Komplexe Modulationsoptionen und intuitive Bedienung
Dübreq Stylophone CPM DF-8 ist ein duales Multimode-Filter mit vielen Extras und ein weiteres semimodulares, portables Gerät der britischen Firma Dübreq, die besonders für ihre Stylophone-Produkte bekannt ist. Der DF-8 übernimmt dabei Formfaktor und optionale Batterieversorgung vom DS-2 Drone Synth, der mich im Test hier positiv überrascht hat und lässt sich optional ebenfalls ins Eurorack einbauen. Das Dübreq Stylophone CPM DF-8 Multi-Filter arbeitet standalone, aber auch als kongenialer Partner des DS-2. Doch wofür eignet sich das Gerät am besten? Das habe ich im Test ausprobiert.
- Flexible Filter: Zwei analoge Filter mit je acht Modi, darunter Modelle aus dem Gen-R-8 und ein LP-Filter auf 2045-Chip-Basis.
- Modulationsvielfalt: Zwei Hüllkurven, Sample & Hold mit Slew, Envelope-Follower und manuelle Trigger ermöglichen vielseitige Klanggestaltung.
- Standalone & modular: Nutzt integrierten Lautsprecher oder lässt sich im Eurorack (42 HP) mit Strom versorgen – Batteriebetrieb inklusive.
- Musikalisch & intuitiv: Vorverkabeltes Design für schnellen Einstieg, trotzdem komplett modular patchbar und hervorragend für externe Signale geeignet.
Inhaltsverzeichnis
Dübreq Stylophone CPM DF-8
Vorgeschichte und Basics der CPM-Produktreihe
Der Stylophone CPM DS-2 Synth kam als Drone-Synth heraus – ohne Hüllkurven, aber immerhin mit LFOs mit zum Teil komplexen Schwingungsformen. Das Teil macht einfach Spaß, ich habe es mir nach dem Test gekauft. Man hört einfach nicht mit dem Klangschrauben auf und es klingt immer wieder gut und anders. Die Komplexität der Möglichkeiten, die gute Struktur der Bedienoberfläche und der analoge Klang, gepaart mit Effekten, sorgen dafür, dass es weder langweilig noch unbeherrschbar und unübersichtlich wird.
Der Dübreq Stylophone CPM DF-8 (DF für Dual Filter) soll nun das Konzept weiterführen und z. B. in puncto Hüllkurven in die Bresche springen. CPM DF-8 kann eigenständig eingesetzt werden, aber auch dem DS-2 eine neue Seite entlocken bzw. wird als ideale Erweiterung für den Stylophone CPM DS-2 empfohlen und beworben.
Die beiden Geräte lassen sich leicht zusammenstecken, aber jeweils auch einfach aus dem Gehäuse ausbauen und alternativ in ein Eurorack-Case integrieren – bei 42 HP Platzbedarf und vorhandenem Flachbandkabel-Steckverbindungsslot (das Kabel dafür wird allerdings nicht mitgeliefert).
Schiebt man Dübreq Stylophone CPM DF-8 und DS-2 und ihre seitlich geriffelten Teile zusammen, fügen sie sich zwar ganz leicht ineinander, von einer wirklichen Befestigung kann jedoch erst durch Anbringen des mitgelieferten Plastikplättchens von oben einigermaßen die Rede sein. Dieses wird mit acht kleinen quadratischen Haken in je vier Slots der beiden Gehäuse gedrückt. Die Verbindung besteht dabei aber nur von oben und ist auf dem Tisch liegend stabil, für einen Transport jedoch nur bedingt geeignet.
Wie beim DS-2 gibt es auch beim Dübreq Stylophone CPM DF-8 einen eingebauten 2 W Lautsprecher, ein Batteriebetrieb mit 6 AA-Batterien ist möglich. Beide Geräte können auch seitlich hinten mit 12 V Strom (innerer Pin positiv) versorgt werden, ein Netzteil ist allerdings nicht dabei. Hingegen werden AA-Batterien sowie verschiedene Patch-Kabel mitgeliefert:
- 4 Mono-Miniklinke-Patch-Kabel
- 1 Adapter: 2× Mono-Miniklinke Input auf 1× Mono-Miniklinke Output
- 1 Adapter: 1× Mono-Miniklinke Input auf 1× Mono-Miniklinke Output mit Lautstärke-Slider
- 1 Stereo-Miniklinkenkabel
Nicht ganz logisch ist, dass Adapter von 1× Stereo auf 2× Mono und umgekehrt fehlen, um ein externes Stereosignal einzuspeisen oder vom Stereo-Out in zwei Eurorack-Eingänge zu gehen. Zum Glück hatte ich ein eigenes Sortiment dieser manchmal durchaus raren Teile parat.
