Authentische Sounds
Die EastWest Ancient Kingdom Sample-Library verspricht authentische Klänge aus vergangenen Zeiten und richtet sich an alle, die auf der Suche nach besonderen Sounds sind. Mit einer Auswahl einzigartiger Sounds bietet sie viel Potenzial für kreative Musikproduktionen. Was steckt hinter der Library und wie schlägt sie sich im Praxistest? Die Antworten gibt es im folgenden Testbericht.
- Klangqualität: Sehr hohe Soundqualität und authentische Instrumente.
- Umfang: 26 Instrumentenkategorien, 345 Instrumente, 136 GB Speicherbedarf.
- Flexibilität: Vielseitige Mikrofonierung und zahlreiche Effekte für individuelle Klanggestaltung.
- Fazit: Ideal für anspruchsvolle Komponisten, aber hoher Speicherbedarf.
Inhaltsverzeichnis
EastWest Ancient Kingdom Sample-Library
EastWest Soundsonline ist einer der führenden Produzenten von Sample-Content. Die Librarys gehören zu den besten am Markt erhältlichen, was Klangqualität, Spielbarkeit und Umfang betrifft, immer großes Kino. Bei der neuen Library „Ancient Kingdom“ hat man wieder mit einem prominenten Virtuosen zusammengearbeitet.
War zuletzt bei der Library „Iconic“ mit Anthony Marinelli einer der besten Synthesizer-Spezialisten und Sound-Programmer mit an Bord, so hat man für Ancient Kingdom mit Saulius Petreikis zusammengearbeitet. Petreikis ist ein aus Lettland stammender Komponist und Virtuose auf Blasinstrumenten. Er hat in den letzten 20 Jahren 11 Alben produziert, an weiteren 30 mitgearbeitet und hat an internationalen Produktionen wie Hans Zimmers „The World of Hans Zimmer – An Immersive Symphony“ mitgearbeitet. Petreikis spielt über 50 verschiedene, zum Teil historische Blasinstrumente und komponiert für Film, Theater und Videospiele. Ein Teil seiner Sammlung an Instrumenten wurde für EastWest Ancient Kingdom detailgetreu in allen erdenklichen Ausdrucksweisen aufgenommen.
Der Umfang von EastWest Ancient Kingdoms ist beeindruckend: 345 Instrumente aus 26 Instrumentenkategorien. Trotz einer Samplerate von „nur“ 44,1 kHz bei 24 Bit ist die Library satte 136 GB groß. Als Sampleplayer kommt auch hier wieder die Opus-Software zum Einsatz. Diese und ihre Möglichkeiten wurden in den vorangegangenen Testberichten von EastWest Librarys bereits ausführlich beschrieben. Ich beschränke mich hier daher nur auf die Beschreibung der wesentlichen Funktionen der Opus-Software in Kombination mit der Ancient Kingdom Library.
Installation
Die 139 GB wollen erst einmal heruntergeladen werden. Trotz schneller Internetverbindung habe ich das Ganze auf eine Nachtsession gelegt. Das hat gut geklappt, am Morgen war die Installationsdatei via EastWest Installation Center auf eine externe Platte heruntergeladen.
Die Installation selbst sollte auf einer rechnerinternen SSD erfolgen, da große Datenmengen gestreamt werden müssen. Das Installieren der Library war dann innerhalb einer Stunde erledigt. Zuletzt muss noch die Lizenz über den iLok Manager entweder am Rechner oder auf einem USB-Dongle der zweiten oder dritten Generation hinterlegt werden. Eine mögliche Nutzung der iLok Cloud ist im Handbuch nicht erwähnt und ich habe das auch nicht getestet, ich habe die Lizenz auf einem Dongle hinterlegt.
Die empfohlenen Systemanforderungen für EastWest Ancient Kingdoms sind ein 8-Kern-Prozessor mit 2,7 GHz oder mehr, 32 GB RAM, macOS 10.15 und Windows 10. Bei Apple werden die ARM-Prozessoren M1, M2, M3 usw. und Intel-Macs unterstützt.
