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Test: ELTA Music Solar 42N, semi-modularer Synthesizer

Kosmische Expedition

15. April 2026
ELTA Music Solar 42N semi-modularer Analog-Synthesizer Test

Test: ELTA Music Solar 42N, semi-modularer Synthesizer

In dem inzwischen auch an unkonventionellen Instrumenten nicht mehr armen Synthesizer-Markt sticht das ELTA Music Solar 42N schon optisch heraus. Es handelt sich um einen analogen, semi-modularen Synthesizer, der als „Ambient Machine“ konzipiert ist. Er ist kürzlich als „Solar 42N“ in einer MKIII-Version erschienen. Höchste Zeit, ihn auf AMAZONA unter die Lupe zu nehmen!

Kurz & knapp

Was ist es? ELTA Music Solar 42N, semi-modularer Analog-Synthesizer für Drone- und Ambient-Sounds mit umfangreicher Modulations- und Performance-Ausstattung.

  • Klang: Druckvolle Curtis-Oszillatoren, charakterstarke Polivoks-Filter und vielseitige Drone-Sektionen liefern außergewöhnlich dichte Klanglandschaften.
  • Konzept: Haptischer, performativer Workflow mit Touch-Tastatur, Lichtsensoren und zahlreichen Modulationsquellen.
  • Flexibilität: Semi-modularer Aufbau mit CV-Integration, Sequencern, Arpeggiatoren und experimentellen Klangarchitekturen.
  • Besonderheiten: Sägezahn-basierte Drone-Stimmen, Cartridge-Effektsystem und mikrotonale Möglichkeiten.
  • Schwächen: Filter-Link-Modus mit Höhenverlust und teils umständliche Bedienung der digitalen Funktionen, Handbuch.
Bewertung

ELTA Music Solar 42N

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ELTA Music Solar 42N Ambient Machine

Hintergrund der “Ambient Drone Maschine”

Das Instrument ist die Vision von Designer und Ingenieur Arseniy Tokarev, der sein Unternehmen ELTA Music in Donezk in der Ostukraine gründete. Aufgrund geopolitischer Ereignisse im Jahr 2014 musste er seine Heimat verlassen und zog nach Kiew, während die Produktion in Moskau angesiedelt wurde. Im Jahr 2022 zwangen die bis heute aktuellen Kriegsereignisse Tokarev erneut dazu, die Zelte abzubrechen, und so zog das Unternehmen nach Riga, Lettland, um dort komplett bei Null anzufangen.

Fertigungsstätte des ELTA Music Solar 42N Drone- und Ambient-Synthesizers

Inspiration für das Design stammt von frühen elektronischen Musikinstrumenten der 1920er- und 1950er-Jahre, insbesondere Leo Theremins „Harmonium“ sowie vom Soundtrack des Science-Fiction-Films „Blade Runner 2049“ (explizit der Nachfolgefilm mit der Musik von Benjamin Wallfisch und Hans Zimmer). Die Verbindung von historischen und aktuellen Konzepten zieht sich als roter Faden durch das Design. Ziel war ein Instrument, das ohne ein Arsenal an externen Geräten oder Mehrspurverfahren vollständige Drone- oder Ambient-Tracks erstellen kann – sowohl im Studio als auch live.

Aufbau und Anschlüsse

Trotz der in einem räumlich ausladenden Ganzmetallgehäuse verbauten Fülle an Reglern, Knöpfen und Patch-Punkten wirkt das ELTA Music Solar 42N auf den zweiten Blick klar strukturiert. Es gliedert sich deutlich in einzelne Komponenten, die zum Experimentieren und Herumschrauben einladen sollen. Trotz der Größe (49,5 cm Breite und 32 cm Höhe) lässt es sich durchaus auf dem Schoß auf der Couch spielen.

Das Instrument ist primär analog aufgebaut. Oszillatoren, Mixer, Vorverstärker, Distortion und die beiden Polivoks-Filter sind rein analog, während die Touch-Tastatur und die „Effektor“ genannte Effektsektion digital arbeiten.

An Anschlüssen gibt es lediglich einen Stereo- (bzw. Dual-Mono-) und einen Kopfhörerausgang. Zählt man die separaten Ausgänge der VCOs hinzu, könnte man von Quadruple-Mono-Ausgängen sprechen. Obwohl der Solar 42N/F keine MIDI-Schnittstelle besitzt, ist er durch die Vielzahl an CV-Ein- und -Ausgängen gut in modulare Setups und andere Hardware integrierbar.

Im Kern besteht das ELTA Music Solar 42N aus acht separaten Modulen. Die Bezeichnung dieser Module als „Voices“ ist jedoch irreführend, da viele von ihnen aus einem ganzen Bündel an Oszillatoren bestehen.