Der Stylophone On-the-fly-Sequencer im gleichen Formfaktor wurde ebenfalls zur NAMM vorgestellt, dieser soll wohl zukünftig mit den beiden anderen Geräten ein Trio bilden.
Weitere Basiseigenschaften
Der Dübreq Stylophone CPM DF-8 ist ein duales Filter und jedes der beiden analogen Filter beherrscht acht Modi – daher der Name DF-8 – und ist mit einem VCA ausgestattet. Noise-Generatoren sind in jeder Filtersektion ebenfalls integriert, sodass man auch mit dem DF-8 allein Sound machen kann. Zusätzlich bietet der DF-8 Hüllkurven, Sample & Hold, ein Delay und viele Ein- und Ausgänge. Es gibt 14 modulare Patch-Punkte für Audio, Hüllkurven, Filter, VCAs und Sample & Hold sowie eine kleine Mixersektion.
Jedes Filter verfügt über einen eigenen Audioeingang in Mono. Im Mixer führt man diese beiden Signale mit dem Delay-Signal zusammen und man kann zwischen Stereo- oder Mono-Ausgang bzw. -Modus umschalten. Eine Panning-Option fehlt allerdings. Im Gegensatz zum DS-2 verfügt der Dübreq Stylophone CPM DF-8 auch über einen Sync-Input.
Die Filter-Cutoff-Regler sind groß ausgeführt, andere Regler wie etwa Parameter Depth für Modulationen oder Resonance eher klein – diese sind manchmal durchaus fummelig einzustellen.
Filtermodelle des CPM DF-8
Welche acht Filtermodelle gibt es? Die ersten vier (Notch, HP, BP, LP) stammen aus dem vor sechs Jahren limitiert veröffentlichten Dübreq Stylophone Gen-R-8 – das ist sogar am DF-8 abzulesen. Ein alternatives, kräftiger und prägnanter wirkendes LP-Filter basiert auf dem 2045-Chip (bzw. einer analogen Nachbildung desselben), der auch beim Mutator und von Daft Punk verwendet wurde.
Zudem bietet der DF-8 in der rechten Hälfte des Schalters drei weitere Filtermodelle: BP+, Notch+ und Bandstop+. BP+ entsteht durch ein LP aus 2045 und ein HP aus Gen-R-8 in Serie geschaltet, Notch+ wiederum durch LP aus 2045 und HP aus Gen-R-8 – diesmal parallel geschaltet. Bandstop+ funktioniert wie Notch+, aber mit weiter auseinanderliegenden Filtern, wodurch in der Praxis ein interessanter Phasing-Effekt entsteht.
Hüllkurven im CPM DF-8
Die beiden Hüllkurven sind zwischen ADSR und AR (Loop) sowie zwischen linear und exponentiell umschaltbar. Sie können die Filter und eine optionale VCA-Schaltung ansteuern, außerdem das Delay modulieren oder als Quelle des Sample-&-Hold-Prozesses dienen. Das Triggern der beiden Hüllkurven klappt auch manuell über einen Button am DF-8. Das finde ich super, denn es bedeutet, dass man nichts verkabeln oder durchdenken muss, sondern direkt loslegen und mit den Händen alles Wichtige regeln kann.
Alternativ lässt sich auch ein externes Signal analysieren, das dann via Threshold-Einstellung im Envelope-Follower-Stil Hüllkurven triggern kann. Ein Schalter zur Aktivierung dieser Funktion und der Threshold-Regler befinden sich direkt neben dem Trigger-Pad. So ist intuitives Arbeiten mit dem DF-8 möglich und das Featureset prädestiniert den DF-8 zum Arbeiten mit externen Signalen – egal, ob diese nun vom DS-2 kommen oder von einer ganz anderen Quelle.
