Test: Dunlop Slash Cry Baby SC-95 Classic

23. April 2013

Sweet Wah O' Mine

Das Dunlop Cry Baby Wah-Pedal dürfte den meisten unserer Leser bekannt sein. Es ist eines der ersten WahWah-Pedale, das auf dem Markt erschien und im Grunde nichts anderes, als eine Kopie des Thomas Organ Cry Babys. Und so wird es auch, mit geringen Veränderungen, seit den Sechzigern gebaut. Neben dem klassischen Cry Baby GCB-95 hat Dunlop in den letzten Jahrzehnten immer wieder mal verschiedene Varianten auf den Markt gebracht. Zum Beispiel kam sinnvollerweise ein True-Hardwire-Bypass mit ins Spiel oder ein Q-Control-Regler, um die Intensität des Wah-Effekts zu regeln.

Dunlop SC-95 Wah

— Dunlop Slash Cry Baby SC-95 Classic —

Doch trotz diverser Erneuerungen oder innovativer Weiterentwicklungen blieb das wohl populärste Wah Wah-Pedal im Großen und Ganzen seinem traditionellem Konzept treu. Viel mehr konzentrierte sich das Unternehmen auf Signature-Modelle, wie zum Beispiel das JH-1 Jimi Hendrix Signature oder das EVH Signature, Eddie Van Halens Cry Baby.

Einer unter diversen anderen Gitarristen, welche den WahWah-Sound berühmt gemacht haben, ist auch der Ex-Guns’n’Roses Saitenkünstler Saul Hudson, den meisten wohl bekannt unter seinem Künstlernamen Slash. Schon 2007 bekam er von Dunlop ein Signature-Modell auf den Leib geschneidert. Das SW-95 zeichnete sich, neben dem üblichen Wah-Effekt, durch einen Heavy Distortion-Booster aus.

Front

— Dunlop Slash Cry Baby SC-95 Classic Front —

2012 schickte Dunlop nun das zweite Slash Cry Baby nach. Das Dunlop Slash Cry Baby SC-95 Slash Signature. Im zeitgemäßen, immer noch anhaltendem Retro-Trend steht das „C“ natürlich für Classic!

Konstruktion/Lieferumfang

In einem mattschwarzen, simpel gehaltenem Pappkarton wird das Pedal angeliefert. Ein inhaltlich kurzes Handbuch mit dem Zylinder-Totenkopf-Logo von Slash gilt als Zubehör. „Live to play live“, so der Slogan. Aus der Plastikschutzfolie entnommen, treffen die Erwartungen, kaum zu glauben, sofort ein: Hier haben wir ein Cry Baby! So albern das jetzt klingen mag, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein E-Gitarrist, unabhängig von seinen Fähigkeiten, dieses Pedal noch nicht vor die Augen bekommen hat. Wenn nicht, ab in den nächsten Gitarrenladen bitte!

Im Grunde sieht das Dunlop Slash Cry Baby SC-95 Classic aus wie ein klassisches Cry Baby. Es hat die übliche Form, nur im Design unterscheidet sich das Ganze etwas vom Urtyp. Das Slash-Logo findet man auf dem Gummipad und die Lackierung ist in einem, sagen wir mal „Roadworn-Style“. Wenn man von der Gestaltung mal absieht, besitzt das SC-95 (im Vergleich mit meinem ca. 20 Jahre alten Cry Baby) ein paar kleine, aber sinnvolle Weiterentwicklungen.

Hier finden wir zum Beispiel zwei blaue LEDs links und rechts an der Seite des Pedals, welche den aktiven bzw. passiven Zustand des Effektes anzeigen. Das Batteriefach auf der Unterseite des Pedals ist wie bei den meisten Dunlop-Wahs direkt zu öffnen, ohne die komplette Abdeckung zuvor lösen zu müssen. Ein weiteres Update, zumindest im Vergleich zu meinem alten Cry Baby, ist die Stromversorgungs-Buchse, die nicht mehr für Miniklinke-Stecker funktioniert, sondern den derzeitigen Standard-Port bietet.

Ein wichtiges Thema für die meisten Gitarristen, welche auf ihren puren Amp-Sound nicht verzichten wollen, wenn der Effekt deaktiviert ist, ist der Hardwired-True-Bypass. Wie die meisten neueren Pedale von Dunlop, verfügt auch das Dunlop Slash Cry Baby SC-95 Classic über eine solche Verdrahtung.

Klangbeispiele
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