Test: Elektron Octatrack MKII, Sampler und Sequencer

17. Dezember 2017

Elektrons Vielkönner geht in die zweite Runde

Elektron Octatrack MK2

In ihrer Reihe von Zweitauflagen wiederveröffentlichten Elektron im Herbst auch den Octatrack, der zuerst 2011 erschien. Das für Elektron-Geräte ehemals markante schwarzrotgraue Design wich im Zuge dessen dezenten Graustufen. Im Gegensatz zu den hellgrauen Wiederauflagen Analog Rytm MKII und Analog Four MKII, die nun in angewinkelten Gehäusen untergebracht wurden, beließ man den dunkelgrauen Elektron Octatrack MKII im vormals charakteristischen Kastenchassis, das etwa zweieinhalb Kilo auf die Waage bringt.

Wie alle anderen aktuellen Elektron-Instrumente wurde der Octratrack MKII außerdem mit neuen Tastern ausgestattet. Sie lassen sich angenehm bedienen und erlauben neben den robusten Drehreglern ein beherztes Zugreifen. Neu ist außerdem das schwarzweiße und 128 x 64 Pixel große OLED-Display, dessen Inhalt sich aus jedem Blickwinkel hervorragend ablesen lässt, ergo das Prädikat „clubtauglich“ verdient. Wie schon die erste Version des Octatrack so bietet auch der Elektron Octatrack MKII einen von DJ-Mixern inspirierten Crossfader zur Überblendung sogenannter Scenes. Entgegen dem Verhalten aller weiteren Bedienelemente, reagiert er sehr leichtgängig, was jedoch die flinke Steuerung von Übergängen begünstigt.

Rückseitig finden sich im Klinkenformat ein Kopfhörerausgang, jeweils ein Stereopaar von Haupt- und Cue-Ausgängen und vier paarweise angeordnete Audioeingänge (A/B sowie C/D). Dem folgen MIDI In-, Out- und Thru-Buchsen, ein Steckplatz für eine Compact Flash Card, ein USB-Anschluss, ein Netzkabeleingang und schließlich der An/Aus-Schalter.

Im Lieferumfang eingeschlossen sind ein Netzteil, ein schwarzrotes, textilummanteltes Designer-USB-Kabel, eine 16 GB umfassende Compact Flash Card, die eine Bank mit 16 Patterns sowie eine Sammlung von Samples und Loops beinhaltet, und schließlich eine Kurzanleitung. Das vollständige englischsprachige Benutzerhandbuch lässt sich hingegen als PDF von der Elektron-Seite herunterladen. Dieser Schritt ist unumgänglich für diejenigen, die über keinerlei Octatrack- oder Elektron-Vorerfahrung verfügen, wie der Autor dieser Zeilen.

Das mitgelieferte Zubehör.

Dass die Lektüre des Handbuchs, die weder ein literarisches noch didaktisches Vergnügen bereitet (dazu am Ende mehr), absolut notwendig ist, hat konzeptionelle Gründe. Sie finden sich bereits auf der Verpackung des Elektron Octatrack MKII angedeutet. Hier heißt es kurz und knapp: „More than a sampler“. Die Zeile ließe sich böswillig als Werbeslogan für einen aufgeblähten Performance Sampler lesen, wenn da nicht tatsächlich all diese anderen Einsatzmöglichkeiten wären. So kann man den Octatrack MKII zur Klangmanipulation eingespeister Audiosignale nutzen, als Looper, als Audio- und MIDI-Steuerzentrale eines Live-Setups, als Mixer und Remixer-Werkzeug, als Drum Computer und Sequencer oder einfach als Effektgerät. Das „Mehr“ an Funktionen ist beachtlich und verführt zur Frage, ob es sich beim Octatrack MKII nicht nur unter anderem um einen Sampler handelt.

Die Anschlüsse des Octatrack MKII.

Was steckt dahinter?

