Mehr als nur ein weiteres USB-Mikrofon
Vor rund fünf Jahren brachte Elgato das Wave 3 auf den Markt: „Kompakte Sprechzentralen, nicht nur für Podcasts“ – war die Überschrift zu unserem Test damals. Nun hat Elgato eine überarbeitete Version veröffentlicht, das Elgato Wave 3 MK2. Und auch wenn da auf den ersten Blick kaum Unterschiede zu erkennen sind, hat Elgato doch schwer an den inneren Werten seines USB-Mikrofons geschraubt, was nicht nur die technischen Eckdaten beflügelt, sondern auch Workflow und Bedienkomfort spürbar verbessert. „Kein Extra-Equipment. Kein kompliziertes Routing. Einfach von Anfang an großartiger Sound“ – schreibt Elgato. Ob das wirklich so ist und wie und womit und ob sie das überhaupt alles hinbekommen haben, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.
Was ist es? Das Elgato Wave 3 MK2 ist ein USB-Kondensatormikrofon mit DSP-Hardware-Chip für integrierte Effekte.
- Klangqualität: Die 16-mm-Elektret-Kondensatorkapsel liefert einen präzisen Klang, der durch DSP-Effekte wie Voice-Tune, Expander und Kompressor weiter optimiert werden kann.
- DSP-Funktionen: Ein integrierter DSP-Chip ermöglicht rechenintensive Effekte wie Kompressor, 4-Band-Equalizer, Expander, Tiefpassfilter und Voice-Tune direkt im Mikrofon.
- Clipguard 2.0: Das verbesserte Anti-Distortion-System mit Multi-Range-Capture und digitalen Limitern verhindert effektiv Übersteuerungen.
- Software-Integration: Die Wave-Link-App bietet umfassende Routing-Möglichkeiten für verschiedene Audioquellen und ermöglicht die Integration von VST/AU-Plug-ins in den Signalweg.
- Schwächen: Der mitgelieferte Tischständer ist für eine optimale Mikrofonpositionierung zu niedrig und ein externer Popschutz ist für sendetaugliche Aufnahmen empfehlenswert.
- Anschluss und Kompatibilität: Das Mikrofon wird über USB-C angeschlossen und erfordert Windows 11 oder macOS 14.2 (oder neuer) für die volle Funktionalität der Wave-Link-App.
Inhaltsverzeichnis
Elgato Wave 3 MK2
Wie bei vielen MK2-Updates ist auch beim Elgato Wave 3 MK2 auf der Verpackung nicht vermerkt, dass es sich um eine neue Version handelt. Was ich ja stets ein wenig befremdlich finde. „Wave 3“ – so steht es auf dem alten wie auch auf dem neuen Karton.
Allerdings wurde bei der MK2-Version das Farbdesign der Verpackung leicht geändert und auch die Liste der Tech-Specs wurde angepasst. Elgato selbst hat das alte Modell aus seinem Shop entfernt, bei einigen Händlern ist es allerdings noch gelistet. Also: Augen auf beim Wave 3-Kauf.
Verpackung und Lieferumfang
Das Paket in Elgato-Blau hat ein ordentliches Gewicht, da scheint also entweder einiges enthalten zu sein oder das Mikrofon selbst ist gut verarbeitet. Schauen wir mal rein.
Im Inneren des kunstvoll gefalteten Kartons, der jedem Origami-Meister zu Ehre gereichen würde, finde ich das Mikrofon, den gusseisernen Standfuß für den Betrieb als Tischmikrofon und einen weiteren kleinen Karton mit einem aufgerollten USB-Kabel (USB-C auf USB-C) mit Textilummantelung und vergoldeten Steckern (also nicht die übliche Plastik-Knickware), das mit 2,5 m Länge auch ausreichend lang ist.
Außerdem noch mit dabei: Zwei Gewindeadapter (5/8-Gewinde auf ¼-Schraube, 3/8 auf ¼-Schraube) und das übliche 20-sprachige Winz-Heftchen mit den Sicherheitshinweisen aus der Liliput-Gedenkbibliothek.
