Test: Empress Effects Reverb, Effektpedal

Die Schalter und Potis des Empress Effects Reverb

Sämtliche Potis und Schalter sind ebenso wie die Buchsen fest mit einer Sechskantmutter am Gehäuse gesichert. Die Potis besitzen Köpfe aus Aluminium mit geriffelten Seiten, sodass ein sicherer Zugriff auch mit schweißnassen Händen jederzeit gewährleistet ist. Die drei Schalter sind Softklickmodelle, entsprechend einfach sind sie auch mit der Hand zu bedienen – sollte man das Empress Effects Reverb mal auf dem Tisch stehen haben.

Herzstück der Reglersammlung stellt das Programmpoti dar, mit dem sich die zwölf Grundsounds anwählen lassen. Neben den zu erwartenden Presets für Hall, Plate, Spring und Room verstecken sich auch einige Spezialeffekte wie etwa Lo-Fi, „Ghost“ oder ein Preset mit dem schlichten Titel „Beer“. Zudem ist das Poti ein Push-Pull-Typ und aktiviert durch sein Drücken die sogenannten „Submodes“, die sich hinter den einzelnen Programmplätzen verstecken. Es handelt sich hierbei um Variationen der einzelnen Klänge. Angezeigt werden diese weiteren Sounds durch die in unterschiedlichen Farben leuchtenden LEDs, die jedem Preset zugeordnet sind.

 Empress Effects Reverb PW Poti

— Und am Ende gibt es Bier – das Programmwahlpoti des Empress Effects Reverb —

Jederzeit aktiv und im Direktzugriff befindet sich der Zweiband-EQ mit seinen Reglern für „Low“ und „High“, mit dem sich das Effektsignal je nach Geschmack färben lässt. Für den Zugriff auf die wichtigsten Parameter eines jeden Presets dienen die zwei Regler mit der Bezeichnung „Thing 1“ bzw. „Thing 2“. Im Modus „Concert Hall“ sorgen sie beispielsweise für die Lautstärke der Erstreflexionen der Hallfahne, im Programm „Delay+Reverb“ hingegen für die Länge und die Anzahl der Echos. Ja genau – Echos, auch dieser Effekt befindet sich im Angebot des Empress Effects Reverb. Das folgende Bild zeigt einen Teil der vorhandenen Presets und deren Submodes im Überblick.

 Empress Effects Reverb ProgrammsDie drei übrigen Potis auf der Oberfläche regeln die klassischen Parameter eines Halleffekts – „Decay“ steuert die Halldauer, „Mix“ sorgt für das Mischverhältnis zwischen Original- und Effektsignal und „Output“ bestimmt die Intensität des Effekts.

Klangbeispiele
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    udapp

    Ich habe das Empress seit 2 Wochen. Ich war lange auf der Suche nach einem hervorragenden Hall , über den meine analogen Synths laufen können. Strymons Big Sky hat sich dafür überhaupt nicht geeignet, Eventide Space hat mich von der Bedienung etwas genervt, obgleich die Space Klänge ziemlich gut sind. Das Empress hat aber positiv den Vogel abgeschossen in allen Bereichen, die für mich wichtig waren. Sowohl Bedienung (direkte Poti / oder Encoder Regelung aller wichtigsten Paramter) wie Klangmöglichkeiten sind m.E. hervorragend. Auch die verwendeten Bauteile überzeugen. Kein schlabbriger Billig Encoder, ohne jegliches haptische Feedback wie z.B. beim Strymon Big Sky, sondern durchgängige Wertigkeit. Die Plate und Hall Algortihmen, aber auch das schöne Hall-Delay sind nicht nur FX (das hört man gerade über Studio Monitore) , die können mehr, sind dicht, wohl klingend und auch lange Hallfahnen klingen nie nach Digital Gebrizzel. Das ist ein endlich mal wieder ein rundherum gelungenes Gerät, in dem Passion steckt . Für mich haben die Empress Leute alles richtig gemacht hat (aber ich kann hier nur für den Gebrauch mit analogen Synths reden / z.B. mit GRP und Moog) . Für analoge Synthesizer ist das Empress Reverb über jeden Zweifel erhaben. Endlich Direktzugriff auch alle Klangparameter , ohne auf Software oder 19er Racks starren zu müssen. Für Live ebenso wie fürs Studio. Klasse Test übrigens, wieder mal vom wirklich kompetenten Stephan !

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      pytrel  

      Kannst du mir bitte bisschen mehr information bezüglich was dir am Big Sky nicht gefallen hat geben? Es steht nämlich in meiner „Kandidat“ liste…

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        udapp

        @pytrel: Verabeitung, Güte und Wertigkeit der Potis , und das Empress ist für mich klanglich nicht nur ein Effekt Gerät , sondern schon ein Studio Hall , insb eben im Zusammenspiel mit Synth und Co. MIt dem Big Sky bin ich hpts auch nicht mit dem Klang warm geworden. KLingt für mich immer gleich nach „dicke Hose“ … und dann dieser unsäglich billige Encoder. Kleiner Tip: Editiere und verändere mal „auf die Schnelle“ mit dem Strymon und dann mit dem Empress. Und achte einfach auf den Klang. Ich finde, der Empress spielt in der höheren Liga. Zumindest bei allem , das -wie bei mir- mit Tastenintrumenten zu tun hat. my 2 cents…evtl. Beide bestellen ;-)

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          pytrel  

          Danke. Habe auch bei Tho den bericht gelesen. Ich komme eher aus der „daw“ ecke und werde das Reverb hauptsächlich für Synths aber dann auch für ….alles einsetzen wollen. Ich möchte ein all around reverb von sehr hoher Qualität. Ich möchte langsam mehr in Richtung „hands on“ gehen und weniger Rechner will aber nicht gleich alles Rechner technisches loswerden. Das bedeutet mich würde interessieren auch den reverb als externes Effekt gerät nutzen. Für mich wäre wichtig: Equalizing von höhen Anteil (und tiefen ) des Halls. Realistischer reverb und nicht „dream pop verspielt “ etc…. Hmm beide bestellen wird schwer finanziell. Sagen wir mal das ich einen „Studio Grade Reverb“ gerät suche bloß eben kann nicht viel teuerer als das und mir gefallen auch Pedale zwecks „Evtl irgendwann was Live machen“

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    AMAZONA Archiv

    Diese Tretminen werden immer teurer, ich kann mir nicht helfen, aber so ein Hallkasten finde ich nun wirklich unverschämt teuer. Aber am schlimmsten finde ich das Mädchen Pink

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