Kompressor-Kultstatus seit 30 Jahren
Der Empirical Labs Distressor EL8-XXX Anniversary Edition ist die Jubiläumsversion des Kultkompressors schlechthin. Es gibt Studiogeräte, die kommen und gehen. Neue Modelle erscheinen, ältere verschwinden irgendwann wieder vom Markt. Und dann gibt es Geräte wie den Distressor.
Seit seiner Vorstellung Mitte der 1990er-Jahre gehört der Kompressor von Empirical Labs praktisch zur Grundausstattung professioneller Tonstudios. Kaum ein anderes Dynamikwerkzeug findet sich so regelmäßig in den Racks renommierter Produzenten und Toningenieure. Ob Rock, Pop, Jazz oder Filmmusik, der Distressor ist fast überall zu Hause. Wir haben uns die Jubiläumsversion des Kompressors für euch näher angeschaut.
Was ist es? Der Empirical Labs EL8-XXX Distressor Anniversary Edition ist eine Jubiläumsversion des vielseitigen Hardware-Kompressors mit zusätzlichen Klangoptionen.
- Konzept: Der Distressor kombiniert Eigenschaften verschiedener klassischer Kompressoren mit eigener Klangästhetik und bietet eine breite Palette an Dynamikbearbeitung.
- Vielseitigkeit: Das Gerät ist für nahezu jede Signalquelle geeignet und ermöglicht sowohl transparente Pegelkorrektur als auch aggressive, charakterstarke Kompression.
- Anniversary Edition Features: Die Jubiläumsversion verfügt über eine rote Frontplatte und einen schaltbaren Triad HS-56 Eingangsübertrager für zusätzliche harmonische Sättigung und ein kräftigeres Bassfundament.
- Klangformung: Neben den Kompressionsmodi bietet der Distressor zwei Distortion-Modi (Dist 2 für geradzahlige, Dist 3 für ungeradzahlige Harmonische) und spezielle Betriebsarten wie den Opto-Charakter und den „British Mode“.
- Bedienung: Trotz des Funktionsumfangs ist die Bedienung intuitiv und lädt zum Experimentieren ein, wobei die Ratio-Schalter eher als unterschiedliche Klangkonzepte fungieren.
- Einschränkungen: Der zusätzliche Übertrager der Anniversary Edition erweitert die klanglichen Möglichkeiten, verändert den Grundcharakter des Distressors jedoch nicht fundamental, was für Besitzer älterer Modelle keinen zwingenden Upgrade-Grund darstellt.
Inhaltsverzeichnis
- Der EL8-XXX Distressor: Kein Vintage-Nachbau
- Empirical Labs Distressor EL8-XXX: Überall zu Hause
- Ein Kompressor – viele Gesichter
- Dist 2 und Dist 3: harmonische Verzerrung auf Knopfdruck
- Opto-Charakter und British Mode
- Was zeichnet die Anniversary Edition aus?
- Bedienung des Distressor EL8-XXX
- Der EL8-XXX Distressor in der Praxis
- Für wen lohnt sich die Anniversary Edition?
Das Bemerkenswerte am Empirical Labs Distressor ist: Er ist weder eine exakte Nachbildung eines Vintage-Klassikers noch verfolgt er den Anspruch, möglichst transparent zu arbeiten. Vielmehr kombiniert er Eigenschaften verschiedener legendärer Kompressoren mit einer eigenen Klangästhetik. Genau diese Vielseitigkeit hat ihn über Jahrzehnte zu einem modernen Studiostandard gemacht.
Mit der Anniversary Edition feiert Empirical Labs nicht nur den Erfolg des Distressors, sondern spendiert ihm zugleich einige technische Neuerungen. Äußerlich fällt zunächst die markante rote Frontplatte ins Auge. Wesentlich interessanter sind jedoch die inneren Werte. Erstmals kommt ein speziell entwickelter Triad HS-56 Eingangsübertrager zum Einsatz, der sich per Schalter in den Signalweg einbinden lässt. Ziel ist eine noch harmonischere Sättigung sowie ein etwas kräftigeres Fundament im Bassbereich, ohne den Grundcharakter des Distressors zu verändern.
Die spannende Frage lautet deshalb nicht, ob der Distressor ein guter Kompressor ist – daran bestehen seit Jahrzehnten kaum Zweifel. Interessanter ist vielmehr, welchen Mehrwert die Anniversary Edition EL8-XXX des Distressor tatsächlich bietet und warum dieser Kompressor bis heute einen derart legendären Ruf genießt.