Melodische Stimmen des Solar 42N

Für epische Melodien und druckvolle Bässe stehen die zwei spannungsgesteuerten Oszillatoren VCO A und VCO B zur Verfügung, die standardmäßig an die kapazitive Touch-Tastatur gekoppelt sind. Diese Oszillatoren verwenden den Alfa Rpar AS3340-Chip, einen modernen, kompatiblen Nachbau des klassischen CEM3340 VCO-Chips von Doug Curtis, der unter anderem im Sequential Circuits Prophet-5 und im Oberheim OB-Xa eingesetzt wird. Mit anderen Worten: fett.

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ELTA Music Solar 42N VCO A Oszillator-Sektion

Die VCO A Oszillator-Sektion des ELTA Music Solar 42N

Hier zwei melodische Spielereien mit VCO A. Der Filter-Cutoff wird dabei über den Flächendruck (Pressure) der Touch-Platten moduliert:

Die Oszillatoren bieten Sinus, Dreieck, Sägezahn, Rechteck mit Pulsbreite, Sägezahn, Rechteck mit Pulsbreite, Sägezahn zu invertiertem Sägezahn (wie beim Elektron Analog Four) sowie Sinus zu Dreieck. Beide VCOs verfügen über vollwertige ADSR-Hüllkurven mit LFO-Modus und Sub-Generatoren (-1 Oktave).

VCO B ist zu VCO A normalisiert, zwecks linearer oder exponentieller Frequenzmodulation. Die Intensität wird über den MOD-Regler gesteuert. Dann kann es statt episch auch drahtig schrappen.

Was macht man mit einem Oszillator, der stufenlos zwischen Sägezahn und invertiertem Sägezahn überblenden kann? Darauf gibt es nur eine Antwort:

Als weiteren kleinen Unterschied verfügt VCO A über einen Eingang für Oscillator-Sync. Beide VCOs haben einen separaten Ausgang, um sie an Mischer, Filter und Effektor vorbei separat auszugeben oder für wildere Patches zu nutzen.

Im folgenden Beispiel spiele ich wie zuvor mit einer Hand eine Melodie auf VCO A. Mit der anderen Hand kontrolliere ich den Cutoff des zweiten Filters, in den eine der Drone-Stimmen geroutet ist:

À propos „fett“:

Duales Polivoks-Filter und Distortion

Das ELTA Music Solar 42N verfügt über zwei 12 dB Polivoks-Filter. Diese begehrten Filter zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass auch bei hoher Resonanz die Fülle der tiefen Frequenzen erhalten bleibt. Die Filter können zwischen Bandpass (BP) und Lowpass (LP) umgeschaltet werden.

Die beiden Frequenzregler können verlinkt werden. In diesem Modus entsteht jedoch ein starker Höhenabfall:

Lowpass und Bandpass in Aktion. In der Mitte hört man ein „Knacken“ beim Umschalten:

Für die Verzerrung stehen zwei Regler zur Verfügung. Der Gain-Regler bestimmt die Stärke der Verzerrung, während der Dist-Regler das Verhältnis zwischen Original- und verzerrtem Signal überblendet. Allerdings wirkt die Verzerrung immer auf beide Kanäle gleichzeitig, was den kreativen Einsatz etwas einschränkt.

Wer also nicht gleich die gesamte Musik verzerren möchte, muss mit der Überblendfunktion gezielt dosieren.

Elta Music Solar 42N Filter Sektion, Dual Effector und Voice Mixer

ELTA Music Solar 42N: Filter Sektion, Dual Effector und Voice Mixer

Mithilfe des Filters und des Arpeggiators lassen sich fette Sequenzen realisieren. Filter-FM wurde mittels eines der LFOs realisiert:

Vier klassische Drone-Stimmbündel

Mit den vier „Classic“ genannten Drone-Stimmen des ELTA Music Solar 42N wird es nun deutlich unkonventioneller. Diese bestehen aus fünf Sägezahn-Oszillatoren. Es handelt sich dabei um sogenannte Negistor-Oszillatoren, die unter anderem in früher Labor- und Radiotechnik eingesetzt wurden.

Dass es sich um Sägezähne handelt, kann man fast schon als Novum in der Landschaft der Drone-Geräte bezeichnen, da diese (zur Frustration der Autorin) größtenteils Puls- bzw. Rechteckoszillatoren bieten. Ein Sägezahn klingt gerade in hohen Lagen offener und angenehmer. Er bietet zudem einen größeren Spielraum für klanglichen Ausdruck.

Im Vergleich zu den Hauptoszillatoren sind die Sägezähne der Drones wesentlich weicher. Sie klingen samtig, keinesfalls dumpf, und müssen daher nicht zwangsläufig gefiltert werden.