Da die Multifunktionalität in einem kompakten Gehäuse (34 x 18,4 x 6,3 cm) und mit mehrfach belegten Tastern daherkommt, steht einem simplen „Probieren geht über Studieren“ einiges im Wege. Daher ist für tiefgehende Erkundungen eine Auseinandersetzung mit der Struktur des Octratrack MKII unerlässlich. Diese ist hierarchisch gegliedert. Die oberste Ebene bilden die sogenannten Sets. Sie umfassen sämtliche Audiodateien, den Audio Pool, und Projekte, deren Anzahl nur von der Speicherkapazität der Compact Flash Card begrenzt wird. Man kann sich ein Set also im Prinzip wie einen Ordner auf der Festplatte vorstellen, in dem man seine DAW-Projekte mitsamt aller dazugehörigen Dateien abspeichert.

Teile der Octatrack-MKII-Hierarchie: Die Project-, Parts-, Audio-Editor-, Mixer-, Arrangement- und MIDI-Menüs.

Auf der nächsten Ebene finden sich die Projekte. Sie sind die Voraussetzung für die Inbetriebnahme des Elektron Octatrack MKII. Dies bedeutet, dass ein Projekt geladen werden muss, um mit dem Octatrack MKII überhaupt arbeiten zu können. Ein Projekt setzt sich wiederum zusammen aus sechzehn Bänken, acht Arrangements, mit denen sich die Wiedergabereihenfolge einzelner Patterns gestalten lässt, acht aufnahmefähigen Spuren und deren Zwischenspeicher, 128 Sample-Speicherplätzen, die jeweils den sogenannten Static und Flex Machines zugeordnet sind (mehr dazu später), acht MIDI-Spuren und sämtlichen Projekt-Einstellungen wie beispielsweise BPM-Raten für einzelne Patterns. Da die für ein Projekt relevanten Samples aus dem Audio Pool auch im jeweiligen Projekt-Ordner gespeichert werden können, sind Projekte mehr oder weniger unabhängig. Hier ließe sich als Parallele ein Projekt-Ordner denken, den man mit einer DAW beispielsweise für ein Album erstellt hat.

In jeder der sechzehn Bänke, die ein Projekt umfasst, können bis zu sechzehn Patterns und vier Varianten (Parts) der Sample-Zuweisungen je Spur sowie sämtliche Parameter- und Effekt-Einstellungen für einzelne Patterns gespeichert werden. Ein Pattern wiederum ist eine Sequenz, die maximal acht Audio- und acht MIDI-Spuren mit einer Länge von bis zu 64 Schritten steuert. Der bis hierin angedeutete Funktionsumfang im Zusammenspiel mit den 256 Patterns pro Projekt (16 Bänke x 16 Patterns) macht deutlich, dass man auch bei ambitionierten Plänen die mitgelieferte Compact Flash Card nicht allzu schnell auswechseln muss.

Was man jedoch vor oder während der Bedienung beachten sollte, ist Folgendes: Sämtliche Parameteränderungen werden unmittelbar auf der Karte zwischengespeichert und nach dem Aus- und Einschalten automatisch geladen. Wenn man also einen bestimmten Projekt-Stand wiederherstellen möchte, sollte man das Projekt manuell speichern, sobald man mit dem vorläufigen Ergebnis zufrieden ist.

Maschinelle Klangquellen

Als Vermittlerinstanzen von Klangquellen für die acht Audiospuren stehen in namentlicher Anlehnung an analoge Bandmaschinen fünf sogenannte Machines zur Verfügung: Static Machine, Flex Machine, Thru Machine, Neighbor Machine und Pickup Machine. Warum der komplizierte Terminus „Vermittlerinstanz“? Klangquellen in Form von Samples können zwar direkt aus dem Audio Pool vorgehört, aber nicht unmittelbar auf den einzelnen Spuren abgespielt werden. Zur Wiedergabe von Samples und der Einspeisung oder Aufnahme von externen Audiosignalen bedarf es jeweils spezialisierter Machines, die zunächst jeder Spur zugewiesen werden müssen.