Der EL8-XXX Distressor: Kein Vintage-Nachbau
Als Dave Derr Mitte der 1990er-Jahre den Distressor entwickelte, war der Markt bereits voller Nachbauten klassischer Studiokompressoren. 1176, LA-2A oder dbx 160 galten damals ebenso wie heute als feste Größen in professionellen Studios.
Derr entschied sich bewusst gegen diesen Weg. Anstatt einen weiteren Klassiker zu kopieren, entwickelte er einen vollständig neuen Dynamikprozessor, der sich je nach Einstellung in unterschiedliche Richtungen bewegen konnte. Der Distressor sollte nicht wie ein bestimmtes Gerät klingen – er sollte dem Toningenieur möglichst viele klangliche Werkzeuge in einem einzigen Gerät zur Verfügung stellen und genau darin liegt bis heute sein Alleinstellungsmerkmal.
Während viele Hardware-Kompressoren bereits nach wenigen Sekunden ihren charakteristischen Klang erkennen lassen, passt sich der Distressor erstaunlich flexibel an das jeweilige Programmmaterial an. Mal arbeitet er ausgesprochen sauber und kontrolliert, mal greift er deutlich energischer zu. Hinzu kommen verschiedene Sättigungsoptionen sowie der berühmte „British Mode“, der besonders bei Drum-Room-Mikrofonen beinahe Kultstatus erreicht hat und genau deshalb findet man ihn bis heute in so unterschiedlichen Produktionen.
Empirical Labs Distressor EL8-XXX: Überall zu Hause
Während des Tests stellte ich mir immer wieder dieselbe Frage. Warum besitzt ausgerechnet dieser Kompressor einen derart legendären Ruf? Die Antwort liegt vermutlich weniger in einzelnen Funktionen als vielmehr in seiner enormen Bandbreite.
Der Empirical Labs Distressor EL8-XXX fühlt sich nicht wie ein Spezialist an. Er ist vielmehr ein Werkzeug, das sich nahezu jeder Aufnahme anpassen kann. Vocals, Gitarren, Bass, Schlagzeug oder akustische Instrumente, kaum eine Signalquelle, auf der man ihn nicht zumindest ausprobieren würde.
Genau dieses Verhalten unterscheidet ihn von vielen klassischen Röhren- oder FET-Kompressoren. Während dort häufig bereits vor der Aufnahme klar ist, welcher Kompressor verwendet werden soll, lädt der Distressor geradezu zum Experimentieren ein. Nicht selten beginnt man mit einer moderaten Kompression und landet am Ende bei völlig anderen Einstellungen, weil das Gerät überraschend musikalisch auf ungewöhnliche Parameterkombinationen reagiert.
Vielleicht erklärt genau das seinen außergewöhnlichen Ruf: Der Distressor zwingt seinem Anwender keinen Klang auf, sondern er eröffnet Möglichkeiten.
Ein Kompressor – viele Gesichter
Bereits ein flüchtiger Blick auf die Frontplatte des Empirical Labs Distressor EL8-XXX zeigt, dass der Kompressor anders aufgebaut ist als viele klassische Dynamikprozessoren. Attack, Release, Threshold und Output gehören zwar zur Standardausstattung, doch spätestens bei den Ratios wird deutlich, dass hier kein gewöhnlicher Kompressor am Werk ist.
Während andere Geräte meist zwischen zwei oder drei festen Kompressionsverhältnissen wählen lassen, versteht Empirical Labs die Ratio-Schalter eher als unterschiedliche Klangkonzepte. Jede Einstellung verändert nicht nur das Kompressionsverhältnis, sondern auch das Regelverhalten. Dadurch fühlt sich der Empirical Labs Distressor EL8-XXX fast wie mehrere Kompressoren in einem Gehäuse an.
Bereits die niedrigeren Ratios eignen sich hervorragend für unauffällige Pegelkorrekturen. Das Signal bleibt lebendig und dynamisch, während einzelne Spitzen kontrolliert werden. Erhöht man die Ratio, arbeitet der Distressor zunehmend energischer und entwickelt genau den druckvollen Charakter, für den er bekannt geworden ist.