Auf der Rückseite des Kabelkartons ist der „Scan to get started“-QR-Code untergebracht, womit man die Anleitung auf dem Smartphone hat und nicht auf dem PC. Auch so eine Sache, die ich nie verstanden habe, aber okay: Link kopieren, teilen und dann eben auf dem Rechner öffnen.
Was nicht mit dabei ist: Ein passender Windschutz. Den gibt es in Form des „Wave Pop Filter“ optional für 29,99 Euro. Ob man den benötigt oder ob der interne ausreicht (das wäre das erste Mal, dass ein eingebauter Popschutz tatsächlich ausreichend gut arbeitet), teste ich gleich noch.
Technische Daten des USB-Mikrofons
Das Elgato Wave 3 MK2 ist ein USB-Kondensatormikrofon mit der Richtcharakteristik Superniere und einer 16-mm-Kapsel. Als USB-Audiointerface werden eine Abtastrate von 48 kHz sowie eine Wortbreite von 24 Bit genutzt. Der maximale Schalldruckpegel wird mit 130 dB angegeben, der Frequenzbereich mit 70 Hz bis 20 kHz und der Dynamikumfang mit 110 dB – alles in allem also auf dem Papier solide Werte.
Als Systemvoraussetzungen nennt Elgato Windows 11 bzw. macOS 14.2 (oder neuer).
Unterschiede zu Elgato Wave 3 MK1
Augenscheinlich hat Elgato die Mikrofonkapsel gewechselt. Zum Einsatz kommt beim Wave 3 MK2 eine 16-mm-Premium-Elektret-Kondensatorkapsel, die zusammen mit Lewitt entwickelt wurde und somitunter Kleinmembranmikrofon gilt. Beim Vorgänger war die Kapsel noch 17 mm groß – da hat also ein Wechsel stattgefunden.
Damit verbunden sind auch einige geänderte technische Werte: Der maximale Schalldruckpegel klettert von 120 dB beim Vorgänger auf 130 dB, der Dynamikumfang von 95 dB auf 110 dB. Gesunken ist dagegen die Abtastrate: Waren mit dem alten Wave 3 noch 48/96 kHz möglich, sind es jetzt nur noch 48 kHz bei unverändert 24 Bit.
Neu ist auch der Wave-FX-Prozessor, ein in das Mikrofon integrierter DSP-Hardware-Chip, der rechenintensive Vorgänge direkt auf das Mikrofon verlagert und ebenfalls in Zusammenarbeit mit Lewitt entwickelt wurde. Der kümmert sich zum einen um die DSP-Effekte wie Kompressor, 4-Band-Equalizer, Expander zur Reduzierung der Hintergrundgeräusche, Tiefpassfilter und Voice-Tune. Wobei letzterer kein Autotune-Effekt ist, der soll dem Klang etwas mehr analoge Wärme verleihen.
Aber auch der Clipguard, der die Aufnahmen gegen Übersteuerung schützen soll, profitiert vom DSP-Chip. Dieser wurde auf Version 2.0 verbessert. Elgato beschreibt es als „intelligentes Anti-Distortion-System mit einem mehrstufigen Schutz, der Clipping praktisch unmöglich macht“. Der besteht aus mehreren ADC-Wandlern („Multi-Range-Capture“ direkt an der Quelle), internem 32-Bit-Float mit enormem Headroom und am Ende der Kette mit digitalen Limitern als finale Ausgangskontrolle, die die letzten überlebenden Peaks glätten. Das hört sich durchdacht an. Im „alten“ Wave 3 wurde das noch über einen zweiten Signalpfad mit geringerer Verstärkung gelöst, auf den das Mikrofon bei Pegelspitzen umschaltete. Da wurde also nichts bearbeitet und abgemildert, sondern im Alarmfall einfach nur auf das Backup-Signal gewechselt.
Und zudem werden jetzt auch VST/AU-Plug-ins über die Software Wave Link in den Signalweg der Hardware integriert. So funktionieren Effekte in jeder App auch ohne die üblichen – zuweilen etwas mühsamen – Workarounds. Und auch ein Auto-Gain-Wizard ist auf dem Wave 3 MK2 angekommen. Dieser analysiert den eingehenden Klang und stellt den passenden Verstärkungspegel ein.