Static und Flex Machines sind die Hauptwerkzeuge, wenn es um das Laden und die Wiedergabe von Samples geht. In ihrem Funktionsumfang sind beide Machines identisch, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich des verwendeten Speichers. Die Static Machine lädt Samples von der Compact Flash Card und eignen sich für die Wiedergabe von besonders langen Aufnahmen, dessen Größe im Gigabyte-Bereich liegen kann. Möchte man also den Octatrack MKII als DJ-Mixer zur Wiedergabe und Überblendung von ganzen Tracks nutzen, empfiehlt es sich eine Static Machine für entsprechende Samples zu verwenden.

Nutzt man hingegen eine Flex Machine zur Wiedergabe von Samples, so werden diese in den Arbeitsspeicher des Elektron Octatrack MKII geladen. Standardmäßig ist hierfür je Projekt ein Speichervolumen von 64 MB reserviert. Ein weiterer Unterschied zwischen den Static und Flex Machines besteht darin, dass LFOs nicht die Startposition von Samples modulieren können, die von Static Machines wiedergegeben werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Startposition von Samples, die von der Compact Flash Card geladen werden, nicht schnell genug aktualisiert werden können, falls man besonders schnelle Modulationen anwenden möchte. Grundsätzlich gilt also in der Praxis: Static Machines werden vor allem für lange und speicherintensive Samples genutzt, Flex Machines hingegen für kurze Samples und ein Maximum an Audiomanipulation.

Mono- und Stereo-Samples werden von den Static und Flex Machines im WAV- oder AIFF-Format wiedergegeben. Die Abtastrate beträgt 44,1 kHz und die Sample-Größe 16 oder 24 Bit. Relevant ist die Bit-Auflösung nur im Hinblick auf das Speichervolumen, das von den Flex Machines genutzt wird. Die durch Static oder Flex Machines wiedergegebenen Samples kann man mithilfe der multifunktionalen Trigger-Tasten 9-16 starten.

Im Gegensatz zum Sample-Betrieb eignet sich die Thru Machine für die Einspeisung externer Audiosignale. Streng genommen hat sie nichts mit der Bandmaschinenmetapher gemein. Sie sorgt lediglich dafür, dass ein externes Audiosignal, das durch die Audioeingänge des Octatrack MKII eingeht, je Spur als direktes Signal durchgelassen werden kann. Folglich lässt sich im entsprechenden Menü einstellen, wie oder ob das an den Eingängen A/B und C/D eingespeiste Signal abgehört werden soll und in welcher Lautstärke. Mithilfe der Thru Machine kann der Octatrack MKII also unter anderem als Effektprozessor genutzt werden.

Die Neighbor Machine stellt im Grunde eine Variante der Thru Machine dar. Im Gegensatz zur letzteren ermöglicht sie jedoch nicht das Abhören externer Audiosignale, sondern das Abhören des Audiosignals, das von der vorhergehenden bzw. der benachbarten Spur wiedergegeben wird. Sie stellt keine gesonderten Parameter zur Verfügung, kann aber für das Erstellen komplexer Effektketten eingesetzt werden.

Im Fall der Pickup Machine trifft die Bandmaschinenmetapher wieder zu. Im Gegensatz zum sogenannten Track Recorder, der je Spur für die Aufnahme von Samples zuständig ist, ist die Pickup Machine direkt mit der Aufnahmefunktion und dem Zwischenspeicher für Aufnahmen verknüpft. In der Praxis bedeutet dies: Während mit dem Track Recorder jede erneute Aufnahme die vorherige überschreibt, so man sie nicht manuell im Audio Pool speichert, erlaubt die Pickup Machine Aufnahmen bei gleichzeitiger Wiedergabe des bisher aufgenommenen Materials. Dies ermöglicht die Erzeugung von Loops und Overdubs in Echtzeit. Wählt man mit den Aufnahmetasten REC1 und REC2 im Track-Recorder-Modus die verschiedenen Eingangssignale aus, so bestimmen beide Tasten im Pickup-Machine-Modus das Aufnahme- und Wiedergabeverhalten des Loopers. Die Taste REC1 wird dabei zur Steuerung des Overdubbing oder aber des Ersetzens eines vormals aufgenommenen Loops genutzt, während die Taste REC2 das Overdubbing oder das Ersetzen eines bereits aufgenommenen Loops stoppt. Vor allem hinsichtlich des Live-Betriebs ist positiv hervorzuheben, dass sich die Looper-Funktion auch mithilfe eines MIDI-Fußschalters steuern lässt.