Besonders interessant ist dabei, dass sich Attack- und Release-Zeiten über einen außergewöhnlich großen Bereich einstellen lassen. Schnelle Transienten lassen sich präzise einfangen, während längere Release-Zeiten das Signal deutlich entspannter wirken lassen. Gerade dieses breite Spektrum macht den Distressor zu einem echten Allrounder.
Nach kurzer Zeit ertappte ich mich dabei, weniger in Ratios zu denken als vielmehr in Klangcharakteren. Genau darin unterscheidet sich der Distressor von vielen klassischen Studiokompressoren.
Dist 2 und Dist 3: harmonische Verzerrung auf Knopfdruck
Eine Besonderheit, die den Distressor bis heute von vielen Mitbewerbern abhebt, sind die beiden Distortion-Modi. Hinter den Bezeichnungen Dist 2 und Dist 3 verbergen sich keine Effektverzerrer, sondern gezielt erzeugte harmonische Obertöne.
Dist 2 betont überwiegend geradzahlige Harmonische und erinnert damit eher an das Verhalten hochwertiger Röhrenschaltungen. Das Ergebnis wirkt oft etwas voller und geschmeidiger, ohne aufdringlich zu erscheinen.
Dist 3 setzt dagegen stärker auf ungeradzahlige Harmonische. Dadurch entsteht ein etwas direkterer, griffigerer Charakter, der sich besonders bei perkussiven Signalen oder Gitarren bemerkbar machen kann.
Beide Modi lassen sich unabhängig von der eigentlichen Kompression einsetzen. Dadurch wird der Distressor nicht nur zum Dynamikwerkzeug, sondern gleichzeitig zu einer dezenten Klangfärbung. Gerade diese Kombination macht einen großen Teil seines kreativen Potenzials aus.
Opto-Charakter und British Mode
Empirical Labs hat sich nie darauf versteift, bekannte Klassiker möglichst exakt zu kopieren. Dennoch finden sich im Empirical Labs Distressor EL8-XXX verschiedene Betriebsarten, die bewusst an historische Kompressortypen erinnern.
Der Opto-Modus verändert das Regelverhalten deutlich und arbeitet weicher als die Standardcharakteristik. Gerade bei Gesang oder lang ausklingenden Instrumenten entsteht dadurch ein ausgesprochen musikalischer Regelvorgang. Am anderen Ende der Skala wartet der legendäre British Mode.
Kenner klassischer Studiotechnik werden sofort an den berühmten „All Buttons In“-Modus eines 1176 denken. Tatsächlich verfolgt der Empirical Labs Distressor EL8-XXX hier eine ähnliche Idee, ohne sie einfach zu kopieren. Die Kompression wird deutlich aggressiver, Transienten verändern ihren Charakter und das Signal gewinnt enorm an Energie.
Nicht ohne Grund gehört dieser Modus seit Jahren zu den beliebtesten Einstellungen für Drum-Room-Mikrofone oder parallel komprimierte Schlagzeuggruppen. Auch Gitarren oder einzelne Effektspuren können davon profitieren, wenn bewusst ein markanter, dichter Klang gewünscht ist.
Was zeichnet die Anniversary Edition aus?
Wer die Anniversary Edition des Distressor EL8-XXX zum ersten Mal sieht, nimmt natürlich zunächst die rote Frontplatte wahr. Sie verleiht dem Distressor zweifellos einen hohen Wiedererkennungswert.
Wie eingangs bereits erwähnt, steckt der eigentliche Unterschied jedoch im Inneren. Empirical Labs hat der Jubiläumsversion einen speziell entwickelten Triad HS-56 Eingangsübertrager spendiert. Über einen eigenen Schalter lässt sich dieser bei Bedarf in den Signalweg integrieren.
Dabei geht es nicht darum, den Distressor vollständig neu abzustimmen. Vielmehr ergänzt der Übertrager den bekannten Grundcharakter um eine zusätzliche analoge Färbung. Laut Hersteller verbessert er insbesondere die harmonische Struktur sowie die Abbildung im Tiefbassbereich. Gerade dieser Ansatz gefällt mir ausgesprochen gut.
Anstatt das Grundkonzept des Distressors zu verändern, erweitert Empirical Labs dessen klangliche Möglichkeiten um eine weitere Facette. Anwender können selbst entscheiden, ob sie möglichst neutral arbeiten oder den zusätzlichen Übertrager gezielt als klanggestaltendes Werkzeug einsetzen möchten.
