Test: Empress Effects Echosystem, Effektgerät

29. August 2017

Da bleiben kaum Wünsche offen!

Die kanadische Firma Empress Effects ist in der Szene der „Pedal-Nerds“ zweifellos eine DER angesagtesten Hersteller. Auch wir konnten uns bereits in einigen Tests von der superben Qualität der handgearbeiteten Effekte überzeugen. Darunter waren solche Knaller wie etwa das Empress Effects Reverb oder das Vintage Modified Superdelay, die allesamt einen mehr als bleibenden Eindruck hinterließen! Nun präsentieren die Kanadier ein neues Echopedal, das einmal wieder keine Wünsche offen lassen soll. Betrachtet man sich den Preis von rund 500,- Euro, was für ein Empress-Pedal leider nicht ungewöhnlich ist, weckt das neue Empress Effects Echosystem natürlich eine Menge Erwartungen. Ob diese erfüllt werden, werden wir im nachfolgenden Test erfahren.

Facts & Features

Schon beim Erstkontakt dürfte dem neuen Besitzer des Empress Effects Echosystem das positive Gefühl überbekommen, sein Geld sinnvoll angelegt zu haben. Denn die Verarbeitung, die Optik und die Haptik befinden sich erwartungsgemäß auf einem sehr hohen Niveau. Das 145 x 95 x 44 mm große und immerhin 680 Gramm schwere Gehäuse besteht aus robustem Stahlblech und besitzt sämtliche Anschlüsse an der Fronseite, was schon mal einen dicken Pluspunkt einfährt. Und was man dort alles anschließen kann, betrachten wir uns als Erstes.

Stirnseite / Anschlüsse am Empress Effects Echosystem

Wie es sich für ein Pedal dieser Preisklasse (und von Empress noch dazu) gehört, sind die Audioein- und Ausgänge natürlich in Stereo vorhanden. Das freut nicht nur die Gitarristen mit einem Stereo-Setup, sondern auch die Tastenfraktion oder die Studiobesitzer, die das Echosystem in ihre Umgebung mit einbinden möchten. Die fünfte der Klinkenbuchsen ist mit „Control Port“ bezeichnet und verfügt über mehr Funktionen, als man ihr im ersten Augenblick zutrauen würde. Zunächst einmal funktioniert diese Buchse als ein bewährter Expressionpedal-Anschluss, in diesem Modus wird das Pedal ab Werk auch ausgeliefert. Sie kann aber auch genauso gut CV-Gate-Signale aufnehmen oder als MIDI-Schnittstelle arbeiten. Für eine MIDI-Funktion ist allerdings ein zusätzliches Stück Hardware nötig, optional als Empress Midibox beim Hersteller zu erwerben. Leider ebenfalls nicht ganz billig.

— Empress midibox —

Die MIDI-Implementation des Empress Effects Echosystem ist sehr ausgefeilt, nahezu jeder Parameter des Pedals kann via MIDI ferngesteuert werden. Auch wenn wir Gitarristen vermutlich nie in die Verlegenheit kommen werden, ein derartiges Potenzial voll auszuschöpfen, dürften sich auch hier wieder die Synthesizerfans und Recording-Spezis freuen.

Klangbeispiele
Forum
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      iceleben

      Bin mir ziemlich sicher das das Teil für Synths cremig ist. Habe den Empress Reverb für Synths geholt und der ist einfach genial. Die SD Karte hat übrigens den Vorteil das dort bald längere Loops aufgenommen werden sollen – ist gerade in der Testphase. Man muss eh‘ sagen das der Support bei Empress super ist. Der Reverb hat z.B. neue Algorithmen per Update erhalten. Werde das Teil auf jeden Fall mal testen, wobei ich z.Z. dafür den Nemesis habe der auch toll ist…

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    Wellenstrom  AHU

    Jau, klingt. Auch gute Beispiele.

    Damit möchte man glatt Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band V.2 einspielen.

    Das nächste mal bitte trocken aufnehmen. (Spassemacht)

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        Wellenstrom  AHU

        Stimmt!

        Eigentlich sollten die Tester generell nicht aufnehmen, sondern ihren Höreindruck in epischer Breite wiedergeben und in Lautschrift bildlich verdeutlichen. Das hätte mal Pfeffer ;-)
        Hätte dann auch ’nen eindeutig vintage analogue Charakter.

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          MichBeck   1

          Frag mal Armin Bauer (AHU) und seine Erfahrung mit in Worten gefassten Klangeindrücken und dem anschließenden Pfeffer in der Kommentarleiste ?

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            Wellenstrom  AHU

            Meinste jetzt irgendwelche Mikrofontests?

            Jo, das kann ich aber nachvollziehen, dass man da keine Audiobeispiele reinpackt. Mikrofone sollte man als Leser eines Tests mit der eigenen Stimme testen… alles andere ist nicht wirklich aussagekräftig. Was bei dem einen scheiße klingt, kann bei dem anderen ideal sein. Und in der Aufnahmekette spielt da ggf. auch noch mehr mit rein.

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    swellkoerper  AHU 1

    Kennt jemand aus der Gitarren-Fraktion ein Switching-System, mit dem man mehr als einen Stereo-Effektloop umschalten kann? Bei den ganzen High-End Bodeneffekten wär das langsam dringend nötig..

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      Pars_ival

      Da fällt mir spontan ein altes „Schätzchen“ ein, mit dem ich vor ein paar Wochen noch geliebäugelt habe: Rocktron Patchmate Bradshaw (das alte im rotem Design). Das war ein 19″ Geräte mit 8 (in Worten ACHT) Stereoloops. Ist relativ selten gebraucht zu kriegen. Deshalb hab ich es auch nicht ;-) Aber dafür für um die 300,- Euro wohl ganz gut.

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