- Envelopes, ADSR und AR Loop Umschalter
- Envelopes, Ansicht 2
- Envelopes, Ansicht oben
Delay im CPM DF-8
Der DF-8 verfügt über ein PT2399 Bucket-Brigade-Delay. Die integrierten Delays werten den Sound für mich bei beiden Geräten (DF-8 und DS-2) jeweils dramatisch auf. Andere Parameterbewegungen klingen hier wie dort sehr gut und können dann mit gut klingenden Vintage-Delays weitergeführt werden, auch wenn vielleicht ein weiteres auf Delay bezogenes Filter fehlt. Das folgende Beispiel zeigt selbstresonierende LP-2045-Filter (manuell getriggert) plus Delays:
Sample and Hold, Noise und Wind
Sample & Hold funktioniert wahlweise auf Basis von Noise oder Hüllkurven und kann via Slew-Regler geglättet werden. Die Bedeutung der Slew-Funktion kann man hier sehr schön hören und lernen. Hier ein Beispiel mit dem integrierten Noise-Generator und Wind:
S&H kann die Filter-Cutoff und/oder die Delay-Time modulieren.
Praxis
Ich erinnere mich daran, 1996 eine Platte gehört zu haben, bei der mich faszinierte, wie ein Drumloop bearbeitet wurde. Ich hatte die Jungs von Aquasky nach Köln eingeladen, die den Track spielten und produziert hatten, so konnte ich sie nach dem „Wie“ fragen. Sie hatten den Beat durch LFO-modulierte Filter ihres alten Yamaha CS-5 gejagt und mitten im Sweep zwischen den Filtertypen HPF, BPF und LPF umgeschaltet. Genau das hatte mir neben dem sonstigen Klang gefallen.
Die Klangergebnisse meiner Experimente mit dem CPM DF-8 riefen reflexartig die Erinnerung daran hervor. Ich hatte den CS-5 damals günstig erstehen können und danach ebenfalls weniger als Synthesizer, sondern als Filter für externe Signale genutzt, die man hier einspeisen kann. Genau darin sehe ich für mich einen potenziellen Hauptanwendungszweck des CPM DF-8, der deutlich platzsparender ist und mehr Möglichkeiten bietet. Insbesondere hat der DF-8 für beide Filter Stereo-Optionen, während ich mit dem CS-5 stets nur in Mono arbeiten konnte.
Ich sehe den Dübreq Stylophone CPM DF8 eher als ein vom DS-2 unabhängiges Gerät, auch wenn sich beide gut ergänzen. Die Befestigungsoptionen beeindrucken mich nur mäßig. Doch natürlich hat man mit der Kombination aus DS-2 und DF-8 ein tolles Setup, mit dem sich gut performen lässt und das gilt sicher noch mehr, wenn der On-the-fly-Sequencer noch dazukommt. Der DS-2 hat aber bereits Filter für die Oszillatoren, Modulationsquellen und ein eigenes Delay und kann auch allein performen, der DF-8 andererseits kann genauso gut von jeder beliebigen Quelle gespeist werden.
Mit der Stereo-Option kann der DF-8 auch sehr gut Drumloops, Ambiences oder ganze Stücke am Ende der Signalkette verfremden, auch wenn man sich das passende Adapterkabel selbst besorgen muss und es keinen Input-Gain-Regler gibt. Gerade bei komplexeren Musikstücken kommt die Filterwirkung besonders zur Geltung. Der DF-8 kann auch Mono-Signale auf verschiedene Weise breit machen.
In meinem Video habe ich ein wenig Sixties-Sound-Musik mit dem Intellijel Multigrain bearbeitet und durch den DF-8 gejagt. Das Gerät ist quasi konkurrenzlos, wo gibt es ein Stereo-Filter mit derartiger Flexibilität? Es ist ganz leicht, schöne Stereoeffekte zu erzeugen und beide Kanäle getrennt zu behandeln. Zudem kann die Envelope-Modulation durch Taster spontan und ohne die Notwendigkeit eines angeschlossenen Keyboards erfolgen.
Übrigens: Bei aktiver Cutoff-Link-Funktion kann man zwar mit einem der beiden Regler beide Filter steuern, doch hatte der zweite Regler im Test dennoch eine Wirkung. Filter-Sweeps erklangen dann auf dem einen Kanal gegenüber dem anderen – je nach Einstellung – mit einem Cutoff-Versatz und somit in der Praxis bei Sweeps etwas verzögert. Hierzu fehlte übrigens im mitgelieferten Faltblatt-Handbuch eine Erläuterung. Es war also beim Testen ein wenig schwer zu verstehen, was passiert, aber die entstehenden Stereoeffekte klangen gut.
Die Resonanz sollte man meist nicht zu weit aufdrehen – zumindest für meinen Geschmack klingt sie dann schnell zu krass. Allerdings kann man sie dann ja auch für die Klangerzeugung nutzen, die meisten DF-8-Filtertypen können selbst oszillieren.
