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Test: East West RA

(ID: 3441)

Die richtige Stimmung:

Bekanntlich ist ja die Art und Weise, wie wir Europäer unsere Instrumente stimmen und vor allem die Töne und Stimmungen, die wir als angenehm empfinden, nicht der Weisheit letzter Schluss. Neben „unserer“ Stimmung, der so genannten „temperierten Stimmung“, gibt es in jedem Kulturkreis eigene Skalen und Tonverhältnisse, die als richtig und angenehm empfunden werden.
Das man bei einer Library, die Instrumente aus der ganzen Welt beinhaltet, zwangsweise in ein Dilemma gerät, wenn man diese Instrumente zusammen spielen lassen will, leuchtet ein. East West hat deshalb alle Instrumente soweit das möglich war, temperiert gestimmt. Einige Instrumente sind darüber hinaus als Alternative auch „ungestimmt vorhanden“. Da die Kontaktengine Microtuning anbietet, hat East West einige Skalen programmiert, mit denen die Instrumente dann auch wieder Original erklingen.

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Liste der Microtunigskalen

Liste der Microtunigskalen

Man lädt einfach ein Instrument und wählt sich die passende Skala. Natürlich kann man hier auch allerhand Unfug anstellen und Instrumente mit Skalen kombinieren, die es so gar nicht gibt. Das ganze ist ein feine Sache, man muss nur aufpassen, wenn man seine Melodien gemeinsam mit temperiert gestimmten Passagen mischt, das klingt dann ganz schnell unangenehm. Hier nun erstmal ein kleines Beispiel, eine Melodie zunächst temperiert, dann arabisch und schließlich indisch gestimmt. (Siehe unten)

Praxis:

Alle Samples wurden in einem aufwendigen Verfahren mit mehreren Mikros aufgezeichnet, um ein möglichst authentisches Abbild zu erschaffen. Die Sounds sind druckvoll und klar differenziert und klingen sehr natürlich. Durch mehrere Velocity Layer und die vielen verschiedenen Spielweisen macht es großen Spaß damit zu arbeiten. Besonders angetan haben mir es die Samples aus dem Nahen Osten und der Türkei. In einer solchen Vielfalt an Artikulationen habe ich das bisher noch nie erlebt. Die Percussionsounds fallen dagegen etwas ab, z.B. die japanischen Taikodrums klingen in der Stormdrumlibrary aus gleichem Haus wesentlich druckvoller. Hat man sich in die schiere Menge an Sounds erstmal ein wenig eingearbeitet, kann die Library aber trotzdem voll und ganz begeistern. Lobenswert auch das Manual, welches als 118-seitiges PDF vorliegt. Da nicht jeder alle die enhaltenen Instrumente kennt, wird einem hier ein große Hilfe geboten. Alle Instrumente sind ausführlich beschrieben und erklärt. Erläuterungen über Herkunft, Prinzip und Spielweise helfen einem, sich schnell zurechtzufinden. Das nächste Klangbeispiel stellt den Versuch dar, Instrumente aus allen Erdteilen in einem Song zu vereinen. Unter anderem wurden verwendet: diverse afrikanische und südamerikanische Percussion, Didgerido, Panflöte, Dobro, Kora (afrikanisches Zupfinstrument), Alphorn, Sitar, Santoor sowie ein arabisches Streichensemble. Viel Spaß. (siehe unten)

Fazit:

Die Sammlung ist beeindruckend und kann getrost als einzigartig bezeichnet werden. Wirkliche Schwächen habe ich keine entdecken können. Durch die aufwendige Programmierung mit Keyswitches kann man sehr realistische Passagen erstellen, vorausgesetzt man weiß, wie das Original klingt. Möchte man seinen Tracks lediglich einen leichten Ethnotouch verpassen, ist man mit einer Loopsammlung vielleicht besser bedient. Phrasen oder Loops sucht man hier nämlich vergeblich. Es werden lediglich spielbare Multiinstrumente angeboten. Schade eigentlich, zeigt doch das Beispiel von Stormdrum, dass es auch anders geht (diese Library besteht zur Hälft aus Multiinstrumenten und zur Hälfte aus Loops). Nichtsdestotrotz kann man RA nur wärmstens empfehlen.

Plus/Minus:

++ Klang

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++ Vielfalt/Konzept+ Microtuning

+ Dokumentaion-keine Phrasen/Loops

Preis:

Ca. € 699

Vertrieb:

www.bestservice.de

 

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Klangbeispiele
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