Alle Einstellungen können jetzt im Mikrofon gespeichert und mitgenommen werden. Wechselt man das Gerät, an das das Elgato Wave 3 MK2 angeschlossen ist, bleibt der voreingestellte Klang erhalten – was schon recht praktisch ist.
Design, Verarbeitung und Regelwerk
Die neue Version des Elgato Wave 3 ist mti 46 x 85 x 167 mm etwas größer als der Vorgänger (40 x 66 x 153 mm), aber trotzdem mit 250 g ein klein wenig leichter (Vorgänger: 280 g). Und das, obwohl da ja eigentlich mehr Technik drinsteckt. Ob da irgendwo am Material gespart wurde? Kann eigentlich nicht sein, denn das Gitter und die U-Halterung des USB-Mikrofons bestehen weiterhin aus Metall, während der Rahmen sowie Vor- und Rückseite aus Kunststoff sind. Nichtsdestotrotz macht das Gehäuse einen recht stabilen Eindruck und sieht mit den abgerundeten Kanten auch ansprechend aus.
Der Befestigungsbügel mit dem Gewinde unten kann mittels zweier Rändelschrauben bequem entfernt werden – etwa, um das Mikrofon im Elgato Wave Mic Arm LP (99,99 Euro), im Elgato Wave Mic Arm MK2 (119,99 Euro) oder im Elgato Wave Desk Stand (69,99 Euro) zu befestigen, was in allen drei Fällen eine deutlich bessere Lösung wäre als der mitgelieferte, gusseiserne Tischständer. Zum einen, weil der selbst für kleinere Musiker viel zu niedrig ist, um vernünftig in die Kapsel sprechen zu können, zum anderen wird das Elgato Wave 3 MK2 bei den drei genannten höhen- und seitenverstellbaren Lösungen in einer Spinne eingehängt, die anders als das Tischstativ eben keine Geräusche von der Tischplatte oder vom Boden überträgt. Der Kauf eines der Stative sollte also besser schon mal mit eingeplant werden.
Das Gitter, das die Mikrofonkapsel schützt, nimmt etwa 3/5 des Gehäuses ein. Auf der Vorderseite darunter ist der Multifunktionsregler untergebracht, ein Push-Endlosregler, der u. a. für die Änderung von Einstellungen und der Kopfhörerlautstärke sowie für die Autogain-Aktivierung zuständig ist. Drumherum befindet sich ein LED-Statusring, der je nach Farbe verschiedene Zustände übermittelt.
Oberhalb des Endlosreglers mit seinem LED-Kranz befinden sich drei Status-LEDs. Und hier ist auch die einzige Änderung gegenüber dem Vorgänger zu sehen: Über der linken LED mit dem Mikrofonsymbol befinden sich noch drei weitere, rautenförmige LEDs. Diese zeigen die Aktivierung der neuen Voice-Tune-Funktion an (dazu gleich mehr). Daneben dann – unverändert – noch die LEDs für Kopfhörer und Monitor-Mix.
Gemutet wird der Elgato Wave 3 MK2 über einen Touch-Sensor auf der Oberseite. Das ist sinnvoll, da ein herkömmlicher Schalter während der Aufnahme zu einm Klacken führen würde.
Der USB-C-Anschluss und die Miniklinkenbuchse für den Kopfhörer befinden sich wie gewohnt auf der Rückseite – auch da also keine Änderungen.
Installation und Anschluss
Für den Betrieb des Elgato Wave 3 MK2 sollte man sich die App Wave Link auf den Rechner laden, um auf alle Features des USB-Mikrofons zugreifen zu können. Die rund 200 MB große App gibt es kostenlos für PC (ab Windows 11) und Mac (ab macOS 14.2), der Download ist über das Handbuch abrufbar.
Während der Installation werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass mir der Elgato Wave Link Driver für virtuelles Audio fehlt. Da nehme ich doch das freundliche Angebot an, diesen gleich mit zu installieren. Die App schreibt sich übrigens in den Autostart, bleibt auch nach dem Schließen des Programms aktiv und stellt in den Windows-Soundeinstellungen auch gleich Ein- und Ausgabe auf Elgato um. Das nur, falls ihr – wie ich hier im Test – das Wave 3 MK2 nur als zusätzliches Audiogerät betreibt und euch wundert, warum ihr plötzlich nichts mehr hört.