Sound Design I: Klangverdrehungen, Schleifen und Schnitte

Neben den vielfältigen Optionen zur Aufnahme und Wiedergabe von Samples sowie dem Einschleifen externer Audiosignale, bietet der Octatrack MKII auch weitreichende Möglichkeiten zur Bearbeitung von Samples und deren Wiedergabe. Einige grundlegende Parameter hierzu finden sich bereits in dem Menü, das Auskunft über die Quelle (Source) einer jeden einzelnen Audiospur gibt. Als Quelle wird grundsätzlich eine der oben beschriebenen Machines angezeigt. Da Thru und Neighbor Machines gewissermaßen als Platzhalter fungieren, verfügen sie über keinerlei Parameter, die über den Sample-Verlauf bestimmen. Die Static und Flex Machines, die hingegen für die konventionelle Wiedergabe und Bearbeitung von Samples gedacht sind, bieten jedoch Parameter zu Bestimmung der Tonhöhe, der Startposition, der Länge und der Wiedergabegeschwindigkeit, die sich zum Zweck des Rückwärtsabspielens auch invertieren lässt.

Zusätzlich lässt sich für beide Machines bestimmen, wie oft ein Sample getriggert wird, nachdem es einmal ausgelöst wurde und wie viel Zeit zwischen den einzelnen Trigger-Punkten in Relation zu Tempo und Länge einer Sequenz vergehen soll. Unter den Einstellungen für die Static und Flex Machines (Setup-Menü) lässt sich überdies der Loop-Modus festlegen, ob einzelne Slices durch den Parameter für die Einstellung der Startposition getriggert werden, ob sich die Wiedergabelänge an dem gesamten Sample oder an einzelnen Slices orientiert, ob sich der Parameter für die Wiedergabegeschwindigkeit auf die Zeitdehnung (Timestretching) oder die Tonhöhe auswirkt, ob Timestretching aktiviert werden soll und nach welchem Muster (Sample- oder Rhythmus-basiert) und ob Transienten eines Samples berücksichtiget werden, falls die Timestretching-Option sich nach dem rhythmischen Raster einer Sequenz richtet.

Klangbeispiele
Forum
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    Trance-Ference  

    Vielleicht sollte man hier noch auf einen Verweis auf „Merlins Octatrack Guido“ lassen. Besonders für Neuling wird das interessant sein.
    In die Struktur des OTs muss man anfangs erst einmal rein kommen aber das geht eigentlich. Was für mich irgendwie undurchsichtig war waren die Parts. Das verwirrende glaube ich ist das man die zwar innerhalb eines Patterns zwangsweise ändert/einstellt aber sich das Patternübergreifend über die komplette Bank „auswirkt“.
    Ich persönlich arbeite allerdings nicht mit verschiedenen Parts. Ist ja zum Glück nicht zwingend erforderlich und ich komme auch so gut hin.
    Danke an den spannenden Bericht.

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    defrigge  

    Herzlichen Dank für diesen erstklassigen Artikel! Er hilft jedem Leser, sowohl die großen Stärken des Gerätes als auch die Schwächen oder zumindest Herausforderungen in Usability und Workflow vor Augen zu haben – und auf dieser Basis eine gute Entscheidungshilfe für den je eigenen Bedarf zu bekommen. Ein Highlight unter den Amazona-Testberichten!

