Test: Dynacord, PowerMate 600-3, Powermixer

Funktionen des analogen Teils

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Das PowerMate 600-3 ist prinzipiell ein kleines 8 in 2 Livepult mit zusätzlichem schaltbarem Master B, Stereo/Mono-Out, 2 Effekten und  3 Aux-Wegen mit der Bezeichnung MONITOR (Pre-Fader), FX (Post-Fader) und AUX (Pre/Post schaltbar) pro Kanal. Die ersten 6 Kanäle verfügen über symmetrische XLR-Eingänge, die mit 48V-Phantom Power für Kondensatormikrofone versorgt werden können und symmetrische 6,3mm-Klinkenbuchsen. Die letzten 2 Kanäle sind als Stereokanäle mit zwei Klinkenbuchsen ausgelegt. Des weiteren gibt es einen Two-Track-Send, aber  keinen eigenen Return-Eingang. Die Cinch-Eingänge sind den Stereo-Line-Eingängen parallel geschaltet. Ferner gibt es eine Kopfhörerbuchse und einen Anschluss für einen Fußschalter, um Effekte ein und aus zuschalten. Dieses Ausstattungsmerkmal deutet auf die musikergerechte Konzeption des Mischpultes hin. Ebenso wie die Tatsache, dass es pro Kanal nur einen einfachen dreibandigen EQ mit fixen Filterfrequenzen gibt. Goldene Tontechnikerregel: Gib einem Musiker keinen parametrischen EQ in die Hand, zumal es in der Mastersektion einen 9-Band Master-Stereo-Equalizer gibt. Erst in der nächsthöheren Ausstattungsvariante, dem PowerMate 1000-3 gibt es einen parametrischen Mittenregler pro Kanalzug. Pro Kanalzug steht weiterhin ein Pan-Regler, ein AUX-Regler und ein FX-Regler zur Verfügung, um den Effektanteil des internen Effektgerätes pro Kanal zu bestimmen. Eine rote LED zeigt Übersteuerung oder Sättigung des jeweiligen Kanals an, die nicht schlecht klingt, wenn man es nicht übertreibt. Eine grüne LED zeigt an, ob ausreichend Signal am Eingang anliegt. Die Fader haben einen Regelweg von 8 cm und fühlen sich sehr gut an. Sie lassen sich schön präzise einstellen. Pro Kanal gibt es einen Gain-Regler, der den Eingangspegel bestimmt. Die Eingangsverstärker machen einen vorbildlichen Eindruck, hier rauscht oder brummt nichts. Nebengeräusche tendieren gegen null. Der Klirrfaktor beträgt laut Hersteller <0,002%.

Funktionen des digitalen Teils

Anlage fehlt

Über den Druck/Drehschalter neben dem leuchtstarken OLED-Display lassen sich alle Funktionen im Menü bequem erreichen. Das ist gerade in hektischen Situationen wichtig. Zwei Effekte können gleichzeitig aktiviert sein. Hier gibt es alle gängigen Standardeffekte in guter Qualität. Der Hall und

Mono-Tap-Delay gefielen mir sehr gut. Mit Flanger und Chorus kann man den Mix zusätzlich verfremden. Die üblichen Standardparameter können hinreichend editiert und gespeichert werden.

Die Kanäle sind fest zugeordnet: USB 1/2 – Master Record Send L/R ; USB 3: AUX-Bus ; USB 4: MON-Bus. Nach der Installation des MAC und PC kompatiblen ASIO-Treibers erscheint das Mischpult als 4-Kanal-Audiointerface beispielsweise im beigelegten Cubase LE. Das Interface funktioniert in beide Richtungen. Über 4 Spuren kann auch Musik zum Pult geroutet werden. Laut Hersteller ist die Übertragungsqualität im semiprofessionellen Bereich angesiedelt. Das mag stimmen. Es klingt aber um längen besser als Mackies mit USB. Ein professionelles Yamaha LS-9 beispielsweise kann über USB nur datenreduziert direkt auf einen USB-Stick aufnehmen. USB an sich ist eine semiprofessionelle Schnittstelle, da muss man sich nichts vormachen. Insofern muss Dynacord sich in dieser Disziplin nicht vor der Konkurrenz verstecken, im Gegenteil.

Anlage fehlt

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