Also Wave Link gestartet und das Wave 3 MK2 angeschlossen (nur in dieser Reihenfolge wird das Mikrofon auch gefunden). Als Audioausgabe bietet mir Windows 11 nun „Elgato Wave 3 MK2 (Elgato Virtual Audio)“, „Headphones (Elgato Wave 3 MK 2)“ und „System (Elgato Wave 3 MK2)“ an.
Bei den Eingabegeräten gibt es gar gleich vier neue Optionen: „Mic In (Elgato Wave 3 MK 2“), „Personal Mix (Elgato Virtual Audio)“, „Stream Mix Elgato Virtual Audio“) und „Chat Mix Elgato Virtual Audio“). Wie gesagt: Wer das alles nutzen will, kommt um die App nicht herum. Das Wave 3 MK2 funktioniert zwar auch ohne, dann aber nur als rudimentäres Audiointerface.
„Firmware Update available“ meldet die App. Das sollte man mitnehmen – bei mir im Test ging es von 0.2 auf die Version 1.01. Anschließend lasse ich mich von der Intro-Tour durch die Features des Wave 3 MK2 führen. Am Ende der Tour steht eine erste automatische Ermittlung des Input-Gains und eine Demonstration des Direct-Monitorings an. Besonders für weniger Technikaffine ist das ein schöner Einstieg, an dessen Ende die Basics schon einmal fertig eingerichtet sind.
Die Wave-Link-App
Zur Wave-Link-App habe ich mich bereits im April 2026 im Test zum Elgato Wave XLR mk2 ausgiebig ausgelassen. Wer detaillierte Informationen dazu benötigt, kann diese hier nachlesen. Aktuell zum Zeitpunkt dieses Tests ist die Version 3.2.5.
Hier also nur eine kurze Zusammenfassung und ein Blick auf die Wave 3 MK2-Specials.
Im Mikrofonbereich lassen sich Gain-Lock, Clipguard und Direct-Monitoring aktivieren und auch – alternativ zum Knob am Mikrofon – auch Input-Gain, Output-Volume und das Direct-Mix-Verhältnis justieren.
Nur in Wave Link werden bis zu fünf Hardware-Effekte zugeschaltet: Lowcut-Filter, Expander, Voice-Tune, Compressor und Equalizer. Als Software-Effekt ist hier der Voice-Focus fest verankert (eine KI-gestützte Reduktion von Noise und Echo), der sich stufenlos von „weak“ bis „strong“ regeln lässt. Ich kann aber auch eigene VST-Effekte mit in die Wave-Link-Liste holen und direkt in den Mikrofonweg einbinden. Dass ich in den Settings dann sogar die LED-Ringfarbe für das Stummschalten ganz frei festlegen kann, ist zwar eine Spielerei, aber eine nette: Endlich mal Lavendel statt des ewigen Rots, das macht die Arbeit doch gleich viel freundlicher.
Der zweite Tätigkeitsbereich der App ist der Mix. In einer horizontalen Routingtabelle
lassen sich verschiedene Audioquellen (wie z. B. das System, das Elgato Wave 3 MK2,
mein Focusrite Scarlett und die Webcam mit Mikrofon) bis zu fünf verschiedenen
Mixes zuordnen. Dazu gehören Personal-Mix, Stream-Mix, Chat-Mix, Record-Mix und der Aux-Mix. So kann man bequem verschiedene Mixes trennen, ohne umstöpseln zu müssen.
Der Mixer der Wave-Link-App mit seiner Matrix funktioniert übrigens auch ohne Elgato Wave 3 MK2.
Wie klingt das USB-Mikrofon?
Die automatische Gain-Ermittlung funktioniert recht gut und ist eher übervorsichtig, als da an die Grenzen zu gehen. Gerade bei Kondensatormikrofonen sollte man ja eher die Nähe zur Mikrofonkapsel suchen. Das klingt zum einen besser, zum anderen muss ich dann den Gain nicht so weit aufdrehen und mir damit auch Raumklang und Störgeräusche mit in die Aufnahme holen.
Andererseits: Je näher dran, desto gefährlicher werden die Plosiv- und Zischlaute. Erste Frage also: Reicht der eingebaute Popschutz oder sollte ich den Elgato Wave-Pop-Filter gleich mit auf die Bestellliste setzen?