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    costello  RED

    60 Shortcuts? Danke, ohne mich! Für Profimusiker, die Tag für Tag mit diesen Tools arbeiten, mag die Bedienung über kurz oder lang in Fleisch und Blut übergehen. Für mich wäre dieser „Kryptotrack“ das Ende vom Spaß an der Musik… Den Test habe ich gleichwohl mit großem Interesse gelesen und kann mich dem Lob der Vorredner nur anschließen. Superbericht!

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    thomassubtyl

    Gute Zusammenfassung! Wer das allerdings zum ersten mal liest wird nur wenig davon verstehen befürchte ich.. Ein Vergleich zwischen Mk1 und Mk2, was die Soundqualität betrifft wäre noch interessant gewesen. Hab irgendwo gelesen der Mk2 hat andere Ausgangs-/Eingangsbuchsen?!
    Für mich waren diverse Tutorials auf Youtube & Co ein guter Einstieg. Etwas Basiswissen und Englischkenntnisse müssen dafür allerdings vorhanden sein..

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      Mike Hiegemann  RED

      Dankeschön! Und ja, Video-Tutorials sind nicht die schlechteste Option, um den Octatrack (MKII) kennenzulernen. Cuckoo zum Beispiel hat ja einige auf seinen YouTube-Kanal hochgeladen.

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    AMAZONA Archiv

    Einen kritischen Blick auf Elektron’s Produktpolitik hätte ich mir gewünscht. Bei meiner Monomachine MK 1 gehen nach über 12 Jahren lediglich die Potis nicht mehr ganz rund. Dagegen sind einige Potis meines 3 Jahre alten Analog Keys schon ziemlich durch. Ferner blättert die Beschriftung über all ab. Die Abdeckung des Displays wölbt sich. Mit jedem neuen MK Release fallen die Preise der Vorgänger. Obwohl ich ein Elektron Fanboy der ersten Stunde bin, ist Elektron deshalb bei mir unten durch.

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      Chris  

      Was meinst du mit Produktpolitik? Wenn ich dich richtig verstehe bemängelst du einfach eine abnehmende Qualität der Produkte, oder?

      Dass die Preise der Vorgängermodelle fallen, sobald eine neue Version herauskommt ist ein ganz normales wirtschaftliches Phänomen und bei jedem Hersteller so, denke ich. Die neueren Modelle sind für die Kunden attraktiver, daher sind sie bereit mehr dafür zu bezahlen. Ältere Modelle werden zu niedrigerem Preis abverkauft.

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      Jan  

      Verstehe ich auch nicht. Zumal beim OT die neue Firmware auch auf MK1 läuft und damit die alten Modelle stabil im Markt hält. Auch beim AR MK1 ist kein signifikanter Preisverfall zu sehen. Das die A4 im Preis runter gehen hat meiner Meinung nach eher damit zu tun, dass das Umfeld der Synthesizer extrem umkämpft ist, z.B. wegen dem Peak oder Deepmind.

      Mag sein, dass es bei A4/AK gerade bei den ersten Modellen etwas Qualitätsprobleme gibt oder auch dass der DT firmwaretechnisch noch nicht da ist wo wir ihn haben wollen. Ich finde aber dass Elektron, was Qualität, Updatepolitik und Service betrifft weit vorne ist.

      “Unten durch“ ist schon ein hartes Urteil. Gerade auch weil sie eine Qualitätsoffensive hinsichtlich Encoder und Buttons gestartet haben und damit deinen Kritikpunkt direkt verbessern…

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    AMAZONA Archiv

    Mit Produktpolitik meine ich, dass Elektron leider sehr erfolgreich mit ihrer MK Politik ist. Als die Monomachine abgelöst wurde, hieß es nachvollziehbar, dass bestimmte Teile nicht mehr hergestellt werden. Zudem war der Produktlebenszyklus wesentlich länger damals. In diesem Preissegment erwarte ich von Anfang an eine gute Qualität. Es handelt sich ja immer um Hardware Facelifts. Wenn einer überlegt, Elektron waren mal kurz vor dem Bankrott, also die haben ihre Hausaufgaben gemacht. Erinnert mich irgendwie an Apple!