Browse and Play
Nach Öffnen des Opus Players in der DAW findet man im Browser unter „Installed“ nun EW Ancient Kingdom. In der danebenliegenden Spalte sind alle 26 Instrumentengruppen aufgelistet. Diese umfassen unter anderem Armenische Duduk, Bansuri, Birbyne, Dambrelis, Shepherd Flute, Flügelhorn, Fujara, Goathorn, Hulusi, Irish Whistle, Labanoro Duda, Native American Flute und Piccolo, Persian Ney Flute, Shakuhachi, Skuduri Pipes, Viking Lur, Voices und War Horn.
Die Instrumente sind in den Kategorien Long, Short, Effects oder Keyswitch ladbar. In der ganz rechten Spalte sind dann die eigentlichen Patches gelistet, die mit Mausklick geladen werden können. Opus kann mehrere Instrumente gleichzeitig laden, die gestackt, über verschiedene Kanäle anspielbar oder in Keyzones nebeneinander gelayert werden können.
Die Instrumente selbst sind authentisch nur in den auch auf den Instrumenten selbst spielbaren Lagen auf die Tastatur gemappt. Die Keyswitches und die genaue Lage sind auf dem Keyboard, das den Player unten begrenzt, ersichtlich. Auch sehr schön ist die ergänzende textliche Beschreibung der Instrumente rechts oben im Browser. Auch im Handbuch werden die Instrumente tiefergehend beschrieben.
Ist das Instrument geladen, wechselt man auf die Play Page.
Drei globale Voreinstellungen des Patches sind über die „Mood“ Buttons Soft, Classic und Epic wählbar. Classic – die default gewählte Einstellung – hat die Close- und Main-Mikrophone eingeschaltet und den Southern California Hall geladen. Das bietet eine neutrale Ausgangsbasis, um den Klang weiter wie gewünscht anzupassen. Soft schaltet auf Surround Mid- und Surround-Mikrophone bei Hollywood Hall und Epic schaltet Close- und Surround-Mikrophone bei Live Cathedral Hall als Ausgangsbasis.
Klanggestaltung
Damit kommen wir zu den tiefergehenden Klanggestaltungsmöglichkeiten von EastWest Ancient Kingdom. Jedes Instrument wurde umfangreich mikrofoniert aufgenommen. Eine Darstellung der räumlichen Aufstellung lässt sich durch Klick auf den „Mic Position“-Button unter der mittig prominent positionierten Instrumenten-Grafik aufrufen.
Jedes Instrument wurde mit drei Close-Mikrofonen, Hauptmikrofonen in der klassischen Decca-Tree-Position mit je zwei Outriggern links und rechts in Front und über den Instrumenten und ergänzend mit Surround-Mikrofonen aufgenommen.
Ergänzend zu diesen vier Mikrofongruppen wurden die Instrumente auch durch Verstärker, Vibrationskörper, Metalloberflächen, Verzerrer, Megaphone, Tuben, Rotary Speaker und vieles mehr gejagt. Diese Signale stehen bei jedem Patch in den Effektgruppen 1 bis 4 bereit.
Diese acht Soundquellen lassen sich in der Mikrofon-Sektion des Players ein- und ausschalten, es können Pegel und Stereoposition eingestellt werden. In Verbindung mit möglichem Stereo-Doubling, dem Faltungshall mit Samples von vielen großartig klingenden Locations und Hallgeräteklassikern sowie den EQs, Dynamikprozessoren und weiteren Effekten in der Mix-Sektion des Opus Players lässt sich der Klang perfekt an die jeweiligen Anforderungen anpassen. Jedes Instrument im Opus Player kann darüber hinaus zur weiteren Klangbearbeitung in der DAW auf einen von 16 Stereokanälen geroutet werden.

In der Mix-Sektion lassen sich die Klänge bereits im Opus Player dank umfangreicher interner Plug-ins produktionsfertig anpassen
Weitere Synthesefunktionen findet man, bis auf eine AMP-Envelope, im Player von Ancient Kingdom nicht. Für experimentelle Klanggestaltung sind externe Plug-ins notwendig.
Weitere Funktionen des Opus Players
Tuning und Skalen aller Art lassen sich in der Tuning-Sektion einstellen. Hier kann über 2 Oktaven (24 Semitones) grob- und über den Fine-Tune-Knob auf 100 Cents genau feingestimmt werden. Weiters lassen sich Grundton und eine aus über 40 Skalen auswählen.