Hier eine Sprachaufnahme (ein paar Sätze aus einer unserer News) ohne zusätzlichen Popschutz und ganz ohne Effekte:
Ja, kann man machen, der interne Popschutz ist gar nicht mal so schlecht (Betonung auf „so“). Fürs Gaming oder einen Stream mag das reichen, sendetauglich ist das Material aber doch nicht ganz.
Im nächsten Versuch kommt das Elgato Wave 3 MK2 hinter einen Popschutz. Mangels Elgato Wave-Pop-Filter muss es auch ein Gravity MA POP 1 tun. Hier das Ergebnis:
Durch den zwischengeschalteten Popschutz ist die Entfernung zur Kapsel etwas größer, daher klingt es eine Spur dünner. Ein Fall für die DSP-Effekte des Elgato Wave 3 MK2. Ich schalte den stufenlos regelbaren Voice-Tune auf Maximalposition („strong“) dazu, der analoge Wärme verspricht.
Tatsächlich hat der Klang jetzt mehr Wärme, mehr Fundament, ohne dass aber die Klarheit und Präzision verloren geht. Gefällt mir gut. Aber es geht noch mehr.
Die nächste Ausbaustufe ist die Hinzunahme des Expander-Effekts, zusätzlich zu Voice-Tune. Der ist – wie die anderen Hardware-Effekte auch – regelbar. Ich nutze ihn hier mit den voreingestellten Werten. Er arbeitet wie ein sanftes Noise-Gate und soll die Lautstärke von Hintergrundgeräuschen automatisch reduzieren. In meinen Ohren wertet er aber auch den Klang zusätzlich noch etwas auf.
Machen wir das Klangverbesserungs-Trio komplett und nehmen auch den Kompressor mit dazu. Dieser sorgt für ein ausgeglichenes Klangbild, indem er zu laute Pegel reduziert und leisere Passagen anhebt. Wie bei allen anderen Hardware-Effekte auch, geht das nicht zu Lasten der CPU – der DSP-Chip im Elgato Wave 3 MK2 macht es möglich.
Was mir auffällt: Trotz identischem Abstand zum Mikrofon ist der Pegel in der Aufnahme mit Kompressor-Effekt jetzt ein ganzes Stück höher, nämlich bis hart an die Null-Line. Ausgeglichen, aber lauter. Der mehrstufige Clipguard 2.0 verhindert zwar wirkungsvoll ein Überschreiten derselben, aber trotzdem sollte man hier ein wenig mit Ratio, Attack und Release experimentieren, um ein wenig Abstand zu halten.
Wem das dann zu viel Bass ist, der kann den Lowcut zuschalten. Hier eine Version mit Lowcut, Expander und Voice-Tune:
Damit werden dem Fundament dann etwas die Flügel gestutzt.
Bei der Kopfhörerlautstärke sollte man tatsächlich mal den üblichen Ratschlag befolgen und diese vor dem Aufsetzen auf Null zurückdrehen. Denn selbst bei vorsichtigen 30 % Volume kommt da ordentlich Druck auf die Ohren, der Headphone-Amp hat mächtig Power.
Alternativen
Mit der vielseitigen Wave-Link-App hat das Elgato Wave 3 MK2 natürlich ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Abgesehen davon würde sich auf der rein technischen Seite das Rode NT-USB+ anbieten (152,- Euro), das mit der Aphex-Audiobearbeitung und einem guten Klang punktet. Auch das Audio-Technica AT2020USB-X (129,- Euro) könnte zumindest klanglich eine Alternative sein, auch wenn man hier auf Features wie 32-Bit-Float, Autogain oder DSP-Effekte verzichten muss.
Das Shure MV7+ ist mit 295,- Euro zwar deutlich teurer als das Elgato Wave 3 MK2, funktioniert aber als dynamisches Broadcast-Mikrofon in nicht optimalen Räumen besser und wertet den guten Klang mit der ShurePlus MOTIV Desktop-Anwendung und den Auto-Level-Modi weiter auf.









































