Test: Echolette MK1 Head und 212 Cabinet, Gitarrenverstärker

Auf der Rückseite des Echolette MK1 findet man neben dem Kaltgerätesteckeranschluss genügend Optionen, um diverse Gitarrenboxen mit dem Topteil zu verbinden. Die Möglichkeiten sind hier 1×16 Ohm, 1×8 Ohm oder 2×16 Ohm und 1×4 Ohm oder 2×8 Ohm. In der Mitte sitzt der Anschluss für einen Fußschalter, der sich leider nicht im Lieferumfang befindet. Und zu guter Letzt finden wir einen seriellen Effektweg mit den üblichen Return/Send-Klinkenbuchsen und den jeweiligen Level-Reglern.

Ohne Verdeck

— Echolette MK I ohne Verdeck —

Die Röhrenbestückung sieht folgendermaßen aus: fünf Vorstufenröhren vom Typ ECC83 und zwei vom Typ KT66 für die Endstufe. Wenn man möchte, lassen sich aber auch folgende Typen verwenden: 12AX7 und 7025. Ebenfalls zulässig wären Vorstufenröhren des Typs ECC81, ECC82, 12AY7, 12AU7, 12AT7. Hier würde sich neben dem Soundcharakter auch noch der Verzerrungsgrad ändern.

Die Endstufenröhren könnte man zum Beispiel durch EL34, 6L6 oder 5881 austauschen. Hier bitte darauf achten, dass der BIAS von einem Fachmann eingestellt wird! Die Endstufe ist eine A/B-Gegentaktendstufe mit einer Leitung von 35 Röhrenwatt, meiner Meinung nach ein gutes Leistungsniveau und für Zuhause fast schon zu laut. Aber wir wollen ja auch auf die Bühne!

Facts & Features Echolette 212 Cabinet

Nicht dass die Box zwingend zum Topteil dazu gekauft werden müsste, gehe ich trotzdem mal davon aus, dass beide Elemente sinnvoll aufeinander abgestimmt wurden. Die Optik spricht wohl schon stark dafür. Hier gibt es eindeutige Parallelen im Design, so ist die Box mit gleichem grünen Tolex überzogen. Auch hier gibt es bzgl. der Verarbeitung nichts zu bemängeln. Bestückt mit 2 Celestion G12M-65 Creamback Speakern bietet sie eine Belastbarkeit von 130 Watt an 8 Ohm. Das sollte genug Headroom sein für den MK1.

Echolette 2x12 Cab

— Echolette 2×12 Cab —

Die Rückseite ist offen, die Maße liegen bei  Breite 740 mm, Tiefe 300 mm und Höhe 540 mm. Das Ganze mit einem Gewicht von 30 kg, nahezu doppelt so viel wie der Verstärker. Ich will jetzt nicht den Eindruck erwecken, dass das auch vor allem im Sound keine Vorteile hat. Aber wenn, dann wären zwei Seitengriffe und/oder Rollen sinnvoll. Nur mit einem Topgriff ist es schon ein stattliches Kampfgewicht!

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    gaffer  AHU

    Echolette, hatte fast jeder End 60er Anfang 70er, wollte aber keiner wirklich haben.

    Diese hier sehen besser aus. Der Name war damals schon seltsam, ich glaube das ist der Kultanteil ;)

    Der Preis ist mal ne Ansage, selbstbewusst oder frech

    • Profilbild
      Michael Fendt  RED

      Das Einzige was hier von Echolette übrig ist, ist der Name. Der Verstärker kann sich qualitativ locker mit anderen Amps in dieser Preisklasse messen, somit ist der Preis auch, meiner Meinung nach, gerechtfertigt bzw. vertretbar.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Stimmt, mit dem Namen Echolette konnte man damals nicht angeben. Ich erinnere mich noch genau daran. Sicher hat das mit heute garnix gemeinsam. Der Preis ist eine sehr selbstbewusste Behauptung die jeder Gitarrist im Laden kritisch begutachten muss, egal was ein Testbericht schreibt, für die Kohle wird der in der Regel überwiegend chronisch pleite gegangene Gitarrist den natürlich angebohrenen Instinkt auf höchste Sensitivitätsstufe stellen und auch wirklich namhafte Legenden vergleichen können. Da wirds dann interessant ob die Echolette mit halten kann?

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