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    Kari  

    Trotz des hohen Preises (welcher durchaus gerechtfertigt ist), kann ich das Teil jedem weiter empfehlen der Musik ohne DAW machen möchte. Der Sequenzer ist fantastisch! Die sample Funktionen in Kombination mit den verschiedenen trigger und Parameter locks, eröffnen neue Welten. Man nehme einen OT und schließe irgendeinen Synthesizer(via Midi und Audio in) daran an, und spätestens wenn man Parameter locks setzt oder einwenig mit den scene features und through machine experimentiert, wird einem erst klar warum das Gerät so beliebt ist! Die Bedienung ist logisch und nicht annähernd so kompliziert wie manche behaupten. Das Teil ist aufgrund der vielen Möglichkeiten komplex, das lesen der Anleitung ist daher Pflicht. Die Verbesserung der mk2 Version sind alle sehr sinnvoll, die knobs sind viel direkter als die des Analog four mk1. Für mich ist der Octatrack MKII mittlerweile Herzstück meines sich ständig ändernden setups. Die community ist sehr aktiv, ich empfehle bei fragen usw das Forum Elektronauts.com
    Mein einziger „minus“ Punkt ist die fehlende Möglichkeit denn Octatrack via overbrigde zu benutzen. Der Sample-Transfer und Updates via USB ist vorbildlich. Die Fähigkeiten des Sequenzer erwecken jeden synth zu neuem Leben! Besonders multitimbrale wie Blofeld oder Virus ermöglichen das erstellen kompletter Tracks, und das nur mit OT und einem Synthesizer!

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    utopia3000  

    Vermisst Ihr nicht ein paar Audio-Outs? Ich wünschte der Octatrack hätte 8 Ausgänge – für jeden Track einen.

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      AMAZONA Archiv

      Jaaahh, 8 Ein- und Ausgänge wären das Sahnehäubchen :-D

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      tomk  

      Mehr Einzelausgänge sind und bleiben für mich das größte Manko an dem Teil, warum dies beim MK2 nicht behoben wurde ist mir ein Rätsel!

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    lightman  AHU

    Ich hab mit dem Vorgänger etwas experimentiert, zum Kauf hats finanziell nicht gereicht. Tolles Gerät, wenn man sich wirklich darauf einläßt, dann öffnen sich neue Welten, und das meine ich völlig ernst. Die Bedienung ist grundsätzlich nicht so problematisch, wie man meinen könnte, aber man muß sich schon ’ne Menge Tastenkombinationen merken. Das Wissen verblaßt nach einiger Zeit der Abstinenz, dann heißt’s wieder Spickzettel danebenlegen wie beim Mirage mit seinem 2-stelligem LED-Display… manche Nummern krieg‘ ich einfach nicht in den Schädel. Beim Octratrack ist ausführliches Testen angeraten… hätte echt gerne so’n Ding.

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    swellkoerper  AHU 1

    Das Teil kommt mir bald ins Haus. Für mein Eurorack der perfekte Partner – die symmetrischen Eingänge vertragen jede Menge Pegel, abgefahrener Sequenzer, Conditional Trigs und automatisches Sampling,herrlich. Ich habe schon von ähnlichen Arbeitsweisen gehört, einfach schräges Zeug auf dem Modular daddeln, der Octatrack macht den Rest, inkl. Envelopes, VCAs und FX.

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    Soundreverend  

    Ich habe seit ein paar Wochen einen Digitakt hier stehen und finde das Teil großartig, aber wie anscheinend bei allen Elektron Geräten muß man sich viel damit beschäftigen und viel Zeit investieren und auch ein paar Youtube Videos und Anleitunge lesen, dafür macht es dann aber um so mehr Spaß. Seit langem beschäftige ich mich wieder so intensiv mit einem Musikinstrument und das meine ich positiv. Und dann kommt noch das MIDI Sequencing obendrauf. Da bin ich erst am Anfang. Octatrack und Rytm können natürlich noch mehr, sind aber auch noch schwieriger zu bedienen, mir allerdings – wenn auch den Preis wert – zu teuer.

