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Test: EBS, Classic 450 Bass Head + EBS 410CL Box, Bassverstärker

Die Box im passenden Outfit ist mit knapp 34kg auch eher ein Leichtgewicht unter den herkömmlichen 4×10-Zoll-Cabinets, da keine Lautsprecher mit den weitaus leichteren Neodymmagneten verbaut sind. Auch die Proportionen des Gehäuses sind eher vintage-orientiert, da es mit einer Breite von 64cm, Höhe von 68cm und einer Tiefe von 40cm eher hoch und breit als tief ist.

-- Retro-Look mit modernem Ton --

— Retro-Look mit modernem Ton —

Seitlich gibt es zwei stabile Griffschalen, rückseitig die Anschlüsse für die Versorgung mit Signal.

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Technik

In diesem traditionellen Design verbirgt sich jedoch neue Technik. Das Eingangssignal des Instrumentes kann über einen GAIN-Regler angepasst werden, wodurch lediglich eine einzelne Eingangsbuchse nötig ist. Zwischen dieser und dem Poti sind die rote Übersteuerungs-LED und ein Druckschalter für die erste Klangformung untergebracht. „Character“  heißt das englische Wort, das die Schweden hierfür verwenden. Hier wird eine typische „Kuhschwanz“-Equalizerstellung mit lediglich einem Knopfdruck erzeugt, sprich Höhen und Bässe hinzugefügt und Mitten abgesenkt. Das geschieht ganz genau bei 75Hz um +6dB, bei 800Hz um -2,5dB, und 3dB werden noch einmal bei 9kHz hinzugefügt.

Daran schließen sechs Drehregler an, bei derer Betätigung man weiteren Einfluss auf die Frequenzanteile im Basssignal nehmen kann. Der Bassregler ist für alles unter 100Hz zuständig, die darauffolgenden Mittenregler sind parametrisch ausgelegt. Somit kann man ganz gezielt Frequenzen wählen und diese dann um bis zu 15dB anheben bzw. absenken.

Das LOW MID-Filter ist für den Frequenzbereih von 150-900 Hz zuständig, während der HIGH MID-Poti dann den von 1,2-7kHz übernimmt. Mit jeweils einem Knopf verstärkt oder reduziert man die entsprechende Frequenz, die mit dem etwas kleineren daneben eingestellt wurde.

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Zu guter Letzt kann man ganz oben noch ein TREBLE-Sahnehäubchen ab 10kHz aufsetzen.

Dann folgt ein besonderes Knäufchen, das mit DRIVE beschriftet ist. Dahinter verbirgt sich die Würze dieses Gerichts, das auch röhrengewohnten und -verwöhnten Gaumen diesen Verstärker schmackhaft machen soll: ein Tube Emulator. Hier wird nachgebildeter Röhrensound zum Klangbild addiert, was mit bis zu 30dB auch ziemlich heftig erfolgen kann.

Diese Klangsuppe kommt dann noch einmal richtig aufs Feuer, will heißen, es schließt sich noch der Lautstärkeregler an.

Die Kipphebel sind der Netzschalter und Standby, was einem Mute gleichkommt. Eine große rote Statusleuchte rechts außen zeigt an, ob hier Strom fließt, eine weitere rote LED, ob es laut sein wird oder stumm.

-- Kehrseite der (goldenen?) Medaille --

— Kehrseite der (goldenen?) Medaille —

Auf der Rückseite gibt es nicht viel zu sehen. Ein Kaltgeräteanschluss für das Netzkabel, zwei Speakon-Lautsprecherbuchsen, der Lüfter, die XLR-Abnahme für das symmetrische Signal, zwei mit Statusleuchten versehene Taster und eine Klinkenbuchse für den Line Out – fertig!

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    sir stony

    Gerade erst gesehen: Caroline Rippy, aka Lucy la Loca, die Bassistin von Tito&Tarantula, hat diesen Amp mit der passenden 810er Box im Gepäck. Gehört beim Gig in München, und ich muss sagen, aus einem 4 Saiter (na gut, Les Paul Bass, aber trotzdem…) kann ich mich nicht erinnern schon mal so einen fundamental tiefen Lifesound mit soviel Definition gehört zu haben. Scheint mir wirklich eine großartige Kiste zu sein, in Händen die etwas vom guten Einsatz der Klangregler verstehen – was leider erfahrungsgemäß nicht immer der Fall ist. Die klangliche Ausdehnung von EBS in den Bereich von Blues Sounds ist damit jedenfalls oberamtlich beglaubigt. :)
    Ok, ich weiß natürlich nicht, wie sehr da noch an der FoH herumgepfuscht wurde, aber im Vergleich klangen die drei Bands davor bestenfalls durchschnittlich. Würde ich gerne mal im Studio hören.

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