Zwei Vergleiche: VCO-A-Sägezahn versus Drone-Sägezahn:

Die Oszillatoren verfügen über keine logarithmische oder lineare Spannungssteuerung für die Tonhöhen. Stattdessen werden sie einzeln auf einen Akkord oder Klang gestimmt. Dabei empfiehlt es sich, zunächst alle Oszillatoren bis auf zwei zu deaktivieren, um die weiteren Oszillatoren schrittweise hinzuzustimmen.

Die Einschaltknöpfe der Oszillatoren sind nicht nur ein Hilfsmittel beim Stimmen, sondern werden im Spiel schnell zu einem Werkzeug, etwa um Dreiklänge zu variieren und das Klangmaterial schrittweise zu erweitern.

ELTA Music Solar 42N Drone-Sektion

ELTA Music Solar 42N Drone-Sektion

Mit einem Volt-Regler wird die Spannung der fünf Oszillatoren gemeinsam verringert. Das führt zunächst zu einem stufenlosen Transponieren nach unten. Ab der Hälfte des Regelwegs beginnen die Generatoren, sich gegenseitig zu modulieren, wodurch ein FM-Synthese-Effekt entsteht.

So werden pulsierende Klänge möglich, die an einen Maschinenraum erinnern können. Dann beginnen auch die LEDs zu flackern, die beim schwarzen Modell an die Voice-Box von K.I.T.T. erinnern – wer erinnert sich noch an die Serie?

ELTA Music Solar 42N

Mit dem ELTA Music Solar 42N durch den Sound-Kosmos

Doch auch in traditionellen Harmonien einsetzbare (FM-)Klänge lassen sich durch Unterspannung gewinnen:

Alle sechs Drone-Stimmen nutzen ein einfaches Attack-Release-Envelope und erklingen entweder dauerhaft, wenn der HOLD-Schalter aktiviert ist oder werden über eine Drucktaste (in Computertastatur-Optik) ganz unten rechts neben dem Keyboard-Modul ausgelöst oder gehalten.

Das Envelope kann per Gate ausgelöst werden, wodurch auch rhythmische Figuren möglich sind. Hier ist auch vorstellbar, eine kontinuierliche Abfolge von bis zu vier Drone-Modulen als Akkordfolge durch einen externen Sequenzer zu realisieren.

Ein weiteres interessantes Detail ist der etwa golfballgroße, lichtempfindliche Detektor, der jeder der vier „klassischen“ Drone-Stimmen zur Verfügung steht. Jeder der je fünf Oszillatoren hat einen eigenen Knopf, um dessen Spannung durch den Detektor zu routen. Dann lässt sich die Tonhöhe durch Handbewegungen, ähnlich einem Theremin, steuern – oder durch die Beleuchtung einer Live-Bühne.

So kann die Lightshow einmal auf die Musik wirken, statt umgekehrt. Im folgenden Beispiel entsteht eine sospirando-Figur durch Handbewegungen über dem Lichtsensor:

Einhändiges Spiel auf der Touch-Tastatur des ELTA Music Solar 42N, während mit der anderen Hand der Lichtsensor kontrolliert wird („Reverse Reverb“ durch den Effektor):

Die Regler sind griffig und schwergängig, um versehentliches manuelles Verstimmen zu verhindern. Dennoch können sich die Oszillatoren der Drone-Stimmbündel während des Spiels subtil verstimmen.

Geht das dem Musiker gegen das Ohr, muss nachjustiert werden. Daher empfiehlt das Handbuch eine Aufwärmphase von 20 Minuten. Daran muss man sich jedoch nicht halten, wenn man lieber gefährlich lebt – gefährlich wie etwa Tangerine Dream in den frühen 70ern, nicht nur live, sondern auch auf Alben wie „Phaedra“ mit größter Wirkung.

ELTA Music Solar 42N Nahaufnahme Drone-Sektion 1

ELTA Music Solar 42N Drone-Sektion 1

Ein Fünfklang, mit langsam hochgeschraubtem Volt-Regler von Minimum nach Maximum. Mit mehreren Drones und einem Bass-Orgelpunkt ließe sich damit durchaus eine THX-Hommage erstellen.

Anschließend ein rasches Drehen am Volt-Regler, um eine Art Motiv zu erhalten. Das könnte man noch weiter üben – oder sequenzieren …

Konfrontation mit Mikrotonalität

Ich finde auch, dass das ELTA Music Solar 42N ein Gerät ist, bei dem es sich lohnt, eher mit einem vagen Gerüst oder einer Ausdrucksidee statt mit einer konkreten (harmonischen) Idee heranzugehen. Anstatt besessen mit einem Stimmgerät über den Reglern zu hocken, nimmt man sich z. B. eine der Drone-Stimmen vor, schaltet die Oszillatoren nach und nach ein und stimmt sie so, wie es in diesem Moment zum Gemüt passt.