Bedienung des Distressor EL8-XXX
Trotz seines enormen Funktionsumfangs wirkt der Empirical Labs Distressor EL8-XXX überraschend übersichtlich. Sämtliche Bedienelemente sind logisch angeordnet und lassen sich auch ohne längeres Studium des Handbuchs schnell erfassen. Die großen Regler vermitteln ein angenehmes Arbeitsgefühl und laden geradezu dazu ein, verschiedene Einstellungen auszuprobieren.
Interessanterweise entwickelt sich der Distressor mit der Zeit fast zu einem Instrument. Man beginnt weniger nach festen Rezepten zu arbeiten, sondern hört sich Schritt für Schritt an den gewünschten Klang heran.
Genau diese Arbeitsweise dürfte ein wesentlicher Grund dafür sein, weshalb der Distressor seit fast drei Jahrzehnten in professionellen Studios auf der ganzen Welt zu finden ist. Er bietet keine Patentrezepte, sondern er fordert zum Experimentieren auf und genau darin liegt vermutlich sein größter Reiz.
Der EL8-XXX Distressor in der Praxis
Die eigentliche Stärke eines Empirical Labs Distressor EL8-XXX erschließt sich nicht beim Studium des Datenblatts, sondern erst im praktischen Einsatz. Für den Hörtest habe ich bewusst drei sehr unterschiedliche Klangquellen gewählt: ein Rhodes-Piano, eine unbearbeitete Gesangsspur und eine clean eingespielte E-Gitarre. Gerade diese Kombination zeigt sehr gut, wie flexibel der Distressor auf unterschiedliche Dynamik- und Frequenzverläufe reagiert.
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Rhodes-Piano
Mein Rhodes V8 Plug-in fängt den Charakter des Originals schon sehr gut ein. Gerade die sehr sensiblen Attacks des elektromechanischen Pianos brauchen besondere Aufmerksamkeit, damit der bissige Charakter erhalten bleibt und sogar betont wird. Mit dem sehr vollen Charakter des Triad-Übertragers lässt der EL8-XXX Distressor die Töne sehr schön schweben:
Der blitzschnelle Attack des EL8-XXX Distressor betont den glockigen Ton der Rhodes und ein längerer Release verhindert, dass die langen Töne verschmieren.
Percussion
Die Bongos und eine afrikanische Shekere, eine Kürbisrassel, die mit einem Netz aus Muscheln umgeben ist, zeigen sehr schön, wie schnell der Distressor reagiert und die feinen Nuancen sauber auflöst, während die größere Trommel der Bongo ohne aufzudecken ausschwingt. Das Lewitt LCT 140 Kleinmembran Kondensatormikrofon ist bestens geeignet, um diese Kombination aufzunehmen:
Langer Attack und langer Release zähmen die harten Töne und machen den Sound knackig und schnell. Mit moderater Ration von 4:1 und im Dist 2 Mode klingt die Kombi aus Bongo und Rassel sehr frisch und dynamisch.
E-Gitarre
Ich habe meine Les Paul Standard (Bridge-Humbucker) mit einem Shure SM58 an einem Blackstar-Amp aufgenommen und einen kurzen Attack und kurzen Release für die cleanen Töne verwendet. Der Audio-Mode ist auf Dist 2 gesetzt:
Im Vergleich zur unbearbeiteten Aufnahme ohne Distressor fallen einige Dinge auf: Erstens hat der EL8-XXX wirklich viel Biss – auch schon im Dist 2 Mode. Zweitens klingt die Aufnahme viel natürlicher und tighter auf den Punkt. Die Ratio war hier auf 6:1 eingestellt und der Distressor wurde im Input recht heiß (mit viel Pegel) angefahren. Herrlich, wie beim integrierten Distressor die Bandbreite der Les Paul hörbar wird.
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Gesang
Natürlich spielt der Distressor seine Stärken auch auf Gesangsspuren aus. Für den Test haben wir eine Frauenstimme zunächst nahezu unbearbeitet und anschließend mit passenden Einstellungen über den EL8-XXX Anniversary Edition aufgenommen. Beide Versionen stehen als Klangbeispiele zum direkten Vergleich bereit.