Rauschen, Regeln, Spielen
Beim Routing im DF-8 geht mitunter durchaus etwas Energie verloren und es kommt etwas Rauschen hinzu. Wenn analoge Vintage-Filtereffekte gewünscht sind, stört das meist nicht. Im folgenden Beispiel hört man zuerst das (lautere) unverfälschte Signal aus meiner Elektron Machinedrum, das anschließend in den DF-8 geroutet wird, am Ende werden die Filter deaktiviert.
Wie bereits beim DS-2 erwähnt, sind manche Einstellungen mit kleinen Reglern nicht ganz so leicht vorzunehmen. Das gilt zum Beispiel, wenn man den kleinen Modulation-Depth-Regler mittig einstellen will, um jegliche ungewollte Modulation zu vermeiden. Auch an anderer Stelle wird es manchmal schwierig, bei kurzen Regelwegen genau die gewünschte Einstellung zu treffen. Nur wenn man ein Kabel in den Phones-Out steckt, schaltet sich der Lautsprecher ab. Die Pegelregelung des Phones-Out erfolgt dann unabhängig vom Main-Out über den sehr kleinen Volume-Regler, der sich bei eingestecktem 3,5-mm-Kabel nur schwer drehen lässt.
Die Anwendungsmöglichkeiten finde ich musikalisch und anwenderfreundlich konzipiert, etwa die Optionen, Hüllkurven per Pad für einen oder beide Filter oder via Threshold zu triggern. Dazu sind die ADSR-Settings für die Filter griffig und es sind auch extrem kurze Hüllkurven-Einstellungen, quasi mit FM-Charakter, möglich. Die Umschaltoption zwischen linear und xxponential erlaubt weitere interessante Klangvariationen.
Variables Sample & Hold, viele I/Os, Speaker und Mixer-Features runden das Gerät ab. Klanglich sticht das Filter auf Basis des 2045-Chips für meinen Geschmack besonders heraus.
Alternativen
Das duale Filter Stylophone CPM DF-8 ist eigentlich konkurrenzlos, nirgendwo sonst gibt es ein solches Paket in einem. Eine deutlich teurere Alternative außerhalb der Eurorack-Optionen ist die Sherman Filterbank. Im Eurorack-Bereich bietet noch Make Noise QPAS ein Stereo-Filter mit Optionen für verschiedene Bearbeitungen der Kanäle. Alternativ könnte man vielleicht zwei Behringer Surges oder das Behringer 121 Dual VCF kaufen. Sicher gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, die aber jeweils mehr Verkabelung und zusätzliche externe Tools benötigen, um den Funktionsumfang des DF-8 zu erreichen.
Video
Hier ein Begleitvideo mit einem langen Soundjam am Ende:
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Ich hatte die Frage bereits an anderer Stelle gestellt. Da das Gerät kein MIDI hat, interessiert mich, ob man die aktuellen Einstellungen per CV auslesen und per CV-MIDI-Interface speichern kann.
@Mac Abre ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie das hier und auch im Allgemeinen gehen soll.
Um etwas auszulesen, müsste es ja an irgendeinem Ausgang ausgegeben werden, einen solchen hierfür vorgesehenen sehe ich hier nicht.
Du kannst MIDI to CV nutzen, um z. B. via Ableton bestimmte Werte, die via CV gesteuert werden können, immer wieder gleich aufzurufen, musst aber vermutlich auch dann noch Voreinstellungen der Regler beachten/ Dir merken
@Heiner Kruse (TGM) Danke, genau das wollte ich wissen. Dann ist diese Filterbank wieder nichts für mich. Schade. Am Ende lande ich doch noch bei einem Softwarefilter, der aber dummerweise erst nach der Aufnahme greift und somit für das Sounddesign unbrauchbar ist.
@Mac Abre das ding schreit nach nem kleinen drumknecht a la Behringer 606 / RD 6
(um die envelopes mit nem seq zu triggern), imho
synct auch gleich zur midiclock …
Weil das so oft falsch erzählt wird: ein PT2399 Delay ist digital und KEIN Bucket-Brigade-Delay. Dreadbox benutzt den Chip auch gerne, hört sich auch vintage und schmutzig an, aber eben nicht wie BBD.
Die billigste Möglichkeit an ein echtes BBD Delay zu kommen ist das Behringer VD400 Pedal oder der Behringer Neutron.