ELTA Music Solar 42N in anderen Farben

Auch in Blau, Pink, Weiss und Gelb erhältlich

Selbst wenn man der Thematik der Mikrotonalität eher indifferent gegenübersteht, wird man von diesem Gerät mit feinsten Schwingungen konfrontiert. Stimmt man einen Akkord nach Gehör, merkt man schnell, wie viele Möglichkeiten und Geschmacksrichtungen es gibt, denselben (!) Akkord so zu stimmen, dass er rein klingt.

Da kann man sich fast wie Andreas Werckmeister fühlen, als dieser seine berühmten wohltemperierten Stimmungen entwickelte. Diese werden übrigens oft fälschlicherweise mit der heute am meisten gebräuchlichen gleichstufig temperierten Stimmung verwechselt. Die wohltemperierten Stimmungen sind gerade nicht gleichstufig. Wir leben heute in der merkwürdigen Situation, dass die reine Stimmung für viele „schief“ klingt, einfach weil sie ungewohnt ist.

Möchte man die Drones auf spezifische Skalentöne stimmen, bietet sich die Mithilfe eines der VCOs und des Touch-Keyboards an. Wird dann noch exakt 440, 432 oder auch 666 Hz als Kammerton angepeilt, muss der VCO – wie bei manchem Moog – zuvor mit einem externen Stimmgerät eingestellt werden.

Sirenen, Schreie und Weltraummonster

Die Drone-Stimmen 3 und 6 orientieren sich an einer anderen, ebenfalls experimentellen Architektur und sind inspiriert von den DIY-Synthesizern des 2022 verstorbenen russischen Sound-Artists und Instrumentenbauers Papa Srapa (Eduard Srapionov), der in der internationalen Noise- und Experimental-Szene für seine selbst entwickelten elektronischen Klangobjekte und eigenwilligen Live-Performances bekannt war.

Ihr Kern besteht aus zwei Schmitt-Trigger-Rechteckoszillatoren, wie man sie auch im Soma Lyra-8 findet. Einer arbeitet im Niederfrequenzbereich, der andere im hörbaren Bereich. Über Schalter können vier verschiedene Kombinationen von Klangmodi eingestellt werden: kontinuierlicher Drone, Frequenzmodulation, Amplitudenmodulation oder eine Kombination daraus.

So lassen sich Effekte erzeugen, die an frühe elektronische Musik erinnern und als Sirenen, Schreie, Zwitschern oder Grummeln Urempfindungen ansprechen:

Doch auch vertrautere Motive sind möglich, im Folgenden durch Gates:

Ohne Gate klingt es so. Die klickenden Geräusche im Hintergrund stammen von einem anderen Modul:

Zusätzlich ist jeweils ein Rauschgenerator vorhanden. Das Rauschen kann in den Sample-and-Hold-Generator eingespeist werden, der über einen Clock-Eingang verfügt.

Touch-Tastatur mit Sequencer und Arpeggiator

Die Solar-Touch-Tastatur ist der primäre Controller und manuelle Modulator für die VCOs. Sie besteht aus 12 kapazitiv empfindlichen Platten. Die Tastatur ist auch in einer leicht anders gestalteten 44-HP-Version für Modularsysteme von Elta Music erhältlich.

Sie reagiert auf die Oberfläche der Finger: Je mehr Fläche bedeckt wird, desto höher ist die ausgegebene Steuerspannung. Durch diese Pressure-Control lassen sich etwa VCA, Filter oder PWM ausdrucksvoll spielen. Natürlich lässt sich auch alles anders verkabeln, um dann wieder unkonventionelle Ergebnisse zu erzielen.

ELTA Music Solar 42N Touch Keyboard

ELTA Music Solar 42N Touch Keyboard, Display und Menü

Über ein sehr kleines Display und einen Endlosregler werden zahlreiche Funktionen aufgerufen, unter anderem Split, Sequencer, Arpeggiator, Einstellungen für Skalen, Legato, Portamento, Vibrato und Tempo.

Im Split-Modus lässt sich zweistimmig spielen. Als Effekt läuft hier „Magic“ (ein Pitch-Delay) sowie ein kleines Drone dazu:

Im Twin-Modus sind die Seiten getrennt und können jeweils eine beliebige Kombination aus Arpeggiator, Sequencer und Solo einnehmen. Inklusive des 5-Step-Sequencers stehen so bis zu drei Sequencer zur Verfügung.