Für diese Aufnahme kam der DIST 3-Modus zum Einsatz, der der Stimme eine angenehme, leicht raue Präsenz verleiht und sie im Mix noch etwas griffiger wirken lässt. Mit einer kurzen Attack-Zeit greift der Kompressor sehr schnell ein und kontrolliert Pegelspitzen zuverlässig.In Kombination mit einer längeren Release-Zeit und einer für Vocals durchaus kräftigen Ratio von 6:1 entsteht ein dichter, druckvoller Klang, ohne dass die Stimme ihre Natürlichkeit verliert. Das Ergebnis wirkt präsent, energiereich und setzt sich auch in einem dichten Arrangement souverän durch.
Im dritten Klangbeispiel dann „All In“ mit dem Ratio in der Einstellung „Nuke“. Man hört hier schon ein deutliches Pumpen, das aber in modernen Produktionen sehr bewusst eingesetzt werden kann.
Für wen lohnt sich die Anniversary Edition?
Nach einigen Stunden mit dem EL8-XXX Distressor wurde mir vor allem eines klar: Die Anniversary Edition richtet sich nicht ausschließlich an Besitzer älterer Distressoren oder Sammler limitierter Studiogeräte.
Wer bislang noch keinen Empirical Labs Distressor EL8-XXX besitzt, erhält hier einen der vielseitigsten Hardware-Kompressoren überhaupt. Kaum ein anderes Gerät deckt ein derart breites Spektrum zwischen transparenter Dynamikkontrolle, musikalischer Klangfärbung und bewusst charakterstarker Kompression ab.
Besitzer eines klassischen Distressors stehen dagegen vor einer anderen Frage.
Der zusätzliche Triad-Eingangsübertrager verändert den Charakter des Geräts nicht grundsätzlich. Vielmehr erweitert er dessen klangliche Möglichkeiten um eine weitere Nuance. Wer diese zusätzliche analoge Färbung gezielt einsetzen möchte, erhält mit der Anniversary Edition eine interessante Erweiterung. Wer dagegen bereits mit seinem Distressor vollkommen zufrieden ist, muss nicht zwangsläufig wechseln.
Gerade diese Zurückhaltung gefällt mir ausgesprochen gut. Empirical Labs hat nicht versucht, eine Ikone neu zu erfinden. Stattdessen wurde ein bewährtes Konzept behutsam weiterentwickelt.
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Ist außer dem schaltbaren Eingangsübertrager alles gleich zum EL-8X? Anders gefragt, kann man den XXX im Stereo Pair mit einem 8X betreiben?
@j.keys Also: können tut man schon ;-) – technisch gesehen.
Aber da beide Geräte leicht unterschiedlich klingen, ist es nicht zu empfehlen.
@j.keys Laut Hersteller wurde, abgesehen vom Übertrager, das Gain-Staging der Schaltung geändert, so dass die xxx Version früher in die gewollte Verzerrung geht.
Die neue Version klingt und verhält sich demnach anders.
Das kam hier im Test etwas zu kurz finde ich.
Ein A/B Verglich mit der normalen Variante ist eigentlich ein Muss.
ja preisrange sehr hoch…aber wer klang schätzt weiß er was man bekommt.
danke für test meine ohren hören unterschiede aber nicht fein genug gestellt.
signalkette gesamt denke ich muß wertige quality haben.so man schöpfen kann volles
potential.
Wie rechtfertigt eine andersfarbige Frontplatte und eine extra Schaltung mit vielleicht 20-30$ Bauteilen einen Aufpreis von 400€?
@spielereins Mumpitz. Der nur der Übertrager kostet im Einkauf schon 64€ dann noch Steuern und Zoll auf dem Mehrpreis die Platine, Frontplatten und die Entwicklungskosten.
Der Hersteller darf und soll mit sowas auch Gewinn machen um sich über Wasser zu halten.
Da kommt dann ganz grob überschlägig schon was zusammen.
Du kannst Dich ja mal hinsetzen und das Teil selber modifizieren.
Ich bezweifele, dass Du da weit unter 400€ rauskommst wenn Du deine Arbeitszeit mit einrechnest.
Abgesehen davon: Wer hat eigentlich die Idee in die Welt gesetzt, dass der Preis von Outboard anhand der Bauteilkosten nachvollziehbar sein muss?
Die Argumentation kannst Du ja mal beim Autohändler oder beim Mediamarkt testen.
@ach herrjemine Danke.
@ach herrjemine Sorry für die Rechtschreibung oben.
Das kommt davon, wenn man mal so eben nebenbei… :)