Anschlagsdynamik, MIDI-Controller und über MIDI-CC-Befehle schaltbare Scripts für Legato, Portamento, True Legato, Round Robin Reset und Repetitionsverhalten finden sich ebenfalls unter der Haube des Opus Players, um das Spielverhalten optimal anpassen zu können. Diese Funktionen können über entsprechendes Senden über MIDI-CC-Werte in der DAW auch automatisiert und programmiert werden. Ergänzende Funktionen und Makros wie Arpeggiator, Chorder, Humanizer, Glide, MIDI Compressor und eine Verwaltung der Automationsparameter und Artikulationen runden die umfangreichen Möglichkeiten ab.
Klang und Ausdruck
Kommen wir zur wie immer subjektiven Beurteilung des Klanges. Die Erwartungen an die Qualität sind bei EastWest immer an der Oberkante angesiedelt und in diesem Punkt enttäuscht Ancient Kingdom nicht. Höchste Qualität ist gegeben, es gibt keine Ausreißer nach unten und kein Füllmaterial, dafür einige Perlen. Auch die Spielbarkeit ist großartig. Für mich sind persönliche Highlights die Irische Flöte, die Shepherd Flute, der Wikinger-Lur, die Wikinger-Stimmen und das War Horn.
Ein wenig irreführend finde ich allerdings den Titel der Sample-Library. Für vollständige Arrangements und die Produktion von Soundtracks alter und vergangener Zeiten benötigt man ergänzend Librarys wie Hollywood Fantasy Orchestra. Auch mit Best Service Ethno World 7 lässt sich Ancient Kingdom gut kombinieren. Sehr gut funktioniert Ancient Kingdom auch im elektronischen Umfeld, darauf habe ich mich bei den Klangbeispielen konzentriert. Perfekt produzierte cinematische Beispiel-Arrangements findet man auf der EastWest Homepage zur Genüge.
Perfektion für wen?
Der Klang und die Spielbarkeit von Ancient Kingdoms sind wie erwartet nahe an der Perfektion. 139 GB für 26 ethnische Blasinstrumente sind speicherplatztechnisch allerdings eine ganz schöne Ansage. Ethno World 7 von Best Service bietet mit 382 Instrumenten die wohl umfangreichste Sammlung ethnischer Instrumente am Markt. Die Klangqualität ist dort in Summe nicht ganz so perfekt wie bei Ancient Kingdoms, aber immer noch sehr gut bei vergleichsweise deutlich geringerem Platzbedarf auf der SSD.
EastWest Ancient Kingdoms fügt sich klanglich perfekt in das EastWest Universum und in Librarys wie Hollywood Strings und Hollywood Fantasy Orchestra ein. In Kombination mit diesen lassen sich authentische Scores oder Gaming-Tracks erstellen.
Wer höchste Ansprüche an die Klangqualität und Ausdrucksmöglichkeiten stellt und die zum Teil einzigartigen Holzblasinstrumente des Saulius Petreikis in seine Arrangements einbauen möchte, der wird hier bestens bedient. Die ganze Library ist sehr ambitioniert und detailreich produziert, ein ungeheurer Aufwand.
Der Preis von 299,- Euro für EastWest Ancient Kingdom ist der gebotenen Qualität gegenüber durchaus gerechtfertigt. EastWest hat darüber hinaus mehrmals im Jahr Sales, bei denen ausgesuchte Librarys einzeln oder in Kombination deutlich günstiger über die virtuelle Ladentheke gehen.






































Ich kann nur jedem Musiker die Composer Cloud empfehlen. Zum Preis eines Netflix-Abos (je nach Zeitpunkt des Aboabschluss auch deutlich weniger) hat man Zugriff auf alle Libraries von East-West.
Alles auf einer 4 TB (oder besser 8TB) M2-Festplatte zu installieren kann schon zwei Wochen dauern; aber dafür hat man dann auch unfassbare Exoten dabei. Ancient Kingdom ist dabei noch nicht mal die auffälligste Quelle spannender Instrumente. Allerdings reiht sich AK nahtlos ein zwischen Silk, RA oder Voices of the Empire.
Die Klangqualität von AK ist ebenfalls auf gewohnt hohem Niveau. Wer die verschiedenen Artikulationen bedienen kann, ist verdammt nah dran am Orchester oder einem hervorragenden Solisten aus Fleisch und Blut.
