Die Rückseite des Bodys zeigt lediglich die Abdeckung für den Zugang zum Elektronik-Fach. Beim genaueren Betrachten sieht man aber auch, dass der Mahagoni-Korpus der Annihilation-V RD aus zwei Teilen besteht. Eine schwache, aber dennoch zu vernehmende Leimnaht am unteren Zargen deutet darauf hin, wenngleich auch die blutrote, makellos deckende Lackierung der Gitarre es einem hierbei nicht einfach macht.
Der Hals des Instrumentes besteht ebenfalls aus dem bewährten Tonholz Mahagoni und wurde sauber und ohne Macken in den Body eingeleimt. Seine Rückseite ist ebenso wie der Rest der Gitarre mit der blutroten Lackierung versehen, was vom Spielgefühl her betrachtet ja nicht jedermanns Geschmack treffen dürfte. Das Griffbrett besteht aus Phenolharz, einem sehr harten und bruchresistenten Kunstharz, das unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit ist und schon früher bei Instrumenten wie zum Beispiel den Steinberger-Gitarren verbaut wurde. Man sagt diesem Material aber auch nach, nicht sonderlich resistent gegenüber Hitze zu sein, was bedeutet, dass man die Gitarre nicht unbedingt zu nah an einem heißen Bühnen-Spot (oder ähnlicher Hitzequelle) platzieren sollte. Denn im Gegensatz zum Werkstoff Holz verbleibt dieser Kunststoff dann wohlmöglich in seiner aus der Form geratenen Struktur. Wie sich dieses Griffbrettmaterial in der Praxis anfühlt, wird weiter unten noch ausführlicher beschrieben. Der Hals besitzt übrigens ein sehr ausgeprägtes „D-Shaping“, und man sollte hier schon ordentlich zugreifen können!
Die Markierungspunkte (Dots) sind natürlich auch rot, am 12. Bund befindet sich zudem ein roter Teufel als Inlay. Die 24 Medium-Jumbobünde sind sauber eingelassen, es gibt keine scharfen Grate oder ähnliches zu bemängeln. Ein Graphitsattel sorgt für ein reibungsloses Verhältnis mit den Saiten, auch wenn er ein wenig knapp gehalten wurde, denn sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite ist ein kleiner Versatz zu spüren.
Die an der wuchtigen Kopfplatte angebrachten Grover-Mechaniken bieten keinen Kritikpunkt, sie laufen sauber auf ihren Achsen und halten das Instrument gut in Stimmung. Auf der Abdeckplatte für den Halseinstellstab ist die Typbezeichnung „Annihilation“ (natürlich ebenfalls in stiltypischem Blutrot) vermerkt, dagegen wirkt der kleine Epiphone-Schriftzug auf dieser großen Kopfplatte geradezu verloren. Die Signatur Jeff Waters befindet sich übrigens auch auf der Kopfplatte, allerdings auf der Rückseite versteckt, ebenso wie der Hinweis „100% Inspected and Set-Up in the USA“.




























Was das Spielen im Sitzen angeht, so zeigt der große Meister, wie man’s richtig macht: http://www.bonedo.de/workshop/gitarre-bass/play-alike-242-video-workshop-jeff-waters/video/index.html?bereich=gitarre_bass&type=workshop
(gleich das erste Video)
Sonst: Vielen Dank für den Artikel, endlich was Greifbares.