Mit dem 5-Step-Sequencer lassen sich im Handumdrehen hypnotische Techno-Sequenzen erstellen. Warum nicht gleich eine Hüllkurve zusammen mit dem zweiten VCO zur Kick umfunktionieren?

Und wo wir gerade dabei sind: Kann das ELTA Music Solar 42N auch DFAM …?

Und wie sieht es mit dem Holzhammer aus …?

Es werden umfangreiche Möglichkeiten zur Arbeit mit Skalen und alternativen Stimmungssystemen geboten. Unter anderem lässt sich aus einer großen Zahl voreingestellter Skalen wählen. Jede der zwölf kapazitiven Notenplatten kann zudem individuell gestimmt werden, was eine freie, mikrotonale Festlegung der Tonhöhen ermöglicht.

Der Arpeggiator verfügt über eine Richtungssteuerung (vorwärts, rückwärts, Ping-Pong, zufällig) sowie Variationen und rhythmische Muster. Der Sequencer kann bis zu 16 Schritte lang sein und bietet die gleiche Richtungssteuerung.

ELTA Music Solar 42N Patch zum Nachbauen: DFAM Patch

Zum Nachbauen: DFAM Patch auf dem ELTA Music Solar 42N

Es lassen sich weder Skalen importieren noch die eigens gestimmten Skalen im Skalenvorrat speichern. Es können jedoch vier Gesamtzustände – exklusive Tempo – als Preset abgespeichert und wieder abgerufen werden.

All dies wird mit einem einzigen Endlosregler gesteuert. Menüs werden durch Eindrücken des Reglers betreten, tiefere Menüs durch längeres Drücken wieder verlassen.

Auch wenn ich schon wesentlich schlechtere Bedienkonzepte erlebt habe, wären hier zwei Endlosregler wünschenswert – etwa zur getrennten Steuerung von Menüpunkt und Wert oder von Sequencer-Schritt und Note. Ebenso wäre ein etwas größeres Display hilfreich.

Modulationsquellen

Neben der Touch-Tastatur und den Lichtsensoren bietet das ELTA Music Solar 42N viele weitere Quellen für Kontrollspannungen. Dazu zählen zwei LFOs mit überblendbaren Schwingungsformen und Geschwindigkeiten, die von extremer Langsamkeit bis in den hörbaren Bereich reichen.

Der Position-Locking-Joystick im Stil von Spielkonsolen bietet zwei CV-Ausgänge für die X- und Y-Achse. Ein klassischer, von Buchla inspirierter 5-stufiger sequenzieller Spannungserzeuger ist ebenfalls integriert. Er verfügt über eine eigene Clock, genannt „Pulser“, und macht einfach Spaß. All das lässt sich natürlich kreuz und quer verkabeln.

Der Synthesizer verfügt zudem über ein integriertes Kontaktmikrofon, das unter der Sensor-Tastatur montiert ist. Dadurch wird das Gehäuse des SOLAR 42 selbst zu einem Mikrofon, das manuell mit den Fingern oder einem weichen Schlägel bespielt werden kann.

ELTA Music Solar 42N Audio Routing Diagramm des Drone Synthesizers

Audio-Routing-Diagramm des Drone Synthesizers

Der integrierte Vorverstärker mit bis zu 40 dB Verstärkung eignet sich auch für externe Kontaktmikrofone, elektroakustische Instrumente oder Line-Level-Signale.

Der Envelope Follower erzeugt Hüllkurven-CV mit bis zu 10 V und kann entweder mit dem Vorverstärker verbunden oder auch zum Boosten externer Signale verwendet werden. Beispielsweise für eine externe Clock, falls diese die vom Solar 42N benötigten 10 V nicht erreicht (z. B. Squarp Hapax).

Cartridge-Effektor-System

Das Instrument verfügt über einen Dual-Effektor-Combiner, der auf austauschbaren Cartridges basiert. Auch dies erinnert an eine Videospielkonsole. Jede Cartridge enthält drei Effektprogramme, die über einen 1-2-3-Umschalter geladen werden. Jedes Programm hat drei Parameter, die über CV-Eingänge modulierbar sind.

Cartridge System des ELTA Music Solar 42N Drone- und Ambient-Synthesizers

Cartridge System des ELTA Music Solar 42N Drone- und Ambient-Synthesizers

Da der Effektor Dual-Mono- bzw. Stereo-Betrieb unterstützt, können separate Effekte für den linken und rechten Kanal geladen werden, per Hot-Swap auch von zwei verschiedenen Cartridges.

Die 13 Cartridges bieten eine große Bandbreite an Effekten, etwa Shimmer-Reverb, Pitch-Delays, Chorus und ausgefallenere Effekte wie Audio-Rate-Modulation und Bitcrushing.

