Test: Dunlop Rockman Bass Ace

9. Dezember 2008

Rockman Bass Ace

Tom Scholz Rockman! Tom….wer? Rockman? Ja und weiter….??? Was Künstlern meines Jahrganges ein vertrautes Schmunzeln auf die Lippen zaubert, wird dem ambitionierten Nachwuchs eher ein überdimensionales Fragezeichen auf die Stirn nageln. Daher zunächst ein klein wenig Geschichtsstunde in Sachen Headphone-Übungsamps. Wir betreten die Zeitkapsel und beamen uns zwei Dekaden plus ein paar Gequetschte zurück in die geliebte / gehasste Zeit der Achtziger. Harddiskrecording stand am Anfang seiner Entwicklung, alle Interfaces waren maximal MIDI-fähig, der Mac hatte den Atari noch nicht aus dem Studio verdrängt, und das Non-Plus-Ultra im Studio waren digitale 32-Spur Sony Dash Maschinen zum geschmeidigen Stückpreis von knapp 300.000 Dollar!

Alles, was es seiner Zeit an Kopfhörerverstärkern für Gitarre oder Bass gab, waren mehr oder weniger lieblose Plastikkisten, welche mit cleanen Sounds eventuell noch überzeugen konnten, bei verzerrten Presets jedoch jeden Gitarristen sich mit lauten Schreien die Kopfhörer vom Kopf reißen lies. Es war entsetzlich! Man bedenke, es gab keine Frequenzkorrektur, die Mikroprozessorentechnik war nur den High-End-Studio-Geräten wie Eventide vorbehalten, und an Emulationstechnik war noch nicht mal im Traum zu denken, was zur Folge hatte, dass ein eingeschalteter Rasierapparat das Klangerlebnis eben dieser Geräte am besten beschreiben würde.

Sich dessen Mißstandes bewußt, nahm ein Mann namens Tom Scholz sich dieses Problems an, seines Zeichens Gitarrist, Produzent und Mastermind der AOR-Legende BOSTON („More Than A Feeling“- kennt jeder, wenn auch nicht mit Titelnamen!). Sein Ziel war es, einen handlichen Kopfhörerverstärker zu bauen, welcher so gut klang, dass man mit ihm sogar Aufnahmen direkt ins Pult machen konnte, ein Ziel, was damals mehr als verwegen war und sehr skeptisch betrachtet wurde. So erblickte schließlich der Tom Scholz Rockman das Licht des Lebens und schlug, gelinde gesagt, ein wie eine Bombe! Es war eines der großen Gitarristenthemen seiner Zeit. Sein weicher, hochkompremierter, chorusgeschwängerter Sound gilt als einer DER Gitarrensounds der Achtziger! Im Zeichen des Grunge wurde es dann ruhig um den charakteristischen Klang der Achtziger, passte er doch so gar nicht in das zuweilen krude und lärmend-offene Gehacke Anfang bis Mitte der letzten Dekade.

Zum Test liegt mir nun die Bassausführung des Rockman vor, der „Bass Ace“. Zum Lieferumfang gehört neben dem Gerät auch ein handlicher Kopfhörer.

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