@WOK das stimmt. Du hast recht, der Chip ist auch in Dreadbox Nostalgia drin, und das klingt ziemlich dreckig und analog… es scheint so zu sein, dass bei Verwendung dieses Chips durchaus analoge Komponenten im Spiel sind… https://anasounds.com/the-alternative-to-bbd-delays-the-pt2399/
Vor allem in Kombination mit dem Drone-Synth und dem Preis reizt mich das schon etwas, allerdings schreckt irgendwie dieser interne Lautsprecher ab. Wenn der Heiner das Ding aber gut findet bin ich vermutlich nur etwas voreingenommen ;)
@Jens Hecht Wenn man unterwegs ist oder spontan jamen möchte und nicht seine wuchtige Anlage benötigt, sind solche Miniboxen sehr praktisch. Bassfundament darf man natürlich daraus nicht erwarten. Ansonsten hilft nur den 3er Output mit einem Kabel und einem 6er Klinkenadapter (kostet nur ein paar Euro) an das Interface anstecken. Die meisten kleinen Synthesizer haben Buchsen für 3er Klinken. Ich handhabe das ebeno beim Soma Rumble of Ancient Times. Funktioniert einwandfrei.
@Jens Hecht das verstehe ich, beim DS-2 als dedizierter Klangerzeuger macht der Speaker für mich mehr Sinn. Wenn man sich schon die Mühe macht, etwas da durch zu jagen anstatt einfach ein Plugin zu nutzen, sollte es richtig klingen…
Also ich finde die CPM-Brüder ja durchaus nett und knuffig und interessant, mit Extra-Pluspunkten für den Einsatz von CEM- *und* SSM-Filtern!
Aber die Angrenzung bzw. Überlappung bei Einsatz von beiden Modulen erscheint mir etwas unglücklich: Ich brauche wirklich nicht zweimal die Ausgangssektion mit Effekten etc. Optimal wäre für mich, wenn das erste Modul die Klangerzeugung bis zum Mischer abdeckt und das zweite die Klangformung hinter dem Mischer:
– Modul Alpha: VCOs mit Sub-Oszis, Sync und Cross-Mod, Ringmod, Noise, evtl. Wavefolder, LFOs, Mischer mit Stereo-Ausgang
– Modul Omega: Filter (gerne 2x CEM, 2x SSM, 2x Gen-R-8), VCAs (gerne 4x), Hüllkurven (gerne 2x ADSR und 2x AR), Ausgangssektion mit Effekten usw.
Vorteil: Keine Überlappung, stattdessen maximale Funktionalität und Flexibilität in Kombination mit anderen Komponenten
Nachteil: Keins der beiden Module kann so richtig Stand-Alone eingesetzt werden
Welches Konzept würde Euch besser gefallen?
PS: Unter dem dritten Bild wird der „Bruder“ als DF-2 statt DS-2 bezeichnet, kann das jemand korrigieren? Und die Erklärung „mittlerer Bereich, unten links der Cutoff-Link-Switch (C.off)“ sollte wohl heißen „Bereich links unten, im Foto rechts der Cutoff-Link-Schalter (C.off Link)“.
@chardt es ist schon schön, dass der DS-2 Effekte hat, ohne würde er nicht so viel Spaß machen.
Ähnliches gilt für den DF-8.
Für mich ist die Kombination der beiden auch eher eine durchaus brauchbare Option, aber sie ergibt sich nicht zwingend.
Und der Reiz eines solchen Standalone Teils ist ja der Standalone Charakter. Daher gibt es eine eigene Stromversorgung, einen eigenen Speaker usw.. Beide können alleine schon Aufgaben erfüllen: DS-2 Drone Sounds, DF-8 Signalbearbeitung – oder ebenfalls Klangerzeugung mit Effekten, beide sind komplex rhythmisch modulierbar. Wer optimale Ergänzungen sucht, baut sie ins Modularcase ein und ergänzt nach Gusto. Und das ist ja die andere Idee: Ein Einstieg in Modulare Synthesizer als vorkonfigurierte Einheit, mit der man spielerisch loslegen und Patchen kann. Da sind die Alternativen meist deutlich größer oder unvollständiger (z. B. ohne Effekte, ohne komplexe Modulationsquellen)
Wenn ich das richtig sehe, lassen sich die Filtertypen aber leider nicht per CV durchschalten oder? Das ist bei sowas doch eigentlich ein Must-Have.
Ob sich irgenwann herumspricht,dass die Firma Dubreq heißt?Auf ihrer Website kann man sich überzeugen,dass der Firmenname ohne „ü“ geschrieben wird.