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    Piet66  RED

    Exzellenter Testbericht Mike, vielen Dank!

    Mehr Ein- und Ausgänge würde ich mir auch wünschen…

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    barkingdog  

    Leider musste ich die mk1 wieder verkaufen, hab echt keine zeit erst eine doktorarbeit zur verschrobenen machines-theorie zu verfassen bevor ich mit meinem sampler arbeiten kann. z.b. das fehlen eines input mixers war zu beklagen, dafür musste ich auf einer zweiten spur eine neighbor machine aktivieren um überhaupt samplen zu können. was soll das? ein unglaublich sperriges ding. gut, kann viel, brauch ich aber gar nicht bei der umständlichen und unverständlichen anleitung. naja, ich will elektron aber nicht bashen, die rytm ist schon super und gehört zum fixen setup.

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      MPC-User  

      Hallo barkingdog,

      Samplen ist eigentlich ganz easy
      Da musst du keinen Neighbor Track erstellen.
      Track Taste und Record drücken und der MK1 nimmt auf.

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        barkingdog  

        Hi, irgendwie war das dann aber nur auf einer Seite des Kopfhörers zu hören, nix Stereo… Oder so ähnlich… Ist schon recht lange her. Wenn die Akais jetzt den live noch so hinbringen dass er automationen verändern kann, dann wird’s der. Sonst ist ja nix am Markt, oder?

  14. Profilbild
    barkingdog  

    interessant finde ich die entscheidung den OT2 in das alte gehäuse zu packen, während die rytm2 im gewinkelten gehäuse sitzt. wenn ich beide nebeneinander stellen will???

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      MPC-User  

      Mir gefallen die neuen Modelle vom Aussehen her überhaupt nicht. Meine 3 Dark Trinitys (Rytm, A4, OT) bleiben

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    AMAZONA Archiv

    Du hast nicht richtig recherchiert. Der OT MK1 hat 64 MB RAM der MK2 hat jetzt 80 MB RAM verbaut.

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      Mike Hiegemann  RED

      Du hast vollkommen recht. Das widerspricht jedoch nicht meiner Formulierung im Text, die mehr oder weniger eine direkte Übersetzung aus dem Handbuch ist. Da geht es nicht darum, wieviel Speicher insgesamt zur Verfügung steht, sondern dass bei der Nutzung der Flex Machine je Projekt standardmäßig ein Speichervolumen von 64 MB reserviert ist. „Standardmäßig“ schließt natürlich ein, dass man das ändern kann.

  16. Profilbild
    HerrFrey  

    Ich bin ein großer Elektron-Fan, aber vom MK2 enttäuscht. Beim MK2 Octatrack hat man offensichtlich nur das Gehäuse geändert und ein paar Knöpfchen optimiert, was ich unterm Strich enttäuschend finde. Ich habe die MK1 Version und finde es ist ein wirklich tolles Gerät, was auch von der Bedienbarkeit wesentlich besser als sein Ruf ist.

    Allerdings ist es mir wirklich absolut schleierhaft, warum Elektron in der MK2 Variante nicht wenigstens die Zahl der Audioausgänge auf 8 erhöht hat und aller-, aller-, allerwenigstens auch ein Feature wie Midi über USB und wenigstens eine Overbridge-Steuerbarkeit für DAW-Einbindung hinzugefügt hat. So wie ich das verstehe ist das einzige echte neue Feature, dass man jetzt 80MB anstatt 64 hat. Aber sonst bleibt alles gleich.

    Grundsätzlich ist das Gerät egal ob MK1 oder 2 wirklich einzigartig und der Hammer. Aber das ist eine krass verpasste Chance, um es sinnvoll weiter zu verbessern.

  17. Profilbild
    swift

    Schade, dass es den Octatrack nicht mit den Rytm Gummi Pads und analogem Signalweg (VCF, VCA) gibt. Das wäre quasi die eierlegende Wollmilchsau …

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