Test: Dynacord, PowerMate 600-3, Powermixer

Auch das Lautsprecher-Management ist über das Display zu erreichen: das sogenannte Low-Pass-Notch-Speaker Processing. Hierzu das passende Zitat aus der Bedienungsanleitung:

„HINWEIS: Die LPN-Filterschaltung korrigiert den Frequenzgang und das Einschwingverhalten von Lautsprechern. Der dabei erzielte Effekt lässt sich mit keinem gewöhnlichen Equalizer oder „Bass-Booster” erreichen, da die Wirkungsweise des LPN wesentlich auf einer Optimierung der Anstiegszeit des Signals beruht. Das Gesamtsignal wird deutlich druckvoller und voluminöser. Der Effekt ist besonders deutlich bei kleineren bis mittleren Fullrange Lautsprechern aber auch bei Anwendungen mit Subwoofern.“

Bis zu einem gewissen Lautstärkepegel ist das nicht zu viel versprochen. Die kleine Kiste hat einen erstaunlichen Basswumms. Das hat den Vorteil, dass man mit einer Überbetonung um Bassbereich den Lautstärkeeindruck der Darbietung erhöhen kann. So können sich die Gäste unterhalten und ggf. tanzen, ohne dass die Musik als zu leise oder zu laut empfunden wird. Deshalb sind kraftvolle Class-D-Verstärkeranlagen ein Segen für die Menschheit.

Die Endstufe

Bei Einschalten des Pultes fahren die Lüfter kurz hoch, um dann ganz leise vor sich hinsurrend ihrer Arbeit des Wärmeabtransports nachzugehen. Der Start verfehlt seine Wirkung nicht, denkt man doch sofort an ein zuverlässiges Auto, das Tag für Tag klaglos seine Arbeit verrichtet. Der Verstärker leistet je nach Anpassung bis zu 1000 Watt RMS pro Kanal an 4 Ohm. Über das Lautsprechermanagement und entsprechenden Schutzschaltungen lassen sich Boxen aller Art bis zu preiswerten HiFi-Boxen gefahrlos anschließen. 

Fazit

Betreibt man das Pult in einer Standard-PA mit eventuellem zusätzlichem Verstärker für Bühnenmonitore, hat man genügend Leistung für bis zu 200 Gäste bei einer gemäßigten Feierlichkeit in der Schulaula zur Verfügung. Für Ansagen in Sporthallen und für übliche Festinstallationen ist das Pult sehr geeignet, in Anbetracht der Musikübertragungsqualitäten jedoch viel zu schade. In kleinen Kneipen, Bars oder als Übungsraumlösung kann der PowerMate richtig Druck machen, gute Lautsprecher vorausgesetzt. Dort kann es bei einigermaßen sachgemäßer Behandlung die nächsten 20 Jahre stehen bleiben, bevor das erste Mal Staub gewischt wird. So wie man es von teils schon 50 Jahre alten Dynacord Röhrenverstärkern gewohnt ist, die oft immer noch prolemlos funktionieren. Wirklich überrascht hat mich die MIDI-Funktion. Das Pult kann als MIDI-Interface vom Rechner über USB genutzt werden, eine kleine Sensation und nicht selbstverständlich. Das macht das Pult auch für Synthesizer-Musiker, Alleinunterhalter und Homerecorder mit kleinem Setup interessant. Die Kollgegen aus Bayern haben auch dieses Mal hervorragende Arbeit geleistet und sich wieder einmal eine 1 mit Sternchen verdient für dieses unspektakuläre, wie solide Werkzeug für den Beschallungsalltag und das alles Made in Germany, toll.

Plus

  • Einfachheit in der Bedienung
  • Funktionsumfang
  • 4-Spur In/Out über USB
  • Klang

Minus

  • -

Preis

  • UVP: 1773,10 Euro
  • Straßenpreis: 1599,- Euro
Forum

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