Darüber hinaus gibt es „Effekte“, die keine sind: Die Cartridges „Generator“ und „Syntex-1“ sind kleine, nicht zu unterschätzende monophone Synthesizer-Stimmen mit verschiedenen modulierbaren Funktionen wie Filter oder Schwingungsform:

ELTA Music Solar 42N Täschchen mit Effektor Cartridges

Solar 42N Täschchen mit Effektor Cartridges

Mixer, Filter und Effekte

Alle Audiosignale werden in den panoramischen Mixer eingespeist, der individuelle Lautstärke- und Panning-Regler für jede Stimme sowie den Preamp und den externen Audioeingang bietet.

Hier zeigt sich ein Problem des Instruments: Entweder werden die Filter verlinkt, was jedoch zu einem beträchtlichen Höhenabfall führt, oder man nutzt die Filter separat für unterschiedliche Aufgaben – beispielsweise Filter 1 für das expressive Spiel am Keyboard und Filter 2 für die übrigen Klänge, etwa als Bandpass für flächige Sounds.

In diesem Fall ergibt sich jedoch ein neues Problem: Melodie und Begleitung sind hart im Stereofeld verteilt. Ein Reverb-Effekt kann die Seiten zwar wieder etwas zur Mitte hin zusammenführen, löst das Problem aber nicht vollständig.

Man kann dem entgegenwirken, indem man die Stimmen wieder leicht ins Panorama eindreht. Dadurch entstehen jedoch Effekte, bei denen sich Stimmen im Stereofeld bewegen. Das kann wiederum sehr interessant sein – bei immersiver Musik wandert der Klang schließlich nicht nur von links nach rechts.

ELTA Music Solar 42N mit Elektron Tonwerk

ELTA Music Solar 42N im Zusammenspiel mit Elektron Tonverk, oben: diverse Effektor Cartridges

Doch möglicherweise ist man besser damit bedient, das Solar an zwei Stereo-Effektgeräte anzuschließen und deren Stereo-Ausgänge am Mischer zu summieren. Ich persönlich nutze dafür das Elektron Tonverk, da es Mono-Eingänge, Stereo-Effekte und einen Mischer in sich vereint.

Unterschiede: 42, 42F oder 42N

Wer auf dem Gebrauchtmarkt nach einem ELTA Music Solar 42N sucht, fragt sich vielleicht, ob sich ein Vorgängermodell als günstigere Alternative lohnt.

Die Originalversion kam noch ohne Sub-Oszillatoren, Bandpass und Verzerrung aus. Die VCOs boten nur lineares FM, die Einzelausgänge lagen auf der Rückseite und das Grundrauschen war höher.

Mit dem 42F wurde exponentielles FM ergänzt sowie Regler und Buchsen farbkodiert. Viele Kippschalter wurden zu Druckschaltern, beim 42N jedoch wieder zu besser sichtbaren Kippschaltern.

Mit der Version 42N schließlich erhält das Gerät Wahlschalter für LFO-Geschwindigkeiten. Die beiden Filter lassen sich nun unabhängig per CV steuern und das Laden von Effektprogrammen wurde deutlich vereinfacht.

Alternativen der Redaktion

Eine direkte Alternative zum ELTA Music Solar 42N gibt es nicht. Vermutlich müsste man sich ein Eurorack-System aus mehreren Modulen selbst zusammenstellen, um auf eine vergleichbare Funktionalität zu kommen.

Wer nicht patchen möchte, könnte zum Dreadbox Artemis greifen, den AMAZONA-Autorin Juliane Wolf hier für euch getestet hat. Mit Dreadbox Artemis gelingen ebenfalls schöne Ambient Sounds.

Eine tolle Ambient-Maschine ist auch der neue ASM Leviasynth, ein digitaler Synthesizer mit unglaublichen Möglichkeiten und digitalen und analogen Filtern. Aufgrund seiner Architektur lassen sich hier Sounds programmieren, die sonst nur mit modularen Synthesizern möglich wären. Über Algorithmen bestimmt der Musiker, wie sich die Oszillatoren gegenseitig beeinflussen. Umfangreiche Modulationsmöglichkeiten sorgen für sehr lebendige Sounds. 16 Stimmen mit bis zu acht Oszillatoren pro Stimme erlauben sehr fette Sounds.

Solar 42 auf YouTube:

Solar 42N Musik von der Autorin (Playlist – mehr ist in der Mache):

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Wenn man allerdings statt 1.800 Views lieber 2.800.000 Views haben möchte, sollte man vielleicht besser solche Musik machen:

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Klangbeispiele
Fazit

Das ELTA Music Solar 42N ist eine haptische Leinwand für Drone-Enthusiasten, Sound-Designer und Astronauten kosmischer Musik. Der Workflow ist durch die Touch-Tastatur und die physischen Regler unmittelbar. Das Schrauben wird zur intuitiven Performance.