Wer hier keine Inspiration findet, hat ein anderes Problem. Oft reicht ein Instrument und eine Hand voll Noten, um auf neue Wege zu gelangen.
@lookandlisten „Ich kann nur jedem Musiker die Composer Cloud empfehlen.“
Bisher habe ich noch alle meine Sounds selbst erstellt. Das geht auch deutlich schneller als eine 4 TB große Library zu durchsuchen. Keine Chance, dass ich mir jemals so eine Masse an Samples zulege.
@Mac Abre Naja, einen Chor als Background, eine mongolische Vokalistin oder Pedro Eustache fürs Duduk holt man sich nicht mal eben ins Studio. Man durchsucht keine Sounds, sondern benutzt das Instrument, dass man spannend findet oder für seine Produktion benötigt, weil der Kunde sagt, ich hätte gern ein Alphorn. Das meinte ich ja mit AK ist jetzt nicht der große Überraschungswurf in Sachen Instrumente. Gute Irish oder Tin-Whistle Spieler z.B. kenne ich einige.
Hier geht es nicht um ein Klaviersample, sondern eher, ob ich einen Bechstein oder Fazioli bevorzuge und welche Mikrofonierung ich für den Sound will.
Die Artikulationen mehrerer exotischer Instrumente gleichzeitig beherrscht hier (ohne jemandem zu nahe treten zu wollen 😇) wohl keiner perfekt und mongolischen Kehlkopf-Chant wohl auch nicht.
Mit den Kosten, nur ein einziges, seltenes Instrument mit einem sehr guten Studiomusiker aufzunehmen, bezahle ich die Cloud für gut und gerne 5-10 Jahre.
Wenn der Kunde dann sagt, ich will einen echten Alphornspieler, wird er die Reisekosten und Musikerhonorare hinterher sicherlich gerne zahlen. Bis dahin ist die Composer-Cloud die einzige kostengünstige Option, auf ein weltweites Arsenal aus Instrumenten, Skalen und Artikulationen zuzugreifen und neues zu entdecken. Alleine das Entdecken ist es schon wert.
@lookandlisten 👍
@lookandlisten „Wenn der Kunde dann sagt“
Das erklärt es.
Ich bin kein Auftragsmusiker, sondern mache meine eigene Musik und suche mir demzufolge selbst aus, welche Sounds ich möchte und wie sie klingen sollen.
@lookandlisten Auf den Punkt gebracht. Auch subtil als Dopplung eingesetzt bringen gute Samplelibraries Leben in jeden Track. Gerade durch die vielfältigen Mikrophonierungen im Raum und am Instrument bei EW Opus und durch die Effektmikrophone kann man den Sound an das eigene Projekt perfekt anpassen.
Diese Qualität mit diesem Aufwand abgesehen von verfügbarem optimiertem Aufnahmeraum, Mikrophonen, Outboard und Wandlern werden nur die wenigsten parat haben.
@lookandlisten Ich denke, dass wir in einer Übergangszeit leben. Die Tage dieser Libraries sind gezählt. Bald wird kein Mensch mehr solche klischeehaften Sounds benötigen, weil die Arbeit für Jingles und Filmmusik komplett von der KI übernommen wird.
Was übrigbleibt sind Künstler, die Kunst um der Kunst willen machen, und für die Originalität wichtiger ist als „amtliche“ Klänge, die ins Raster passen.
@bluebell 💪
@bluebell Ganz im Gegenteil, die KI gerät massiv ins Stottern, weil die Qualität derzeit massiv nachlässt. Aktuell sind KI Projekte nicht mal mehr im Stande, mittelkomplexe Datenbanken zu sortieren oder einfachste Fragestellungen zu beantworten.
KI kann und wird in den nächsten 10 Jahren keine Musiker ersetzen. Momentan wenden sich Werbeagenturen wieder von KI ab. Als Beispiel nur die aktuelle Coca-Cola Weihnachtskampagne, die einen spürbaren Umsatzrückgang im Quartal bei CC ausgelöst haben soll.
Hinzu kommt, dass der Rechen- und Speicheraufwand weltweit nicht ausreichen würde, um auch nur 5% aller Kreativen zu ersetzen.
