, den „Sound“ vorzustellen. Gerade so ein Gesamtsystem kauft man sich doch auch wegen des Klangcharakters und nicht nur nach technischen Aspekten.

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      TobyB  RED

      Hallo XCenter,

      Ich habe zu danken.

      Dreadbox bietet das System auch in Einzelteilen an und dank genügend Buspower kann ich Module austauchen.

      Zum Sound, dann müsste man die Klangkategorie dreadboxig erfinden. Moog klingt anders, Roland 500 und System 1m, das Pittsburgh Foundation auch wieder. Ich kann zwar versuchen in klangliche Nähe zu denen zu kommen. Dann werd ich aber dem System G nicht gerecht. Knackpunkt ist das Zusammenspiel der Module. Das ist dann für mich der technische Aspekt. Zum Sound steht ein Absatz auf Seite 7. Ich bin mit Kategorisierungen beim Sound immer sehr vorsichtig. Was Dreadbox geschafft haben, ist anders zu klingen, was sicher auch am Multimode Filter Lambda und dem LoFi Delay Delta und Gamma liegt.

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        XCenter  

        Das ist genau, was ich meine: dass man sich an den Sound der anderen Klangwerke durchaus heranarbeiten kann, das System G aber immer eigenständig klingen wird. Das ist doch letztlich einer der wichtigen Punkte, warum man sich solch ein Komplettsystem anschafft. Bei dem Testbericht eines „verdrahteten“ Synths wäre das ein zentraler Punkt. Bei einem solchen System, dass doch in den meisten Fällen eher klangliches Herzstück, statt Teilelieferant in einem größeren System sein dürfte, ist das genauso relevant IMHO.

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          TobyB  RED

          Hallo XCenter,

          ah, jetzt hat es geklingelt :) Ich sehe Dreadbox auch weniger als Teilelieferant. Dazu ist bei den Modellen zuviel Konzept und Know How dahinter. Was ich mir aber gut vorstellen kann, die einzelnen Module aus dem G System durch andere aus dem Hause Dreadbox zu ersetzen. Oder aber nur das Case und mit anderen Modulen, ausdrücklich auch den neuen Roland 500 und Aira Modulen, wobei die PSU hier knapp wird.

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        TZTH  

        Das was ich an den soundbeispielen gehört habe, hat mich wirlich überzeugt obwohl ich eigentlich mit den modularsystemen bisschen durch bin. Klanglich ein gewisses Alleinstellungsmerkmal zu erreichen ist den Griechen gelungen. Und ich gönne ihnen den Erfolg!

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          TobyB  RED

          Hallo TZTH,

          das sie klanglich allein stehen sehe ich auch so. Alleine Lambda als Modul macht einen sehr guten Job und den VCA, Fuzz, Overdrive und Post Cut in den Filter zu packen ist eine Super Sache. Ich muss gestehen, das dies mein erster Test eines Modularen Systemes war und ich a) nur eine Hand zur Verfügung hatte und b) meine Erfahrung auf Modulare sich auf System 1m und Co beschränkt. Deshalb überlasse ich es gerne anderen, überzeugende Demos zu machen. :-) Was mir aber gelungen ist, sind sehr abgefahrene Bassläufe, die ich schön als Samplerinstrumente gesichert habe.

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    herw  RED

    peinlich allerdings: wenn man schon die griechischen Buchstaben als Bezeichnungen nimmt, dann sollte der Hersteller wissen, dass lam(b)da mit „b” geschrieben wird, wie man dem Artikel entnehmen kann.

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      Kosh  

      da es mich ehrlich gesagt gewundert hätte, wenn ein griechischer hersteller probleme mit dem alphabet seiner eigenen muttersprache hat, habe ich doch glatt mal wikipedia bemüht. und siehe da: „Das Lambda (auch Lamda, Lanta oder Labda, […])“ ;)

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        herw  RED

        ok überredet; ich hatte die Klammer glatt überlesen – sorry
        obwohl mit b finde ich es interessanter ;) und offenbar ist dies auch die Hauptform.

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        TobyB  RED

        Hallo kosh,

        ich schreib seit der Lehre mit dem Elektrotechnischen Kram immer l oder L, manchmal auch kyrillisch. Ich schreib Lambda immer mit b aus. LAMDA ist schon richtig. :)

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      dilux  AHU

      dreadbox ist ja ein griechischer hersteller; ich vermute, die kennen sich mit griechischen buchstaben ein wenig besser aus als du.

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      TobyB  RED

      Hallo Herw,

      ich bin ja auch auf Lambda reingefallen, jedenfalls benenne ich im Artikel LAMDA mit LAMBDA. Ich glaub die Entwickler vom System G wissen was richtig ist.

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    Joghurt  AHU

    Naja, ganz so peinlich ist es nicht: Übersetzt man das griechische Wort für den Buchstaben L 1-zu-1, dann heisst es tatsächlich lamda, ohne b.

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