Auf den ersten Blick wirkt das High-End-Instrument wie ein Luxusgut. Rechnet man jedoch die Einzelkomponenten – von den analogen Curtis-Oszillatoren über die Drone-Sektionen bis hin zum Touch-Keyboard und den Polivoks-Filtern – zusammen, landet man schnell beim Doppelten. Dabei ist das Solar 42 mehr als die Summe seiner Teile.

Wer sich auf die ungezähmten Pfade des ELTA Music Solar 42N einlässt, begibt sich auf eine ungemein ausdrucksstarke klangliche Entdeckungsreise.

Plus

  • eine Leinwand, die ruft
  • Curtis-Oszillatoren
  • Polivoks-Filter
  • Klangqualität
  • Ausdrucksstärke
  • viele Klangmodule
  • Drone-Stimmen verwenden Sägezahn statt Rechteck
  • taktile Arbeitsumgebung
  • bis zu drei Sequencer, bis zu zwei Arpeggiatoren

Minus

  • Link-Modus der dualen Filter führt zu Höhenabfall
  • Bedienung der digitalen Funktionen
  • keine Möglichkeit, die Stereobreite vor dem Effektor zu verringern
  • Handbuch nur ausreichend

Preis

  • 2.259,- Euro
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Über den Autor
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Jeanne RED

Jeanne Artemis ist Komponistin und lebt in Berlin. Ihre Musik wird von namhaften InterpretInnen weltweit aufgeführt, und sie erhielt u.a. Stipendien des Goethe Instituts, des Berliner Senats, den Musikfonds e.V., Neustart Kultur und dem Deutscher Musikrat.
Akustisch: https://www.youtube.com/@JeanneArtemis
Elektrisch: https://www.youtube.com/@CatenationIndustrial

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Basicnoise AHU

    Toller, ausführlicher Test eines spannenden Synthesizers mit erfrischend „anderem“ Konzept. Auch die Soundbeispiele gefallen. Bei „Ambient Synth“ denkt man ja eher nicht an Gabber und DFAM.

  2. Profilbild
    MatthiasH

    Spannendes Teil! Besonders mysteriös die Steckkärtchen, sind das EEPROMs und die Effekte werden dann im Gerät softwaremäßig ausgeführt?
    Leider sieht es so aus, als sei bei den Platinen an der Fase gespart worden. Das ist für die Slotverbinder sehr verschleißträchtig und macht auch beim Einstecken keinen Spaß. Da lohnt es sich auf jeden Fall, die Steckkanten nochmal mit etwas Schmirgelpapier „anzuspitzen“ bzw. die Kante ein wenig zu brechen. Hätten sie in dieser Preisklasse auch ab Werk machen können.

    • Profilbild
      CDRowell AHU

      @MatthiasH Das Card-Modul sieht tatsächlich aus als würde ein 24LC32A Chip verbaut sein. Spannend!🧐

      • Profilbild
        CDRowell AHU

        @CDRowell Im ersten Moment spürte ich ein Anflug von Euphorie… Dann, unvermittelt kam der gedanke: „Ähm ich will gar nicht mit Lego spielen und dann etwas verlieren.“ Es würde auch mich etwas nerven, wenn dann genau das fehlt oder defekt ist, was ich dann haben will!😓

        Somit kommt es für mich wenig in Frage…😇

  3. Profilbild
    DasIch&DerEr

    Top Bericht mit wirklich guten Soundbeispielen.
    Der Synth ist super interssant und facettenreich.
    Werde ich definitiv mal antesten.

  4. Profilbild
    Filterpad AHU

    Ich beobachte diese Serie seit Erscheinung und bin nachwievor restlos begeistert. Diese Lichtkugeln (erinnern mich merkwürdigerweise immer an den Teufelsberg Berlin) und allgemein diese vielen Regler – er lädt eindeutig zum anfassen ein! Auch das es 4 Farben gibt, hinterlässt einen guten Eindruck. Leider sind Drone und Soundscapes kaum mein Milieu und daher scheidet er aus. Aber in den letzten etwa 5 Jahren aus meiner Sicht eines der schönsten und durchdachtesten Synthesizer. Ein Labor der Klangsynthese inklusiv innovativer Spielhilfen. Einfach ein tolles Gerät!

  5. Profilbild
    Tim

    Das Ding sieht mächtig aus! Gefällt mir. Spricht mich total an. Nerdig, wuchtig, schreit nacht experimentieren!

    Wenn man die Videos dann sieht, fällt er kleiner aus. Schade. Das Ding wäre mega geil als deutlich größerer Studio-Gigant.