Das ganze Thema ist ein großes Blendwerk, wie die Immobilienblase 2007/08. Inverstoren sollen Geld in KI-Projekte stecken, weil man ihnen suggeriert, dass man Arbeitskosten sparen könnte.
Und momentan müsste man mindestens 150 EUR monatlich für KI bezahlen, um wenigstens Scribble/Entwurf Qualität zu erhalten.
Die selbsterfüllende Prophezeiung tritt für den Einzelnen nur deshalb ein, weil er einer Illusion aufsitzt und den Sand in den Kopf steckt (ja, genau so herum!) 😉
Hunderte Milliarden US-D wurden verbrannt und was hat sich bis auf die mentale Verfassung der Kreativen wirklich verändert? Genau!
@lookandlisten Ja und nein. Um z.B. Stimmen in alten Demoaufnahmen zu restaurieren, um Stimmen oder Dopplungen zu kreieren und zu verändern wird K.I. erfolgreich eingesetzt. Auch die neue virtuelle Stimme in Cubase von Yamaha z.B. ist gar nicht so schlecht und lässt sich für Pitches und Demozwecke durchaus gewinnbringend einsetzen und zeigt, wohin die Reise gehen wird, auch das neue ReSing Plugin von I.K. Multimedia lässt sich kreativ verwendet spannend einsetzen und erschließt Neuland. Als kreatives Werkzeug eigesetzt finde ich K.I. nicht unethisch und künstlerisch durchaus spannend. Und sie wird wie auch wie die Samplelibraries nie einen Menschen mit seinem Instrument und seinem Ausdruck, seiner Spieltechnik und vor allem seiner Persönlichkeit ersetzen. Und noch einen wesentlichen Nachteil hat K.I. für den spielenden Musiker den Libraries nicht haben, meines Wissens nach ist das bisher nicht in Echtzeit möglich, man kann es also nicht spielen. Bei Cubase spielt man live über einen Sinuston ein, bei Resing wird Audiomaterial auf Basis eines Audiotracks oder virtuellen Instruments berechnet.
Das ist von der Arbeitsweise alles noch sehr holprig und bringt keinen kreativen Fluss.
@bluebell und dann gibt’s noch mehr müll, der von einer Maschine generiert wird… Fehlerhafte Dinge. hässliche und fade „Bilder“, „musik“ die noch mehr 08/15 und beliebig klingt als manche Musik die von Menschen gemacht wurde.
traurige Zeiten.
mir macht es Spaß Musik zu machen.
brauche je nix verdienen.
@Numitron Ich finde sogar mitunter KI-generierte Musik interessanter und origineller als von Menschen „komponierten“ Kram. Und Musik ist nicht erst seit KI generisch…
@mofateam Vom technischen Aspekt finde ich es höchst interessant. Aber die KI hat in dem alltäglichen Leben nichts zu suchen.
Das merkt man ja schon an chat gtp.
Da diese KI von uns allen lernt macht sie auch die gleichen Fehler wie wir.
Schau doch nur mal YT wie VT’s es nutzen um zb den christlichen Weltuntergang zu prophezeien.
Ich finde Ki gehört in nur die Wissenschaft.
@mofateam echt? oje 😁
Da bin ich auch voll bei dir. Für Restauration und Pitches ist es gut bis in Ordnung. Ich habe noch nicht mal im Ansatz einen Geschäftspartner gehabt, der sagt, ach komm, machen wir direkt mit KI. Ganz im Gegenteil, die wollen dann immer unbedingt das Echte (wenn ich es denn dann überhaupt liefern kann). Heute viel mehr als vor 10 Jahren. Da kann zuviel „Output“ für mich eher zum Problem werden.
Die einzige Vocal-Synthese für Gesang, die mir für Pitches halbwegs „passt“, ist Dreamtonics Synthesizer V. Nur leider ist mir der Zeitaufwand hier viel zu hoch, am Ende auch wirklich etwas Maßgeschneidertes zu bekommen. Ich habe es schon kritisch gekauft und bisher nur als Vorlagenlieferant für den Gesang benutzt, da ich „wirklich richtig gut schlecht singen kann“. Ich will den Vokalisten ja nicht auf schlechte Ideen bringen. Für kurze Lines aber wirklich eine Hilfe.
