Test: E-MU Vintage Pro Synthesizer-Expander

Programmierung

Eine Stärke von E-MU Geräten (neben den erstklassigen Filtern) ist seit jeher die unglaubliche Flexibilität in Sachen Programmierung und Routing. Dabei wird den Modulationsquellen, wie MIDI Controller, Fußpedale oder auch interne Hüllkurven und LFO’s, mit virtuellen Patchkabeln den 35 Modulationszielen (Patchcord Destinations) zugeordnet.

Der Abbildung sind alle Modulationsziele zu entnehmen. Damit breitet sich ein weites Feld der Klanggestaltung aus. Hier ist das exzellente Handbuch zu erwähnen, das einen in die Grundbegriffe der Klangsynthese einführt.

Doch was wären Vintage Klassiker wie ein Minimoog oder eine TB303 ohne ihre unverkennbaren Filter? Der EMU VTK wartet mit sage und schreibe 50 (!!) Verschiedenen Filter auf, die in 12 Klassen. (LPF, HPF, BPF, EQ+, EQ-, VOW, PHA, FLG, REZ, WAH, DST, SFX) aufgeteilt sind. Im Handbuch ist zu jedem Filter eine Kurzbeschreibung aufgeführt, die einem das Auffinden eines ganz bestimmten Typs oder Klangs sehr erleichtert. So z.B. „Bassbox-303, 12th Order, LPF, pumped up lows with TB-like squelchy Q factor”. Zu beachten ist zudem, das es 12th Order und 6th Order Filter gibt. Diese unterscheiden sich erheblich in der Nutzung von Rechenkapazität, so dass sich die Polyphonie des EMU von 128 auf 64 Stimmen verringert, wenn man nur 12th Order Filter einsetzt.

Nicht fehlen darf heutzutage auch eine einstellbare Temperierung. Hier finden sich auch so ausgefallene Temperierungen wie eine 19 Ton Skala, wobei eine Oktave nicht in 12, Sondern in 19 Tonschritte eingeteilt ist. Ebenfalls kann man bis zu 12 User Temperierungen im Gerät speichern.

Vintage Keys Pro

Effekte des E-Mu Vintage Pro

Der Klangprogrammierung nachgeschaltet ist das interne Effektboard, das schon von der Proteus Serie bekannt ist. Es bietet zwei Effektblöcke (A und B). Effektblock A beinhaltet Reverb und Delay Programme, Effektblock B bietet Modulations- und Verzerrungseffekte (Chorus, Flanger, Phaser, Distortion). Die Modulationseffekte klingen alle sehr gut, den Reverbs kann man allerdings nur Mittelmäßigkeit zusprechen; sie haben keine besondere räumliche Tiefe. Die Verteilung der Sends, von denen es vier gibt, kann entweder manuell erfolgen (über den FX Master Modus), oder abgespeichert in einem Preset, Abb. 4

6_p67_G.gif

Wie eingangs erwähnt, hat man die Möglichkeit mit den Send 2+3 ein externes Effektgerät anzusteuern, das über die rückwärtigen Ausgänge Sub1+2 eingeschliffen werden kann. Der vom externen Effekgerät erzeugte Effekt wird dann dem MainOut L+R zugeleitet. Praktisch auch, um z.B. zusätzliche Synthesizer anzuschließen, ohne Plätze am Mischpult in Anspruch zu nehmen.

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