    In Klein erzeugt es bei mir irgendwie eher Abneigung. Schade, weil ich wie gesagt das Design an sich klasse finde.

    • Profilbild
      exitLaub

      @Tim Ja, eine ganze Ecke größer hätte nicht geschadet. Mir waren beim Ausprobieren die Bedienelemente zu eng beieinander. Mit ein paar Patchkabeln wirds dann richtig fummelig. So eng bestückte Oberflächen wirken auf mich auch schnell unruhig und etwas unübersichtlich. Leider.

  6. Profilbild
    Elmar Weigand

    Danke für den ausführlichen Test. Ich hatte die Version F und kann mich der Begeisterung nur bedingt anschließen. Klanglich interessant, aber bei mir ist es an der Bedienung gescheitert. Habe grosse Hände und dafür ist alles zu eng und zu klein. Patchen macht das Ganze noch unübersichtlicher, ist aber zur Potenzialausschöpfung notwendig (z. B. LFO-Modulation). Das Winzdisplay hilft auch nicht. Besonders das Tuning über die kleinen Stiftpotis ist schwierig. Die Cartridges sind mechanisch anfällig, die Effektqualität ist insgesamt mässig. Dann lieber weglassen. Meine Empfehlung: Unbedingt antesten, ob man mit der Kompaktheit zurechtkommt, bevor man kauft.

    Mutiges Konzept eines kleinen Herstellers und daher grundsätzlich unterstützenswert. Aber in einer Version 3 hätte ich mir mehr als nur kosmetische Änderungen gewünscht…

  7. Profilbild
    Jens Hecht RED

    sehr schöner Test! „Dass es sich um Sägezähne handelt, kann man fast schon als Novum in der Landschaft der Drone-Geräte bezeichnen, da diese (zur Frustration der Autorin) größtenteils Puls- bzw. Rechteckoszillatoren bieten“…fühl‘ ich :)

  8. Profilbild
    Viertelnote AHU

    steigt wie feuervogel auf.sehr schönes instrument. kann sich man so darin verlieren ohne rückehr:-)
    oder man fällt und fällt …🙂

    danke für schöne klangbeispiele und test!
    quality auf hoher ebene auch preis ist angemeßen.

  9. Profilbild
    Heiner Kruse (TGM) RED

    Ich finde den Test auch klasse, besonders, dass Du das Gerät in den Beispielen für das nutzt, wofür es gut ist und von Hand stimmst bzw. verschiedene „unquantisierte“ Stimmungen ausprobierst

  10. Profilbild
    ollo AHU

    Das Teil sieht halt immer aus, als hätte man ganz viel aus einem Eurorack zusammengeklaubt um es dann möglichst dicht zusammen zu packen.

  11. Profilbild
    Albedo39.0

    Danke Jeanne für den klasse Bericht und Beispiele.
    Aber….
    Wenn man es im Netz sieht und hört , gerade die Eigenvorstellung bei ELTA, ist alles so easy und richtig prall im Sound; Space ohne Ende …

    … in Wirklichkeit ist es ein übles Gefummel und definitiv nichts für uns Silberrücken.

    Bin mit dem Gedanken „jetzt haben will! KAUFEN! G A S!“ nach MS Köln und nach einer guten Stunde probieren frustiert aufgegeben !

    Wäre man damit zufrieden einen eigestellten Sound endlos zu nudeln, ok, mag gehen, aber ansonsten schwierig und ebenso fummelig wie Eurorack.

    Dieses Gerät in „Senioren gerechter“ Größe oder ne Kiste wie ein Sledge, ein Traum , und dann hätte ELTA auch wieder das Werbeversprechen eingelöst:
    Space ohne Ende!

  12. Profilbild
    masterBlasterFX AHU

    Gut ausgelegter Test und interessante Soundbeispiele, danke Jeanne.

    Das Digitale und die Eingabe -„Tasten“ bei diesem Gerät bräuchte ich nicht.
    Bin aber auch kein Ambienter.

    Das Instrument wäre auch als Eurorack Erweiterung gut vorstellbar.

  13. Profilbild
    Vegbutch

    Sehr schöner Artikel.
    Der 42n ist sehr schön anzusehen und man kann sich wirklich darin verlieren an ihm rumzuschrauben und ist immer wieder erstaunt, was für unglaubliche Soundlandschaften entstehen können. Sicher wäre es nicht schlecht, wäre die Bedienungsoberfläche großzügiger, doch müsste es dann auch noch größer sein, und es nimmt jetzt schon eine gewisse Fläche in meinem Instrumentenpark ein. Darüber hinaus finde ich die Bedienung nicht allzu fummelig.
    Auch im Vergleich z.B zum Lyra 8, bieten sich hier mehr Möglichkeiten als Drone- oder Ambientmaschiene.

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