Voice Cloning für Sprache geht heute viel besser z.B. mit Davinci Resolve. Auch ebenfalls ohne Cloud & Netz und unkompliziert eigens erstellten Sprachmodellen. Wessen Studio-Tür wie ein Taubenschlag funktioniert hat das alles nicht nötig. Schlicht, weil der Profi schneller, günstiger und um Welten besser ist.
Das alles wird gerne unter dem Begriff KI zusammengefasst, was es aber faktisch nicht ist. Nur ein anderes Werkzeug bzw. eine neue Schnittstelle, die bekannte Werkzeuge auf mathematische Weise benutzt, um ein bestimmtes, vorgegebenes Ergebnis zu erzielen.
@lookandlisten Essentieller Satz: „weil der Profi schneller, günstiger und um Welten besser ist“.
Da ich keine Videobearbeitung mache, sind mir die Möglichkeiten von Davinci Resolve nicht bekannt, werde ich mir aber ansehen.
Ich kann nur als Youtube Konsument sagen, das viele der künstlichen Sprecher vor allem in billig produzierten Verkaufsvideos unfassbar nerven, genau so wie die Plastik-KI Musik , die seit einiger Zeit bei Lidl eingespielt wird. Leider sehe ich da die Gefahr, das Konsumenten sich schleichend an diese KI-Hintergrundbeschallung in Verkaufsstätten oder öffentlichen Bereichen gewöhnen.
@toneup Also ich habe schon zum Test alleine als einziger Sprecher ein Kurz-Hörspiel für Kinder produziert. Man muss die gewünschten Modulationen der Stimmen schon selber sprechen.
Also kein Text2Speech wie in den schrecklichen YT-Videos.
Aber es klingt wirklich gut bis fantastisch, wenn man „sprechen“ kann und alleine eine Moderation in mehreren Stimmen sprechen muss. Allerdings ist hierfür die kostenpflichtige Version Davinci Resolve Studio erforderlich. Ist für die Redaktion vlt. auch mal interessant, weil da ein durchaus komplexer Audio-Editor integriert ist inkl. VST-Unterstützung und Anbindung an die eigenen Fairlight-Konsolen.
https://www.blackmagicdesign.com/de/products/davinciresolve/consoles
Hat Thomann* ja auch im Angebot 😁. (*ohne Ironie)
@lookandlisten Ich nutze DaVinci Resolve Studio ebenfalls. Eine tolle Software, die allerdings seit den letzten Updates auch deutlich mehr Rechenleistung benötigt. Das KI-Modell habe ich noch gar nicht ausprobiert. Muss ich mir auch mal anschauen.
@Markus Galla Das stimmt allerdings.
Entscheidend sind RAM (mind. 32GB – besser 64/128GB), Grafikchip-Generation und Grafikkarten-RAM (ab 12 GB). Es sind theoretisch bis zu 2000 Mono-Audiospuren möglich. Wenn man jedoch mit Blackmagics hauseigenem BRAW Video-Codec arbeitet, muss man aber nicht so hoch stapeln.
Alle(!) VST-Parameter sind ohne PlugIn-GUI bedienbar und ebenfalls framegenau über Fairlight automatisierbar. Das geht übrigens auch mit der kostenlosen Version von Davinci Resolve und ich empfinde es auch intuitiver als bei Cubase & Co.
Ein VST Channel-Strip (pro Spur) kann parallel auch über SSLs 360 Software gesteuert werden, womit dann ein komfortables Mixing-Fenster genutzt werden könnte.
Was noch fehlt, sind dezidierte Midi-Spuren, was allerdings mit einigen Kniffen auch umgangen werden kann. Sollte dieses Feature noch kommen, wäre (für mich zumindest) die klassische DAW am Ende ihrer Tage.
Alleine die Tatsache, dass das Handbuch von DR20 mehr als 4000 Seiten hat, lässt die unendlichen Möglichkeiten erahnen.
Aber das wäre dann eher etwas für einen eigenen Artikel.
Sorry fürs OT 😇
„Der Preis von 299,- Euro für EastWest Ancient Kingdom ist der gebotenen Qualität gegenüber durchaus gerechtfertigt.“
Wie kommen dann die 89€ zustande, die in den zwei Thomann Boxen stehen? Ist das etwas anderes? Ein extremer Nachlaß?
@Tai ein Blick auf die East West Homepage löst das Rätsel,
299$ regulärer Preis, derzeit für 89$zu haben.